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Nationalzeitung · 1906-09-07 · Heft 65 (7.9.1906) · p. Seite 6

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Journal
Nationalzeitung
Volume
1906
Issue
Heft 65 (7.9.1906)
Date
1906-09-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 jftaJkmaiftiitoaQ Nr» 65 überhaupt keine Mörder, sondern nur „Patrioten" und „echte Nüssen", die durch ihre Heldentaten das russische Volk retten VSjähriges ArbettsjnbttSmr,. In dem oldenburgischen Orte Vechta hat der Metzaergeselle Mayer Jakobsohn sein 75jähr. Arbeitsjubiläum gefeiert. Er ist 98 Jahre alt und noch immer bei dem Meister Heinemann in Arbeit. Der Großherzog von Oldenburg verlieh ihm, wie die „Deutsche Fleischerzeitung" meldet, die Medaille für Treue und Arbeit. Budapest. (LehVepjubUäum.) In der Gemeinde Nagy-StzescSeny veranstaltete die israelitische KnttusgemeinDe m Ehren 'des dirigierenden Lehrers Hrer VVKsfchüle, Leopold Szabo, der nach 40jähriger ersprießlicher AMstäkilglkett in den wohllverdienten Ruhestan'd tritt, eine schöne Jnbttäuims«seier, an welcher sich sämtliche Hwilvratroren der Gemeinde nnd Um'gebim«s doteiligten. Dias Fest begann mtt eineur Dankgottesdienste: diann hiett die Knltusgeureinde eine Festsitzung, in welcher das Gratu^lationsischlveitben des Kültus-- und UNterrtichtsMinisters verlesen wurde. Gleichzeitig überreichte auch der Schubpräsident das Geschenk der Gemeinde und der früheren Schüler des Jubilars. Der chochbetagte Schulmann dantte mtt Worten inn igsten Dankes für die Ovationen. Den Schluß des Festes bildete «!iN animiertes Bankett. Mitteilungen des innerösterr. Distriktskorn itees. Das innerösterr. Distriktskomitee teilt mit, daß auch 'dieses Jahr in allen Räumen des KongreßbureaUs (6. Bez., Dürkenstratze 9) an den hohen Feiertagen ein Gottesdienst stattfindet, wes- -halb die P. T. Gesinnungsgenossen und ihre Damen eingekaden.werden, rechtzeitig die gewnNfchten Plätze zu belegen. Anmeldungen üsw. sind zu richten an Herrn TeitelbaNm iw Kongreßbureau, der auch nähere Auskünfte erteill. »Das innerösterr. Dlistriktskomittee. Der «Präsident: Dr. I. Margnlies. Der Schriftführer: Mols Böhm. New-Dork.(Jahreskonferenz des orthodoxen Rabbinerverbandes). Ohne die sonst üblichen vorherigen Ankündigungen tagte am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag voriger Woche die Jahreskonferenz der orthodoxen Rabbinen Amerikas in Trenton in New-Jersey unter dem Vorsitze des Rabbiners Levinthal aus Philadelphia. Den Gegenstand der Beratungen bildeten hauptsächlich Angelegenheiten sozialen Charakters, so die Errichtung eines Stellenvermittlungsbureaus für einwandernde Juden in New- 2)ork, das Filialen im Lande errichten soll, die Errichtung von Unterkunstshäusern in den größeren Städten, die Versorgung von Witwen oder von ihren Männern verlassenen Frauen. Besondere Aufmerksamkeit glauben die orthodoxen Rabbiner der Unterbringung von Einwanderern an solchen Plätzen zuwenden zu sollen, die noch nicht allzusehr überfüllt sind. Man war auch in dieser Konferenz der Ansicht, daß viel zu viele Einwanderer in New-Pork, Philadelphia und andern großen Städten sich ansässig machen. Ein Komitee wurde ernannt, um ein Lehrbuch für den hebräischen Unterricht zu schaffen, da nach Ansicht der Konferenz sowohl hinsichtlich des Quantums des Gebotenen, als auch im Bezug auf den religiösen Charakter der Lehrer an den Schulen nicht genügend Aufmerksamkeit angewandt wird. Eine andere Resolution forderte zur Begründung von Gewerkschaften auf, die u. a. solche jüdische Arbeiter, die am Samstag vom Dienste frei sind, daran verhiüdern sollen, den Tag zur Tätigkeit für andere Arbeitgeber auszunutzen. Zum Vorsitzenden wurde Rabbiner Levinthal von Philadelphia gewählt. Dem Verbände gehören übrigens bei weitem nicht alle orthodoxen Rabbiner des Landes an imb man vermißte namentlich eine Reihe hervorragender Führer der orthodoxen Judenheit Amerikas. Die in der Nähe von Baltimore begründete jüdische Kölonisationsgesellschaft hat, wie jetzt bekannt wird, recht gute Erfolge gezeitigt. Die Kolonie liegt 4 Meilen von Baltimore entfernt und umfaßt insgesamt 400 aerss. Das Land kostete die Gesellschaft 15,000 Doll. hiervon wurde bar bezahlt und der Rest wird durch wöchentliche Abzahlung von je 1 Dollar pro Köpf getilgt. Die dort wohnenden Familien,, es sind jetzt im ganzen 29, haben recht hübsche behagliche Häuschen und ihre Felder sind gut bebaut, sodaß eine guts Ernte in Aussicht steht. Die Gesellschaft beabsichtigt, eine Tuchfabrik zu begründen, um auf diese Weise einen größeren Zuzug aus dem Baltimorer Ghetto herbeizuführen. Kundmachung betreffend bbe Aufmchwe in die Bildungsanstalt für israelitische Relrgionslehrer an VvkkS- und Bürgerschulen. Die zufolge Beschlusses des Vorstandes der israel. Kuüusgemeinbe zu errichtende Meltgionsle'hrerviiMmgSawstalt wird im SchuHahre 1906/07 aktiviert werden. Die Anstalt wird aus einer Klasse mtt vierMrigenr Le'hrkürfe beisteihen. Die Bedingungen 'der Aufnahme sind aus 'den nachstehenden Paragraphen 9, 10, 11 des Organisationsstatutes ersichtlich: 8 9. Bei der Ausnahme werden Bewerber, die zumm'dest die vier ersten Klassen einer Mittelschule mtt Erfolg absolviert «halben, bevorzugt. Es können jedoch auch solche Bewerber ausgenommen «werden, die eine Bürgerschule mtt gutem Erfolge absolviert «haben «oder eine anderweitig erworbene entsprechende Vorbildung Nachweisen. Die Bewerber «uw Ausnahme in den ersten Jahrgang Müssen das 14. Lebensjahr znrückgelegt haben, «körperlich und geistig .gesund und in ihrem sittlich religiösen Lebenswandel unbescholten sein. 8 10. Das Ansuchen um Aufnahme muß durch die .gesetzliche Verttetung des Bewerbers erfolgen. Die Bewerber «haben beizubrin'gen: 1. «Geburtsschein und HeturatSschem: 2. das zuletzt erworbene Schulzeugnis: 3. das von einem Amtsärzte ausgestellte Gesundheitszeugnis und 4. ein Zeugnis über ihren stttlich religiösen 'Lebenswandel. 8 11. Die Bewerber haben sich einer Ausnahms- Prüfung zu unterziehen. Ueber'die Zulassung zu 'derselben.entscheidet das Kuratoriu«m. Bei der Prüfung hüben' die «Beiwerber nachzüwetsen: 1. im 'Hebräischen vollkommene Fertigkeit ttn korrekten- und geläufigen Lesen und die Fähiglkett, leichtere -Mschnitte aus dem 'Pontalteuch und dem «Gebetbuche zu übersetzen: 2. in allen übrigen Fächern, die den Lchraufgaben der «vier 'unteren Mtttelschu Klassen beziehungsweise der Bürgerschule, entsprechenden Kenntnisse. Svwett letztere aus dem vorliegenden Zeugnisse ersichtlich sind, «kann bei Mittelschülern von einer allgemeinen Prüfung abgesehen 'werden. «Eine «Befreiung von der 'schriftlichen Prüfung aus der Unterrichtssprache und -der Mündlichen aus Religion findet jedoch in keinem Falle statt. Die «Gesuche um Aufnahme sind an das Kura» terium der Bildungsaustalt für israelitische Religionslehrev Wien, 1. «Bezirk, Seitenstettengasse 4, bis spätestens 19. September 1906 zu überreichen. Das Kuratorium. Eine unangenehme Sache ist es immer, wenn ein fescher, junger Herr sich vorstellt und beim Lüften des Hutes zeigen muß, daß er kahlköpfig ist. Ein großer Teil unserer heutigen Herren weist eine solche — mehr oder minder große — Platte auf und ist dies in den meisten Fällen nur auf eigene Schuld zurückzüführen. Denn wenn auch angestrengte Geistesarbeit, Kopfleiden u. a. Einfluß auf den Haarboden nehmen und Ausfall bewirken, so könnte doch bei nur einigermaßen andauernder Pflege dem leicht vor-, gebeugt werden. - Allerdings muß bei Wahl der hierzu verwendenden Präparate große Borficht, geübt werden, um nicht irgend ein zweifelhaftes; Kosmetikum zu erbalten, das nicht nur nichts nützt, sondern sogar Schaden bringen kann. DieKrebSapotheke in Wien erzeugt den Petrolhaargeist, der ein zur Haarpflege sich ganz besonders eignendes Mittel darstellt, das bei regelmäßiger Verwendung sicher Erfolg bringt. KUNDMACHUNG I M* mH« Anflag* dös •uth«ntlsoh*ii und vollständigen Adressenwerkes „Österreichischer Zentralkataster sSitllsher Handel*-, Industrieu. GewarbabatrlaNs*1 unter Förderung der hoben k. k. Ministerien des Innern and des Handels befindet sloh In Vorbereitung und wird in einer duroh notarielle Beglaubigung vom 5. Dez. 1905, Z. 7274, bestätigten Auflage von 40>OOOEinzelbä«iden In nachstehender Einteilung zur Ausgabe gelangen: Sä. I Wien nach Fachgruppen geordnet. . K 16.— II NlederVsterreieh. 15.00 III Linz und ganz Oberfflsterreich .... 5.20 IT Salzburg Stadt and Kronland..... 4.50 V Graz und ganz Steiermark.13.— TI Klagenhirt nnd ganz Kärnten ..... 4.50 YII Laibach und ganz Krain.4.50 YIII Küstenland nnd Dalmatien. 7.60 IX Tirol nnd Vorarlberg.,13.— X Prag und Kammerbezirk.15. XI Reichenberg und Kammerbezirk . . , 14.80 XII Eger und Kammerbezirk. 7.50 XIII Pilsen und Kammerbezirk ..... , 5.20 XIV Budvreis und Kammerbezirk.4.80 XV Brünn nnd Kammerbezirk.15.— XVI OlmUtz und Kammerbezirk ..... , 12.50 XVII Troppau and ganz Schlesien ..... 7.80 XYIII Lemberg, Brody nnd Kammerbezirke , 16.50 XIX Krakau und Kammerbezirk ..... , 15.86 XX Czernowltz und ganz Bukowina . . , 7.— Olt Preise verstehen sloh Inklualva Frartamaatlw«. Verlag: Wien, IX. HArlaasw 5 tnup>«i mw. Eingesendet. Heinrich Neugebauer £_, vormals Molndr gap Optiker Wien, I. Schottengasse 8, Eckhaus Sßbottenring. 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