Nationalzeitung
- Journal
- Nationalzeitung
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 27 (6.4.1906)
- Date
- 1906-04-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Nationalzeitung Nr* *7 Seite 6 kau, zum Ehrenmitglieds ernannt. «Schließlich wurden gewühlt: In den «Bereinsvorstand die Herren: Karl Eugen Pasternak als Ehrenpräsident (Miederwahil), Stefan D-Ävon>iski« als Präsident (Wiederwahl), Karl Egon- Mma als erster Vizepräsident (Wiederwahl), Max Dürkheim als zweiter Vizepräsident (Neuwahl), WAiam Witkin als Kassier lNe-Nivahl), Adolf Liobermann als Schriftführer (Neuwahl), Norbert Seidl als OekonomdeverMWr (Neuwahl), Louis GiaeomeWi Ritter v. Montevofso als Beirat (Wiederwahl), Jwcob Krause als Beirat (Neuwahl), Dr. Moritz Löwy als Beirat (Neuwahl), Leo »Salkind als Betrat (Wiederwahl), Joseph Bisarsky als Beirat (Wiederwahl); tu dein Re>v istonSa ns - f ch dt ß die Herren : Hugo Kittl als Mitglied des Rewffionsausschusies (Wiederwahl), Dr. Franz Wittmauin als «Mitglied des Rebisronsausschufses (Wiederwahl), Wilhelm Zisarsky als MÄ«glied des Revisionsansschusses '(Wiederwahl). — Außer der normalen Bersinstätigkeit hat der Oesterveichischrusisische Hilfsverein in Wien im November v. I. eine spezielle Hilfsaktion zugunsten der sich ln Wiien anfhaltendeni jiidischsn Flüchtlinge ans Rußland organisiert und für diesen Zweck zirka X 20000 aufgebracht. Mit diesem Gelde konnten« miekhrere hundert jüdischer 'Flüchtlinge aus Rußland viele Wochen hindurch mit Unterkunft, Nahrung und teilweise auch mit Kleidungsstücken versehen «werden. Diie Rechnungslegung über die Hilfsaktion z.ngun>sten der Opfer der russischen Judenmafsaöers wird, nachdem diese Miion in das Jahr 1M6 hineinreicht nnd auch gegenwärtig noch nicht beendigt 'ist, in der nächsten GenevalverfaaUmilungerfolgen. Pretzburg. Vor kurzem wurde hiev ein Jüdischer Mä rrnergesanigoerein ,-Dchir Chodoisch" ins Leben gerufen. 'Dein «Streben ist: jungen Leuiien, die in den verschiedensten BerlufskreüsLN in 'harter Arbeit den Dag duvchbringen, «Gelegenheit z uiL Pflege der GösangskNnst zu geben, damit sie sich von der Alltäglichkeit nnd Niedrigkeit des werktätigen' Schaffens auf ein Stündchen zur Etlichen Höhe des Schönen! emporheben können. Der 'Verein hält sich von allen Fragen religiöser oder gesellschaftlicher Natur fern«: er w-M nur dem SMeben der Musikkunst, die «schon« vor Jahrtausenden von den Juden m!it großer Liebe und Erfolg gepflegt wurde, unter 'den hiesigen Inden eine Stätte 'weihen. Es ist nur .selbstverstäudlich, daß jeter, dem die geistig-e Bildung >der jüdischen Jugend nicht ganz gleichgültiig ist, dem! Vevelin seine «Unteirstlützunjgi aiUch nlW entziehen wird. D>ie A-n-meldu-ngon der unterstützenden M t'!glieder, wie auch der in den! Chor eintvetenden Herren ilimimt dev Dirigent I. Ki>je«wsky, Szilagyi >Diezsö- Gafse 30, entgegen. An die befugten Hausierer! Der Erste öftere. RechtsschNtzvereiin für Hausierer in Wien beruft für Donnerstag >den 12. «April l. I. um 3 Uhr nachmittags im Saale zum „goldenen Widder", 2. Bezirk, Taborstraße 30, eure allgemeine Hausiererversamlmlung ein und ergeht -aut alle 'befugten «Hausierer ohne Untoüschi«ed der Nationalität nnd des Geschlechtes die höfl. Einladung. Tagesordnung: 1. a) Bericht über die zehnjährige Tätigte ft des Vereines) b) Erweiterung der Viereinstendenzen; c) der Hausierhandel und seine Beschwerden und d) die Orgauisatio-n der Hausierer. RefereUt Herr S. A. Freund. 2. Entzgegen-nahmevon Bejch«werdeu behufs Stellungnahme und allgemeine Besprechung der BevUfsangelegeUheiten. 3. Fassung einer Resolution. In «dl.nbeträcht der Wichtigkeit dieser Versammlung ist es «Pflicht eines jeden befugten Hausierers, in derselben zu erscheinen. Der Zutritt ist nur gegen Bovweisirng des Ha-ujsieribuches oder der Einladung gestciitet. — Zu«sti!mimu«ngskimdgebungen und schriftli«che Beschwerden sind zu richten an den -Präsidenten Herrn S. Matzner, 1. Bez., Pariserg. 4, welcher auch bereitmMigst Auskünfte erteilt. Ein Bombardement gegen die Smichower Synagoge. Bei den« letzten Prager Strcchew demonstrativ-neu kam es betcmn'tlich auch zu AnÄschreitungeu der Ächrlintze hiesiger tischt chischer FortbildmiMchulen. Eine solche Ausschceitung fand a,m 1. Dezember v. I. inder Tyl- und Kinskystraße in Smichvw statt. DM rotteten etwa 800 Lehrlinge zu!sammen und zogenin« geschlosseimi« N-eiheu vor die Smichow«0v Synagoge. In« der Nähe waveu Ziegel angehäuft. Die Demonstrant«»' schlugen die Ziegel in Stücke und bewarfendann mit! den- Stncken, sowie mit ans dem Trottoir ausgerisseneit Mosaikplatten die Synagoge. In wenige»! Minnienwaren nicht weniger als sechzig Fen^- sterscheiben zertrümmert. Viele Ziegelsnicko flogen Uuch m das Innere dev Synagoge, wvbei mehrere Leuchter mnfteworfen« nnd die Cinfassung der Orgel beschädigt wu«rden>. Schilichlichj erschieneine Poltzeipatrolii'lle, welche die Exzedenteu auseiuaudevtrieb. Hierbei wurden der 14 Jahre alte Tifchlerlehrling Anton Svoboda und der 15 Jahre alte Fabriksarbeiter Anton Michälik festgenommen. Elfterer gestcmrd nach dev Ve Haftung, er habe vier bis fünf Steine geoen! die Synagoge geschleudert, beha«u-ptete jedoch,, kein' Fenster zerschlugen zn haben. Michalik gab an, er -habe imi ganzen' Zwei Ziegelstücke geschleudert, jedoch nicht« gegen die Synagoge. Mehrere Zeugen erklärtenjedoch!, daßsich unt-ev den, Exzedenteni, welche! die Synagoge bomba-rdievten, die beiden« evwähnten Lebrlinge befanden. Kürzlich fand vor einem Erkenntnissenate des hiesigen! Strafgerichtes, welchem Herr OLR. Kasa«licky präsidierte, die bet'veffmde Vovha-ndlunig statt, Svo^ boda war zu derselben nicht erschienen. Die von He-rrn« LGR. Blattny vertretene Anklage lautete auf das Verbrechen« d-ev öffentlichen- Gewalttätigkeit. Die Veirteidigung führte Herr Dr. Meißner. Der als Zeli-ge einvernonnnane Präsident der isr. Kult«us gemeinde in« Smichow, Herr Ru'dolf Grab,' gab den Schäden, den die Ku'ltusgem-einde erlitt, auf 90—100 Kronen an. Dvr Gerichtshof sprach beide Angeklagte schuldig und verurteilte den Svobotda« zu eiu«e«nr Monat einfachen und den.- M-ichatek zu sechs Monaten schweren Merkers. Judirstt-iellenball. Das -KomittL des JudustriellenbMes «hat in seiner letzten Sitzung, die BertelWung 'des Reingewinnes von 17 200 K vorgenomlmen. Unter -anderen gemeinnützigen' J«n- Mrftionen «wurde be«sti>mmt: für das Jsraelitsischje Bl'f.n-deni-n!st it'utz: Wien, 19. Bez'., «Hohe Warte, 1000 Kronen und für die H «r n t erblieb e n e n der bei den russischen Iu ü e n m a f >s a k e r s zugrunde gegan«gieinen Personen soo Kronen. Todesfälle. In Eg er starb und wurde unter lebhafter 'Beteiligung der Bevölkerung der Sta'dt am 1. d. M. «zu Grabe getragen der «Seniiovchef der dortigen «Firma Brüder «Wetzler, Herr Simon Wetzler. Der Verstorbene bekleidote mehrere Ehrenistellen-, war ein 'hervorragendes Mitglied der Egerer KuOns'gemeinlde. —- In Lemberg ist am 28 Mär,z -de^ pelnlsionierte Bioksschulleiidev Nathan Riw czes, Vater des -R-eg«imentsarztes Dr. Philipp Niwczes, im Mter von 66 Jahren gestorben. — In «Boskowitz Mähren) ist im 97. Lebensjahre dar gervesene herrschafilUche Arzt Benjamin -Deutsch -gestorben. -Er ersreu«te sich allgeinein der größten «Berehruug. «Er 'verband die Kunst -des Arztes mit rvarmer Teilnahnre und Men-schenliebe, nnd als er vorgeriückfterv Alters wegen 'seine ärztliche Praxis ansgab, unterließ er es nicht, «den Armen in ihreoe Kraukheit solbMos als Arzt bei'zuftehen. Noch irr denletzt«en Jahren war der «Greis in erstau'-Nlicher -geistiger Frische nind körperlicher N'ü!st>ig«keit. «Das Begräbnis fand am 4. d. ha-lb 12 Uhr vormittags in Brünn, vonder israelitischen Leichenhalle aus statt. Ailerln Empfthlknswerlks. Eine unangenehme Sache ist es immer, wenn ein se,scher, junger Herr sich vorstellt und beim Lü^en des Huteszeigen ntuß, daß er kahlköpfig ist, «Ein -großer Teil unserer! -heutigen' «HeriMr weift eine solche —, mehr oder mi-n«der gr«o«ße —- Platte aas und ist dies in den meisten Fällen rmiv auf eigerle Schuld Attrückzusührell. Denn lvenn auch a-ngestvengte hieistiesa-vbe-it, Kopsleiden- «u. a. Einfluß a-Nf den Haarbodenuehlnen ltind Ausfall bew«ivken', so «kön-Nte doch bei nirr eilvigerilnaßen andNuern-öer P«flege denr leicht vovgebeliigt -werden. Merdings mluiß -bei «Wahl der hiierzlu verwen-de'n«öen Präpar«ate große -Borsicht geübt werden, ilim nicht irgend ein -dwelfel-hastes Kosmeiiku'm zu erih-akte'n-, -das tiicht nu«rnichts n-Utzt, son- «dern sogar Schaden «britrige«ll> fait-n. Die K re«bsgp^ikhyd'e ttr- Wien ertzeugt den- P-etrvlhaarg'oift, der etin zur Haairps'lege -sich gainiz besonders eigiiendes Mittel davstellt, -das bei reg«Kmäßiger Verirendll-iig sicher Er'svlg bringt. Eingesendet. Mel unö Kestaurant JÄ. (nth Wien, II., Stephaniestrasse 14 Telephon 13.702 Telephon 13.703 empfiehlt seinen Freunden und Genossen unter strengster Garantie naturechte »)V2 Weine HDÖ Siy ru folgenden Preisen. 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