Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1947
- Issue
- Heft 9 (9.11.1947)
- Date
- 1947-11-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Wir beginnen heute mit einer Artikelserie über die Geschichte'der Haganah imme e/hlgemein zionistischeJdochenschviß Zionistischer Landesverband Wien n;’*D Dwsn nrtnxnn Preis 1 Schilling Redaktion und Administration t Wien IX, Universitätsstraße Nr. 4/4 Telefon A=26«4»73 Postscheck»Konto Nr. 134.292 9. November 1947 Erscheint jede Woche Nr. 9 — 1947 t7Nnür'7 jim'p nn JÜDISCHER NATIONAL FOND Wald der jüdischen Opfer Österreichs An die Juden in Österreich! Eure Eltern und Kinder, Brüder und Schwestern wurden von den Hitlerbanden auf schrecklichste Art hin gemordet. Hiezu kommt noch, daß keine Grabstelle, kein Grabmal, nichts vorhanden ist, um das Andenken dieser unserer Liebsten zu bewahren und zu pflegen. Dieser Gedanke läßt uns immer wieder und noch mehr die ganze Grausamkeit dieses fürchterlichen Geschehens erkennen. Wir wollen unbedingt einen Ort und sei es auch ein gemeinsamer Ort, ausfindig machen, wo wir eine Erinnerung an unsere so teuren Opfer wahren können. Nun hat der Jüdische National Fond, der Keren Kayemeth Leisrael in Österreich, den schönen Gedanken gefaßt, in Erez Israel zum Andenken an die österreichischen Juden, die der Hitlerbarberei zum Opfer fielen, einen Wald zu pflanzen. Jeder aufrechte Jude wird zugeben müssen, daß es keine schönere und heiligere Stätte, kein stilleres und doch lebendigeres Denkmal geben kann, als einen, in Erez von jüdischen Händen gepflanzten und gepflegten Wald. Jeder Baum sei einem der Opfer gewidmet, sein Name darin verewigt, und mögen die Nachkommen ihren ganzen Stolz darein setzen, an dem Gedeihen dieser Erinnerungsstätte für unsere Opfer beizutragen. Diese Stätte wird für ewige Zeiten den Namen „Wald der Jüdischen Opfer Österreichs“ tragen. Das Ehrenkomitee: Joint Distribution Commitee für Österreich: Direktor Harold Trobe Jewish Agency in Österreich: Dr. Jehuda Gaulan Joint Distribution Commitee für Wien; Direktor Mark Breslow Israelitische Kultusgemeinde in Wien: Präsident David Brill Israelitische Kultusgemeinde in Linz: Isidor Friedmann Israelitische Kultusgemeinde in Graz: Isidor Preminger Israelitische Kultusgemeinde in Innsbruck: Rudolf Brüll Förderation der Zionistischen Parteien: Bernhard Braver und Ing. Siegmund Kornfein Verband österreichischer Juden in Wien: Prim.fDr. Max Meissner Loge Bnei Brith in Wien: Dr. Siegfried Winter Rabbinat der Israel. Kultusgemeinde in Wien: Inspektor Isidor Öhler „W1ZO“ in Wien: Ottilie Gröbl Verband der jüdischen Studenten in Österreich: Kurt Weigl Aktionskommitee der jüdischen KZ-ler in Wien: Dr. David Schapira Verband der jüdischen Kriegsopfer in Wien: Prof. Benzion Lazar Sportklub Hakoah in Wien: Josef Bittmann Dr. Rudolf Braun Dr. Otto Donath Hofrat Dr. Siegmund Fuchs Hofrat Ing. Leopold Herzka Dr. Heinrich Kiwe Hofrat Ing. Isaak Lerner Dr. Emil Maurer Oberveterinärrat Heinrich Rosenzweig Nuchim Wachtel Erläuterungen für den Stifter: Die Juden der ganzen Welt haben es als höchste Ehre und als heilige Pflicht erachtet, den Opfern der Hitlerbarbarei ein dauerndes Denkmal durch Pflanzung eines Waldes in Palästina, zu setzen. Auch der Keren Kayemeth Leisrael (Jüdischer National Fond) in Wien hat nun beschlossen, für die jüdischen Märtyrer Österreichs einen Wald, der den Namen „Jaar Kedoschei Austria“ (Wald der jüdischen Opfer Österreichs) tragen wird, anzulegen. Dieser Wald soll in der nächsten Nähe Jerusalems, im Anschluß an andere, demselben heiligen Zweck gewidmete Waldpflanzungen erstehen. Fiir den Keren Kayemeth Lelsra Der Generalsekretär: Dr. J. SCHUMER v Anmeldungen für Keren Kayemeth Leisrael, Wien IX., Universitätsstr. 4/4 Telefon: A 26-4-73 * Postscheckkonto 130067 Jewish Agency, Wien I., Schottenring 25 Verband österreichischer Juden, Wien I., ZelinkagasselO Zion.-Rev. Landesverband Wien, VIII, Bennogasse 8/4 Sportklub Hakoah, Wien I., Schottenring 25 Der zur Pflanzung nötige Boden wird vom KKL zur Verfügung gestellt und ist dieser Boden daher Eigentum des ganzen jüdischen Volkes. Damit ist nun jedem Juden Gelegenheit gegeben, das Andenken seiner Nächsten, die den Mätyrertod erlitten haben, für ewige Zeiten zu sichern. Die ganze Aktion steht unter dem Protektorat eines Ehrenkomitees. Die Kosten für die Pflanzung eines Baumes betragen mindestens S 50.—. Über jede Baumstiftung wird eine künstlerisch ausgeführte Stiftungsurkunde mit dem Namen des Verewigten und des Stifters ausgestellt. el in Wien I, Universitätsstraße Nr. 4/4 Der Vorsitzende: Dr. J. LICHT Baumstiftungen: Poale Zion Hitachduth, Wien XV., Goldschlagstr. 12/14 Israelit. Kultusgemeinde Innsbruck, Adolf Pichlerpl. 10 Israelitische Kultusgemeinde Graz, Grieskai 58 Israelitische Kultusgemeinde Linz, Zollamtsstraße 7 Zionistischer Landesverband in Österreich, Wien IX, Universitätsstraße 4