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Nationalzeitung · 1906-06-08 · Heft 40 (8.6.1906) · p. Seite 6

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Journal
Nationalzeitung
Volume
1906
Issue
Heft 40 (8.6.1906)
Date
1906-06-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Nationalzeikmg, Nr, 40* Zu &cm mtimkfwn^ K tÖO.OOü erft-rderliche-n Bauuit'ö GrilUdil-ngsfonds ist in unserer Geli'i'in&c vorläufig der Betrag von K 20.000 zusammen gebracht worben. Wir hegen die zuversichtliche Hdssniung, daß uu.sere Gönne-r und Freunde dieses bc-dentfalmie Werk der Nächstenlieibe tatkräftig fördern werden. Gefällige Beiträge beliebe mau au den Bauend Giiüridnngsfonds des' Stechen- und dlltersverforguvgshau'ses in der isr. Kultusgemeinde Hollefchau zu richten. Die Speubeu'verzeichuisse werben in den jüdischen Zeitungen zur Veröffentlichung gelangen. Für das Bau- und Gründungskomitee: Dr. Jakob Freimann, Rabbiner, Obmann'; 'Max Beer, Präses der „Cheiwra Kadifchn"; Heinrich Beer, Alois Blum, Friedrich Grätzer, Leopold Zwillintzer, Karl We'iureb, Schriftführer,' Karl Beer, Kultusvorsteher; Ab. Grätzer, 1. Rat; Leovobd Luftig, 2. Rat; Ignatz Bälimgarten, Bürgermeister; Em. Knöpfelnmcher, 3. Rat. Kultusgemeinde Wien. (Kundmachung.) D«ie Neligionsprüfungen für Mittelschüler finden im zweiten Semester dieses Schulja-hres, Freitag den 15. I u n i, von' 3—6 Uhr nachmittags, in der Nekgions'schule der isr. K'ultuSgemeinde, 1. Bez., Seitenstettengasse 2, 2. Stock, durch Herrn Pros. Dr. Heinrich Pollak statt. Ter Vorstand der isr-. Kultusgememde Wlen. Vom Rabbinate der isr. Knltnsgemeinde Wien. (Kundmachung.) Vom Rabbinate der isr. Kultusgen-einde Wien wird wiederholt und nachdrücklichst au-fmerbfam gemacht, daß nur für den Kafchrus desjenigen Geflügels garantiert wird, welches die Plombe dieses Rabbinates trägt. Das Rabbinait der isr. Kultusgemeinde Wien. Wien. Der H e b r ä i s ch - K l u b hat seine Heupttätigkeit svw'ie bk Agitation aus den Herbst verschoben. Bis dahin findet nur Konversation und Lektüre hebräischer Zeitungen statt. Wien. Sonntag den 27. Mai 1806 fand eine Plenarsitzung des Ku'ltusvorstandes statt, welche sich vorwiegend mit der Erledigung von Steuer- .rekursen beschäftigte. Im Einlaufe wnrdeu bekanntgegeben: Ein TaUkschrelben der Familie des verewigten MzePrästd-enten -kais. Rat Moriitz Hirsch für die dem Verew'igteu erwiesenen Ehrungen; weiters ein Dankschreiben des Herrn «Sa-lo Cohn für die ihm anläßlich der Vermählung seiner Tochter übermittelten Glückwünsche des Kultusvorstandes. Herr Salo Cohn übersendet ans diesem Anlasse der Kultusgemeinde einen Scheck ans K 10.000 mit der Bestimmung, hiervon^ die s. Z. für die innere Einrichtung des L. T. Kbnigsbergichen Institutes gemOMete Spende pro K 4000 zu entnehmen und X 6000 an verschiedene von ihm namhaft gemachte WoHltätigkeitsvereine nnd einzelne FuUktionäre zu,r Aufteilung W bringen. Dem Spender wird der Dank votiert. Wien. Tier Humanitäre Verein „Domech Emjouim", der seit Jahren zugereisten durstigen Glaubensgenossen am Sabbat und au Festtagen die -üblichen Mach Seiten — früher in einem Gasthaus« — verabreichte, hat seit etwa 14 Tagen m eigener Regie zu diesem Zwecke eine strengrituelle Küch>e eingerichtet unter Aufsicht der Fennla Hindal (Große Schliffs. '21), wo in einen: geräumigen Saale für zirka 50 Personen der erforderliche Platz sich finden dürfte. Mögen auch die hierzu nötigen Beiträge 'seitens des wohltätigen Rabbiners zur rechten Zeit sich einsinden. Wien. (Thora-Einweihung.) Die Vorstände des Tempelvereines im 13. Bezirk ließen ein neues Sefer Thora auf ihre Kosten anfertigen und luden zu seiner Einweihung am 27. Mai ein. Dem Rufe waren gefolgt Herr Rabbiner Dr. Feuchtwang, Herr und Frau Leopold Landeis. Herr Heinrich Paschkes, Vertreter der Vereine „Edelsinn", „Chewra Kadischa", „Maskil el Dol", „Emunas Awes" von: 14. und 16. Bezirk, die Vorstände des Hietzinger Frauen-Wohltätigkeitsvereines, die Oberkantoren Schleifer und Schlesinger und die .Religionslehrer Spinzeles und Pick. Ihr Fernbleiben hatten in wohlwollenden Schreiben entschuldigt Herr Vizepräsident Dr. Gustav Kühn, die Kultusvorstände Baurat Stiaßny und kais. Rat Pollak, die ehrwürdigen Herren Oberrabbiner Tr. Güdemann, Dr. Scheidl, Dr. David und Dr. Bauer und die Herren Sekretäre kais. Rat Dr. Lieben und Dr. Adler. Zur Feier trug viel bei, daß der Hietzinger Frauen-Wohltätigkeitsverein auch zwei prachtvolle Thoramäntelchen, Herr Hermann Kuner kostbaren Silberschmuck, sein Bruder aus Stryj ebenfalls ein Mäntelchen und Herr Hermann Berliner ein Thoraband gespendet hatten. Die Herren Kuner und Berliner sind die verdienstvollen Bethausvorstände. Nach Absingung der rituellen Gesänge durch ein Quartett unter Leitung des Hietzinger Kantors Herrn Gotthold Friedländer, der sich durch sein Wirken im Bezirk allseitiger Hochachtung erfreut, und Exekutierung eines Mischeberach durch den Meister des Gesanges Herrn Oberkantor Schleifer hielt Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Max G runwald die Festpredigt, in der er die Thora verherrlichte, ihre Bedeutung für das Judentum hervorhob und die Begeisterung aller Anwesenden durch seine glänzenden Worte erregte. Am Tage vorher hatte der sehr rührige Fraucnverein, an dessen Spitze die Damen Engenie Hoffmann, Jda Berliner und Laura Krenberger, ein Kinderfest in einem-öffentlichen. Garten Hietzings veranstaltet, das wieder ansehnlichen Gewinn brachte. Mehr aber ist noch hervorzuheben der enge Anschluß, den jetzt alle Juden des 13. Bezirkes durch die Gründung des Tempel- und Frauen- Wohltätigkeitsvereines finden. Es herrscht wieder im 13. Bezirke Wiens „Jüdischkeit"? Wien. (Jüdisches Museum.) Der letzte öffentliche Besuchstag im „Jüdischen Museum" in dieser Saison, war Sonntag, den 27. v. M. Während der Sommermonate bleibt das Muserrm geschlossen. Die Wiedereröffnung im Herbste dieses Jahres wird rechtzeitig bekanntgegeben werden. Wien. Die Lese- und Rede halle j^ü d i s ch e r H o ch s ch ü l e r (9. Bez., Grüne Torgasse 34) veranstaltet am 10. Juni 1906 einen Ausflug nach Purkersdorf-Kellerwiese, verbunden mit einem Gartenfest und Tanzkränzchen in Gustav Nebenführs Restauration. Zusammenkunft der Teilnehmer Sonntag den 10. Juni 1906 um 12 Uhr 45 Min. bei der Stadtbahnhaltestellff Schottenring. Abfahrt . 1 .Uhr 12L1Un. Teilnehmerkarten zu 60 ü sind täglich' im Vereinslokale zwischen 1 bis 3 Uhr nachmittags Äu haben. Bei ungünstiger Witterung findet 3er Ausflug am 17. Juni 1906 statt. Krems. Der Aufforderung des A.-C. zufolge fand auch in-Klerus am 27. v. M. eine Schekelversammlung statt, in der Herr Artur Freud aus Wien als Redner mit dem Referate „Die Entwicklung des Zionismus" die erschienenen Gäste über den Ursprung, Bedeutung und Notwendigkeit des Zionismus aufklärte. Die Anwesenden folgten dem Vortrage des Herrn Referenten mit größter Aufmerksamkeit. Hierauf ergriff Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. I. Diamant das Wort. Er schloß sich den Ausführungen des Referenten an und forderte die Gäste zur Schekelzahlung auf. Das Schlußwort hielt Herr Freud, indem er die Bedeutung des Schekels anseinandersetzte. Außer den Schekelbeiträgen der Vereinsmitglieder wurde noch eine beträchtliche Anzahl Schkolim gesammelt. Für den Nationalfonds wurde gesammelt. Kascha«. Am, 28. v. M., nachmittags, wunde Hier der Rabbiner der oAhodox-isr-<wlMchen Gemeinde Mockz I u ng rei s zu Grabe getragen. T'er nunmehr Verblichene stand im 66. Lebens- Mji'c und war 36 Jahre lang Rabbiner der Kaschauer orchodoxen- Gemeinde; er genoß in der orchodoxeir Juldenlschaift ganz Ungarns großes Ansehen als bedeutender Gelehrter. An der Trauevzewm o nie nahmen 30 orthodoxe REt ne r der Umgebung teil, von denen 6 Trauerreden Hielten. Die fünf Sühne des Verblichenen find gleichfalls agitierende Rabbiner; einen derselben, der gegent'iürtig in Nyir-Megtzes funktionierte, eowählte die orthodoxe Gemeinde in Ka'schau, miw-ittelbar nach dem Ableben seines Vaters znm Rabbiner. New York. Mtax Jndd.) Vor einigen Tagen starb Hier der be^kannte -jüdische Schach<meist>er Maximilian In dd. Jiu'dd wurde am 27. Dezember 1861 in Kra kv u lGalizien) geboren und Hieß ursprünglich Max I-udEtewicz. Im Jobre 1862 wa-nderte er nach Amerika aus und kl'te in Waßh'ingbcin, von wo er im Jahre 1873 nach St. Loniis Werstedelte, wo er eine Mantelrm.uui'Mur betrieb. Im Jahre 1863 ernarmte ihn Präsident ClÄvekanidzum G eneralkonsul der Voreinigten Staatenfür Wie n, welche Stelle er bi^ 1897 inne hatte. Nach ANverika zuMckgeikehrt, uaHnr er an den jüdischen WoHltätigbeitswerkon lebhaften- Anteil, aber besonders bskannt 'watzd er als ansgeizelichn-eter Schachspieler. Nach wahreren kleineren -Erfolgen geiwarm er im Jahre 1882 den ersten Preis in Ctneinnati, u-n-d im Jahre 1876 den z-lveiten Preis in -ditie'm großen T-vuirnier, ebenso den ensten- Preis anläßlich des großen SchachmeisterkonlgresseS in Chicago im, Jahre 1863. J'Ndd spielte mit Stelnitz und Znckerorl unter gleichen- B>c!dingnnge-n uwd gewann fast jedes zweite Sipiel. Die a-merika>n>ische Schachiwelt be» tra-r:ert in Max Judd auch eirien.materiellen- Förderer dieser edlen Kunst. 37. Staatslotterie für Zivil- und Wohllätigkeitszwecke. Am 21. Juni 1906 findet die ZielMNS der 37. k. k. StMtslotterie für Zivil-iWoMtätigbeftA- -zwecke statt. Diese Lotterie ist reich ausgestattet «n'f> bietet den Teilnehmern sehr g-ünftigei Ehawcen. T,:e 0)-ru.iinstsil!r»,me beläuft sich auf 642.000 Kronen> die TresfertzaHl beträgt 18,13-7, darunter ein Hanpttreilfer von 200.000 Kronen', 'ferner Treffer zu 40.000, 20.000 Kronen nfw., weiche sämtlich ba>r ausgetzaHtt werden. Tier Reinertrag ist zur -Ul terstützung zahlreicher -w-oHltütiger und gemein- -nütziger Anstalten best'immt. Los« z.n 4 Kronen 'sind in Tabaiktra'silLen^ Lotto'Lollekiuren-, Wiochseil*- stuben, bei Postämtern-, Steille-rämternufw. er- H,ältlich. Eingcsendet. MM Mm Kofd M Kcsiauralion Teleph. 13702. GUTH T#,«Ph-13702. Wien, II,, Stephäriiesträsse 14. Prachtvolle geräumige Säle für Diners, Hochzeiten und festlichen Veranstaltungen. Sehr elegante Speise^Lokalitäten. Bestrenommierte Küche und vorzügliche Getränke. Reservierte Lokale für Vereine und geschlossene Gesellschaften. Trotz höchster, der Neuzeit entsprechender Eleganz dezente Preise. 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