Nationalzeitung
- Journal
- Nationalzeitung
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 71 (2.10.1906)
- Date
- 1906-10-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 iH'iihiljrt. Der Galil-Logc in Last-, die ein eigenes -\>cim für öeit dortigen Kindergarten errichtet, ist gemäß dcm vorliegenden Antrag ein Darlehen von öl« Fr. vorgestreckt morden. Der Or-Thvra- Schnle für religiösen nnd gewerblichen Ilnterricht in Snfcd — einer Gründung der Ntisrachi-Zivnisten — wurden bis zmn April 1607 4M Fr. bewilligt. Es wird an gestrebt, das Schulwesen der Stadt zu vereinheitlichen und nlSdann allmählich nmyngestalken. Ans Antrag der Fernschataim-Loge und des Jern saleme r F raue n -Be rei n s Es ra t H-N aschim sind für 7 russische Waisen und Emigrantenkinder 2900 Fr. zur Verfügung gestellt worden. Ebenso wurden 100 Fr. für Stipen-dienzwecke für Emigrnnte »«schulen des Lehrerseminars, resp. der Präparandie bemilligt. Dem Schaar Zion-Hospital in Jaffa, ds durch den Zuzug von Emigranten gleichfalls in außergemöhirl-icher Weise belastet ist, ist eilte Zuwen-dnu-g von 500 Fr. gemacht morden. Es sei noch bemerkt, daß die Schöpfungel; des Hilfsvereins in Palästina durch Herrn Direktor Ephraim Eohn, Direktor der Lemelschnle, in umsichtiger lind energischer Weise geleitet und beaufsichtigt, resp. organisiert werden. Bvrr den ferneren Be-millignngeni irr den Sitzungen seien noch erwähnt: Für die Or-Thora- Schnle iu Kvustantinopel eine Extrasn-bvention voll 30M Mark für das Jahr 1807. Für einen Lehrer itit& Schochet in Eschkischeher an der antolischen Bahn 900 Fr. Für die Haushaltungsschnke Lumina iu Gakatz (Nujnßmen) 1700 Fr. zur Älngliederung einer fünften Klasse. Tie Schülerinnen werden nunmehr im Kochen, Waschen, Plätten, Nähen, Schneidern, Flicken, sowie auch theoretisch im Haus'haltungsjnefen unterwiesen. Für die Dotierung eines Merten identischen Lehrers au der Schule der deutschisraelitischelr 'Gemeinde inPhikippopek — den «ersten hat der Hilssverein gleichfalls gestellt — werden die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt. Die Subvention von 3000 Mark für die Handelsschule Cultura, au der ein gleichfalls vom Hilssvereiu gestellter Lehrer als Direktor tätig ist, wurde erneuert. Auf -Antrag des Herrn Siegmund Berget wurde beschlossen, die galizische Snbkomnrission des Hilssnereins durch Kooptation von Wiener und ga'lrzrschen Delegierten zu Vergrößern, die sich in umsasseirder Weise Mit der Aktion für Galizien beschäftigen« sollen. Vermischte Nachrichten. Wien. (Ge^betstundert.) Donnerstag 'den 4. Oktober 1. Dag Sukkoth -morgens um 8 Uhr 30 Min., abends um 5 Uhr 45 Min. Freitag den 5. Oktober 2. Dag Sukkoth morgens 8 Uhr 30 Min., abends 5 Uhr 30 Min. Samstag der, 0. Oktober morgens 8 Uhr 30 Min., abends 0 Uhr 30 Min. Vom 7. Oktober bis inkl. 9. Oktober abends 5 Uhr 15 Mm. Mittwoch den 10. Oktober, Voräbend des Schemini-Azeres um 5 Uhr 15 M«irr. Donnerstag den 11. Oktober, Schemini-Azeres, morgens 8 -Uhr 30 Min., abends 5 Uhr 30 Min. Freitag den 12. Oktober, Siulchaö-Dhora, morgens 8 Uhr 30 Min., abends 5 Uhr 15 Min. Samstag den 13. Oktober morgens 8 Uhr 30 Min., abends 0 Uhr 15 Min. Vom 14. bis 18. Oktober abends 5 Uhr 15 Min. Freitag den 19. Oktober abends 5 Uhr. Samstag den 20. Oktober, morgens 8 Uhr 30 Min., abends 9 Uhr 5 Min. Vom 21. Oktober bis 25. Oktober abeilds 5 Uhr. Freitag den 20. Oktober abends 4 Uhr 45 Min. Samstag den 27. Oktober morgens 8 Uhr 30 Min., abends 5 Uhr 55 Min. Vom 28. Oktober bis l. November abends 5 Uhr. Wien, iWählerlisten für die .uultnswahlen.) Der Knltusvorstand bringt zur Kerlntllis, daß die Wählerliste für die diesjährigen Wahlen in 'den Knltusvorstand zllr Ein«sicht der Gemuui-dea »gehörigen irr der Kaulzlei der Kultusgelneiude, 1. Bez., Seitellslettengasse 4, 2. Stock, allsliegt. Reklamationen rvegen Auslassung wahlberechtigter oder Ausnahme von nicht wahlberechtigten Personen sind innerhalb 14 Tagen vom heutigen Tage ab schriftlich in der Kanzkei der Kultusgemeinida emzubringen. Wien, 3. Oktober 1906. Ter Vorstand der Israel. Klittusgemeinde Wiell. Wien. (Verein „Moutefiore.") Der Verein „Mvntefiore" veranstaltete in diesem Jahre anläßlich der hohen Feiertage im Hotel „Stefanie" eirie Festandacht. Dell wichtigsten tantvralen Teil Nationalzcilung besorgte der aus Niinsk (Russisch-Polien) gebürtige Kantor Gersvy Iosselc-w, der mit seinem gründlich geschulten «lyrischen Bariton die Andächtigen bis zum letzten Momente fesselte. Herr Josselerv, welcher die Wien,er K antoren schule mit gutem Erfolge absolvierte, ist nicht nur ein guter Kantor in, modernen Siuo'.z sonder», was mal; von der; jungen Kantoren liicht immer sagen kann, auch ein -tüchtiger Ehasan, der den Inhalt des vorgetrage- »e» Gebetes genall kennt und als guter Jude von ihm auch durchdrungen ist. Herr Fosselew, der jetzt einen stälidigen Posten anzntreten gedenkt, wird jeder jüdischen Gemeinde zu rZierde gereiche». Wien, iLese- und Nedehalle jüdischer Hochschnler.j Alll 15. d. eröffnet der Verein seinen jährlichen H e b r ä i s ch k n r S für Damen und Herren. Leiter: Koll. N ofenblatt. Anfnahme finden Anfänger lind Vorgeschrittene, dkichtmitglieder können nur ans Empfehlung ansgenommen werden, dlusknnst täglich zwischen 10 und 12 Uhr vormittags bei Herrn Theol. E. -S a ch e r im Lokal des Vereines, 9. Bez., Grünetorg'asse 34. Wien. (Tnrnen.j Anfangs Oktober beginnt beim Ersten Wiener jüdischen Turnverein, 1. Bez., Mölkerbastei 5, das regelmäßige Turnen im gründlich restaneierten Turnkokale. Tnrnzeiten für das Herrentnrrien Montag nnd Donnerstag von halb 8 bis 9 Uhr, für das Damenturnen Mittwoch und Samstag voll 7 bis Halb 9 Uhr abetl'ds und für das Kindertnrnen Dienstag und Freitag vorr 5—6 Uhr. Ausnahme am Turnplatz in den Tnrnzeiten. Wien. lJi'idisches Mnseum.) Die Sammlungen des jüdischer! Mnseu-ms, 2. Bez, Praterstraße 23, werden kommenden Samstag, 6. d. M., 11 Uhr vormittags, für den allgemeinen Besuch eröffnet lind sind dielselben während der ganzeil Wintersaison allwöchentlich Samstag und Sonntag, jedesmal vo» 11 bis 1 Uhr zn-güngig. Wien, (Auszeichnung.) Dem Professor Dr. Paul Cohn lvurde die Ehre zuteil, daß sein Bericht: „Weltausstellung St. Lollis 1904. Die chemische Industrie" vom Kaiser für die Familienfideikoln.nl iß-Bibliothek all genommen, und ihm dafür der kaiserliche Dank ansgesprochen «wurde. Wien. (Verein zur Hebung der Gewerbe in Wien.) Am Montag den 8. Oktober d. I., 3 Uhr nachmittags, unternimmt der Verein unter Führung seines Präsidenten B r o d eine Exkursion nach dem k. und k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv, l. , Minoritenplatz, und von dort den korporativen Besuch des W i e n e r Kunstgewerbe- Vereines, I., Schauflergasse 2. Zusammenkunft halb 3 Uhr, Cafe Medak „Wiener Künstlercafe". I., Franzensring 18. Die P. T. Mitglieder werden ersucht Vereinsabzeichen anzulegen. Damen und Gäste willkommen. Horowitz. (Tddessall.) Am 27. September starb ökT nach langem Leiden der Fabriksbesitzer, Vorstand der hiesigen Kültiisgemeinde, k. k. Hanptman» 1. Kl. a. D. Julius Bondy im Alter ovn 54 Fahren. Der Verblichene, ein hingebungsvoller NEmrEuide, wfdmete sein ganzes Lebert dem Wöhle seiner Familie, zu welcher er in weiterem Sinne das ganze jüdische Volk zählte. Sein 1 Spezialgebiet war die jüdische Kultnsgemeinde, für deren moralische und materielle Hebung er manches kräftige Wort redete und schrieb. Seilt gerader militärischer Eharakter schasste ihm wohl manchen Gegner, jedoch 5eiit.cn einzigen Feind. Fm Interesse der jüdischen Knltusgemeinden nrrd deren Beamten gründete er vor mehreretl Fahren die „Füdische Nevne", in rvelcher ruallch -wertvoller Artikel ans seiner Feder erschien, «derenjeder einzelne fast einem selbständigen, praktischen. Tätigkeitsprogramme für uatiouale Kultlisgellleiuden gleichkvmmt. Auch »nfer Blatt beklagt in dem Dahin geschiedenen einen eifrigen Förderer und Mitarbeiter, der -den Inhalt illiseres Blattes dllrch allseits beachtete Beiträge bereicherte. Er schrieb unter dem Pseudonym „Fdnob". Das Leichenbegängnis fand arrr 30. Septem-ber statt. Bon dem Trallertjall-se ,/Billa Bondy" wnöde 'der Sarg iu die Synagoge zu Horowitz überführt, woselbst mehrere Tranerredelt gehaltell wurden, wonach die Beisetzung mtf dem jüdischen Friedhöfe zu Teresch a u erfolgt ist. Ehre seinem Audeulien! Göding. lFüd.-akadeln. Ferialverbilldlntg ,>Gautala".) Ergebnis der Ehargenwahletl pro 1900/07; eaud phil. Hugo Stern X, cawd. phil. Gustav Drechsler XX> cartd. jnr. Fritz Badcrle XXX- Nr, 71 Petersburg. sTie stiechtso rdn«ll r,g spartet über die Flidenfrage.) Fm Organ der Rechtsordliilllgspartei „Praivo i Projadok" l „Recht nn-d Ordllnng") wird das Programm dieser Partei über die Fitdenfrage >vi>e folgt fest-gestellt: 1. Die Fnden haben k e i n N e ch t: sich an dem politischen Lebe,, des N'eiches zu beteiligen, staatliche oder soziale Stellen eilkzunehmen, außerhalb der Städte Boden zu kaufen oder zu pachten. 2. Den F-udeil -wird der Nk.ilitärdienst untersagt, doch sind sie verpflichtet, sich voll dieseln Di«cnste rrrch eilte festznsetzende Tumm-c lvsznkaltfen. Für die Hcreinbringllng dieses Lösegeldes ist die jüdische G e m e i » s ch a f t h as t b a r. 3. Der Uliterricht jüdischer Kinder in den Staatsschulen wird verboten. 4. Begeht eilt Fnde irgendein- Verbrechen politischer oder krimineller Nakur, so sott er nach Abbüßung der für diese Vergehen ansgesetzten Strafen samt seinem Hausgesinde auf Kosten der Fudelt a» die Lauöesgreuze abgeschoben ulld für immer des Neiches verwiesen werden. Petersburg. iUnterdrücklt.ng einer jiidischen Zeitllng.j Die russisch geschriebene jüdische Zeitschrist „Fewreiskaja Schivny" („Jüdisches Leben") wllr«de vvnt Petersburger -Polizeinreister auf t^riind -des «Gesetzes Über -die verschärfte Atlssicht unterdrückt. Wie der „Fraind" erführt, wird an Stelle dieses nnterdrückteu Nlatkes irr rtä-chster Zeit eilt ne ries «Blatt u nt-cr dem Titel „Fewreiskaja Alisk" („Ter jüdische Gedan-ke") Hera ns ge geben werden. 9t—n. R. F. „Dower Eines". Ad 1: Mir stiimnen mit ci-llön. drei Eiirsenderit darin« überein, daß Hertz Rabbiner Mayerfohn einen nicht genug zu vernckeilienden, u«n!qualisizierbamen Mißbrauch der Kanzel 'be«cning, als er am beiligeii: S.a«bbci«t Schnlvoh g-eg«en d-i«e streng koschere billige Küche, w-elch-e sich seit ihrem kurzen Bestan-de bereits als eine längst enitbchrte, segensreiche Institution darftellt, ei«nen nnlvävdigen und auch nach dein mosaischen Gesetz verpölttelt Angriff führte. Ad 2: Der Verdacht, daß wir bisher stets eiitsei-tig ibiei Partei des Herrn« Rabbiner Mayersohn ergriffen, ist imbogtündet. Wirr, verhielten uns, wie as unsere Pflicht ist, so lange neutral, als es sich nur lim einen persönlichen. Zwiß handelte. Nun, da Herr Na>bbin«er Mayersohn in unveran-twortlicher Weise ein«e anerkannt gemein-untzige, gut jüdische Einrichtung zum Gegenstände seiner verurteilungswützdigen Verfolgung macht, wind sich arrch unsere Haltung, wie es -ebenfalls unsere Pflicht ist, zum Schuhe dieser Anstalt ändern müssen«. Ad 3: Da wir uns nötigenifalls mit der Angelogenh-eit redaktionell «beschäftigen werden, sahen wir vorläufig von der Varoffentlichnng der Einsendnngen ab. Eingesendet. Heinrich Neugebauer vormals MolnAr BSp- Optiker -WW Wien, I Schottengasse 8, Eckhaus Schotteoriog. ■- ■ Gegründet 1865. tteichhalligee Lager in allerbester uud bewährtester Qualität von Brillen, Zwickern, Operngläsern, Feldstechern, Fernrohren, Thermometern, Reisszeugon und allen optischen Artikeln. Großer Möbelverkarrf!! Preise konkurrenzlos N Vas gegenwärtige kolossale Lager mod. Möbel in allen Stilarten wird ab heute nur kurze Zeit zu sehr mdesigen Preisen abgegeben. 40 Schlafzimmer .fl. 60.— bis fl. 60G 40 Speisezimmer .„ SO.— „ „ 800 20 Bücherkästen . 22.- „ . ISO 30 Herrenzimmer . 60.— „ „ 000 25 Patentspeisetisclio . 12.— „ „ 80 Echte Ledersessel. 3.— „ * 80 70 Schreibtische.. 12.- . , 120 Steilige Vorzimmerkäaten mit Spiegel.... ,28 Engl, üivan.-.. 28.— , „ 100 Ottoman, modern. 14.— „ , 70 14 Salongaruituren . , 38.— „ , 150 Besonders günstige Gelegenheitskäufe für Hotels, Villen und Landhäuser, Heiratsausstattungen von 150 bis 5000 fl. - Für Güte Garantie. HOFFNIANN, Wien, I. 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