Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1948
- Issue
- Heft 25 (15.10.1948)
- Date
- 1948-10-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 {Die Stimme Nr. 25 Die Treueidleistung der jüdischen Armee (»an/ I-ra« 1 leierte d;t" I- -1 der i iiMKiil-laM'! mi:r «! *' r jinli-chcn \rmcc die /wa Hahaganah Et'Kracl. Dir rrmomcu 'podtcn -ich imltT großer Beteiligung der /nilen Bevölkerung alt. \m dit in Nat ioiiallViertagc gaben allr I heatcr und Kirnt' GratUv or>lelhiugeti fiir dir Nddatcn. Kai I «'t'häiiser und Straßcuiiül et l" Itrdirntru uiirnlgclllich dir 11« Idridiallr Armer. Eine gelmben«' Stimmung maclitr -ich unter drm ganzen Ji-chuw lirmrrkltar. tid der Jfauplkonimandierenden I)rr Regierungschef und \ ei'tridijiiinsisinini'trr I)a\id ltrn Gurion lial den militärischen Eid um den Abteilungschefs des GenrraDtabs und von den Hauptkonunaiidiereiiden der Armee abgeiiomin«'ii. Die Zeremonie spielte sieh im Hause des Generalstahs ah. .Mit der Lidesleistung der Kommandeure halten diese die Kompetenz zur Eidahnahme hei den Offizieren um! Soldaten ihrer Einheiten erhalten. Da\ id hen Gurion wohnte «lie-er Feierlichkeit in Begleitung seiner engsten militärischen .Mitarbeiter .1. Galili. J. Jakohsohn und L. Szkolnik hei. Der Regierungschef \ erlas den le\t des Eides. Sein Adjutant rief die Anwesenden namentlich auf. Der Aufgrrufene stellte sich dem Regierungschef gegenüber und rief aus: ..Ich schwöre!" Der Regierungschef drückte dem Eidleistenden die Hand. Aach der Eidleistung hielt David hen Gurion folgende kurze Rede: Siede des {Regierungschefs: Kommandeure! Ihr habt eine grolle Ehre erlebt, ihr und eure Soldaten, eine Ehre, die Hunderttausenden von jüdischen Soldaten und Offizieren in allen Ländern der Golah während vieler Generationen nicht zuteil wurde: In der jüdischen Armee in unserem Heimatlande Israel zu dienen. Durch den Eid. den ihr eben geschworen habt, seid ihr eingeschlossen worden in die Kette der jüdischen Kommandeure aus den Zeiten von Jehoschua hen .Nun. der Epoche der Kämpfe zu Zeiten der Richter, der Makkabäer, der Helden der Kriege mit Rom. Diese Kette unserer Helden, die mit Simon Bar-Kochha zerreißt, ist in unseren Tagen wieder ehern und fest geknüpft worden. Die jüdische Armee am Boden Israels ist wieder für die Freiheit des Volkes und unseres Heimatlandes. für Kibbuz Gaiujoth. für die E rharmachurig der Wüsten Palästinas, für ein Regime von Gerechtigkeit und Frieden im Sinne des Wortes unserer Propheten, kampfbereit. Der Vorsatz des in seine Heimat rückkehrenden jüdischen Volkes basiert auf dauerhaften Frieden mit seinen Aachharn und zur Festigung der Einigkeit der .Menschheit nach der Charta der Vereinten Nationen. Den furchtbaren und bösartigen Krieg, der uns von internationalen Intriganten und deren Dienern inmitten der arabischen Herrscher aufgezwungen wurde, werden wir bis zum Ende, bis zum vollen Sieg durchkämpfen. Möge euch die Ergebenheit. Treue und das Kampftalent unserer Kämpfer und Kämpferinnen zu Lande, Wasser und in der Luft beistehen, um dieses ersehnte Ziel zu erreichen. ©er tid der jüdischen Armee Mit großer Parade ging die Vereidigung der Offiziere und Soldaten der jüdischen Armee in den militärischen Lagern, auf den Frontabschnitten und im ganzen Lande vor sich. In IVI Aviv spielte "ich dir Zeremonie auf dem Platze Mir dem Iheatcr llabima ah. E" "pielte das berühmte "\mphoui"che Orehe"ter II uhermaiins. Filmoperateure hielten d i e-e n leierliehen Moment mit ihrer Kamera lest. \|s Außenmini"ter Moshe Shertok und Bürgermeister Rokacli die I ribiine betraten. wurde die nationale Fahne gehißt. Aach einer kurzen Einleitungsrede Bürgermeisters Rokacli ergrilf das Wort Aufienminisler Sherlok, welcher eine kurze Rede hielt, in der er u. a. ausfiihrte: ..Wir ('riehen heute einen großen und ('nisten lag. Nicht nur die Soldaten schwüren der jüdischen Fahne Irene — das ganze Volk schwürt mit ihnen. Die Soldaten schwören. das \ olk zu verteidigen «las \ olk hingegen, seine Arme«' zu stärken, seine Lnzerreißbarkeit und Einheitlichkeit zu festigen. Laßt uns alle unter einer Fahne, unter einem Kommando für ein Volk und für e i n e n Staat kämpfen. Das Losungswort allein kann uns nicht genügen. Das Volk wird sein«' Disziplin jedem einzelnen aulzwingen. Zwei Armeen bedeuten zwei Staaten. W ir aber w erden e i n e Armee und eine u Staat haben. Man hat uns mit dem Gespenst der militärischen Kraft der Araber geschreckt. Die Mandalsregierung hat mit diesem Gespenst ihre verräterische Politik zu begründen gesucht. Die Kraft der Araber ist zum ersten Male jetzt vor eine Feuerprobe durch die junge jüdische Armee gestellt worden. Unsere Jugend hat die Lügenlegende über die arabische Stärke zerstört. Den vollen Sit'g haben wir noch nicht erreicht und die Kampfpause müssen wir dazu benützen. um unsere Kräfte zu stärken, um dem morgigen Tag vereint, diszipliniert. geschult und kampfbereit zu begegnen. Lnser Staat erstand auf der Basis von Anstrengungen ganzer Generationen von Chaluzim, auf der Basis von Leiden, Tränen und Gebeten von Gc ■nerationen, welche in der Golah ihr Lehen beschlossen, auf der Basis der Befreiungskämpfe unserer Soldaten im Weltkrieg, auf der Basis der Hehlen in <h 'ii brennenden Ghettos, der Maapilim. der Vernichter des Weißhuehregimes und schließlich der Gründer des jüdischen Heeres. Unser Staat zählt nur Die ungarische Regierung hat Mr. Israel Jakohsohn, Direktor des Joint in Ungarn, mit dem Kommandokretiz als Anerkennung für die Leistungen des Joints auf dem Gebiete des Wiederaufbaues des ungarischen Judentums ausgezeichnet. * In Bulgarien leben derzeit 49.000 Juden. Die Hälfte der jüdischen Bevölkerung befindet sich in der Hauptstadt Sofia. In Bulgarien erscheinen vier jüdische Zeitschriften. In 26 jüdischen Kooperativen arbeiten zirka 4000 Mann. * Der jüdische Weltkongreß hat den Vereinten Nationen ein Memorandum überreicht, in welchem auf die Gefahr, die den 000.000 Juden in den Ländern des Islam droht, hingewiesen wird. Die Juden in den arabischen Ländern (eben in ständiger Furcht vor Pogromen und bereiten sich massenweise zur Flucht nach Israel vor. 700.000 Einwohner. Millionen Menschen aber wenden ihre Augen ihm zu. Der Staat ist ihr Trost und ihre llille. \ i n heutigen Tage schwüren wir Kämpfende im W alfenrock oder im Zi\ilgewand. sei es an der Front, sei es iu der Stadl oder im Dorf. aufs neue Treue unserer Fahne. Laßt uns alle «'in Volk von Schallenden und Kämpfenden, ('ine der Erlösung teilhaltig gewordene Generation sein. Laßt uns alle stark bleiben, damit wir unser Ziel erreichen. ‘Cc.vl der Vereidigungs formet Ich schwör«' und verpflichte mich mit meiner Ehr«' und meinem Gewissen, dem Staat«' Israel, seiner Konstitution und seinen kompetenten Machlinstanzen treu zu bleiben, mich der Disziplin der Zwa Hahaganah Leisrael rest- und bedingungslos zu unterwerfen, alle Befehle und Anweisungen, die ich von den kompetenten Kommandanten erhalt«'. zu befolgen und alle meine Kräfte der Verteidigung des Vaterlandes Israel zu widmen, selbst durch Einsatz meines Lebens. Wer sind die {Kommandeure von SEiva Slaganah JCeisrael? Wir bringen nachstehend eine Liste eines Teiles der wichtigsten Befehls- I haber der jüdischen Armee: Jnnhow Dostrowski — Chef des G«'ncralstabes. SO Jahre alt, faktischer Haganah-Kommandant seit vielen Jahren, früher Kommandant von Haifa — ein bescheidener, stiller, arbeitsamer M«'nsch, der cs nicht lü'bt, öffentlich aufzutreten, aus welcher Ursache er auch der Öffentlichkeit wenig bekannt ist — «'iner der Griimh'r der ..Palmach4, — absolvierte die militärische Akademie in den Vereinigten Staaten. Darid Sludtiol — Kommandant von Jerusah'in. 42 Jahre alt, ein in Deutschland gebürtiger Espagnole. Offizier der französischen Fr«‘m- (h'tdegion, gewesener Kommandant des Informationsdienstes der IJagan ah. Elijnhn Kokon — Chef der RekruU'nabteilung des Gen«*ralstabs. ein he rvorragender militärischer Geist, der die Operationen bei der Befreiung des nach .U'imsalem führemh'n Weges geleitet hat, diente im englischen Militär. Zufolge «'iner Verordnung der syrischen Rcgü'fung sind die jüdischen Schulen der „Alliance Israelile4* in Damaskus und Aleppo geschlossen worden. * In Ägypten wurde ein neues antijüdisches Gesetz «'rlassen, das «len Juden verbietet in Büros zu arbeiten. * In den Vereinigten Staaten ist eine Organisation unter Leitung von U. J. Novik gegründet worden, um Juden in den arabischen Ländern Hilfe zukommen zu lassen. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, 600.000 Dollar aufzuhriugen. + Die Studenh'u «b'r leelmischen Schulen «h'r Organisation „Ort44 in Europa sollen gf'incinsam mit d«‘m Inventar dieser Lehrstätlen nach Israel iibersie- «lelt w«‘rden. + In New York tagt der allweltlich«: jüdische Kulturkongreß. Ihm l.lx'ii (Epstein) Brigadekommandanl. gi'horen in Ih'utschkuid. AhsoBent einer Offiziersschule, gewesen«'!* Offizier der deutschen und englischen Armee. .Hanoi Id im ( Faikow itz) Stabschef der Palmach. 26 Jahr«' alt, Chawer des Kibbuz ..Ginosar". trat in ihm ..Palmach" als gewöhnlicher Soldat ein und avanciert«; sukzessive. Er zerschlug Kaukadschis Arme«' in Misch mar Ilaemek. nahm Sal’ed «'in und zwang die Armee des Libanon iu die Flucht. Jiguol Jüdin (Sulsienuik) — Operali«msoffizier. Sohn des Proft'ssors für Archäologie an der Universität von Jerusalem, Magist«'!* der historischen Wissenschaften. Dient in der Haganah seit 19,46. Jockanun Rullnor■Profesor des Technikums iu Haifa, Mililäringenieur, Planierungsoffizier im Generalstab. Israol Emir (Zahludowski) — Ilaganah- Offizier, Kommandant der Luftwaffe. Miokaol Honfffd (Rabinow itz) - Kommandant von Lei Aviv, 35 Jahr«' alt. gewesen«'!* Major der britischen Arme«' und Offizier der jüdischen Brigade. Joohoshiol Saolmr (Sacharow) — Hauplpolizeikommandant, 40 Jahre alt, gewes('ner Verbindungsoffizier der englisch«'!! Armee, früher Dr. W/eizinanns Sekretär. Jizohu/c Sadoj — Brigadekoimnandanl, 50 Jahre alt, der älteste Haganahof fizier, Palmach-Koinmandanl während der Aktionen geg«'n «1 i«* englisch«* Mandatarmacht. AVar früher gewöhnlicher Bauarbeiter in Jerusalem. >S(Iniloni hisohod (Lisenslädter) — g«*- wesener preußischer Offizier, späterer Artilleriemajor und Stabsoffizier der englischen Armee, ein«'r «h'r erfahnmsten Offiziere der Zwa Israel. Srludom Schumir (Rabinowitz) — Brigadekommandant, alter Offizier der Haganah und der jüdischen Brigade. Josoj Avidur (Roehel) — Hauptintendant, aller Haganah-Koinmandant, v«'rIor eine Hand bei einer der Aktionen. Konzertsaison 194849 Die neun Saison des Isnudischen I hilhamionisrheii ()rrh<'st«'rs wird imlor der Stabführung von Leonard Bernsh'in eröffnet, werden. Nach ihm gibt; Nicolai Malko, (»in bekannter russischer Dirigent, ein (List,spiel. Malko ist ein Musiker von internationalem Format', der jed«'s Jahr mehrere A\ oehen in USA. auftrilt. Nach ihrem diesjährig«'!! Erfolg wt'rdim Jaucha lb)i*ensl('in und I. Solomon wituler am Pult (Tsohoinon, und Charles Munch hat versprochen wu'ih're Konzerte zu dirigieimn. linier (hm Solisten ei'selieineii zwei weltberühmte (h'igenspieler, Zino Franeeseatti und Adolf Busch. Ah'xamh't* Uninsky wird als Klaviersolist ('rscheitum und auch Pnina Salzmann ist fiir «'ine Konzortsorio V('i-plliehl('t worden. Gesinnungsgenossen LmillllüAIilllllHUUlllUllAlllllnn«....»....] bitte sich den Abend des 26. Oktober fUr die SimchaS'Tliora'Feier des Zion. Landesverbandes ffreizuhalten I plus de\ jüdischen W-edt