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Nationalzeitung · 1906-02-02 · Heft 9 (2.2.1906) · p. Seite 5

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Journal
Nationalzeitung
Volume
1906
Issue
Heft 9 (2.2.1906)
Date
1906-02-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 9 Nationalzeitung Seite 5 Wanderung unserer Massen und kommt zum Schluff«, daß das einzige Nettungs mittel gegen die «merhörte In den not der Gegenwart die Anschaffung eines autonomen Territoriums' sei. Er -vumrt zuletzt auf die ,^Jtö" und den Zionismus Ou sprechen, erklärt die Metamorphosen, die der «nivergeß'liche Dr. Herzl in seiner politischen Laufbahn durchgemacht Hat und fordert die 'gelamte Judenheit auf, freie Männer zu werden, die reine unglückseligen „Kolporteure ethischer Be- -ri'ffe" oder „Versuchskaninchen, an denen man den russischen Kulturzustand mißt" mehr sein «ollen. Diese glänzende Rede wird dieser Tage »on der „Jto" in einige Sprachen übersetzt werden urrd als Broschüre erscheinen. ES folgt dann Dr. N oss ig mit seinem Referate, der auf Grund statistischer Daten die Le- Sensverhältnisse und die Emigration der russischen Anden behandelt. Dieses Resevat ist eigentlich ein Resümee der Arbeit über „d i e sozialen Berhältnisse der Iuden in Rußland", die vom Bureau der Statistik der Juden im Aufträge des zionistische'n Aktionskomitees Herausgegeben und heute den Mitglieder»» der Brüsseler Konferenz überreicht wurde. Auch Dr. No s s i g kommt zum gleichen Schluß wie Prof. Man d e l st a m m, er ist jedoch ganz unparteiisch, «veder Zionist noch Jtoist. Dr. L. M o z k i n, der soeben aus Rußland zurück kehrt, wo er eine Reise zur Untersuchung -er Pogrome au Ort und Stelle unternourmen Hatte, schildert die Schrecken der letzten Zeit. Er -meint, daß die Presse auch nicht über den geriug- »en Teil der gottlosen Zerstörung berichtete. Die im Mittelalter geschehenen Grausamkeiten sind nichts im Vergleich mit der Bestialität des rnssifthen Mobs. Der materielle Schaden ist nicht hoch genug auznsetzen. Er beschuldigt die russische Behörde der direkten Beteiligung an dem Massenmord und die russische Gesellschaft der Indifferenz, Mit der sie dem Unglück des Volkes, das für ihre Freiheit gefochtcu, entgegenstand. Er stellt die Eelbsiwehr hoch, obwohl sie dem Militär nicht gewachsen und fordert auf, dieselbe nach Möglichkeit »u unterstützen, da eine ganze Reihe von Massakers nnvermeidlich uns die Oktvbertage folgen muß. Dr. K o h a n aus U i s ch e n e w kritisiert die Hilfe, die jetzt den russischen Inden gereicht wird und fordert die gesamte Judenheit ans, das Problem nicht mehr im alten Sinne ar»sz»»fassen. Er schlägt vor, den unvermeidlichen Strom der Emigration ans Rußland nach dem Orient zu senken, in erster Reihe nach Aegypten, das sich jetzt irmner «rohr entwickelt und -das in pekuniärer Hinsicht vom Süden Rußlands leichter erreich-- b-ar ist. Dr. Paul N a t h a n faßt die Jndenfrage als einen Teil der a l l g e m e i n e n m e n s chlichen F ra ge auf.undhofft, daß bessere. Zeiten, noch «intreten werden. Einstweilen bleibe jedoch nichts anderes übrig, als philanthropisch zu handeln,' an 'dieses Werk müßten alle Juden Viribus uuitis schreite n. Prof. Marburg unterstützt den Plan Dr. K o h a n s und nreint, daß eirre Ko-rrrmissior» in London geschaffen werden müsse, die die Jmmigrationskapazitäten eines jeden Landes unterfuchen und die Emigration regeln sollte. Dr. Alexander Marmorek verficht den zionistischen Standpnukt und bekämpft die Ansichten Dr. N a t h a n s, er drückt jedoch feine Freude aus über das Zusammengehen der verfchledensten Organisationen -des Judentums, das auf der Brüsseler Konferenz feinen Ursprung hat. Es sprechen noch in ähnlicher Weise Dr. Frans O p p e n h e i »n e r und Dr. K l e e. Letzterer verliest einen B v r s ch l a g Berliner Zionisten, der dahin geht, die junge Generation, ja die Kinder ans Rußland herauszureißen, um dadurch ö-en Exodus ans diesem Höllenlande wirksamer zu machen, als es bisnun der Fall war. Dieser Vorschlag ruft bei einem Teile der Versammlung einen Entrüst urrgsstnrirr hervor. Stach einer kleineren Debatte über die Wahl von Kommissiorien wird die BormittagSsitzung um 1 Uhr geschlossen. Die erste N a ch m i t t a g s s t tz rr n g begarrr» um 3 Uhr und wurde durch eine Ansein-anderfetznng mit Dr. Nathan eröffnet. Herr K i s ch erklärt den Grund der Abwesenheit der „I e a" und der „A l l i a n e c". Sie fürchteten, man würde sich hier ausschließlich mit zionistischen Dingerl befassen. Herr B e l i s h a arrs M a rr ch e st e r, d e r Initiator des allge m ei n en j übischen Pa rlamerts, macht die Delegierten darauf aufmerksam. daß sie viel zu viel reden. Er wünscht ein rrrriversellj irdisches Komitee, das sich ausschließlich mit den Emigrationsproblemell eingehend «befassen solle. Feliee Ravenna spricht im Namen der italienischen Jrrderr irr territorialistifchem Stirne. Dr. H. Hildesheime r hält eine längere Rede, in der er das Leber, des Nerv Aorker Glretto schildert und in gervissern Sinne den Bankrott der P h i l a n t h v o p i c n c n e n ü b e v der jetzigen Kalam itüt gesteht. Dr. Bode rr h e i m e r spricht begeistert für die Selbsivert-eidigung und Dr. Werner- Wien für die physische Hebung der Inder» überhaupt. Die jüdischen Tnrrrer haberr arrch der Konferenz eine Abhandlung über die Notrverrdigkeit des Tnrn-ens überreicht. Ussischkin meint, das, was in Rußland zu machen sei, die rnfsischen Juden schon selbst tun werden. Was außerhalb Rußlands geschehen soll, darauf wurde bereits in Bafel eine aus, ftthrltche Antwort gegeben. Eine ganze Anzahl von Rednern ist angemeldet, die über die verschiedensten Dinge diskutieren. Es wird daher die Notwendigkeit klar, Kommissionen zu Wähler», die die verschiedensten Resolutionen und Vorschläge prüfen, und nach eigenem Ermessen dem Plenum der Konferenz vorlegen oder sie von vornherein verwerfen können. Endlich werden die Nerven Jasstnowsky - Warscha u, S p i e l m a n n - London, Dr. K o h a n - Kischenew, Dr. Kohan- Bernstei n- Charkow u. a. als Mitglieder der Kommission -gewählt, die Sitzung wird »vrederum geschlossen, rrnd die Kommisstonen beginnen ihre Beratungen. Die dritte und letzte Sitzung wurde erst um halb 10 Uhr abends eröffnet. Der Viorfitzende teilt mit, daß eine Menge von Depeschen eingelaufen sei, er müsse jedoch von ihrer Verlesung absehen, da die Zeit so -knapp ist und die Konferenz unbedingt schließen muß. Nach ei»rer. temperamentvollen Rede eines italienischen Delegierten erhält Herr Bergel das Wort zur Verlesung des Berichtes über die Arbeiten der Kommission. «Folgende Resolutionen sind der .Kommission zur Prüfung vorgelegt worden: Friedensrichter M o s c. r ans Bradford schlägt vor, daß die sieben Mitglieder des Bureaus der Konfererrz andere zwei .Herren kooptiere»» und sich mit ihnen zu einen» ständigen Komitee vereinigen, dessen Aufgabe es sein soll, alle existierenden jüdischen Organisationen für die zur Regelung der Emigration zu sis'affende Universalorganisation zu gewinnen. Mr. L. G r e e n b e r nröchte noch, daß diese Organisation auch über die Gleichberechtigung der Juden -wache. Die Resolution wird endlich in folgender Weise formuliert: „Da die gegenwärtige Lage der russischen Juden Me Jrrderr betrifft und die Beteiligung aller Inden erfordert, beschließt die Brüsseler Konferenz, dies durchzuführon und wählt zu diesem Zwecke eine Kommissionans den Herren Kisch und Greenberg in London, denen die vorbereitenden Arbeiten obliegen sollen." Die Mesolntrorr wird angenommen. Es folgt dann der Warburgsche Vorschlag bezüglich der Leitung der Emigration nach Aegypten. Ueber den Zlnsdvuck „Aegvpten" errtfteht eine längere Debatte, der nach Wunsch mehrerer Redner durch den Ausdruck „Orierlt" ersetzt werden soll. Auch dieser Antrag 'wird ange- »»omnrerr. Eirre erregte Debatte ruft eine Resolution Dr. Hildesheimers hervor, die dahingeht, daß in Anbetracht der ungenügenden Mittel, die den philanthropischerr Gesellschaften zum Zwecke der Äluswandernng zur Verfügrrng stehen, und da es kein adäquates Jmlnigrations'land gibt, den Stro>m der Äusivanderung soweit als möglich anfzuhaltcn. Die Debatte, die "über diesen Punkt errtsteht, wird sehr heftig un-d trägt ein.en persönlichen Charakter. Endlich wird der Vorschlag angenommen. Der Vorschlag der Berlirrer Zionisten wird aus dem Grunde von der Komnri'ssioir abgelehnt, weil schon in Deutschland und «England für die Waisen Sorge getragen wird. Abgelehnt wird auch der «Antrag- B e l i s h a, werk er itoistisch sei. Rabbiner Fred c nb o r g arrs Holla n d schlägt vor, sich zu bemilb-err, den Ausbeutungen durch Auswandernngsagenten eil» Ende zu machen. Der Präsident schließt hierauf die Konfererrz mn 1 Uhr rrachts mit einer kurzen Ansprache über die Bedeutung der 5konferenz. Kultusleben in einer mährischen Stadt. III. tSiehe Nr. 8 der „dtatiorlalzeitung".) Wie macht man mißliebige Gemeindemrtglieder unschädlich? In Nnmrner ö rrrrseres Vlaites haben wir eirre kleine Schilderung der in der israelitischen Kultttsgemeinde Nikolsbnrg herrfcherrdell Zustände gebracht, arrs rvelcher ersichtlich war, wie tlotivendia es ist, daß auch daselbst endlich der Kanrpf gegen die Korrrrption und gegen die pateniierterr 'Gewaltherrscher «beginne. Hierbei wurde irr Kürze der Arrgelegerrheit des Advotairrrsbearnterr Gustav Kohr» Erwährulttg getarr, mit welcher wir uns heute ein wenig eingehender befassen wollen, da sie einerseits ein lehrreiches Beispiel für die geradezu uttglarlbliche Rückstärldigkeit so mancher Kultus-geioaltiaen liefert, arrdrerseits aber die Herren» vo-rr Nikolsb'llrg scheinbar nicht anders zu bekehren sirrd, als rverrrr sie an den Pranger der Oeffenilichkeit g-e«stellt werderr. Der «Advokatursbearnte Gustav Kvhn ist feit nahezu 18 Jahren in Nikolsbnrg ansässig und daselbst seit mehr als 12 Jahrerr verheiratet. Er gehört svrnit zur Knttusgelneinde Nikolsbnrg nud ist, da er ein den ortsüblicherr Taglohlt überschve-iterldes Einkommen besitzt, gemäß 8 71 des Statuts der israelitifcherr Kultusgenreinde Nikolsbnrg zur Bezahlltng einer seirlem Einkommen entsprechenderr Knltussieuer verpflichtet. Nun ist aber dieser selbe Gustav Kohr» in NikolS«burg dafür bokarrrrt, daß ihnr die Natur kein schrniogsames Rückgrat gegeberr hat, daß er vielmehr offen urrd un-verhohlen jedermann feine Meinung ins Gesicht sagt und insbesondere jedem Unrecht, eS nröge vor» wem immer rmd gegerr wen irn-mer verübt werderr, nach Möglichkeit entgegentritt. Dank dieser den liebge-wordenen Gepflogenheiten der Nikolsburger Kult» sge w a l t i ge rr z nw ide rla u f e nden E ig e n sch afterr zog sich dieser Gustav Kohrr die Ungnade des Kultrlsvorftehers Herrn Philipp Kohn und seiner getreuer» Arrhänger in solchem Maße zu, daß sie befchloffen, ihn wenigstens in KultusangelegeNheiten unschädlich zu nrachen. Das Mittel hierzu war ''bald gefunden. Nachdem nur jene Mlitglieöer der Kn'ltus-gemeinde, welche Kuttusstener bezahlen, -aktives und passives Wahlrecht bosttzen, s^vieib man den» unkiebsanren Gerneirrdenritgliede keine Kultusfterl-er vor und der Friede der Kultusgemeinde Nikolsbnrg war gerettet. Der Teufel schläft jedoch nicht, er schlummert nur. Und «so geschah denn, nachdem es dem Herrn Kuftnsvorsteher gelnrrgen rvar, den im- Laufe der Jahre wiederholt vor» Mitgliedern der KuktnsstenerbeMessungskommission gestellten Antrag auf Besteuerung des Güstav Kohn zu hinter treiben, das Uttglaüblichc, daß dieser selbst im Jahre 1905 um «seine Besteuerung ansuchte, aber auch das noch Unglaublichere, daß ihm diese verweigert wurde. Bei der am 16. Jänner 1605 stattgehabten Zlufteilung der Kultussten-er stellte das Mitglied der Einfchätzi»ngskomn»issior» Herr S. Krakauer über ausdrücklichen Wunsch des Herrn Gustav Kohn den Antrag, dreien zu besteuern. «Der anwesende - Krrltusvorsteh-er Herr Philipp Kohn gab hierauf die rr rr w a h r -e Erklärrrng ab, daß ö-ie dem Guftav Kohn vvrge,schrieben gewesene Kn-ltusstieuer nneinbriuglich gewesen -sei urrd daher abge sch rieben werden »nutzte,' infolge dieser «Erklärung unterblieb abermals die «Vesteuernn-g des Herrn Gustav Kohrr. Allerdings war der «Herr Kultusvorsteher bei dieser -Gelegenheit fo u»»vorsichtig, ein «wenig die Mas«ke zu -lüften, indem er dieser Erklärung hinzu fügte: „So einen Krawallmacher brauchen wir rricht herirrnen." Damit hatte er den wahren Grund der Nichtbesteuerung verraten« und der Opposition den Weg gezeigt, den sie einzn schlagen hatte. Zunächst wurde von denr gewiß außerge- »vöhnlichen Mittel, daß jernand «selbst um Bestenerun-g aUsncht, Umgang gei»om«men. «Nach mehrfachen ergebnislosen- Bersucheu richtete «Herr S. Krakauer arr den «Kultusvorstand eirre Zir-schrift des Inhaltes, daß er in «seiner Eigertschaft als Mitglied der Sterrereinfchätzungskonrmissivn dara-uf aufmer«tisam mache, daß bei der «Sterrerausteilung das sieuerpfkichtige Gemeindemitglied Gustav Kohn nicht „ans Versehen" nicht besteuert wurde, und daß er daher die noch-malige «Einberufirug der Kommission be'hl»fs dessen Besteuerung verlange. Hierauf ward ihrn der charakterisiisch-e!V-efchei!d, daß Herr Gustav Kohn ,,r» i ch t a n s B e r s e - Herr", fondern „mit Absicht" nicht besteuert wurde. Mehr Zynismus korrrtte der Knltusvorstand wohl nicht arr den Tag legen urrd mm war auch jede Möglichkeit einer gütlichen- Beilegung des K«on>fliktes arlsgesHlofsen. Die Frage der Bestener-ung oder Nichtveftenern-ng des Gustav Ko«hn war aber dadurch a-kut geworden, daß in» Jahre 1906 die Nenwahlen der. Kultusgemeindevertretuna stattfinden und daß die denrokvattsche Partei beschlossen hatte, mit aller Energie den Mah«lkampf artfznn-ch'men und in das alte System Bresche z-n legen. «Gitstav Kohr» war»dte sich nun, run den an -ihrn begarlgcner» brutaler» Wahlrechtsraub erfolglos zu machen, an die k. k. Bezirkshanptm-annsrhast als staatliche 'Auffichtölb-ehörde mit einer Beschwerde, in welcher er unter ausführlicher «Darkcgung des Sachver'haktes «und unter B-etorrrrng des Umstandes, daß es ihm um die Betätigung seines Wahlrechtes zu tun -sei, die Bitte stellte, der Kultus-gemeinde Nikolsbrrrg feine «Besteneru-nfür 1905 arrszntragen. Noch vor Erledigung dieser Beschwerde fand am 26. Dezernber 1605 die Kirltnsstonerauft-eklung für .1906 statt, und wurde hierbei Gustav Kohn für das Jahr 1906 mit 8 K «besteuert, während sein an die Schätznttgskornmission gerichtetes Ari'sucherr, ihn» auch -für 1905 eirre Stener vorzuschwiben, unter Geltendmachnrig der Jn«kompeter»z dieser KvntNlissivrk von derselber» abgerviefen rvurde. An» 27. Tezentber 1905 richtete Gustav Kohn an den Kultus v o r st a n d, nicht an den Kultus- Vorsteher, eine Znfchrift unter Anschluß von acht Kronen mit dem «Erfrlchen, zrtr friedlichett A-tlstragrll»g dieser Zlugelegenheit diesen Betrag von ihrn -als Kultnsstener für das Jahr 1905 arriznllehmen. Seine Anhänger und er war-er» nämlich der Arrficht, daß, rrachdein in der öfferrtlicherl Versamnr-lrmg vom 24. D-eze»nber 1905 die an-wesender» Mitglieder des Knltnsvorstandes ltnd des K-ultnsansschilsses erklärt hatten, daß die Nichtbestelternng des Gustav K-ohrl ein entschiedenes Unrecht sei und daß sie bestrebt feien, den Frieden in der Genreinde wieder herzu-stelleri, die sich darb-ieterrde Gelegenheit nicht werde übergangen werden. Aber der Zar von Nikolsbnrg, Herr Philipp Kohtl, hatte es artders beschlossen, dtachdem lant Statllt nur jerre -Gemeirrdemitglieder das «Wahlrecht besitzen, welche -bereits irr» v o r h e r g e h e nde rr Berivaltnrrgsjahre Kultnsstener «bezahlterr, und riachdem im Jahre 1906 Wahlen stattfir»dell, durfte Gustav Kohr» unter keirrer B-edirrgung f ü r 190-5 besteuert werderr. Urrd so erledigte denn der Herr Kirltnsvorsteher g e g e n d i e B o r s ch r i ft e n des S a t n t s, ohne dort Kultnsbeirat z-u befragen, einen rrr üchti g die Eingabe des Gustav Kohn abschlägig, indem er ihm die 8 X znrttckisarrdte mit den» Bemerken, daß irr» Statut frir dieserr Fall nichts vorgesehen sei. Glücklicherweise ist aber die k. k. Bezirkshanptmannschaft dem Herrn Kulttlsvorsteher nicht so -gefällig wie «sein Beirat nr»d sein Ausfchllß rrnd so «rflotz denn nachsteherrder Bescheid: Die „Nationalzeitung“ ist das beste und billigste Insertionsblatt — Verlangen Sie unseren Speziaitarif!

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