Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1948
- Issue
- Heft 25 (15.10.1948)
- Date
- 1948-10-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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timme c/lllgemein zionistischeJVochenschrift Zionistischer Landesverband Wien nna a'snen nmcH Preis 1 Schilling V.b.b. M Redaktion und Administration: || M Wien IX, Universitätsstraße Nr. 4/4 §§ jj Telefon A 26 4-73 jj Postscheck-Konto Nr. 134.292 ü 15. Oktober 1948 Erscheint vierzehntägig Nr. 25 TÜRKEI ALS FRIEDENS- VERMITTLER t Uneinigkeit in der Arabischen Liga / Die Chance Ankaras / Amerikas und Großbritanniens Haltung Die A r a b i s o h e Liga hat sich in A 1 o x a n fl v i c n bemüht, zu einer Einigung in der P a 1 ä s t i n a-Politik zu gelangen. Dies war ihr aber unmöglich, weil sieh die Gegensätze zwischen Ä g y pt o n und dem H a s c h e m i d e n- Bloek als unüberbrückbar erwiesen. König A b d u l a h von Transjordanien ist über die Etablierung einer arabischen Palästinaregierung erbittert. Er selbst will im Heiligen Land herrsehen und mit niemand die Macht teilen. Die Führer sind sieh über den militärischen Mißerfolg in den Kämpfen gegen die j ü d i s c h e Armee im Klaren, sie wagen es aber nicht, die Wahrheit ihren Völkern zu sagen. Aus diesem Grund verfielen sie auf das Auskunftsinittcl, eine palästincnsiseharabiseho Armeo aus dem Boden zu stampfen. Sie soll cs der Arabischen Liga ermöglichen, das Gesicht zu wahren und dahei die Voraussetzung für eine endgültige Regelung der P a 1 ii, s t, i n a f r a g e schaffen. Der labile Zustand, in dem sich die A r a b i s c h e Liga befindet, kann zur teilweisen AViederaufnahme der Feindseligkeiten führen, da eine arabische Gruppe oder ein Staat aus Angst, daß seine Interessen hei einer generellen Regelung nicht gewahrt werden, zu den AYÖdfen greifen könnte. Eine halb offizielle ägyptische Zeitung Heß einen Versuchsballon steigen, indem sie einen Artikel veröffentlichte, der zum ersten Mal die Behauptung (mthielt, eine Teilung des Heiligen Landes sei für die Araber das Beste. Dio oppositionellen Kreise in den arabischen Staaten begannen sich bereits zu rühren. Sie erklären offen, daß die P a, 1 ii s t i n a-Politik ihrer Regierungen SchilTbrueh erlitten habe. So interessant diese Nachrichten, auch sein mögen, so ist, der politische Frontwechsel, den die T ii r k e i vorgenommen hat, doch, bedeutend wichtiger. Die längste Zeit nahm sie die Stellung eines den Arabern gegenüber wohlwollenden Nichtkriogführonden ('in A u k a, r a. wollte erkennen lassen, daß ('s mit, Hiieksicht auf Amerika, an dem Krieg nicht, teilnahm. Ganz plötzlich schreibt, die türkische Presse vollkommen anders. Sie weist darauf hin, daß die Arabisch« Liga in Palästina versagt habe und die Türkei daraus Schlüsse ziehen müsse. Die T ii r k e i sieht, nämlich jetzt ihre Chancen gekommen. Die Uneinigkeit unter den arabischen Staaten und ihr Versagen in militärischer Hinsicht gelien der T ii r k e i die Möglichkeit, dio A’orherrschaft im Mittleren Osten, di« sie im ersten AA^eltkrieg verloren hat, wieder an sich zu reißen. Ankara hat sich den H a s ehern i d e n genähert, kooperiert offensichtlich mit ihnen und tut dadurch alles, um die Arabische Liga und damit die arabischen Staaten zu spalten. Obwohl das Jahr 5708 ein Jahr von Unruhen lind Krieg war, ging die friedliche Aufbauarbeit der jüdischen Bevölkerung ununterbrochen weiter. 21 neuo Siedlungen wurden während dieses Zeitraumes gegründet,; fast alle aus den Mitteln des Keren Hajessod auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds. Einige dieser neuen Dörfer wurden auch auf Staatsboden errichtet. Daß dem Jischuw diese kolonisatorische Tat zu der Zeit gelang, in der er die feindliche Invasion von sieben arabischen Staaten abzuwehren halte, ist ein Ruhmesblatt in der Geschichte der Wiederurbarmachung des Landes. AVir werden an das AVort Neehemiast erinnert: „ . . . mit einer Hand taten sie die Eingeweihte Kreise sagen voraus, daß die Türkei sich als Vermittler der UN zwischen Juden und Arabern einzuschalten versuchen wird. Ja sie werde für die Anerkennung Israels eintreten, insoferne türkische Interessen im Mittleren Osten gewahrt bleiben. Arbeit, und mit der anderen hielten sie dio Waffe.“ Nachstehend einige Angaben über die neugegründeten Orte: Ober-Galiläa El Manzura in der Gegend von Dafnc. Dieser Platz wurde im Juli von einer Gruppe englischer Juden übernommen, die dort jetzt ihre AVirtschaft aushaut. Mansura cl Chit am Jordan, südlich von Misehmar Hajardcn. Unter-Galiläa Ein Doian der Straße von Afule nach Klar Tabor. 3500 Dunam KKL-Boden. In der Nähe der historische Platz, wo Die Stellungnahme der türkischen Pi •esso hat hei den arabischen Führern großen Eindruck gemacht und man fühlt schon jetzt, sowohl, in Ägypten, als auch in T r a n s j o r d a nien und Syrien den Einfluß Ankaras. Aus guter Quelle stammt die Nachricht, daß die V e r e i n i g t e n S t a at e n und Großbritannien viel Interesse für eine Vermittlungsaktion der Türkei bekunden. Es wird sogar behauptet, daß die jüngste Kampagne der türkischen Presse vom Westen inspiriert ist. Nun wird man sich nicht wundern, daß di)e Arabische Liga durch den Kurswechsel der T ü r k e i derart beunruhigt ist. dio „Hexe von Ein Dor“ den Geist Samuels vor König Saul in der Nacht vor der verhängnisvollen Schlacht am Gilboa heraufbeschwor. Das nahegelegene arabische Dorf Indur hat den Namen bewahrt. Die Siedler, eine Gruppe des Haschomer Hazair, stammen aus dem Lande seihst und aus Transylvajiien, Amerika, verstärkt durch Zöglinge der Jugcnd- Alijah aus Deutschland. Als die Zeit zur Aussaat des AAhntergetrcides im Herbst cinsetzte, wurde eine Gruppe ausgeschickt, um einen Teil der Flächen von einem benachbarten Ort aus zu behauen. So konnte einige Monate später die feste Ansicdhmg zugleich mit dom ersten Erntefest gefeiert werden. Dies geschah unter den Schüssen der Araber, und einer der Genossen liel. Und doch wurde am nächsten Tag mit der Anpflanzung von schattenspendenden Bäumen begonnen. Mahalul zwischen Nahalai und Kfar llachoresch. 3500 Dunam KKL-Boden. von denen aber nur 1200 Dunam sofort bestellbar sind. Timorim in der Nähe von Nahalai. 1000 Dunam. hauptsächlich felsiger Boden mit nur wenigen ebenen Flächen. AVurde am 21. Juni 1948 von 00 Siedlern aus Südafrika, Rumänien und Erez Israel besetzt. Auf den Bügeln werden Obstpflanzungen angelegt, im Tal Getreidebau betrieben. Bethlehem in Unter-Galiläa. 8000 Dunam. Ehemalige Siedlung'deutscher Templer. Waldheim A und B in Unter-Galiläa, 0000 Dunam. Ehemalige Siedlung deutscher 'Templer. Eine Je Israel Maajan Uhaiod am Gilboa, ein A'orbereitimgslager für anzusiodelndo Gruppen. (Korsvl/.iiuy auf St*ito lii St«* flraM te ffievin Zfiflimmn: l.ebctünsky r« mm. .iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiimiiiimmiiimmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiH 21 neue Siedlungen