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Die Stimme · 1948-04-03 · Heft 19 (3.4.1948) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
1948
Issue
Heft 19 (3.4.1948)
Date
1948-04-03
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Jüdische Föderation — Liste 3 Wien IX, Universitätsstraße 4 — Tel. A 26-4-73 Jude*% Wiens! Am 11. April dieses Jahres finden Wahlen in die Israelitische Kul'tusgemeinde Wien statt. Sie erfolgen in entscheidender Stunde, deren Bedeutung sehr groß ist. Mit Dreiviertelmajorität beschloß die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 29. November v. J. die Schaffung eines unabhängigen jüdischen Staates. In Erez Israel, dem Lande unserer Hoffnung soll der Judenstaat, der Staat Judäa erstehen. Nach diesem großen historischen Ereignis steht jede jüdische Gemeinschaft, jede jüdische Gemeinde vor einer völlig neuen Mission. Die jüdische Gemeinde soll der Träger, der Mittelpunkt eines neuen nationalen, religiösen und sozialen jüdischen Lebens werden. Die Wiener Judenschaft hat die ungeheure Tragweite dieses historischen Geschehens erfaßt. Die Unterzeichneten jüdischen Organisationen und Verbände jüdischer und religiöser Richtung haben sich zur „Jüdischen Föderation” vereinigt und ziehen in den Wahlkampf um die Verwaltung der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde zu übernehmen und sie in jeder Hinsicht jüdisch zu gestalten. Wir wollen eine Kultusgemeinde, die ausschließlich dem Wohle des jüdischen Volkes und nicht außerjüdischen, parteipolitischen also unjüdischen Zwecken I und Tendenzen dient. Wir sind ein Volk! der Zusammengehörigkeit und daher ist es notwendig, daß die jüdische Kultusgemeinde ausschließlich den jüdischen Interessen des Landes als auch denen I des Jischuw in Palästina diene. Wir wollen nicht, daß die Kultusgemeinde zum Tummelplatz politischer Par- 1 feien werde. > Jede derartige Politik ist geeignet, die Interessen der Wiener Judenschaft zu schädigen. Auch das Auslandsjudentum, auf dessen Hilfe wir seit der Befreiung Oesterreichs angewiesen sind, beobachtet mit Sorge die Vorgänge in der jetzigen Kultusgemeinde und erwartet mit Bestimmtheit, daß, auf Grund des Ergebnisses der komi Tuenden Wahlen, endlich Wandel geschaffen werde 1 j Juden! Wir wollen eine Kultusgemeini de, die ihr Hauptaugenmerk der Pfle-! ge unseres Glaubens, unserer Kultur und | unserer nationalen Zukunft zuwende. In einer Aussendung nimmt es die Liste Brill für sich in Anspruch, verschiedene administrative und gemeinnützige Aufgaben mit Erfolg gelöst zu haben. Sie verschweigt aber, daß es gerade die Kandidaten unserer Liste waren, deren Initiative und zielbewußten Arbeit jene Erfolge zu verdanken sind. Es ist daher Pflicht eines jeden ehrlichen u. aufrechten Juden am 11. April die JÜDISCHE FÖDERATION — LISTE 3 zu wählen Hoh. Tödecali&r fasleUend aus: Zionistischer Landesverband in Oesterreich Zionistisch-sozialistischer Verband Poale Zion - Hitachduth Religiöser Weltverband „Misrachi” Zionistisch-Revisionistischer Verband in Oesterreich Vereinigte Arbeiterparteien : Haschomer Hazair Äcbduth-Avoda Poale Zion - Links Weltverband der zionistischen Frauen „WIZO” Unpadeii&cUe' Verband österreichischer Juden Sportklub „Hakoah” Verband polnischer Juden Verband jüd, Studenten in Oesterreich Verband jüdischer Kriegsopfer Schutzgenieinschaft rumänischer Naziopfer Verlag und für den Inhalt vernnt vortlldi : InO. S. Körnlein, Wien II, l'loik.'asse ') » Druck : ..Uoaaiisfndt”, Wien II, Sfernrckpkd/. a

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