Nationalzeitung
- Journal
- Nationalzeitung
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 86 (11.12.1906)
- Date
- 1906-12-11
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite. 4 Nationalzeituug Nr. 86 hohen Anspruchslosigkeit gleich geachtet. Mendel gehört zum Vorstand der 'Medizinischen Gesellschaft und ist Mitglied der Brandenburgischen Aerztek ammer. Zum ordentlichen Professor hat er es nicht geb rächt, weil er — Jude ist. Einer mutz helfen. Unter der Spitzmarke „Heiteres ans dem Anwaltsbnrean" erzählt der Anwalt Max Rosengart-Heilbronn in der „Franks. Z tg." n. a. auch folgende niedliche Szene: „Eines Tages überträgt mir ein alter Bauer einen kleinen Prozeß, der ihm sehr am Herzen liegt. Des langen und breiten bespricht er mit mir die Sache und kann sich nicht genug tun, mir alles anseinanderzusetzen. Aber alles nimmt ein Ende und schließlich ist auch er fertig. Da erhebt er sich. Er sieht mich bedeutungsvoll an und spricht mit erhobener Stimme: „Herr Doktor, der Prozeß muß gewonnen werden. Ihnen wird der Gott Abraham helfen und ich werde zu Jesus Christus" beten! Daß bei dieser Sachlage der Prozeß hätte gewonnen werden müssen, sollte man wohl erwarten. Bismarck über Heine. In der „Franks. Ztg." erzählt Alfred Kerr: „Max v. Rottenburg, ehedem Bismarcks Mitarbeiter, jetzt Kurator der Universität Bonn, war im vorigen Februar so freundlich, mir ans eine Frage brieflich zu bestätigen, was einst in Zeitungen erörtert worden war: er bestätigt, daß Bismarck den Dichter Heinrich Heine gegen Vorwürfe von Angreifern in Schutz nahm und daß Bismarck sich für ein deutsches Heine-Denkmal erklärt hat. Herr.Dr. v. Rottenburg schreibt: „Fürst Bismarck fand es durchaus gerechtfertigt, daß Heine ein Denkmal in Deutschland erhielte. So wenigstens hat er sich mir gegenüber gegenüber ausgelassen." Rottenburg bestätigt zugleich die Wahrheit dessen, was früher als Bericht durch die Presse gegangen ist: Bismarck hat im Hinblick auf die Widersacher des Denkmals tatsächlich das Wort gesagt: „Und vergessen die Herren denn ganz, daß Heine ein Liederdichter ist. neben dem nur noch Goethe genannt werden darf?" XXV. k. k. Staatslotterie für gemeinsame Militär-Wohltätigkeitszwecke. Am 20. Dezember 1906 findet die Ziehung der xxv. k. k. Staatslotterie für gemeinsame Militär-Wohltätigkeitszwecke statt. Diese Lotterie ist reich ansgestattet und bietet den Teilnehmern sehr günstige Chancen. Die Gewinstsumme beläuft sich auf 512.880 Kronen, die Trefferzahl beträgt 18.389. darunter ein Haupttreffer von 200.000 Kronen, ferner Treffer zu 40.000 Kronen. 20.000 Kronen n. s. w„ welche sämtlich bar ansbezahlt werden. Der Reinertrag ist zur Unterstützung zahlreicher wohltätger und gemeinnütziger Anstalten bestimmt. Lose ü 4 Kronen sind in Tabaktrafiken. Wechselstuben, bei Postämtern, Steuerämtern rc. erhältlich. Unsere letzte Numrner war irrtümlich Nr. 86 signiert, richtig war es Nr. 85. Die vorliegende ist also Nr. 86. Giugesendet. Pelzwaren kauft man zn staunend billigen Preisen in modernster elegantester Ausstattung nur im bekannten Pelzwarengeschäfte 1., Köllnerh 0 f g a s s e 2. •lkaliaob«* krsiks, jtöitfö uuH »Mistrs ioMifff ml flitftr Ittuf im bnlintnl. 'yu/D UM und ZeleWellcbwarelifabrilr mit elektrischem Betrieb und Kälteerzeugungsmaschine I. Weurnann Fabrik und Hauptdepot: Wien, II., TnborstraKe 32. Achtung! Oler, Anden! auf körperliche Tüchtigkeit Wert legt, 771 a* einsieht, daß der beste Schutz der persönlichen wvl Sicherheit in der Selbstverteidigung liegt. TL\&t die befreiende Wirkung des Vertrauens in Wvl die «igene Kraft erkennt. Th * t melde reinen Beitritt als ausübendes oder " > > förderndes Mitglied zum l. Ar. Mischen Turnverein 1., Mölirervariel § Berrenturnens Montag und Donnerstag von V28 - u Uhr abends. 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Virlifl: WlMi IX* UrlgasM 5 itiiupim vum Herausgeber: Jakod Krausz. — Verantwortlicher Redakteur: Siegmund Grünspan. Buchdruckerei Fa. Franz Kreisel tnn. 3560