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Die Stimme · 1950-06-06 · Heft 37 (6.6.1950) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
1950
Issue
Heft 37 (6.6.1950)
Date
1950-06-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 37 3)ie oSti/nme Seite 3 Die Kehilla (Dien eins! und jetzt E, si nd oll Irw äp mip( 'ii dai übor all Au chcii . um '1 11 LZ' ( .•'•liräiik IC,- \ (' rl r; 111 < ■ 11 L’. ' ( b e 11 (! (> 11 11 c l‘ i« rm uj- •tcllo.! Iieiio 'li W io \ 1!' \ 1 11 \ a 1 1 o 11 a! Z1 a 1 i Ö'll bc slellt wer Ion. w (’-li; 1 b < lic IIU >ra lis che um p c i ich ZU i mein E a k I o r. de ■ an l t ■ m 1 c Z11 - ('■lu'i uhp<■ 11 rlia II cn, w tthni wen: ('ii.!!|C k u ii u.-m ' II11' i Ilde. l\api i Z11; 11 der 1 riil o' ’CII kein!! U (1C1 •all d < t Spi 1 / (' a Iler k ult.mm CIIK'I m len h-r Da o 11 ( iilmrh ' ,i.-h der Wille ler iju« i : o/c:’ Im 'iiili lic k (M-p 11 : - c 11; (ft. mul.'' t ,i rl Will’ da b .-oL' u r dn ■ Stau au! tri \\ (' Il ,1 and. i (’ er war, i dun Ii \ ertim-zeit d c la ■ i t m i p der k ui! il.- L’ i ’ d i (1 lut erc-- t m 11 c- V i (' i j i T .lll len \ (')■- Ul ihre Main lliinpi n. - o\\ ei t cs lllll uiäü ■hi im wca t('. Stift Ulmen. pM h eil nicindc r cpräk-i Ul 1 i ('!•(' lidcu 1 ’cr.-oiicn. Heien und -ich i li rc i \ craol w or 1 11 11 LT 1 i i d i.- che ’robl c 111C L in p um i 111 1 ä li k 11 il pell und /m\\ c n d u i i p ■n \ ei iid" c rnihre der \ ä i l i <' i s ■ halt pcpi' Lenen \ eivoll licwiilM WC (1('i i. In 1 tont '(•Il a m 1. klanp mil der l\t'lii II a M llzop. ,ch d t cn . die ei i k -ehr w ohltät i vA I' i iik :p reell u um ■ii nie 111 zu erfüll cn. Sic ne- 1' ra i ikreich. l,a icn und in a 11 ( 'Teil Wir .luden waini in <I<t (in1 mal/ \ ei w ülml. im < icpcnlcil. e,- .(■Iinli (»Tt. dal.s wir in sozialen politisilmn I• r;iw;<• n ('inen stillen, zähen. kln,u’ i11 w o p c 11 e n 1\;11111»I m führen lin11 i'ii. der nI><t in (k'11 "1; pe um! aber iszir ‘lt i'iist(«n 1';111(*ii /n iin/cren I npuiistcn :111r.Iii11. I)i(• war mir <l('kliall> ni»>ll 1 iHi. weil der k all u -\ orst nml der \ or kriep.-zcit, sich der besonderen \ orl'llmlitimpcn pepenüber den Ireiwilliw übernommenen AiilunImn bewubt war. und sein Tun und Lassen derart <'inrichtete. <ial.s die pw-mmle jüdische Uciiu'inscha11 < 1 a\ <>11 über/cupt war. dal.'* nid keinen der Mandatare ein Makel füllt:. Der pcwäli It e kultiisvorsleher Irup den besonderen I >i*<Iiir!nissen deiiidi.-rlimi Lt'hens Bechnunp. richtelo siiiie Ilandlunpcn danach ('in und vermied es st(11-. in der Kultusstuhe als Politiker aiil/iil reten. der in si'incn Eilt Schlüssen durch poüIischc Parteidopincii. die dt'iu kehillaleheii irciml sind. pehemmt ist. Dem alten kehillanuuidatar war es pepenwärtip. <la 1> er ausschliel.dirh auf die» jüdischen, naltionah'ii. ri'lipiüsen und sozialen Ern- «reu bedach! sein und alh's unterlassen müsse, was dem jüdischen, (ledanken Ahhrueh tun könnte. Das (lehahen des kultusvorstehers wai' aut Würde gerichtet'. si'in privates und pesellschattliclios Lehen wi('s (>ine schöne Nute auf. die dadurch gekennzeichnet war. dal.s er dem deliziösen und Ethischen iiiiu'i'lutII) der jüdischen (iemcinschalt den \ ’orranp pab. Di'tn Mitplied <l('s kultusvorstamli’s früherer Zeit ist mit prober Aclitunp und \\ erlschätzunp bepepnet, worih'ii. sein W irken laud Anerkennmip, seine Arbeit, war pewdlinlich von schönen Erfolpen gekrönt, und er konnte ruliipen (l('wissens vor di(' (»ciTeiitlichkeit treten, die seine Leistunzen mit Dank quittierte. Allerdinps war d('r Träper eines Kultus mandates kein .Mann, (h'ii d('r Zulall odi'r Ehrpciz anpeschwemmt hatte: vieliiK'hr nml.ste er einwandfreie Leben/prund/ätze unter Beweis sti'llen und auf ciiK' tmh'llosi' jüdische, insbesondere relipiüse. nationah1 \ ('r- ZanzenlK'it hinweisi'ii könni'U. Das Abpleilcn von (li'n jüdischen Drumh sälzi'U. di(' Verletzunz der jüdischen Lthik fiihrtt' dazu, dal.s d('r Hcpräsentnnf <li'r kehilla das Vi'rtrauen aller k('hi 1 la111itzlic<h'r einbüble. Als Beispiel hiefiir si'i letzende Tatsarhe erwähnt: Als im .lahm' PHD. nach, der Niederlape h’ul.damls im k fiepe zeZ1 ’n Japan. <Ii'r Zar aul d('r Suche nach ('iiu'r Staatsanleihe in ('i11iz('n Staah'ii auf AMchnunz sti('l.L enlsclilob sich der damalipe (iniivcrneiir il(*r Bodenkrcditanslalt in \\ imi. Pitti'r von Tanssip, Vizepräsident der Israt'li tischen k ultuspemeinde W’ii'n, die Anh'ihi' zu pewährrn. Dii's«' 111iz*'- wöhnliche llamllunz des \ izepräsidciit('n (h'r kehilla fiel in di'r jinlischi'ti OelTen!lirhkcit probe Empürunp hervor, empfand man es doch als einen Schlaz ins (lesic der .111(h1 ns;(-haft antisemitischen zuteil tarnt die (>s nicht lüllipen konnte, dal.s dem reaktionären und Zaren aus jüdisehei wird. I )ie k ultuspemeinde ordt'id liehe Silzmip des Standes ein. um zu diese liehen Praze Stcllun; (1 n i' ('iiu' aul.M'ikultusvormipewühnzu neluiK'ii. 'in I >rm*k der pleiehzeitiz vor dem ( ielmude deinonstrieremh'ii .Imh'ii wurde Herr J'aussiz veranlnbt. sein Mandat, nieder/nlepen. Die a11(' k ulliispeineiiide penol.s weit über di(' (Ironzen d(is Landes prol.ses c h (' n p o 1 i 1: i anderer wird kn fa It mip ermözliehn lud 11 <' 11 I c? Die liciitizc k ultu~z*'ni('in<I<1 wird von zwi'i politischen Parteien, die ihrer \\ cltan.-chaiumz und Tutsetzunz nach rh'in jiidi^chnatioiiaImi relipiüsen Problem vollkommen fremd pepeniiberstehen. peführt. I )i('sc Herren nehmen wohl aus I;iktiseik>ii und wähltechnischen Uriinden D<>i cimens pecha iTencii (1 clezcnheit en zum Prohh'iu des Zionismus Slellunz. zäumen dies so auf. als oh cs für sie nichts wicht iperes zähe, nls die kehilla zionistisch zu führen und d<ir (hiliith ein Lude zu heieiten. di<' von ihnen z es (' t, z I e n T a t (' n jedoch beweisen cindcutiz. dal.s die kehilla für sic nichts and e res b e <1 c u t (' t als di (' v e r 1 ii iilw r I (' Hand i h r e r a u b e r h a I b d << r .i ii d i- (! c m <' i n d (' st e h (> n d (' n - <- h (• i) Partei. .Jeder von Seite einpehracht e Antraz kurzerhand nicdcrpcsiimint. soferiK' er de in ITopraimn ihrer pol it isehen A ii ft rappeber nicht entspricht oder dem ('inen oder anderen Herrn unbequem werden könnte. Lin Beispiel hiefiir: In einer öffentlichen Plenarsitzunz hat: ('in K ult iisvorstand der Zionistischen Fraktion die probe Not der jüdischen \\ ohmmp.'iichendei). besonders (h'r Heimkehrer, in be/up auf die Wohnupsfraze zur I Hskussion pebrachf. die säiimipe Jialliinp di'r Leitunp kritisiert und zweckentspreclicmh' Anträpe pt^steilt. Di(> Wechselrede nahm ('inen sehr interessanten Verlauf, wobei es den koalitionsparlnorn ans d('m Kaper di'r Linken nicht pelanp. die Erkenntnis zu vermi11('hi. dal.s sie die brennende Wobinüipsfrapi' mit dem notwi'iidipi'n Frust, vertreten und sichtbare Lrfnlpe crzii'h'n. Die (lepenrede d(*i* Macht haber pinp iiln'r das (.Jestanunel, dal.s ('s dahinzesti'llt bh'ilu'. ob ..W’ohnunzsarisJ(>runpt'il mit Hecht oder Lnrecht erfolpt seien“, nicht, hinaus. Die zionistischen Kultnsräle forderten die Abhaltunz einer Massenversanimlunz. woran sich ('in Demoust rat ionszimzum Sozialministe il m I b a 111 a 11.-; I U'iuoii-1 ru n! cn ui'-lil zerstreue hon , i c ,<J!tc. Die ') ianne \on m.-i I.' rieten in probe \ crlcpt'iihcit. weil der eine Teil von ihnen einerseits dm . (izia Ii;■-1 i1-11<'n I»'cuicrinies111i t ulic<Icr11 Wille WeleLWllhel t en möclit('. ander.-cits jedoch das intime konlitioiisverhällnis nicht sbiren durfte. Diese di'ii Wählern untreue und zuplcich im verfroreiK' llaltiinz der hnken koalition füllrI(' zur Ab- Ichnunz di('s('s Antrapcs. (ib.OOö \\dlmiinz('n wurden uns Ju- (h'ii von den Nazi peraiibt. Tau-'Ornh' jiidischi' Piickki'hrer müssen in < )bdachlosi'iihcimen .Jaliri' hindurch wohi a und. im! an dm Aul i ioln uim ihrer L\i Im/ da dun b ,iuf~ - i-lnwile u'ehi11Jcri. u oiI ihre I riihören I ioime nach Lämh'i'ii wird die \\ ieder die 11’iirksIe!111np der WohnmiLi’cn in a’nd.szÜLhL!';-1('r Weise ü'clm m(ha bt. Die - hwaclii' llahunu' und die unzcniizcir den Mabnahmcn der Bracht i-ehm k u I- 1 wpenirhlde ZU (lie.-elll lebenswicht ipeil Problem ist ohiK' Zweih'l an dii'scn mitrapbaren Zm-läiidcn mit.-chuidip. Zwischen <len \Tisprecliiinzi'n. wclche den W iililern z('z('l)en wurtb'n und den bisherigen Taten pähnt ein p(‘- uaJtiper AJipnmd. So sieht die Kehilla von heute aus! Premierminister Ben Gurion fordert Alijah von Sowjet-Rußland In einer Bede anlül.üieli der IWier des 2äjähripen .Jubiläums des Kibuz Atikim Jiat siel) der Ihmmierminisler Ben (iurion an die Bepierunp SowjeD ITil.Wand pewendel und die lüriaultnis für die Auswanderung dieser .Juden pi'fnrdi'rt. welelit' sieli an ihn1 Brüder anselilie/.len wollen, die den Staat Israel aufbaueii. Der Ihemierminisler fiilirb' unti'r anderem aus: ..Wäre das .Judentum in Sow jel-Bul.Uand nicht alipesclmil len pe wesen, bälh'ii wir vielleicht den Staat selion vor .Jaliren peselial'le-n und damit wäre aueli die Ausroltimp von Millionen .luden in Luropu verliinderl worden. Sowjet-lBil.lIand liat (ih'ieliberechlizunz an alle ihre Völker zupesazl. und auch erfüllt. Aller das jiidisclie Volk 11aI in Sow jcl-Iüd.Ilund ki'ini' ('inzipi' Selmle und keine einzipe Zeilunp. weder in heJiräiscber. noch in jüdischer S|)rachi'. Oliwoid in Sowjet-Bul.liand keine anli-jüdischen I iandlimpcn pi'lrolTen wi'rden. und di'r Antisemitismus verluden ist. Indien docJ) die Sowjets nield die rieliüpe AJ»- scliäizunp der liesonderen Iuipenarl der jüdiselii'u JM'oiili'nu' erkennen können. Das jüdische Volk, welches in Israel seine Selbständipkeil aufbaul. wird nield auf die Hechle jedes einzelnen .luden verzichten können, um nach Israel zu kommen und sieli an unser Werk anzuschlieÜen. Wir fordern deshalb von der Sowjet-Union, da/.i sie ihren Juden diese Hechle erleid.“ Die Zusammensetzung der Regierungs-Sochnuth-Kommission Die Hepiermip heschlob. der Zionistischen Welt bewcpmip peset zlicben Status zu verleihen. ln der nächsten Woche tritt die aus Vertretern von Boziorutip und Sorhnnth bestehende kommission zusammen. Piir die Pepierunz werden Mini/terprä.-ident, Ben (iurion. Pinanzministc'r kaplan. Alijahniinister Schap;ra und Ai-Iu'itsministor (Jolda Moyerson in dieser Kommission sitzen, für Sichere dein Wahlrecht mim Zionistischen Weltkongreß Heiler (Jnde über ui cJatire, der im lßesilste der Seliekel der lJahre 5709 und 5710 (nt'to und 1950) ist, hat da» Wahlredtl mim Zionistischen Weltkongreß, welcher im HCerbsl dieses Jahres stattfiniten wird. Sehehel sind im Zionistischen Xandesrerband in Österreich, Wien IX, HtniversUälsstraße /f, ./I 20-H-7S erhältlich. Wir senden Hirnen den Sehekel auch auf telefonische tßeslellung oder gegen Zinsenduny des untenstehenden HSesleUahsctmilles. An den Zionislischen Lüiultisvc:rbünd in Öskuieich Wien IX, Univeisitaisslmhe 4 Mille um Zusendung eines Sehekels B'/OB und F)710 Nütne: Adresse: Neune: Adresse Nichiocwümsdites httto zu slreiiticn. Der Preis eines Sdu kels belröoi S ö. die Soclmuth der Vorsitzende der Lxekukive. Bert .Locker, der Leiter der Finanzabteilmip. Levi ’Fshkol. der Tji'it er der Alijahahteilunp. .lizehak W erfel und di'r Leiter der Olim-Einordniinpsahteilunz Zwi Herrmann. Diese Zusaminensetzunp des neuen Ausschusses wurde in Sitzunpi'n der B.epiermip und der Soehnuth-Fxekutive bestätipt. Das KkL-Direktorimu hat, bisher noch nicht den Namen seines Vertreters in der peniischten Koniniission Ix'kanntpep’eben. doch nimmt man an. dal.s dieser Dr. Abraham (»rannt h sein wird. In der ersten Sitzunp der ..koordinierunps-komniission“ soll ein \ or- "ä.lzendi'r pewäldt werdi'ii -- voraiis- -ächt lieh Ministerpräsident Bi1 n (Birion. welcher der kncsselh über die zwi sch i'ii Bcpiermip und Soclmuth (irfotpte Finizunp in ('iner der nächsten Silzmipeii Bericht, i'rstatti'ii wird. Danach soll eine peiiieinsanie Ixrklärmip di'r Exekutive und di'r Pepiermip ('rfolpen. Der KoordinierimpsaiissclniJ.s wird ('ine Art, ..enperes kahim'tt für Entwicklmipsfrapen" darsti'lh'n und sich vor allem mit folpendeii Erapi'ii 1 u>- fassi'n: Siedlmip. Schikmi. Alijah. Jupi'iidalijah und (>limeiiiordnimp, sowie Probh'iiK' di'r Landeutwicklmip (('haussi'ehaii. Aufforstmip. lAüalerimp <I<1 r Eandw irtsclmfl usw.). JLFE-Garantie Fabrik: Wien IV, Rienößlgasse 22

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