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Die Stimme · 1948-02-15 · Heft 15-16 (15.2.1948) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
1948
Issue
Heft 15-16 (15.2.1948)
Date
1948-02-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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CDie Stimme Seife 7 Nr. 15/16 Aü$ ÜHseeee Bewegung Dr.J.Thon, Gast unserer Bewegung in Oberösterreich (Von unserem Korrespondenten.) Linz, im Februar 1948. Auf seiner Reise durch Europa stattete der Schc'nich d:r zionistischen Organisation Amerikas, I)r. Josef Thon auch uns in Linz einen Besuch ah. Aus Wien kommend, wurde er auf dem Bahnhof von Mitgliedern des Merkas in Linz empfangen. Noch am Sellien Tage besuchte unser Gast das größte Lager Oesterreichs, Wegscheid, wo er sich mit vielen unserer Chawerim unterhielt. Sonntag, den 1. Februar besuchte er das Lager in Steyr und erklärte sich sofort bereit, vor dem ganzen Lager zu sprechen. Nach der Begrüßung durch Chawer Zeiler für den Snif Steyr, Chawer Bosckowsky für den Merkas der Allgemeinen Zionisten u. den Erez Tsrael Scheliach Chawer Tzchak, erstattete Dr. Thon ein inhaltsreiches Referat. In seiner Rede hob er besonders drei wichtige Faktoren hervor, die von besonderer Wirkung für den Beschluß der UNO waren und wies auf den starken Willen der Sherit Hapleita hin, die auf allen Enqueten hartnäckig antworteten, daß sie nur nach Erez Israel gehen wollen. Dr. Thon betonte auch die große Aenderung die sich in der Ansicht der amerikanischen Juden und speziell der amerikanischen Zionisten dadurch vollzogen hat, daß sie auf gehört haben, den Zionismus als eine Frage der Philantropie zu betrachten und daß alle größeren Gruppen der Juden Amerikas beschlossen haben, ihr Wohl mit dem Wohle Palästinas zu verknüpfen. Er würdigte besonders auch die kolossale Arbeit, die von den amerikanischen Zionisten unter Führung der Parteigenossen Dr. Silver, Dr. Newman und Dr. Goldstein hinsichtlich der Mobilisierung der öffentlichen Meinung Amerikas geleistet wurde und schloß seine Rede mit der Feststellung, daß dank der engen Zusammenarbeit des heroischen jischuw in Palästina und der Sherit Hapleita mit dem amerikanischen Judentum,, der jüdische Staat ein Faktum sein wird. Der Generalsekretär der allgemein zionistischen Partei in Oesterreich, Manclson, dankte Dr. Thon für seine tröstenden Worte, für die Grüße der großen zionistischen Organisation Amerikas und versicherte, daß die Sherit Hapleita auf ihrem Beschlüsse, nur nach Erez zu gehen, unbedingt bestehen werde. Noch in der Nacht wurde eine Plenarsitzung des Merkas einberufen, in der sich Chawer Dr. Thon über die Probleme, das Leben und die Arbeit in Oesterreich informieren ließ. Nach einer lebhaft geführten Debatte wurden verschiedene Beschlüsse gefaßt und angenommen. Am Montag, den 2. Februar versammelte sich unter Vorsitz des Advokaten Dr. Strauch der Parteirat im Lager Bindermichel. In seiner Eröffnungsansprache betonte Advokat Dr. Strauch die Rolle unserer Partei in Oesterreich, die soviel zur Aufrechterhaltung des zionistischen Geistes in den Lagern beigetragen hat und erklärte weiters, daß trotz aller materiellen Schwierigkeiten,, die allgemeinen Zionisten auf allen Gebieten der zionistischen Tätigkeit an erster Stelle stehen. Am Dienstag, den 3. Februar nahm Chawer Dr. Thon an einem Treffen der Snifirn des Kreises Salzburg im Kluibsaal des Lagers Beth Bialik in Salzburg teil. Am Mittwoch, den 4. Februar ist Chawer Dr. Thon nach Paris abgereist. Der Besuch Dr .Thon’s hat reges Leben in unsere Reihen gebracht. Die österreichische Bewegung verabschiedete sich von ihm in der Erwartung, daß die Zionisten Amerikas in ständigem Kontakt mit unserer Bewegung bleiben werden und daß wir uns trotz aller Schwierigkeiten, bald als freie Bürger eines unabhängigen Staates in Erez Israel treffen werden. Nachum Konferenzen der Allgem. Zionisten New-York (Eigenbericht). Laut „The Day” haben im Zusammenhang mit der bevorstehenden Sitzung des zionistischen Aktionskomitees, in den letzten Wochen in verschiedenen Hauptstädten Europas wichtige Konferenzen der Allgemeinen Zionisten stattgefunden, an denen sowohl Dr. Israel Goldstein, Präsident der Weltkonföderation der Allgemeinen Zionisten als auch Mitglieder der europäischen Exekutive teilgenommen haben. In der Londoner Konferenz führte Z. Brodezky den Vorsitz. Die bekannte Zionistenführerin Mrs. R. Zieff, die kürzlich Amerika besucht hat, berichtete über die politische Arbeit der Z. O. A. in Amerika. Mr. Kubowitzky, der Leiter des K. M. K. Fondes berichtete über die konstruktive zionistische Arbeit in Palästina. Die europäische Konferenz, die in Paris stattfand, behandelte die Probleme für die bevorstehende Sitzung des A. C. Komitees in Jerusalem. An dieser Konferenz nahmen auch Vertreter aus Ungarn, Rumänien und Bulgarien teil. Die Allgemeinen Zionisten Frankreichs hielten ihre Landeskonferenz im Kinderheim bei Lyon ab. Dieses Heim trägt den Namen Dr. Israel Goldstein’s. Es wurde Dank den Bemühungen dieses Zionistenführers, nach seinem letzten Besuch der europäischen Lager, gegründet. Das Kinderheim wird ausschließlich von den Allgemeinen Zionisten erhalten. In diesem Heim sind derzeit 140 Waisen aus Polen, die die schrecklichen Ghetti der Hitlerzeit überlebt haben, untergebracht. Unter Aufsicht der Allgemeinen Zionistischen Organisationen Frankreichs werden diese Kinder zu guten und treuen Bürgern unseres neuen Judenstaates erzogen. Im allgemeinen bewegt sich die Erziehung in national religiöser Richtung. Dr. Israel Goldstein gab bekannt, daß die Konferenz der Exekutive der Allgemeinen Zionisten in Jerusalem stattfinden wird, um die ejtzige Lage in Palästina zu diskutieren. Diese Konferenz soll sich auch mit der Intensivierung der allgemein zionistischen Arbeit in der ganzen Welt beschäftigen. Es wird auch über die Tätigkeit des ökonomischen Boards der in Jerusalem gebildet wurde, berichtet werden. Prominente Wirtschafts- Experten werden die Wirtschaftlichkeit der kollektiven und privaten Unternehmungen in Palästina untersuchen. 1^. Karpmann, Exekutive-Direktor der Weltkonföderation referiert über den Erfolg des letzten Besuches Dr. Goldsteins in Palästina. Es wurde eine Gesellschaft gegründet, die für die Entwicklung, der an der syrischen Grenze errichteten allgemein zionistischen Kolonie „Naharia” sorgen werde. Dieser Gesellschaft steht derzeit eine Summe von 20.000 Pfund zur Verfügung, die vom allgemein zionistischen Fondbereitgestellt wurde. Auch für die zweite zionistische Kolonie „Teimorim” wird gesorgt werden. Max Groß, ein Scheliach aus Palästina,, berichtete über die Anschaffung von Maschinen und anderem Material um den Betrag von 50.000 Pfund, der im vorigen Monat aus Amerika nach Palästina überwiesen wurde. Diese Maschinen werden in den allgemein zionistischen Fachschulen, die in letzter Zeit in Palästina gegründet wurden, Verwendung finden. Von den Kämpfen in Palästina (Nachrichten der Aufruf der Haganah an den [Jischuv Das Hauptquartier der Haganah hat sich durch das Radio mit folgendem Aufruf an den Jischuv gewendet: „Der Kampf hat an Heftigkeit zuge nommen. Ebenso wie die Haganahkämpfer muß der ganze Jischuv davon wissen. Die arabische Offensive nahm größere Dimensionen an. Wir haben bis jetzt alle Angriffe abgeschlagen. Aber das aufeinanderfolgende Eindringen arabischer Banden in unser Land, die verbrecherische Gleichgültigkeit der britischen Verwaltung und die Kriegsvorbereitungen in den arabischen Nachbarstaaten zeigen, daß uns noch ein schwererer und gefahrvollerer Kampf bevorsteht. Nach den schwerwiegenden Verlusten, die dem Feind durch uns zugefügt worden sind, bemühen sich seine Anführer, ihn mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß der Kampf ein langer und dauernder sein wird. Unser Volk, das Frieden, Aufbauarbeit und ungestörte Einwanderung will, wird wissen, wie es diesen Kampf aufzunehmen und zu gewinnen hat. Es wird ein hartes Ringen sein. Wir befinden uns im Kriegszustand und das Bewußtsein, daß der Kampf unvermeidlich ist, muß jedes Haus, jede Familie des Jeschuv durchdringen. Das ganze Leben des Jischuv und seine ganze Tätigkeit muß sich der jetzigen Situation unterordnen. Disziplin und angespannte Wachsamkeit werden uns den Sieg bringen.” Gegenangriffe der Haganah In Jaffa wurden 10 arabische Häuser gesprengt. Diese Häuser dienten als Kampfstellungen, aus denen man auf jüdische Transporte und Passanten feuerte. Im Cotoman - Bezirk von Jerusalem sprengte eine Abteilung der Haganah 2 Häuser. Zwei Angriffe auf die arabischen Dörfer Tauran und Lubia wurden durchgeführt. 2 Araber sind gefallen. Eine starke Haganahelnheit führte einen kühnen Gegenangriff auf das arabische Banditennest, welches sich im Castle-Cafe bei Moza befand. Die Araber leisteten heftigen Widerstand. Sie wurden mit schweren Verlusten in die Flucht geschlagen. Bei diesem Zusammenstoß fiel der jüdische Unteroffizier Abraham Hausmann, 25 Jahre alt. Palcor-Agcntur) Eine andere Haganahcinheit verjagte arabische Banden, welche sich bei Tel Aviv angesammelt haften. Im Verlaufe der Kampfhandlungen ist ein Araber gefallen und 5 wurden verwundet. Einige Haganaheinheitcn griffen das Dorf Chukrir an, wo ei.ie Woche früher 11 Juden ermordet worden waren. Die Einwohner des Dorfes hatten schon früher aus Furcht vor Vergeltungsmaßnahmen die Flucht ergriffen. Die Haganah sprengte 20 Häuser derjenigen Araber, welche bei ihr als Mörder registriert waren. Schwere Kämpfe bei Kiriath Anavim Die Haganah erhielt Nachricht, daß starke arabische Einheiten sich in einigen Punkten auf die Verbindungslinie nach Jerusalem in der Absicht, den Kibbuz Kiriath Anavim Im Gebirge von Judäa anzugreifen, festgelegt hatten. Als einige arabische Barden sich zu diesem Zwecke dem Kibbuz näherten, hielt eine Haganahgruppe sie auf. Ein heftiges Gefecht entspann sich. 7 Stunden hindurch kämpfte die kleine Schar von 25 Haganahmitgliedern gegen einige hundert Araber. Nach späteren, offiziellen Nachrichten fielen in diesem Kampf 14 Juden und 50 Araber. Ein Sprecher der Haganah bezeichnete den Kampf als großen Sieg der Haganah. Er unterstreicht, daß das Gefecht bei Kiriath Anavim die Fähigkeit der Haganah und ihre glänzende, militärische Taktik bewiesen hat. Die wenigen Haganahkämpfer behielten im Verlaufe des siebenstündigen Kampfes gegen einen zahlenmäßig stärkeren und gut ausgerüsteten Gegner ihre Stellungen und ließen die Initiative nicht aus den Händen. Kampf bei Bnei-Geulim Eine große und gut bewaffnete Äraberbande überfiel mitten in der Nacht den Kibbuz Bnei-Geulim. Es gelang den Arabern, das Dorf zu umzingeln. Als sie sich der äußeren Drahtumzäunung näherten, wurden sie von rückwärts durch eine Haganahabteilung angegriffen und überwältigt. Die Araber flüchteten, Verwundete zurücklassend. Die Juden haben keine Verluste zu beklagen. J&d&tv SöHtol&ty „KLUBABEND MIT TANZ” Klubheim: CAFE NEUBAU, Wien VII, Westbahnstraße 60 üeqiwt 19 UUc 1 SPORTKLUB HAKOAH 6- 2 I fyäs te witUuMMwe**! f m 5 b' I J 1'Tp / JÜD. NATIONAL FONDS 500 Wiener Familien haben bereits das Andenken ihrer Nächsten durch Stiftung von Bäumen im „Walde der jüdischen Opfer Österreichs 1938-1945” geehrt. -- Hast Du schon Deinen Nächsten solches Grabmal gestellt? KEREN KAYEMETH LEISRAEL Wien IX, Universitiitsstraße 4/4

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