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Nationalzeitung · 1906-05-25 · Heft 38 (25.5.1906) · p. Seite 5

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Journal
Nationalzeitung
Volume
1906
Issue
Heft 38 (25.5.1906)
Date
1906-05-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 38 Nationalzeitung Jungen war, wieder zum Judentum übertreten. Jablonski wurde von dem LemLerger Erkenntnisgericht wegen Entführung zu einem Monat Kerker verurteilt mit der Begründung, daß er das Mädchen listigerweise, das heißt, ohne Zustimmung der Eltern, entführt habe. Die dagegen erhobene Nichtigkeitsbeschwerde wurde vom Obersten Gerichtshöfe verworfen. In einer der letzten Nächte ist die minderjährige Feige Zimmermann, Tochter des vermögenden Salomo« Zimmermann, in Dolzka bei Bolechow unter Mitnahme mehrerer tausend Kronen, von Bettzeug mrd anderen Sachen aus der elterlichen Wohnung spurlos verschwunden. Leute hatten in der betreffenden Nacht einen Fiaker bemerkt, der von einem Bizyklisten begleitet worden war. Alle Nachforschungen blieben bisher erfolglos. Unter dem Verdachte, das Mädchen entführt zu haben, wurde der Arbeiter in der Brettsäge Preiß, namens Michael Kobranko, welcher mit der Zimmermann ein Liebesverhältnis unterhalten hatte, verhaftet und dem Gericht in Strif eingeliefert, jedoch mangels an Beweisen wieder freigelassen. Wien. (E «ö r tu n g e i nes j u d t s ch e n Neuimc nt S ux a t eS.) Am 18. März d. I. G in Witze« der k. u. k. Negtimentsar'zt 1. Klasse Dr. Gabriel H or «n> «i tz gestorben. Der Verblicheme, ein Sohn des Anritsleiters der isr. Kwlikt&giclim’mfye Wien, Herrn Simon Horwitz, war durch 10 Jahre Chefarzt der psychiat-rischon Abl-eivung des k. tu. k. Garn«its-orls>spitales Nr. 16 in Budapest. In den zaHlreichon Kondolenzery die , dem Spikalskomtnrando atrt'frtBlücö dieses Verknstes j ziukamen, erfahren die ansgezetichntetein- CHaraktereiligen'schasteir und die großen Berdien-ste des Da- Wn'gteschieidenterr gerechte WiiM'gmiig. Die Mllitärärzte der e'ttrizelrren Korps, die Ko-nrtrn«anö«eil der Spitäler, die OMzjtzerEo'vps 'vieler Mca,mvmkv und Antstakten des k. u. f. Heertes hatben ihre «Antetilnathnre bek-nndet und irr ihren Korrldolerrzschreiben darauf hirrg-e-w-iesen, daß durch das Hin- 'schstzdeu dieses Miantues das Korps einen hochgebildeten, liebenswürdigen Käweraden, das Garnifonsspttä-l einen nmevmüldlich tätitgen, rechtschaffenen wrrd lhuinranen MÜartbeÄer, die Freunde einen wartmstülilerrden, selbsilps-en- Genvsserr vertlvrien hadern Als Mtittstreiter für den Mrs n>nd das Austethen der Ainsltalt wird der Berbkich>e!ne Von feiineM Katrrrerad«en bezeichnet. Eine besorrtdere Ehrung mnvd-e dem 'Antdertte-ndes Verblichenen jiiWÜI, nrdemr der Konuriandänt des k. rn l. Gatrtnrsonsspitals Nr. 16, Herr k. u. k. Oberstabsarzt Dr. Edrmrd -N e-n b e r ein Oelbilö des V-evstorbonerr .aüfertigen ließ, das tzm Ortdinationssirrrrnter der Ilbteittrn-g, ivelcher« der Tahinpeschiedene vvrgestanden, zii-m ewigen Gedüchttttsse angebracht wurde. Irr edelster Weise hat der Sptttalskolrrtnmrrdnnt datdnrch Uicht alletirv die Verdientste des Bterblicherren geroürdti-gt, sorrder» aüch einen Be- -we«'is seines gerechten, vorrrrteilsfreien Sinnes geliefert. 3fu den Väterdes Dathi-ngte-schieöerren erging -die Etinladn-rrg, der -Anbringung des Bildes beizuivohnerr. Dior Verstorbene 'hat seine reichhaltige B itblibihek tdem Garniisorrstspitatl testiert. Mit einer entsprecheri!den Widnvmg versehen, wirb dieselbe em Gitzitltngsts«ata«le des Spikales zrlr ZlüssteMrilig .getlaritgerr und derr Grurrdstock zirp erster: MiilitäruSptitailWiblioMk bilden. Wien. lD ap-ksagn n g.) D>i!e jüd.-nat. Verbindung „Herzlonia" sagt antf diesem Wege allen, die durch Kondolerrizschreiben ihre Teilrmhtrrre an Hrem utferfetzlichon Verluste bewiesen haberr, besten Dank. Dkiitschks Reich. Berlin. Bon dom Bureau des Deutsch-Israel it. Gemeindebundes erhalten wir folgende MWeiililtrrtg: „Nachdem der Entwurf eines netlerr Gesetzes Über die Nechtsoerhälltlisse der jüdischen Gemeinden Pretllßerls vorr« seiterr des Herün Ge^- hetzmrat Prof. Dr. Nbsrn irr F.reib'rr'vg i. B. eirrtgelauserr -ist, hat -der dlrts'schirß 'des Denltsch-Jstae- M.ILCM uu3 besten Quollen empfiehlt den P. T. Huuöft tiuen das seit mehr als 20 Jahren bestehende bestvelraimle Milchdepol Ferdinand ALTMANN, IX., Pramergasse 17. kitifchen Genreirrdebnnlües be'schlosserl, zrinüchst zu demisoltben keiue Stellnng zu nehmen, sondern ihn derr -grdßerc-rr Genreinden sowie deu Provinzialurrd Vezir'kNverbänderrin 'Preußerr zur Begrrtachtuug vorzutegerr. Ter Entrours soll auch, sobald -er gedvrlckt ist, den jüdischen Blättern zugestellt werden." Niirnbehg, 12. Matt. Die Eröffnnn!g 'der J'UbilaUlinslanöesansstellim-g fand heilte durch Se. KÄrrigliche Hoheit derr Prinzen Ludwig namens -des Neg-enteu statt. Zrrnr Emptfantge, zur Eröffumrg n-rrtd ztrrr Hoftafel rv-ar -auch Herr Nabbirrer Dr. Zie-mlich betfv-h-terr. T-enr Konrnrerizierrrat Ludwtig Ritter von Gerugrvs in N-riruberg ivnrde der Michaelsorden 2. Ktlasse, rrnd dem Konr-rrrerziterrrat Wilhebrrr Gerhrsgros der M'ichiaelsoriden 4. Klasse verlieherr. Ter Ltrrrtsrichter Karl Eirrstein' in Nrirtrrberg rmir-de alU'f Zlnisuche-rr zn-nr. 2. Staats-anni-atte bei derrr- LG. Wi'lvzburtg befördert. In Ntürnberg fand atnr 20. Mai die 10. frtetie Konfererrz der bayevischell RaMirr-er statt. dlts Bertatuugs'm-aterial stand auf der Tagesordnung: K'onst'itil-ierrm-a, Bericht des gefchä.ftslsiithrendetn Ansfchtnsses, Sonntagsrnhe, SchächtaiUgeltegetrrHeit, eventuelle Anträge' von Kontserenznritgliederii nnd Wahlen. Karlsruhe. -Das Verorduungsbl-att des grotzherzogittchteu Oöerrates der Jsraeltiterr errth-ült zunächst die Mtitte'ilung, daß sämtlich-en Neligiorrslehrern in Baderr das neueste Jahrbuchfür jüdische Geschichte nnd Literatur „rveigen seines z>utm Tetil beso-nders wertvollen Jrrhatts" -rluent-g-elttich zur VerfügU'Ug gestellt werde. Zwei Gemeinden sind aufgelöst worden: Königshofen, Synag-ogen-- bezirt Werth-etirrr -rrnd Nohrbach, ^Synagogenbez-irk Sinsheim. Die uo-ch in Königshofen wohuetuderr jüdischen F-amtilien iverden der' 'Ge-meinde Dauberbi'sch!v>fIH-eim zugetetilt und die vo-u Rohrbachder Gemeinde Steinsfurth. — Die -Wandertb-ibNotHek des Oberrates Ijatt einegrößere dfuzahl Bücher von Privaten scherrbw-eijse zngeiwiesen erh>alten uUd auch s'tvka 200 MaE Geldspenden sind zu diesem Zweck -eiugegangeu: da auchnoch 6-10 Ma-rtk aus -der Weilschen Siif.tn.ng der Warrderbibliothek z-ugerviefeu wordensind, so konnten einer Atuzahl Gemeiud-en geeign-ete Bücher übev!vtii"sen werden. Köln a. Nh. Der Nh-ein-ischerr Zeiln-ng sch-reibt rrran ans -jüdischen.Kreisen«: ,,-GknmerVwürdig'er Vorfall spielte' sich Sa-rrr-stag.morgienH tut der Synagoge an der Roorrftr'atze ab. Eti^n zngereitster g-alizi-scher Jude rv-ar mährend des Gebetes für den Ka'itser sitzen geblieben-. Der Munil wurde geweckt und allfg-eford-ert, sich zu er-heb-c-n, er weigerte sich jedoch und ütieb sitzeri. Es -ist z-n bemer- >ken, daß tder Galizier die «deutsche Sprache rr«ur imitvollkorurrrenverstand -nrrd rrticht recht rvutzte, woruur es sich ei-g-ejntl-ich handelte. Jntdessenimrr-de durch -das Berrech-nren des Marrn-os das Btorfftandsnritg-li-ed der Sty-nag-ogengenreirrde Herr Heiden^ heim, tso sehr i-n se-inen patriotischen Gefühlen ge- -krän'kt, daß er tun höchsten Zorn einen Schntznraun holcriließ. Dieser war glückl'ich-ertwei'se so vernAiiftrg, 'den' Gatihier nicht setstzn-rlehnrerr, sontdern gab ihm N'ur «den Rat, baldigst «weiter zu reise-rt. Wir mei'ueu, daß nanrentlich 'in 'der Zeit unerh-örter prorrßischer J<ndeuverfolgnn-gen ssiehe die Nhrsseitan-siweitsn-ngen ausländischer Judenaus Bevlin!) 'Herr Heidenheiltnt setinen patriotischen -Uebersch!rvailr«g etlvas hätte dämpfe-n können. M'iudeistens «schien es uns sehr 'riberskrissig, zrrr Erledigung dieses rr-rrtbedellterrderr Borsalles die D'ieuste eines pre-rr'ßiischerr Po«ltizeiVea-rrrte'rr -irr- A«rr!spr«uch zn neh-nrtell'. Gemindk-«. UttemsAckrichten. Wiener Kultnsgemeinde. (Nachtrag zum Sitzungsbericht.) Im Einlaufe befinden sich: Eine Spende der Familie des fei. Vizepräsidenten kaiserl. Rat Moritz Hirsch, zur Verteilung an arme Israeliten am Begräbnistage des Genannten X 1000. Die Mitteilung, daß der Sekretär des verewigten Herrn Rllidolf Anspitz, Herr Josef Kohn, aus dem ihm vermachten Nachlasse das vollständige stenographische Protokoll des österreichischen Neichsrates und der österr. Delegationen seit 1861, ferner die statistische Monatsschrift nnd die Mitteilungen des Finarrzrninisteriums und das komplette Reiehsgesetzblatt seit 1848 der Kultnsgemeinde geschenkweise überlassen habe. Den Spendern lvird der Dank votiert. Weiters befinden sich im Eiulanse: Beileidsknndgeblmgen anläßlich des Ablebens des 2. Vizepräsidenten kaiserl. Rat Vioriz Hirsch von: Kultnsgemeinde Proßnitz, Baden, Floridsdorf, Krakau, Bezirkskommissiou f. d. 4., 6. und 10. Bezirk, Tempelverein Wieden-Atargarethen, Tempelverein Favoriten, Synagogenverein „Beth Israel", Verein „Oseh Tow", kaiserl. Rat Adolf Lichtblau, Max Markus, Tempelvereiu f. d. 6. und 7. Bezirk, „Emanus Awes", „Livias Chen", Tempelvereiu im 18. Bezirk, Bethausvorstand und „Cbewra Kadischa" irn 16. nnd 17. Bezirk, Verein „Ehewra Beth Hatfilah" im 9. Bezirk, Verein „Bet Hachnetheth", 8. Bezirk, Tempelverein im 6. und 7. Bezirk, Verein „Emanus Awes", Verein „Lewias Chen", Verein zur Hebung der Gewerbe, Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, Redaktion der „National-Zeitung", Mädchenunterstützungsverein, jüd. akademische Verbindung „Jvria", kaiserl. Rat Adolf Rlll/.iöka, Kantorswitwe Fischer, Dr. Kanitz. — In der nach Beendigung der öffentlichen Sitzung folgendem vertraulichen Sitzung wurde über die Verwendung des Rudolf Auspitz' Legates pro X 200.000 für Wohltätigkeitszwecke Beschluß gefaßt. Nach mehrstündiger Debatte wurden mit einigen Abäuderilugen die Anträge des Vertreterköllegiums angenommen, lvonach ein Betrag von X 90.000 als Fonds für die Erlveiterung der isr. Versorgungsanstalt zurückgelegt, der verbleibende Betrag van K 110.000 an verschiedene Wohltätigkeitsvereine und Institutionen in Einzelbeträgen von X 100 bis X 10.000 aufgeteilt wird. Wien. (Gebeistnnden.) Freitag den 25. Mai, abends 7.30 Uhr, Samstag den 26.: abends 8.16 Uhr, Sonntag den 27. und Montag den 28.: abends 7 Ubr, Dienstag den 29. (am Vorabend des Schebuothfeftes) abends 7.45 Uhr, Mittwoch den 30. (1. Tag): morgens 8 und abends 7.45 Uhr, Donnerstag den 31. (2. Tag): morgens 8 und abends 8.20 Uhr, Freitag den 1. Juni, abends 7.30 Uhr, ' Samstag den 2.: abends 8.30 Uh.r, von Sonntag den 3. bis inkl. 7. Juni: abends 7 Uhr, Freitag den 8. Juni, abends 7.30 Uhr, Samstag den 9.: abends 8.36 Uhr, von Sonntag den 10. bis inkl. 14. Juni abends 7 Uhr. Der Gottesdienst beginnt an Wochentagen um halb 7 Uhr früh, an Samstagen um 8 Uhr früh. Kultnsgenreinde Wien. <K u m «d m a ch >n «nt g b e t x e f s e n d d-1 e, P üi v -rt f i st e iv p r n f u rr - -g e rr.j D'öe P^ilvatitsteri-prü-snü-g-err ä-ns -isr. Neligtiorr für Schüler -u«nä Schülerti-nnen a-rr VolksmrÄ Btrivgevschtn-lerr finäen für das 2. Semester des Sch-ül'jaür-eS 1906/6 rua-ch folgender Einteilutrvg statt: 1., 2., 11. «rrnd 20. Bezirk Fiettta'g 25. Mäi, 1. 8., 15., 22., 29. Jtu-n-i von 11.15 l'«is 12.15 Uhr 1. B«ez., Sei'jteüstetteng-asse' 2, 2. «Stock, Neligions- -schtu/le. 3. bis inkl. 10. und 19. Bezirk Montag 18. Juni, von 2 bis halb 4 Uhr, Freitag 22. Juin-i von 4 bis 6 Uhr, Mtontaig 25. Jnrvi -von 2 bis halb 4 Uhr, Mvrrtag 2. Jn'li vorr 2 bis halb 4 Uih«r 1. Bez., Seitentstetterr«g-ass,e> 2, 2. Stock, Religtilo-ns^ sch«rlle. 12. bis 16. Bez«ir-k iSorr-ntaig 10. J'u'ni uiit.5 24. Jn-ni von 12t—l u-hr 16. Bez., Trirner-gasse 22 lGenre-indehansj. 16. n«rrd 17. Bezirk Di«e«rr«sta«s 26. J'urri von v'i-ertel 6 bis viertel 7 Ubr 16. Bezirk, Hrlber-W-sse 8 i'Geme'irr'dehatusj. 18. Bezirik Sormkag 17. J»mi rirrd 24. Jn-rri von- 10 bis 12 U«hr 18. Bez., Scho'pen«han«erstraß-e 39 l-Gerrrte«indeh'atrrs). Dtie Prüsn-ngslaxe beträgt K 0 nnd wird tim vvvhineitn ärr« der Ktasse der .Killtnsge-rntoinde, 1. Bez., Seiteristetterita-asse 4, oder bei der entspreche nd-eik Atmtsleti-tn-rig irn 16., 10. oder 18. Bezirk zwischerr 9—12 Uhr vormittags errtrichtet. Ditze Q-rl-lttrmg i«st «derrr Exa-rl,!i«nator v-v lz-nlegen. Der im 1. Semie-ster gelbste Er lag schein ü'ber die Prii ftlitrgsttaxe -gilt auch für das 2. Senretster des la«N'seüdett Schuljahres. Da nur eine geringe Isnzahl von Schü'lern a-n einem Prüts«llugsterlllirle geprüft werden kan-n, wird dem P. T. PriblikNln dutt eigerren Interesse dringendst ompsbhlen, die Prüfung in der betreffen'den' Kanzlei vorher anzn-melden. Dtie Semestmlprüsutn-gen für Schüler an ösfentl-ichen Schulen finden ab 15. Jn-ni statt. Ter Bovstmr-d. Wien. (Hebräischer Klub, 9. Bez., Türkenstraße!>. ) Der biblische Vortrag des Herrn M. Berkowitsch wird wegen des am ^amstag den 26. d. M. stattsindenden SchekeljteranHermai-urechtes keinstss---- glanzenaus frisehof^^ KokosnÜ860n?

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