Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1947
- Issue
- Heft 12 (20.12.1947)
- Date
- 1947-12-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 iDie Stimme Nr. 12 25 Jahre Am 29. Tischrt 5181 (1922) zogen 17 Menschen mit dürftiger Habe in ein 'kahles Bergland, südwestlich von Nazareth. Am I'uße der Hügel schlugen sie ihre Zelte auf. l ast schreckte sie die kahle Oede, aber in ihrem Herzen trugen sie die Hoffnung auf eine große Zukunft. Hin großer Mann in England, Balfour, hatte sie verheißen, und die Menschen waren des Glaubens voll. Aber Wasser, das Lebensclexier kdes Siedlungspunktes, war nicht vorhanden. Wie sehr man auch grub, man konnte keines finden. Flossen nicht Wasseradern unterhalb der Berge? Man grub hier tiefer als an allen anderen Punkten; doch grub man vergebens. Nicht lange nach der Gründung war es, als in London der revolutionäre Entschluß gefaßt wurde, in einer Riesen- Versammlung des KKL Gelder aufzubringen, um Lord Balfour ins Goldene Buch einzutragen. Da schlug der derzeitige Präsident Leopold Sehen vor, die Gelder zur Pflanzung eines Waldes, der den Namen „Balfour-Wald” tragen sollte,, zu verwenden. Nur schwer setzte sich Ginegar diese umstürzlcrischc Tdcc schließlich doch durch und erwies sich als ein durchschlagender Erfolg. Begeistert gaben die Teilnehmer des Festbanketts eine Summe von nie erhoffter Höhe. Ginegar war der Platz, an dem der Balfour-Wald gebaut werden sollte, mit dessen Pflanzung die Geschichte der modernen Aufforstung im Lande begann. Langsam entwickelte sich die Kwuzah, die immer noch unter Wassermangel litt. Schließlich, vor nunmehr sechs Jahren, durchdrang den Ort der Freudenschrei: „Wasser!” Der Gesellschaft „Mekoroth“ war es gelungen, auf eine Wasserader zu stoßen, und nun sprudelte der belebende Quell. Es war nach fast 20 Jahren schwerer Arbeit wie ein Lohn des Himmels. Und wie der Balfour-Wald, an dessen Hängen die Kwuzah liegt, immer mehr gewachsen war, so entwickelte sich Ginegar selbst in gesteigertem Tempo, und heut eblickt es stolz auf seine mehr als 400 Menschen, auf drei Generationen. Und da sich die ersten 25 Jahre seines Bestehens ihrem Ende zuneigten, bereitete es sich vor, sie festlich zu begehen. Fs ist ein Volksfest geworden, das sogar die militärischen Durchsuchungen wenige läge vor der Festlichkeit zwar stören, aber nicht beeinträchtigen konnten. Volksfeste gab es die Fülle zu biblischen Zeiten. Reigenfeste waren es zur Musik von Frömmeln und Zimbeln, von Chören und Wechselgesängen, wie sie heute noch bei der Lektüre des Tenach lebendig vor unseren Augen stehen (vgl. 2. Budi Moses 15, 20, 21; Richter 11, 40 u. a.). Wahre Volksfeste, entwickeln sich erst mit der Zeit, nachdem sie Jahr um Jahr sich wiederholen, das feiernde Volk selbst manches abschleift, manches Neue aus sich selbst dazu nimmt, das Alte mit seiner Spontanität durchdringt und gerate daraus eine Tradition entsteht. Den Grundstock zu legen ist das Werk von Jardena Kohn, der palästinensischen Künstlerin. Wie stets, hat Jardena auch hier versucht, das Fest um das größte Ereignis des Platzes, das Auffinden des Wassers, zu konzentrieren. Sie will aber nicht nur eine „Vorstellung” geben, sondern für den ganzen Tag und alle Menschen die feierliche Atmosphäre schaffen. So hat sie in gemeinsamer Arbeit mit Chaja Alperowitz die Feierkleider entworfen, in denen die Menschen sich den ganzen Tag -- —■ —IUI—«mhmua»«u'—a«a——«»mm bewegen. So hat sie das Festspiel hinausverlegt auf den großen freien Platz am Abhang des bewaldeten Hügels; so hat sie zuletzt die Verbundenheit des heutigen Juden in Hrez Israel mit seinen biblischen Vorvätern herzustellen gesucht. Jahr um Jahr wiederholt, wird sich hier organisch ein wahrhaft jüdisch-palästinensisches Volksfest entwickeln. Aus allen Teilen des Landes waren Gäste nach Ginegar geströmt. Ungefähr 2000 waren gekommen. Nach einem kurzen Appell setzte sich der Zug durch den Wald zum Festplatz in Bewegung. Dort war ein Amphitheater an den Waldhängen „aufgeschüttet” worden, von dem aus der Blick weit über das Hmek und die Berge des Galil schweifen kann, fn einem seitlichen Zelt saßen die Musikanten mit ihren Ton trommeln, deren dumpfer Schlag der orientalischen Musik das ihr eigene Gepräge verleiht. Das Spiel begann ... Am Abend sprach Golda Meyerson von den Schwierigkeiten, vor denen wir noch stehen. Aber „mit Riesenschritten” sagte sie „sind wir dem Ziel näher gekommen”. In Ginegar haben wir gesehen, daß man nicht nur arbeiten, sondern auch feiern kann. Atn&tika liefert hocU ÖrtecceUU 2000 2000 20 20 20 20 20 1 6 wings, extra lange Zigaretten .. Lucky Strike, Chesterfield, Camel . Pfund gerösteter Bohnenkaffee . . . . „ reines Schweineschmalz in 1 Pfd.-Dosen . * gesüßter Kakao ... . „ Pflanzenöl. . „ amerik. Würfelzucker in 1 Pfd.-Paketen . „ Feuersteine (Silber). Paar Nylons, I. Qual, mit Naht. alle Preise inkl. Postporto und Versicherung S » M n 10- 11 — 13 — 14.— 13 — 15 — 7- 18.- 10 — Sendet Check oder Money Order an Exchange Co. 302 E 23 Str. New York 10, N.Y. 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