Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1950
- Issue
- Heft 35 (23.4.1950)
- Date
- 1950-04-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 35 $)ie Stimme Seite 3 nochmals: „Unsere Kultusgemeinde.. / 1(3 z t (' n 99 Niiiiiincr Platt wurdi ‘ :.u 11 Sl [■re l\ ult usgemcin- 11 (' . . . au! ( ’tnigi bedauerliche Miß -1 ä m 1 f in der \\ i< MM ■r Kullusgemi' inde hin;:' 'wie.-' •ii. Del Schreiber di ('SCs Art tk eß hat. 111 < u-ster Linie den Zweik \C rlo! Igl. ilii führenden Kak- 1 OIM'II in , I.T K ehilla dazu Zll brinu »•ii. die ernst e Lage in der ( K'IIH •1 ndc re hüg zu erkennen. um ( -iidln •h t ir ilnuiig im hi('~igeii jiidisi i-hen Lebe 11 zu SC halb 'ii. Die Israelin sein1 K ultii.-■grmrimle. bzw. ihr 1 Vü.'ident, Dr. \ 1.11h <'i'. \ <■ r<> 11 (• 111 licht aß Fraktion eine sogenannte ..Bichl igslelh111i-i '. welche in den Satz aiisklingt. <l;i In uir-rie 1 irhaupl iiiigrn das Inter- (,-c \erlo)grn. di(' jüdische (1 <'m<‘in- ,-rhat! in \\ irn /ai s<-hädigen oder anderen dunklen Zwecken dienen. Hir.-i' böswillige Behauptung. welche i\uh! von niemandem ernsl genommen wird. kann die stadtbekannten ,-tiiiide mehl im geri ngst (* 11 schwächen. Kassen wir I Mündungen h’eknrdzahl. tiinmm sieh i St eilerreferenI en. 1 )i(' ..Birht ievtrlhing" konnlc hauptnun', daß befürsorgt MißtiOO 1 es Zahlen sprechen r kullussteum-. n Bür sogenannt unsere 1>( Mitgliedr iin.-ei-er tiemeimh' mit K ull usstrurr bedräng! werden. nicht widerlegen. In den brennendsten Fragen dm- Wiedergut ma.-huiig und Wohnungsrück- - tellungcn ist man nicht um einen Schritt vorwärts gekommen. Die l’aket Verteilung für dmi Joint ist tiis auf ('in .Minimum eingeschränkt worden und trotzdem haben sich die1 1 nknsten der Kultus.Gemeinde für ihrmi gewaltigen A i»] >a ra t. nicht: verringert. Vor IU.MS heans)iruelit(' die Kullusgemeinde hei einer jüdischen Bevölkerungsanzald von nahezu 1 SO.000 Juden, zu einer Zeih wo sie es sich bestimmt hätte leisten können, keinen größeren Apparat als heute für diese kleine jüdische Bevölkerung. ln derselben Zeitung, in welcher über Wunsch der Kulliisgenioinde der Arlikel von Präsident. Dr. Maurer auf Seile ■) veröffentlicht wurdi' und welcher unsere Pehauptungen ahleugnmi sollte, helindcn sich auf Seite S die Pessaeh-Predigten des < tberrabbiners von Wien. Die Besucher des Wiener Stadttt'inpels haben mit llegeisterung die Predigten unsm-es (tberrabbiners. Dr. Akiha. Fisniberg. aufgenommen. Sein(' mutigen Worte haben bewiesen, dal.' es notwendig ist. die traurigen und bedauerlichen Verhältnisse, die in un-erer (lemeinde herrschen, öffentlich aufzuzeigen. Fs ist kein Zufall, daß gerade in derselben Nummer dieer Zeitung gewissermaßen die treffende Antwort, auf die ..Berichtigungen." des Herrn Dr. Maurer steht. Als am vorletzten Pessaehtage der Oherrahbiner die Kanzel betraf. verließen Kultusräte der ..Jüdischen Fälligkeit” und der ..Werktätigen Juden“ unseren Arabische Blockade ln einer Plenarsitzung der Arabischen Liga, wurde der Beschluß gefaßt, an Beisende, welche in ihrem Paß ein israelisches Visum halten, die Einreise zu verweigern. Alle arabischen Hüten sind für Schiffe, die von oder nach Israel gehen, gesperrt. Jedes Schiff, welches sich durch Verbindung mit Israel verdächtig macht, wird auf eine Schwarza' Liste gesetzt und erhält, in allen arabischen Häfen im Mittelländischen und 'Holen Meer Lande- \erhol. JLFE-öarantie Stadttompel. Dieser Auszug, der einzigartig dasicht. war eine wahrlich unglückliche Dcnmn.-traiion gegen das geistige Oberhaupt unserer (lemrinde. Finhellig wurde dieser Schritt von den Besuchern des f ioltesdienstos. welche an diesem Tag den Tempel bis auf den letzten Platz füllten, als eine \ r 1 Schuldbekenntnis nulgefaßt. ■n Wahlen, im I lezeniber IDDL ich die* Zionisten schweren V< habt rzei enls ...Jiidi heilsliste, dem zutreten. Die hierfür warm innerhall) dm Fiale zu setzen, um Kraft, den Kampf; . in eine rauhen Block1', einla ßgebenden (i riinde den I ’arteikämpfen k ult usgemeinde ein int mit aller n d('n Antisemitismus in Oesterreich men und die Wiedergutnu. Wohnungsriiekstell lein zu betreiben. heute. keiner daß Weisi ist. die aufzuneh- •liung und iing mit alh'ii Miß Leider selu'ii K ult ii.'gmiieindi •('ii Aufgaben Außenminister Sharett: „Die Vergrößerung der Flotte Israels ist Anläßlich der Pelim nähme die 10.000 Tonnen I Inmplers ..IIenriet 1 e Szold”. durch die Schiffahrt-Ii nie M. I imengof ( O. in. 'fei Aviv, hielt Draeis Außenminister. Moshe Sharett. i'im1 h’ode und fiihrtt' nnler anderem aus: ..Die Figentümer des Schilfes Indien hei dm- An.-etzung der heutigen Feier sich siclu'rlich nicht, an das Datum gehalten. an welchem die Arabische Liga < I i (' Seehlockai sprochen hat. daß diese Fe Aber I Mali enn Israel aiisgeisl sf'lugut. ■ heule etattrieht ig<* Aul- Liga. Losere ('wiesen, daß uns gerichtet kt haßen. Sic wir Als in einer der letzten Sitzungen einer unserer Yerlreler die Forderung stellte, mit allen denkbaren Miltein und mit, einer Demonstration der Welt die Mißslünde in der Wiedergutma- (liiing und W'ohmingsrücksl(')lung in Oesterreich nufzuzcigen. wurde er niedergest imint. Fs ist klar, daß Bindung gewisser Fraktionen und deren Mitglieder zu österreichischen politischen Parteien eine schwer*' Schädigung der Arbeiten in der Kultiisgenicinde. insbesondere in der Wiedergutmaehungsfrage und Wohnungsriiekstellung bedeutet. 'Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen. Hut weder werden die Interessen einer österreichischen Partei vertreten und das kann nur außerhalb der jüdischen (lemeinschaft geschehen, oder man arbeitet für jüdische Interessen. Die Israelitische Kultusgemeinde kann nur dann gedeihen, wenn sie von 'Männern geleitet wird, die keine anderen als rein jüdische Interessen im Herzen haben und sie wirksam vertreten. wort, an. die arabisi Lrl’ahriing hat immer I: die Angriffe, die gegen sind, uns immer erwecken uns zur Verteidigung und mobilisieren in uns neue Kräfte. Wir alle erinnern uns. an die Fntstehung (Iieses Hafens. Seim1 Ersehn L 11111g war ('ine Heaktion auf ('inen Leberl'nU. welcher die Aushungerung und die Frslickung dos Jishuws zum Ziele gehabt hat. Die Schaffung dieses Hafens führte zur Konsequenz, daß wir uns von der bisherigen Abhängigkeit, befreit um keil auf dom ha ben. AI.- am freiung.'kampfe,' wurdi'. uns von a bzmohiieiden. für die Schaffui: FL-A L und ob. der Seehluckad unsere Beslrebu durch eine an rung unserer II; hängigkeif des Die Oberflächli tigkoit um'erer derlich. wi'iin durch derart ige I täte den Staat I non. Sie worden da und worden uns ie Blockade“ d UIIM'l-e S-'lh -1;i 11» 1 i gweilen Meer ernüeht Anfang uns< repe (lei- \ < ’ 1":- Hell gemacht jeder Lllll \ i'I hindtnig so war dies de r Anlaß >g der Flügges eil.'.-ha H :-u.'i) Imt der \ (TSIiell e uns dazu eeh'ilirt. ngen daliin zu ri<-li 1 <'ii. au.l'hörliehe Y ererölM'- )IIdeI>) lo 11 (>. di e 1 ’nah- Seeweg!'.' ZU .'ieh('rn. chkeii und Kurzsieh- Leinde sind verwunsie glauben. daß sie rohungen und Atte mol bezwingen kö (iegeidei I erreichen damit nur zu unserem weiteren Fortsehritt, vi'rhelfi'n. Ich hin sicher, daß dieses Schiff in der Verteidigung unserer nationalen Wirtschaft und in der Stärkung unserer Selbständigkeit ein treuer Helfer sein wird.” Unsere Helden kämpften nicht umsonst Von Fd ward Kostal Das Bestehen des Staates Israel ist sowohl für unsere Freunde, wie für unsere (iognor zu Talsache geworden. Mit blutigen Opfern seiner besten Söhne hat das jüdische Volk seine Selbständigkeit erkauft. Vor zwei Jahren, als die Kämpfe ausbrachen, waren es wenige, die an einem Fndsiog glaubten und noch weniger glaublon. daß der junge jüdische Sinai lebensfähig sein wird und sich entwickeln wird können. Zwei .Iahre des Bestehens Israels, zwei Jahre unermiidlieher Anstrengungen waren eine treffende' Antwort für alle Zweifler mul Ungläubigen. Allen Schwierigkeiten zum Trolz Fabrik: Wien IV, Rienößlgasse 22 ru*o Dvrart rrnnsnn Zionistischer Landesverband in Österreich Wien, IX., Universitätsstraße 4 — Telephon: A 26^4-73 1* Ist, 4 ANLÄSSLICH DES JAHRESTAGES DER STAATSGRÜNDUNG ISRAELS Sonntag, 23. April 1950, Beginn 21 Uhr, in sämtlichen Sälen des Kursalons (Stadtpark) BALL ZU EHREN DER MEDINATH ISRAEL Festrede Künstler^ Akademie Tanz KARTEN und Tischrssemsrung: Zionistischer Landesverband erfüllte der Slaal seine historische Aufgabe. Die jungt' Armee Israels erkämpfte den Sieg und .sicherte die Existenz ihres Staates. Israel wurde ('in gleichberechtigtes Mitglied unter den Staaten und Völkern der Erde. Alles das geschah nach der schrecklichen Tragödie unseres Volkes, nachdem die Hitler-Bestie ein Drittel der Juden ausgerottet hat. Doch nicht die Anerkennung unseres Staates durch die freien Völker der Erde erfüllt uns allein mit Stolz und Freude. Die Tatsache. daß in den ersten zwei Jahren 1 limderliausende eingewandert sind, bedeutet für uns die größte (ienng- I iiiing. Am zweiten Jahrestage unterstreichen wir nochmals, daß das Entstehen und Bestehen unseres Staates die Folge des langjährigen Kampfes der zionistischen Bewegung ist. welcher mit dem Sieg ihrer Idee gekrönt wurde. In dieser Stadt, in der Theodor Herzl sein prophetisches Werk, den ..Judenstaat” verfaßt hat, soll diese Ueberzeugung in die Herzen der Juden Wiens lief ('indringen. Zwei große Feierlichkeiten des jüdischen Volkes (reffen heule zusammen: der zweite Jahrestag des Staates Israel und der siebente Jahrestag des Aufstandes im Warschauer (du'tlo. ln den Mauern des brennenden Ghettos, kämpften und starben unter dem blau-weißen Banner die Sölme und Töchter des jüdischen Volkes mit dem Glauben an das Entstehen des Staates Israel im Herzen. — - Einige Jahre später in Israel erkämpfte unsere Armee unter derselben Fahne den Endsieg. - Ehren wir das Andenken dieser Helden durch konkrete Talen und verhelfen wir unserem Staate zu seinem Aufbau. ..Der Judeiislaul ist eine historische Notwendigkeit”, sagte Theodor llerzl. und zwei Jahre seines Bestehens haben dies vollauf bestätigt. Illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Mgr. Edward Rostal in Wien Auf seiner Durchreise aus Polen nach Israel traf unser Ghawer F. Hostal. Mitglied des Zcnlral-Komilees. in Wien ein. Anläßlich seiner kurzen Anwesenheit wurden im Zionistischen Landesverband wichtige Parteiproblemo behandelt.