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Nationalzeitung · 1906-06-26 · Heft 45 (26.6.1906) · p. Seite 4

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Journal
Nationalzeitung
Volume
1906
Issue
Heft 45 (26.6.1906)
Date
1906-06-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Nationalzeitung Nr. 45 ei'Uinifrekf) ciit-c identische üiotc, in welcher sie die Ungbhängigkeit OlnUtänicns iiiKifciiiKti, aber bezeichnend gcnng, folgendes -einärcit i.Ikft): „Tie ^u'.iicnuin tann die ihr be^nüntaegech-eiK’it itcircn Betsassnnge nel sii.aungen nicht als den Absichten, vvn irelchen die Unterzeichner des Berliner Vertrages geleitet waren, entsprechend ansel;cn; jedoch im Vertrauen ans den Willen der flustlichen Regierung, sich in der Anivendn.ng dieser Verfügungen dein liberalen Geiste, welcher die Machte beseelte, zu. nähern und vvn den formalen gegebenen Versichernngen Kenutuis nehmend, hat die Negierung beschlossen, das Fürstentum Rnmültien als nnabhängigen Staat auzaterletinen, tim damit der rumänischen Nation den Beweis der Freundschaftsgefühle zn liefern." Wie Rumänien seine Versicherungen gehalten hat, geht aber ans der Tatsache hervor, daß bisher alle beschlossener! Gesetze, dann die inr Rahmen der (besetze von den-. Zeulralbe Hörden und anderen dazu berufenen Körperschaften ausgehenden gesetzlicher! Verfügungen, Reglc'ments, Znstitntivneii irrid sonstigen behördlichen Maßnahmen von einem jndenseiudlichen Geiste dnrchhancht 'sind, und daß demgemäß speziell die jüdische Bevölkerung heute gleich Parias behandelt wird, so wie eS vor 20, 30 und mehr Zähren geschehen ist. 'Eine weitere Bestimmung des Staatsvertrages ist jene des Artikels 61, welcher lautet (liest): „Tie hohe Pforte übernimmt die Verpflichtung, ohne ^eiteren Verzug die durch lv'kale Bedürfnisse in den von den Arinenriern bewohnten Pronrnzen ersr>rderlichen Verbesserungen und Reformen ins Werk zu setzen und den Armeniern Sicherheit vor Kurden und Tscherkessen zu garantieren. Sie wird die in dieser Richtung getanen Schnitte in bestimmten Zeitablschnitten den Mächten belannt'geeben, die ihr Znikrasttreten überwachen werden." >Es ist notorisch, und es ging ja durch alle euroipä'ischen Zeitungen, daß eine barbarische 9!echtsUngleichheit in jenen Ländern herrscht, in denen Armenier, und zwar christliche Armenier unter türkischer Herrschaft leben. Sie sind preisgegeben, sie sind ihres Vermögens nie sicher,' ihr Verrnsgen wird gepl ü nde rt, Gewalttätigkeiten sind an der Tagesordnung, und sehr oft werden furchtbare Massenabschlachlnngen und Masselrmorde an dl rm entern verübt. Alle diese Schreckenskundon gingen ja durch ganz Europa, und am 11. Mai 1895 haben die Botschafter der drei Großmächte Rußland, Frankreich und England ein. Refvrinprvgraimn cnt'nwrsen und diesfalls der Psor'te ein M'e!nto>randu>m überreicht. Wie es ja übrigens notorisch ist, daß die Pforte etwas schwerhörig ist, so verhält es sich auch in diesem Falle. Es bedurfte eines jahrelangen 'Druckes ans die tii^rki'sche Regierung, daß sie die gegebenen Zusicherungen, betreffend die TnrchführUng dieses Resorrn-prvgranimeS, das übrigens ganz bescheidene Forderungen enthält, endlich ins Werk setze. Zn den Zähren 1 £94/95 und speziell im Zähre 1897 sind aber in den von Armeniern be>:vohnten Länderstrichen derartige Greneltaten, Miassakers und Ablschlachtungen — direkte Menschenabschlachtungen — verübt worden, daß Europa sich nicht mehr ruhig verhalten konnte. Ich verweise die Herren ans ein Werk des Tr. Zohann Lepsins, „Armenien und Enrotza" jB«e>rlin 1897), in welchem er ans Grund authentiischer Znformatseuen, znm Teil auch aus Grund eigener Wahrnehmungen, und ans Grund der ihm von Botschaftern und von KonifuikavbieHö-vöen zur Verlfügitng ge'stellten Taten ein schreckliches Bild des dortigen Zaminers und Elends entrollt u-nd die Lage der Armenier in den düstersten Farben schildert. Run versuchten, die Ar-meirLsy, gleich den anderen bedrückten Völkerschasten, das össentliche Gewissen der enrolpäischen Regie rnngon uanö der gesitletenE Völker auiszurütteln, und iniic: Herren werden sich erinnern, daß inr Jahre 1902 irr Brüssel ein Kongreß statlsand, ans welchem die Vertreter des armenischen Volkes laute Klagen! geführt nrrd die europäischen! Völker dringend uUr Abhilfe gebeten haben. Es ist ferner bekannt, daß diese Riaßnahinen zugunsten der Firmen rer nu r sch rittU'eise verw irklicht werde» konnten, und daß es erst vor nicht langer Zeit gewisser Interventionen bei der hohen, Pforte bedurfte, um die Lage der Alpine nier zu verbessern bez ielhirugsweise die Pforte daran zu erinnern, daß sie die Verpflichtung zur Tinrchsühvung des NeforinprograUmnes übernonümen habe. (Schluß folgt.) Volkswirtschaftliches. „Atlas", Lebens-, Militärdienst- und Rentenversicherungs-Aktiengesellschaft, Wien, 1., Fralnlz Josess^rai 1 (Atlashos). «Zn der am 18. a. c. abgehaltenen 6. ordeutbichieav GeneralversauülN'lnuIg wurde der Jahresbericht pro 1905 vorgelegt. 'A'Ns demlsclben geht hervor, daß 5996 Anträge! über eine Versichernngssn'niine von X 13,811.368 eingereicht wurden, 5321 Polizzen über X 11,158.007 zur Ausstellung gelangten. Ter Versiehe ruugsbestaud anr 31. Tezeimbcr 1005 hat sich ans 13.482 Poliizzen über X 29,307.558 Berftcheruugssumime erhöht; außerdem waren nach K 13.755 jährlich sowie K 22.674 ZnualiditätSrente iniiliversichiert. Tie Prlämieneingäuge stellten sich aus Kronen 1,683.736,38 nud sind s:m direkten Geschäfte gegen das Borjahr uw K 133.157,23 gestiegen. Tke. Prämien reseroe und die Prämi!en>überträge stell^- ten sich ans X 3,160.222,46 und weisen.gegenWer dem V'0'r!jahre eine Erlhöhuug urn X 669.834,61 ans. ZsUs dem, vorhaudeuen Betricbslüüerlschusse pro X 16.316,30 werden X 10.000 dem Dkvidon-- öenifo^nds der Versicl-rrten zugewieisender Riejst aus neue Rechunug vorgekmgen. Zn! don, Verwaltung s rat wurden die ausgeschied'c>neni Herren kailf. Rat W. H. Larnbrechit, Koimmerzialvat Friedrich von Renmaii, Fnstizrat Tr. Friedrich Rosenthal rviedergeirvnhlt. püclagog (im aisssosll üauss) Logfünklvt Im 1»!»'« ISS4. ^llsrksllntllsus^usl'ülu'uox. üVagPaüsan, Material u. Preise anbelangt, das Beste in Wien. Spezialität: Reparaturen von K 1.—aufw.GanzeSebisse v.K 60.— aufw. . „ n -• i - i i wird freundlichst im eigenen Interim Hebräischen, Russischen und auch Deutschen, sucht, esse aufmerksam gemacht, die Haus- .. . . . TT .... nummer genau zu beachten. Im Hause wahrend der Ferien Kondition. befindet sich ein Post-Telegranhenamt. Ordination von 9—12 und von 2—6 Uhr, =Z Zuschriften an die Adm. d. Blattes, --16X1 SonD- und b°iertagen von s-11 Vhr. > —— Meta Ratengeschäft. Zaimieiitir! 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