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Nationalzeitung · 1906-09-14 · Heft 67 (14.9.1906) · p. Seite 6

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Journal
Nationalzeitung
Volume
1906
Issue
Heft 67 (14.9.1906)
Date
1906-09-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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-Politikers Metzer svhn mit im Spiel ist. Wir sage» des Politikers iuHö nicht des iliabbiners, denn wer laun einen Bioment auch nur daran deniken, daß ein Rabbiner Deputationen verlanstaltet, unr Juden m hindern, den Gottesdienst an den hohen Feiertagen auAitben AU dürfen. Wir -bedauern, daß die Führer der -hiesigen israelitische!): Älult'uSgewein'de diesem- Politiker auf der: Lüiinr gegangen und bitten sie, alS treue Biitglieder der Gemeinde, des Spruches eingedenk zu sein: „Gott -beschütze nrich vor meinen Freunden . . ." Udler die Tätigkeit des LiabbinatsWeffors M. in seinem Üiessvrt wenden wir nächstens berichten. —s. Vermischte Nachrichten. Wien. (Poale Zion.) Samstag, den 16. d. Ai. findet im Vereinslokale der „Poale Zion", Cafe Stefanie, ein Vortrag des Herrn K a p l a n - K aplan s k y über „Stellung-- nähme zum Parteitag" statt. Gäste willkommen! Wien. l.Adaß Jisroel (Schiffschul) / Wir beehren uns, anzuzeigen, daß der Unterricht an unserer Priv. Religion s f ch ule f ü r K nabe n u n d M ä d ch e i: AUttwoch den 16. September beginnt. Die Einschreibung findet statt: Sonntag den 16. September von 8—12 Uhr vormittags, Mittwoch den 19. September von 2—6 Uhr nachmittags, weiterhin an jedem Sonntag Vormittag und Mittwoch Nachmittag im Schullokale, 2. Bez., Negerlegasse 2. Der Vorstand. Wien. Der in Wien bekannte und sich allgemeiner Beliebtheit erfreuende Oberkantor Herr I. Oesterreicher, lvird anläßlich der hohen Feiertage, wie im Vorjahre, auch heuer in dem in den N e st r o y s ä l e n, Wien, 2. Bezirk, Praterstraße 34, eingerichteten Bethause unter Mitwirkung eines gutgeschulten Chors fungieren. Hinsichtlich der Vermietung der Betsitze verweisen wir auf die in der heutigen Nummer publizierte Bethausanzeigc. Israelitisch-theologische Lehranstalt in Wien. Das Schuljahr 1906/07 nimlnt Montag den 16. Oktober seinen Anfang; die Aufnahme-Prüfungen, zu welcher: nur die früher schriftlich Angemeldeten zugelasscu werden können, finden Montag den 16. und Dienstag den 16. Oktober statt. Die Vorlesungen beginnen Mittwoch den 17. Oktober. Der Rektor: Prof. Dr. A. Schwarz. Verein zur Hebung der Gewerbe in Wien. (1. Bez., Wipplingerstraße 26.) Soeben ist das 14. empfehlende Verzeichnis unseres Gewerbevereines aus dem Drtlck erschienen. Dasselbe wird auch Heuer in 3000 Exemplaren ausgeschickt und ersuchen wir die p. t. Einpfänger, sich desselben gefälligst bei jedem Bedarfe von Arbeiten und Lieferungen bediene:: zu wollen. Auch stellen wir uns sehr gerne, jenen p. t. Herren und Damen, die ein solches Verzeichnis wünschen, zur gefälligen Verfügung. Hochachtungsvoll für die Vereinsleitung: Der Schriftführer: Alfred Kisch; der Präsident: Brod. Wien, (Todesfall.) Hier starb vor einigen Tagen der Großindustrielle Gottlieb T a u s s i g. Der Verstorbene war auch Mitglied des Wiener Kultusvorstandes und mehrerer jüdischer Hummutätsvereine. Tanssig war kein besonderer Freund der jüdischnationalen Bewegung, weshalb auch seine vor vier Jahren erfolgte Wiederwahl in den Kultusvorstand seitens der aus den Jüdischnationalen und (Gewerbetreibenden bestehenden Opposition auf lebhafte:: Widerspruch stieß. Wien. Der Verein „Tefilas Ha ::eo r i m" veranstaltet an den hohen Festtagen (Nvsch- Haschvnv und Fvm-Kippur) G vttesd li e u st e s n r die Jugend, die an folgenden Andachtsstätten abgehalten »vevd>on: 1. Bez., Seitenstetten- -gjasse 2 (Neligionsschule); 2. Bez., Tempelgasse 8 (Bet-Häintdrasch); «. Bez., Kollergerngnsse 1 (Goldner); 15. Bez., Turuergasse 22 (Gemeindehaus); 1.8. Bez., Sch vpe nh auer stra he 2il (.gl. Tempel); 29. Bez., OtHmargasie Ui (Tvtznbee--Halle). Eintrittskarten werden u n e rr tgeltli ch an Stndenteir und haindelsibeslissene junge LeMe gegen Vovweilsnrlg einer Legitimation an folgenden Stellen ausgesolgt: 1. Bez., Seitenstetteng. 2 (Ne- Nationalzeitung ligtonsschiile) Sonntag den 16. d. M. 10—<12 Uhr vorm, und Tiensiiag den 18. b. M. 12—2 Uhr (für den ersten und zweiten Bezirk); 6. Bez., Kollergerngassie 1 (Gvkdner) Sonntag den 16. d. M. 2—4 Uhr nachm.; 16. Bez., Turnergasse 22 (Geineindelanzlei) während der Amtszeit; 18. Beiz-., Schopenhauerstraße 28 (Bibelschule) Sonntag 10 bis 12 Uhr vorm.; 20. Bez. U'lnckygasse (Tempelkanzle!) ^während der Amtsstu-nben (bei H. Oehler). Prag. (Kaiser Jubiläumstempel in Prag.) Wie wir bereits in unserer jüngsten Dienstagnumlner berichteten, findet Sonntag den 16. d. M. die feierliche Einweihung des in Prag, Jerusalemsgasse, ::euerbauten K a i s e r Franz Josefs - I u b i l ä n m s t e m - pels statt. Derselbe lvurde als Ersatz für die drei altehrwürdigen Tempelgebäude: Zigeuner - Synago g e, G r o ß e H o f - S y - n a g o g e und N e u - S y n a g o g e, tvelche sämtlich in: Assanierungsrayon gelegen sind, und aus diesen: Gruud abgetragen werde:: inußten, nach den Plänen und unter der Leitung des Architekten und k. k. Baurats Wilhelm S t i a ß n Y in Wien erbaut. Um das Zustandekommen und die würdige, ja geradezu glänzende Durchführimg des Baues hat sich der Obmann des Exekutivkomitees, Herr Ottomar R o s e n b a u m große und bleibende Verdienste erworben. In seinen Bemühungen wurde er durch die Mitglieder des Exekutivkomitees, welche zumeist den früheren Synagogenvorständen angehörten, wirksam unterstützt. Die Einweihungsfeierlichkelten gewinnen ein allgemeines und erhöhtes Interesse durch den Umstand, daß Sc. Exzellenz der Statthalter von Böhmen, Graf C a u d e n - j h o v e, und die Spitzen der staatlichen und j kommunalen Behörden ihre Teilnahme au die-! ser Feier zugesagt haben. Czernowitz. (Das.Religionsbekenntnis — ein Hindernis.) Bei der vorige Woche stattgefnndenen Generalversammlung des Bukowiuaer Beanllenvereines ereignete sich ein Zwischenfall, der peinliches Aufsehen erregte und der beweist, daß es auch in der Bukowina mit der Stellung der Inden nicht allzu rosig aussieht. In den Ausschuß wurde u. a. auch der jüdische Beamte Josef H e r z a n gewählt. Als bei Konstituierung des Ausschusses Herr Herzan einstimmig zum Vereinspräsidenten gewählt wurde, lehnte dieser die auf ihn gefallene Wahl mit der Begründung ab, daß er nur die Kraft besitzen will, als Soldat und nichtals Führer nützukäiupfeu, da sein R e l i g i o n s b e - k e i: :: t:: i s in d e r E r r e i ch u n g d e r a n z n st r e b e n d e n Ziele hi:: d e r:: d i n: W e g e st e h e n w ü r d e. Herr Herzan, der die Bnkowinaer Verhältnisse genau kennt, blieb auch bei feinem Entschlüsse. Trebitsch. (Rabbiner Tr. Pollak gestorben. ) Sonntag den 9. d. M. verschied hier der Ortsrabbiner und Religionslehrer Herr Dr. Samuel P o l l a k in: Alter von 64 Jahren. Rabbiner Dr. Pollak war 26 Jahre hindurch Rabbiner der Gemeinde Trebitsch, während welcher Zeit er sich die Liebe und Hochachtung nicht nur seiner (^emeindemitglieder, sonder:: aller jener, mit denen er in Berührung kam, zu erwarte:: verstand- Das Leichenbegängnis fand Mittwoch den 12. d. M. unter überaus zahlreicher Beteiligung aller Gesellschaftskreise in Trebitsch statt. Der Kultusvorstaud hat eine besondere Traueranzeige ausgegeben. Gatza. Au: 26. v. M. veranstaltete der Verein „Zion", Gaha, ein Gartenfest, welches trotz vorhergegangener schlechter Witterung einen vorzüglichen Verlauf nah:::. Eingeleitet lvurde dasselbe durch einen treffliche:: Sitnationsbericht über den Zionismus in Oesterreich, den Se. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. R e a ch in Gaha, unterbrochen durch stetigen Applaus, in seiner gewohnten :::eisterhafte:: Weise wiedergab. Herr cand. med. Theodor K' o h n aus Straßuitz erntete durch seinen vorzüglichen Liedervortrag großen Beifall, ebenso Herr cand. Phil. R o s e n seid aus Koritschan durch seine Violinvorträge. Auch Herr Leopold Pollak und Herr Theodor Bader haben durch ihre ernste:: und heiteren Vorträge viel zum Geklingen des Abends beigetragen. Es waren vertreten die Burschenschaften „Achiva", „Barissia", „Veritas", „Unitas", und die „Gamala". Lchtere vollzählig. Zum Abschlüsse des Festes gab es ein Tanzkränzchen, welches Nr. o7 die Teilnehmer bis zum frühen Morgen in guter Stimmung vereinigte. Hoffentlich sehen wir unsere lieben Gesinnungsgenossen von der Ferne, bald und noch recht oft, bei unseren Festen. Bialystok. (Ein christliches Opfer der Pogrome.) Am 31. August, früh morgens, wurde die Leiche des .Realschülers Pawel Dika r, der anläßlich des gegen die Juden gerichteten Pogroins ermordet wurde, exhumiert. Er wollte damals seinen jüdischen Kollegen Lapidus verteidigen; die Hnligans machten ihn jedoch sofort nieder, weil er „die Frechheit" hatte, die Juden zu verteidigen. Die Leiche wurde nach G r a j e w o, dem Wohnorte seiner Eltern, überführt und daselbst beigelegt. Die Behörden befürchteten eine Demonstration der „Schwarzen Hundert", weshalb sie eine möglichst frühe Morgenstunde für die Ueberführung der Leiche zum Bahnhof bestimmte. Die Bialhsloker jüdische Gemeinde votierte 400 Rubel für einen Grabstein und machte in der dortigen Realschule eine immerwährende Stipendienstiftung zum Andenken auf den Namen des ernmrdeten Pawel D i k a. r. Odessa. (Ein Meschorerim-Streik.) Die Mitglieder des Chors der hiesigen Broder- Synagoge traten in den Streik, nachdem ihnen die gestellten Forderungenans Erhöhung ihrer Bezüge nicht bewilligt wurden. Da Ausschreitungen befiirchtet werden, wurde bis zur Beilegung des Streiks der Gottesdienst sistiert. Die jüdischen Kolonien in Argentinien. In den von der Jea kr: Avg-en'tin'ieN g-egpünidetle-a. jüdischen Kolmueii (kfuitoicn sich jetzt insgesamt 1280 jüdische Famlilien, deren SeelenlznM rur:d 10.000 beträgt. >Die Kolonisten besitzen insgesamt eine hakbl? Million H>ektar Boden. Bisher haben die K-obvnisten 630.000 Franken als Niückznhlnng an die Jica geleistet. Die ökonomische Lage der jü>dischen Kolonisten ka-nn als günstig bezeichnet werden. Eingesendet. 8ettiau8-^.N2eiF6. Anlässlich, der hohen Feiertage ovv nawn VN": ^ir<1 im Prachteaale;*des „Neslroyhof^, Praterstr. 34 (Czerning. 2), unter der bewährten Leitung de.-? Oberkantoru Oasterreioher, ein feierlicher Gottesdienst mit Chorbegleitung und Pradigt, abgehalten. Kartenausgabe: täglich Ton 8 ühr früh bis 9 Uhr abends im „NestroyhoP sowie im „Cafd Rsklam“. Heinrich Neugebauer r—^ vormals Mo mar foor Optiker -M, Wien, I. Sohottengatise 8, Eckhaus ScbottenrlDg Gegründet 1865. Reichhaltiges Ln/er in allerbester und bewiihrtester QualitHt. von Brillen, Zwickern, Operngläsern, Feldstechern, Fernrohren, Thermometern, Reissseugen und allen optischen Artikeln. Großer Möbelverkanf!! Preise konkurrenzlos 11 Das gegenwärtige kolossale Lager mod. Möbel in allen Stilarten wird ab heute nur kurze Zelt zu sehr massigen Preisen abgegeben. 40 Schlafzimmer .fl. 60.— bis fl. 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