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Die Stimme · 1947-09-14 · Heft 4 (14.9.1947) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
1947
Issue
Heft 4 (14.9.1947)
Date
1947-09-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 3)ie Stimme Nr. 4 gehen muhten um bis zum heutigen Tage besteben zu können. Viele Schwierigkeiten waren zu überwinden, bis das heutige Stadium erreicht wurde. Er erwähnte auch, das erfreuliche Anwachsen unserer Bewegung, ihre systematische Entwicklung und die Vertiefung des allgemeinen zionistischen Gedankens durch Aufklärungsarbeit, Versammlungen, Veranstaltungen und Druckschriften usw., wobei die in Paris erscheinende ,,Zionistische Stimme" zu diesem Erfolg viel beigetragen hat. Sie Die Aufnahmefähigkeit Palässtinas. wird mit grobem Interesse und aufmerksam gelesen. Durch diese Arbeit sind wir heute die stärkste und einflußreichste Bewegung im Lande. Wir haben leitende Positionen in allen wichtigen Institutionen, wie im Zentralkomitee, im Vaad Leumi, im Keren Kayemeth, in der zionistischen Federation usw. Für die Zukunft muh der Kontakt mit der europäischen Leitung inniger werden. Tanzfestspiele in Daliah. unter die Tanzenden gemischt. Im Vergleich zu früheren Tanzfesten konnte man schließlich feststeifen, daß die Bemühungen eine wirklich palästinensische Tanzform zu schaffen, von Erfolg begleitet waren. Auf dem ersten Tanzfest in Daliah, vor 3 Jahren, konnte man noch alle Arten fremdländischer Tänze, vom Kosakentanz bis zum schottischen Reel, sehen. Heuer aber enthielt das Programm nur palästinensische Motive und Formen. Es war ein schönes Fest! Scharfe Auseinandersetzung zwischen Jilzchak Grünbaum und David ben Gurion in der Sitzung des Aktionskomitees. David ben Gurion hielt in der Sitzung des Aktionskomitees eine zweistündige Rede, in der er gegen den Terror in Palästina scharf Stellung nahm. Er forderte die schärfsten Mittel zur Ausrottung des Terrors in Anwendung zu brinaen und sprach den Wunsch aus, daß alle, die den Terror nicht bekämpfen wollen, aus der zionistischen Organisation ausgeschlossen werden sollen. Jifzchak Grünbaum erwiderte darauf, daß er zwar auch gegen den Terror, daß aber jetzt nicht der Moment sei, einen Bürgerkrieg zu entfachen. Er bemerkte noch, ben Gurion gieße nur Oel auf das Feuer und er werde einen Pakt zwischen ben Gurion und Bevin gegen Begin (dem Führer des Irgun) nicht akzeptieren. Er werde sein Mandat in der Exekutive niederlegen, wenn die Mitglieder derselben ben Gurion zustimmen würden. Mosche Schertock erklärte hiezu, daß ben Gurion erst mit dem Flugzeug aus Palästina angekommen sei und sich mit der Exekutive noch nicht genügend verständigen konnte. Engländer vernichten Bäume in Palästina. Englische Soldaten haben in der Gegend von Nathania auf Befehl des Militärkommandos an der Stelle wo eine Mine gefunden wurde, 300 Eukalyptusbäume ausgerissen. Den Bewohnern dieser Gegend wurde für den Fall, daß noch eine Bombe gefunden würde, angedroht, daß auch ihre Häuser zerstört würden. Schiffe schwimmen wieder gegen Palästina. Die englische Flotte wurde von Luftaufklärern dahin gehend alarmiert, daß sich Schiffe mit jüdischen Flüchtlingen der Küste Palästinas nähern. Ein Schiff soll 1500 Menschen auf Deck haben. Allgemein zionistische Weltkonferenz fordert als Präsidenten des Aktionskomitees Doktor Israel Goldstein. In der Konferenz der allgemeinen Zionisten wurde, unter Berücksichtigung dessen, daß die allgemeinen Zionisten die größte Fraktion des Aktionskomitees bilden, der Beschluß gefaßt, das Recht auf die Stelle des Präsidenten des Aktionskomitees in Anspruch zu nehmen. Einstimmig wurde beschlossen, Dr. Israel Goldsfein mit dieser Funktion zu betrauen. Französische Regierung antwortet auf die englische Note. Die französische Regierung hat in Beanfortung der englischen Note, betreffend die Aufnahme von Flüchtlingen der „Exodus 1947 , die mit der Bahn aus Hamburg geschickt werden, erklärt, daß sie unter den folgenden drei Bedingungen bereif ist, die Flüchtlinge aufzunehmen: 1. ) Ihre Reise nach Frankreich muß freiwillig sein. 2. ) Ihre Aufnahme soll kein Präzedenz bilden für eine spätere Aufnahme von DP’s aus Deutschland. 3. ) Die Zahl der Aufgenommenen muß in den Rahmen des Kontingentes derjenigen Personen fallen, deren Durchreise durch Frankreich genehmigt ist. Heute gibt es in Palästina8,650.000 Dunam landwirtschaftlich bearbeiteten Boden. Diese Fläche kann leicht auf 13,150.000 Dunam erhöht werden. Das Ausmaß bewässerten Bodens, das heute 500.000 Dunam beträgt, könnte auf 4,000.000 erhöht werden. Gegenwärtig leben 826.000 Seelen (740.000 Araber, 86.000 Juden) von der Landwirtschaft. Es können aber noch sicher weitere 750.000 unfergebrachf werden. Die kommende Generation wird aber ohne Zweifel noch zusätzliche Möglichkeiten haben, die anbaufähige Bodenfläche Palästinas zu vergrößern. Die landwirtschaftlichen Produkte Palästinas sind zwar heute noch zu teuer für den Export, sie können jedoch einen wichtigen Faktor für die Ernährung der städtischen Bevölkerung, die mindestens dreimal so groß sein wird wie die ländliche, bilden. Die heute noch wenig erschlossenen Naturschätze des Negev können weitere Möglichkeiten für die Entwicklung der Stadt bieten. Im ganzen Land sprach man schon lange >n den Tanzfestspielen, die im Juni in Daliah stattfanden. 25.000 Menschen strömten dort in einem natürlichen Amphitheater auf dei Bergen von Ephraim zusammen. Endlos war die Kolonne der Autobusse, Lastwagen und anderer Fahrzeuge, die die Zuschauer nach Daliah brachten und die musfergiltige Organisation, dieser Auffahrt erregte Staunen und Bewunderung selbst bei denen, die schon an großen englischen und amerikanischen Festspielen feilgenommen haften. Waschgelegenheifen, ein Buffet und Parkplätze für die Fahrzeuge waren vorbereitet. 500 Tänzer bezogen schon am Tag vorher ein Zeltlager. Der Abend begann mit Sprechchören, einer Pantomime und dem Spiel mehrerer Orchester. Daliah war die ganze Nacht hindurch hell beleuchtet. Um 5 Uhr morgens, als schon die ersten Autos den Ort verließen wurde noch getanzt. Fellachen aus dem Nachbardorf und Drusen vom Karmel hatten sich Neues aus Palästina § iiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiN SinsckseiSungen in Wien VII, Zieglergasse 21 - Telephon B 36-4-73 Die Leitung der Hebräischen Schule gibt bekannt: Einschreibungen für die Klassen I-Vill sowie für den an Nachmittagen stattfindenden Religionsunterricht können an allen Tagen - mit Ausnahme von Samstag von 10 13 Uhr in der Direktionskanzlei vorgenommen werden. Die Schulleitung JU&et und veifaeüet überall Eure Zeitung Allgemein zionistische Wochenschrift II|||||III|||||III|P!||III||P|PI«|M1IIII||||I»I||||IIII|||||I1|M||||II« 'Denket anläßlich der hohen Feiertage beim Aufruf zur Thora (Neder) an den Tle*en-TCatfemet& (Jüdischer Nationalfonds) Spenden werden im Büro des K. K. L., Wien IXV Universitätsstraße 4 entgegengenommen Erstklassige Stenotypistin für die Administration gesucht. — Vorzustellen täglich — außer Samstag u. Sonntag — von 9—12 und von .6—18 ühr in der Administration des Blattes Wien IX, Universitätsstraße 4/4 Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Zionistischer Landesverband in Österreich Wien IX., Universitätsstraße Nr. 4/4 Redigiert von einem Redaktionskollegium Redakteur: Ing. Siegm. Kornfein, II., Floßg. 9 Drude: Stephan Szabo, II., Unt. Augartenstr. 30

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