Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1950
- Issue
- Heft 37 (6.6.1950)
- Date
- 1950-06-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Nr. 37 <'Stirn -ne MOSHE KOL, Mitglied der Exekutive der Jewish Agency: Der Staat und die Ziunüludie IDeltbemegung CS. D;i - jiidis.-llc \ I' 1 k i'l liil den Stmii , '!; i 11!. der I' i d ir i;/ <Ml Li 111 m. dilß \\ i 1 Urrnd *■ im> Noivv <■ n■ Iiit. d;iiuii .-<■ im• ( i riMi/.t'U;111"i■ t■ ii■ ii<'m11 Insel /l werden. 1 *;m Dt das I Imipt prüdem. I >ic I!cvolkcrummzahl LrncD muß -ich in kurzer Z“it mark v cimt ül.M'rn und der Staat politisch cr-gurken. Wenn wir einen neuen Lrum vmuncidcii uid'a-u. muß unsere!!e\öikenuum/.ahl in einer kurzen Zeit perin je sieh auf zw ei bD di'ei Millienen erhöhen. damit wir eine moderne, musterhafte und vru! hewnlfiiete Armee auf1 <d 1 en können. welcher wichtige wisseuseliaftliehe Kräfte zur Seite stellen werden. Zwei his drei Millionen .luden im Staate Israel --ind derzudt: der Kraft ven zehn Millionen Arabern uleiehzustellen. Deshalb ist die Ali.iah da r wicht i1(' I 'linkt von allen unseren 1!esi reluinuen. W ir mü>- seu den Willen in dir1 Massen trauten, naeh Israel zu k<>111111-■ n. Wir miis-en das Prüdem der Ali.iah überall dort aufklären, wo immer sieh der Willen zur Kinwanderuimnaeh Island zeiut. Für die Juden der Länder de.- Nahen < »steil ist die Ali.iah eine Kraue der Lebensrettunu. hie Ali.iah von Bagdad. Kairo. Alexandrien, aus ganz .Nordafrika und von anderen arabischen Ländern bedeutet eine physische, nationale und i geistige Errettung Wir wollen aber. I daß die Juden aus den Vereiniuten Staaten, aus Emrland und Westeuropa zu uns kommen, trotzdem die Laut' in den Ländern, in welchen sie jetzt leben, für sie nicht bedrohlich ist. her Wille zur Ali.iah muß aus positiven Gründen erweckt werden und es ist eine Notwendigkeit, das amerikanische Judentum dahin aufzuklären .Junge Menschen, technische Spezialisten und FaMdeute verschiedener (Meldete stehen in erster Leihe der Lersonen. die der Staat zu seinem Aufbau benötigt. Wissenschaftliche Kräfte sind notwendig. um den N’etrev und die ( Irenzgebiete zu besetzen und auszubauen und eine moderne Industrie zu schaffen. damit das Land die Möglichkeit hat. die Massen dm- (»lim aufztinehmon. — Es ist unverantwortlich, nach den Vereinigten Staaten zu kommen und Gerüchte zu verbreiten, daß dort Pogrome ausbroehen werden und sich die Juden deshalb retten müßten. I)ie Juden in den Vereinigten Staaten sind freie Menschen und wollen solche Leden in ihrem Lande nicht hören, obwohl sie vis-a-n. daß. so wie in allen Ländern, auch in Amerika Antisemitismus herr-ehi. her Wille zur Einwanderung nach Lrael muß vor allein in dmjungen (Menernlion erweckt. werden, man kann von ihnen fordern, .-ich am Aufbau unseres Staatezu beteiligen. Wir könneh daraus ersehen, duk das Prinzip de- Piindnisses des Staates K-rael mit. dem jüdischen Volk in dm- Ali.iah hattpi-üehledi zum Ausdruck kommt. Wir dürfen nicht vergessen. daß die Alija.li. welche heilte in unser Land strömt, zum überwiegenden Teile keim; materiellen Mittel lu itzt. Wir konnten den Krieg gewinnen dank großer Heldentaten um! 11 ’; i er IUI' 'I;i -- Ui'cf ittid vor tlll' mii- Öl' \\ 11 -11 ■ h;t t n n. vv cK-lm I ii r um di.' \ i i 'iit»! 11111 m he.!»' 111»' Ic. ikt vv i t k'-incti VII. - V\ i m Imii C!l. \\ : i I IlM'tli I ei tu - K He¬!_'i > - u 111 M i' 11 v m b' W il m In ij (i. ■Mm! ien. i i»< > zum Sic: m' liilm 'It. itb cf;t ii 1 ( Diu Öko um mDmie n < i e b i i •te m •seit» 'hen im Li; ikiuim mit J c n Imtf.-i! m ' m len 1 inständmi -lei' heul inen grausamen Well, wo Linanzfragen über Jas Schicksal ganzer \ ölker entscheiden keine W linder. Es gibt selbständige Staaten, deren Souveränität nur eine formelle Sahe ist und oj,| für j» den klar, daß sie von anderen Macht faktoren abhängig ist. Es gibt \ ölker. die militärische Siege erzielten, aber auf der ökonomischen Krönt in Abhängigkeit gerieten. - Ein Staal wie der unsere, welcher den Sieg erkämpfte und alles für den Sieg geopfert hat. dieser Staal muß sich mehr als alle anderen Staaten hüten, durch einen unbedachten Schritt oder durch Leichtfertigkeit die eroberte Freiheit und Selbständigkeit, zu verlieren. Wer weiß es be.--er als die benachbarten arabi-chen Staaten, weicht; eine sogenannte Selbständigkeit. besitzen, aber faktisch Marionetten.-,faalen sind, die einem W ink oder einem 1 tiklat ampern Mächte zu gehorchen haben, Dies" Lago trilft nicht nur auf arabische Länder, sondern auch auf Staaten in We-teiiropa und in anderen Wellteilen zu. Sie ist nicht, die Konsei|iimiz von militärischer Stärke oder Schwächt' sondern i.-f von ökonomischen Schwierigkeiten abhängig. Auch für um- -itief •diese; Umstände von entscheidender Pedeutung. Eines der großen Wunder ha 1, sich in unserem Land ereignet, welches .-.ich nirgends anderswo hätte ereignen können: wir hatten eine Bevölkerung von (iöD.OOO .Juden und haben seit der Elp sf ehlllig de- St aale;- eine E'uw nndet tttig \ on mehr als ->l) " der eigenen Bevölkerungszahl attfge nominell. W äIn ond meiner Leisen habe icli Bürger \eti anderen Staaten gefragt. v.abei ihnen geschehen würde, wenn man /. B. in einem Zeitraum von eineinhalb Jahren ihre Bevölkerung durch Einwanderung um ätP" vermeinen würde. \ iele antworteten, daß eint' Lo\oitil ton, eint' furchtbare Arbeitslosigkeit die Existenz de.- Staates von innen aus bedrohen würde in Kanada, wo man gewaltige Naturreich! inner entdeckt hat. wäre es möglich. eine derartig große perzent Helle Vermehrung aiilzimehnien: aber bei uns gibt, es keine derartigen Natur Dia man tri i fei dt* r. Kohlengruben und andere ähnliche Leicht inner. Es steht zwar geschrieben, daß in unserem Land ...Milch und Honig" fließt, aber von Uramiim und anderen Naturprodukten wird nicht bericht et. W ii besitzen andere wichtige .Naturvorkommen. wie z. B. da.- Tote Meer, dessen vorhandene Leichtiimer nicht seinesgleichen in der Welt, hat und es ist sicher, daß dank dieser Naturprodukte des 'Koten Meeres Industrien von großer Bedeutung entstehen werden. Man sagt, daß auch andere Naturvorkommen .--ich in unserem Lande befinden. z. B. Erdöl, aber es ist besser, ■diese Produkte jetzt nicht, zu entdecken. damit nicht ander»' die Lust, dazu bekomntni. uns zu versklaven. Aber ohne Zweifel, unser Lund i.M arm und man muß viel Arbeit und Mühe verwenden, um es zu entwickeln und zu stärken. I )er Staat hat ein»' große Last auf sich genommen und - c11vvere Probleme sind zu lösen. Wir würden schnell zu einem ökonomisidieu Bankrott, kommen, wenn wir diese. La~ten auf un-eren eigenen Schultern iJlein tragen würden (Schluß folgt.) Desprädie mit für. Trabe, Direktor des D. J. D. I. Anläßlich der Auszeichnung des Hi re kl ors I larold K r o I» e \ nm Ameri »an .loi n I Hisl i i luiI ion ( ommiI lee durch die (lenminde Wien, besuchlc unser Mifarheifer den l.cilei des loiols. Nachstehend bringen wir einige in leressa nl e Mitteilungen aus diesem Lespräi h. Hie wichligsle Aulgabt' des Joint beslehl darin, allen Juden zu heilen, damit sie die Mögliehkeil linden, ein unabhängiges Leben zu hihrcu. Lines der bt'deiilendslen Probleme in diesem Zusammenhang isI die Weilerwande rillig der jüdischen Llüehllingo und ihre endgiillige Einordnung. Die ge gen vv a r! ige Situalion für die Weiler Wanderung i s f durch drei llaupl pimkie gekennzeiehnel: Israel. USA und Australien. Das llaupliand für di»* Lmigralion i's| nach wie vor unser Slaal Israel. Von den KiO.OOO b iüchllingcn und von den rausenden, die aus verschiedenen l.agein im Neriaul»' d»'r Jahr»' naeh (lesierreieh strömten, isi der über w iegendsle Teil über 1 )euisclila n»l und Italien bereils in Jsrm'l eingi'vvamlerl. Zar Zeil behmh'ii sich etwa 4000 Juden in »lim Lagern in (Hieröslerreieh und Salzburg. Luser»' Arbeiten für die Al.ijah sind in engster Verbindung mit »lein Palästina Ami und den israeli sehen Behördi'ii. Die IH() hat die!>»' Zahlung der Leise- und Transport kosh'ii übernommen und endgültig den .11. März 1 DA 1 als äufh'rslen Ter min fiir den Transport feslgmselz.l. Für Nuswanderer naeh lsra»'l. welche ihre Abreise olum sl’ndihülligen (irtind verschieben. lehnt di»* ILO die Li'zahhmg ler Leiseko.slen ab. Di»* Verhältnisse in Wien und .)«'s|errei» h haben si<di ziemlich konsolidiert und di»' Kulhisgemeinde in Wien wird aus eigenen Kräften die hh'sigen Probleme zu lös(>n haben. Di»' Zuwendungen des Joint werden we senllich eingeschränkt werdim müssen. da die Spi'iiden des amerikani scheu Judentums an anderen wichtigen Plätzen, wo »li»* Hilf»* b»'son»!ers dringend notwendig ist, verwendel werden müssen. Di»* Pt'bcrl ülinmg der luden;ms Irak und anderen Ländern d»'s Nahen Osten nach Israel sind eine unaufs» hiebbare Notwendigkeit und »■»'riirsnchcn die Aufwendung von großen (ieldmilteln. Di»* Kullusgoim'inde hat vom ösl»*r reichisehen Slaal für »li»* Wiedergul nachung ein»* Anzahlung von fünf .Millionen Schilling erhallen und die forlschioilende Slabilisii'rung der L\i stenzen d»'r Wiener Juden wird dazu beilragen, »lab die KulIusgi'inein»l»‘ »li»' aolwendigen Milii'ln zu ihri'i* Tätigkeit ms eigenem wird aufbringi'ii köum'ii. in Würdigung der giol.U'ii Hilfeleislungi'i), »li»' das Anrnrican Joint Dislrihulion Eoinmillee geleistet hat, und in Anerkennung der hervorragendeu unermüdlichen Arü'il des leitenden Direkfors. wmrd»* im Lahim'ii einer l'Vier Mr. Harold 'Froh»' vom Bürgi'r meisler der Stadl Wien, (ienerni Dr. h. » . Theodor K ö r ii <* r, di«* Linon medaile der Lumh'slmuplsladl über reicht. WOLLE, SEIDE UND WÄSCHESTOFFE E N G R O S EN DETAIL BISCHITZ WIEN II, TABORSTRASSE 24 A TEL. R 43-0-83 prnilukie. wir haben keine (lolduruhen. Grabschmückungen und Grabpflege durch den Kontrahenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien XI, Gartenbau ANNA DINER, _. . mmmmm^mmmamH—B7 Telephon: (J 16-6-74 vis-a-vis 4. Tor. Bestellungen werden im Friedhofsamt der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien 1, Seitenstettengasse 4, Telephon U 27-1-15 und in der Kanzlei am Zentralfriedhob 4. Tor, Wien.Simmeringer Hauptstr., Tel. U 13*2'23 für beide Friedhöfe 1. ... 4. Tor, entgegengenommen. Ausführung sachgemäß und billigst! WOLLE UND GARNE größte Auswahl ADOLF BOMZE V., Reinprechtsdorferstr.48 XX., Wallensteinstraße 17 Toi. A 32-0-C8 Machen Sie Ihre Verwandten und Freunde in der Schweiz darauf aufmerksam, daß wir LIEBESGABEN-PAKETE koscher, wie auch nichtkoscher, zu billigen Preisen nach Israel versenden Kofa Ges. m. b. H., (Leitung: Otto Hayek) Bahnhofstraße 82 a, Zürich, Schweiz.