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Die Stimme · 1948-03-17 · Heft 17-18 (17.3.1948) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
1948
Issue
Heft 17-18 (17.3.1948)
Date
1948-03-17
Page
– (sequence 7)
Language
German
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17/18 CDie Stimme Seite 7 4 Iren lu: ITC!' “ jro- >us •er-;lk onfeti JI Kl als cs wir CH Hein," cren, der ina ai Die Pa- Der dofraime Scharfe Angriffe Henry Wallaces gegen die Politik ßevins In seinem dieswöcbentlichen Artikel in der New Re public fordert Henry Wallace, daß Amerika den Engländern zu verstehen geben soll, daß sie von den U.S.A. kein Geld bekommen, bis sie nicht den Beschluß der UNO durchgeführt haben. Er fordert auch, daß Amerika die Initiative vor dem Sicherheitsrat ergreife und veranlasse, daß eine jüdische Miliz geschaffen werde. Er fordert auch,, daß das Verbot zur Ausfuhr von Waffen ip den nahen Osten aufgehoben werde und weist auf die Wichtigkeit des Verbotes der Lieferung von Waffen an die arabischen Staaten hin. Ebenso soll ein Seehafen für eine freie jüdische Emigration geräumt und zur Verfügung gestellt werden. In äußerst scharfen Worten beschuldigt Henry Wallace die britische Regierung, daß sie die Durchführung des Teilungsplanes sabotiere und bezeichnet dieses Vorgehen als einen „nicht erklärten Krieg” gegen das jüdische Volk. Ich habe die Rede Bevins hinsichtlich seiner arabischen Freunde — die feudalen Gutsbesitzer im nahen Osten — und des Blutvergießens gelesen und mich dabei an das verfolgte Volk erinnert, das in Palästina ein neues Leben baut und ich habe mit Bangen daran gedacht, daß dieser Mensch auch noch in Zukunft über westliche Zivilisation sprechen wird. Henry Wallace schließt seinen Artikel mit der Feststellung, daß, wenn Amerika seine Stclung nicht ändert, es für das Blutvergießen im heiligen Lande nicht weniger verantwortlich sein werde, als England. Ejln schwerer Kampf hat sich im Tal von Beth Schaan entwickelt, in den auch die Kibbutzim von Hapoel Misrachi und Haschomer Hazair verwickelt wurden. Auf beiden Seiten wurden Maschinengewehre und automatische Waffen verwendet, Der Kampf dauerte einige Stunden. Die Haganah meldet, daß hiebei 57 Araber gefallen und 80 verwundet wurden. Nach einer Meldung der Haganah ha- Räumung Palästinas Wie verschiedene Presseagenturen melden, hat die britische Militärverwaltung mit der Räumung Palästinas begonnen. * 6 Beamte der UNO-Kommission nach Palästina abgercist. Die französische Presseagentur meldet, daß 6 Bevollmächtigte der UNO-Kommission für Palästina New-York im Flugzeug verlassen haben. Ihre Abreise wurde bisher geheim gehalten. ben arabische Banden in einer Stärke von 600 Mann aus Palästina, Irak, Libanon und Transjordanien, den Kibbuz Tirat-Zwi angegriffen. Eine Abteilung der Haganah richtete überfallsartig einen Angriff gegen diese Banden. In großer Unordnung flüchteten sie und ließen dabei 57 Tote und zahlreiche Verwundete zurück. Erst nach zehn Stunden kam britisches Militär angerückt. Rußland warnt vor Aufschub und Verzögerung Kampf im Tal von Befh Schaan inttdi- Ina .'eifall so mti cn; Iine och ics 'Jaerlaicn Ien Jn* ibt, <aem ien en, ne, n, ort 45 [ampf mit Syriern im oberen Galil Zu einem schweren Zusammenstoß kam es zwischen britischem Militär und gut bewaffneten syrischen Abteilungen, die jüdische Convoys angriffen und versucht haben, jüdische Kibbutzim an der Ost- und Nordgrenze Palästinas zu überfallen. Sie erlitten schwere Verluste. Zehn Araber, unter ihnen auch ein Hauptmann der syrischen Armee wurden gefangen genommen. Einige Stunden später hat eine andere syrisch-arabische Bande Machnaim angegriffen; auch dort hatten sie schwere Verluste und wurden zahlreiche Gefangene gemacht. Eine Gruppe der fliehenden Banditen stieß auf eine Abteilung der Haganah. Nach kurzem Kampfe waten 5 Araber und der Bandenführer gefangen. Spät a mÄbeend umzingelte eine starke arabische Gruppe Mischmar-Harjaden. Im Kampfe mit einer britischen Militäraibteülung sind 2 britische Soldaten gefallen und wurden 7 verwundet. * Amerikanische Kriegsveteranen fordern internationale Miliz Die amerikanischen Veteranen des zweiten Weltkrieges fordern vom Sicherheitsrat die Bildung einer Miliz in der Stärke von zwei Divisionen, deren Kommandant kein Bürger der iin. (der UNO vereinigten Staaten sein soll. Lake Success, (Palcor-Agentur). Gromyko sagte, er hätte im Prinzip nichts gegen Beratungen der Großen Fünf, er wäre aber gegen das von Amerika vorgeschlagene Spezialkomitee der Großen Fünf, wozu er wörtlich bemerkte; UNO-Kommission wird Palästina nach dem 15. Mai regieren Lake Success (Nachrichtenagentur Paloor) In einem Schreiben an die Palästinakommission äußert die britische Regierung ihre Ansiditen über die rechtliche Stellung Palästinas nach Beendigung des Mandats am 15. Mai. Palästina wird auch künftighin seine Hoheitsrechte behalten, aber kein völlig autonomer Staat sein, weil es sich nicht sogleich selbst verwalten wird. Die für seine Verwaltung verantwortliche, oberste Behörde wird jedenfalls eine andere sein als bisher. Wo diese nach dem 15. Mai ihren Sitz haben wird, ist vielleicht eine Frage, über die die Meinungen geteilt sein mögen. Die Frage ist jedoch für England keine derartige, daß deren Lösung eine wie immer geartete, praktische Notwendigkeit darstellen würde. Nach dem 15. Mai wird die Kommission der Verisein. Es scheint nicht sehr wesentlich, ob diese Regierung de facto oder de jure anerkannt wird. England ist bereit, die Kommission der Vereinten Nationen als eine Autorität anzuerkennen,, mit der sie Verträge über die Machtübergabe abschließen kann. Warnung der Sterngruppe Die Sterngruppe hat an den iranischen Konsul, den Dekan des Konsular-Corps in Jerusalem ein Schreiben gerichtet, wobei sie auf die Tatsachen hinweist, daß trotz des internationalen Gesetzes und der angenommenen Praxis, die Konsulen der arabischen Länder eine rege Spionage-Tätigkeit zugunsten der arabischen Länder entfalten und sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einmengen. Sollte nicht bald eine Aenderung in dieser Hinsicht entrefen, so erachtet sich die Stern gruppe nicht verpflichtet, die Exterritorialität der arabischen Konsuln weiter anzuerkennen. Zu gleicher Zeit erhielten auch die Konsuln von Syrien, Libanon, Aegypten, Irak und Saudi-Arabien ähnliche Schreiben mit der Warnung, daß die Sterngruppe sie persönlich verantwortlich mache für die Verfolgungen der Juden in ihren Ländern, die nach dem Beschluß der UNO über Palätina eingesetzt haben. Auch Araber werden „bestraft” Das Militärgericht in Jerusalem hat Araber wegen des Besitzes von Waffen zu einem Tag (sage und schreibe einen Tag) Arrest verurteilt. Unter den Verurteilten befindet sich auch der arabisch,, Bandenführer Isam Madschas, der mit Gewehr und Sprengmaterial verhaftet wurde. „Keine der Großmächte sollte sich hinter das Spezialkomitee verstecken, um ihre Stellung zu f estigen, da sich dies in Komplikationen auswirken und dazu führen kann, daß die Palästinafrage verschleppt wird und keine wie immer geartete Verzögerung entschuldbar wäre. Er schlug den fünf Großmächten vor, direkt, ohne Spezialkomitee zu verhandeln und dem Sicherheitsrat binnen 10 bis 15 Tagen Bericht zu erstatten. Mit dem amerikanischen Vorschlag hinsichtlich von Beratungen zwischen Arabern und Juden, der, wie er sagte, erzwungen war und keine Berechtigung hatte, erklärte er sich nicht einverstanden; die erwähnten Beratungen könnten unmittelbar im Rahmen der Palästinakommission gepflogen werden, von der der Sicherheitsrat jede Information erhalten kann. „Ein Spezialkomitee wird die Dinge nur verwirren und erschweren.” ♦ Leichenbegängnis des Fräulein Helene Sokolow London (Nachrichtenagentur Paloor) Heute fand das Begräbnis der Mrs. Helena Sokolow, der Tochter Dr. Nahum Sokolows statt. Es war ein großes, eindrucksvolles Leichenbegängnis. Man bemerkte Prf. S. Brodetzky, Mr. Berl Locker, Mr. Z. Shragai, Mitglieder der Exekutive der Jewish Agency. Der Jüdische Kongreß und eine Anzahl anderer jüdischer Institutionen waren ebenfalls vertreten. An die Familie sind zahlreiche Kondolenzschreiben prominenter Persönlichkeiten eingelangt. * Mißglückter Angriff auf Jemin Moshe Ein schwerer arabischer Angriff auf die Gegend Jemim Moshe wurde von der Haganah abgewehrt. Hiebei sind 8 Araber gefallen und zehn wurden schwer verwundet. Unter den Verwundeten befand sich auch der Befehlshaber der arabischen Bande in der Altstadt Jerusalems Scheich Hassan Ibn Bachei. Die Verluste der Haganah sind ein Toter (Abraham Massik, 17 Jahre alt) und 2 Schwerverwundete. Die Angreifer, etwa 200 an der Zahl, — alle mit modernsten Maschinenpistolen und Maschinengewehren ausgerüstet ~ besetzten das Kloster von St. Georg und näherten sich Jemim Moshe. Dort trafen sie auf den starken Widerstand der Haganah. Während des heftigsten Kampfes kam britisches Militär und eröffnete das Feuer auf beide Kampffronten. Mobilisierung palästinensischer Juden im Auslande Die Jewish Agency und der Waad Leumi erließen einen Befehl, nach welchem die palästinensischen Bürger im Alter von 17 bis 25 Jahren, die im Auslande leben, sich bei dem entsprechenden Palästinaamt melden und registrieren lassen sollen, um entsprechende Instruktionen entgegenzunehmen und sich vorzubereifen, einer Einberufung nach Palästina Folge zu leisten. * Protest der Eltern, der in Erez Israel studierenden amerikanischen Jugend iEine Gruppe von Eltern der amerikanisch-jüdischen Jugend, die in Erez Israel studiert, hat sich organisiert, wn die Rechte ihrer Kinder zu verteidigen, die in Gefahr sind ihre amerikanische Staatsbürgerschaft zu verlieren. Die Eltern veröffentlichten einen Protest gegen 'die Verordnung der amerikanischen Regierung, die den Studenten droht, ihnen wegen Teilnahme am Kampfe um Palästina, die Bürgerrechte zu entziehen. In dem Protest wird betont und hervorgehoben, daß die Studenten in Palästina vom amerikanischen Konsul keinen besonderen Schutz gefordert haben und es ein Unrecht sei, ihnen tu verbieten, ihr Leben in einer Zeit zu verteidigen, wo die dortige Macht die jüdische Bevölkerung vor dem arabischen Terror nicht schützt. * 39 Kongreßmänner wenden sich an Marshall 39 Mitglieder des amerikanischen Kongresses wendeten sich an Staatssekretär Marshall um Intervention bei der Durchführung des Teilungsplanes. In ihrer Anfrage betonen sie:, was die' amerikanische Regierung zu tun gedenke, am den UNO-Beschluß durchzuführen und ob die Tätigkeit der arabischen Liga nicht eine Gefahr für den internationalen Frieden sei. * Amerika» jüdische Arbeiterparteien spenden für Histadruth New-York (Palcor Agency). 1,135.000 Dollars wurden der Histadruth telegrafisch übermittelt und eine zweite Million wird laut Beschluß der im Rahmen der Kampagne der Gewerkschaften am Sonntag im Hotel Commodore abgehaltenen Nothilfekonferenz, der 2000 Delegierte beiwohnten, nächsten Monat gesendet werden. Es sprachen die Herren Lubianiker, Bader, Bankover und David Hacohen aus Palästina sowie der Mann des Kongresses Javitz. Botschaften wurden überbracht von Mr. W. Green, Präsident der AFL, sowie von Mr. P. Murray, Präsident des CIO; darin forderten sie dringend, im Notfall Gewalt zu brauchen, um der Herausforderung 'der Arabischen Liga zu begegnen, die Versorgung mit Waffen au fdem Seewege zu ermöglichen und eine Polizeimacht einzusetzen, um die UNO -Entscheidung aufrechterhalten zu können. Die von der Konferenz gefaßte Resolution ruft die USA auf, im Sicherheitsrat bezüglich der entschiedenen Forderung nach einer internationalen, bewaffneten Macht, die Initiative zu ergreifen. * 35 amerikanische jüdische Führer in Palästina angekommen Eine Gruppe von 35 prominenten jüdischen Führern aus Amerika - Schelichim vom United Jewish Appeal sind hi Erez angekommen. Bei ihrer Landung im Flughafen von Ludd wurden sie von einer Delegation der Exekutive der Jewish Agency empfangen. Hierauf hatten sie eine Beratung mit David Ben Gurion,

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