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Neue Nationalzeitung · 1913-06-20 · Heft 13 (20.6.1913) · p. Seite 104

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Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
XV (1913)
Issue
Heft 13 (20.6.1913)
Date
1913-06-20
Page
Seite 104 (sequence 13)
Language
German
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Seite 104 „Neue National-Zeitung^ Nr. 13 dem als Sprachen Hebräisch, Französisch und Arabisch geschrieben wird. Ferner ist ein Lehrerseminar vorhanden. In Jaffa wurde eine Handwerkerschule der Schaare Thora, genannt Beth Belacha, gegründet und in den letzten Jahren wesentlich erweitert. Hauptsächlich werden hier Schlosserarbeiten neben Zeichnen usw. ausgeführt, aber auch größere Arbeiten, wie feuerfeste Kassenschränke. Neuerdings ist noch eine Tischlerlehrwerkstatt dazugekommen. Nach selbigem Muster ist in Jerusalem eine ähnliche Schule gegründet worden. Abgesehen von den Schulen in den anderen Städten des Landes ist noch die Ackerbauschule der Alliance Israelite in Mikweh- Israel bei Jaffa zu erwähnen. Auch gibt es in Berücksichtigung der starken Einwanderung von russischen Juden eine besondere Schule für die Einwandererkinder, die von über 100 Knaben und Mädchen besucht wird. Auch der großartige Bau der technischen Hochschule in Haifa geht seiner Vollendung entgegen. Derselbe darf als Werk des deutschen Hilfsvereins angesehen werden. Aus Vorstehendem können wir uns ein Bild machen, wie umfassend bereits das Schulwesen der Juden Palästinas ausgebaut worden ist. Allerdings herrscht auch hier ein gewisser Gegensatz in der Aufstellung des Lehrplanes. Die nationalen Bestrebungen der verschiedenen unterstützenden Gesellschaften in Europa sind zwar abgeschwächt, aber immer noch deutlich genug sichtbar. Als Richtschnur sollte überall die Erkenntnis dienen, daß das Haupterfordernis auf die Ausbildung für Palästina zugeschnitten wird und nicht für Europa usw. Die Alliance scheint hier etwas einseitig zu urteilen, denn sie hat durch ihre rein französische Bildung dem Lande viel mehr Intelligenz entzogen als herangebildet und zwar dadurch, daß sie die Schüler durch die Art des Unterrichts für das Ausland brauchbarer machte als für Palästina. Anders gesinnt ist der „Hilfsverein der Deutschen Juden", der als Weltsprache neben dem Hebräischen das Deutsche bevorzugt. Dies entspricht jedenfalls den Bedürfnissen der meist aus Osteuropa eingewanderten Juden mehr als Französisch und Englisch und wird weniger als diese beiden Sprachen eine Auswanderung der in Palästina herangebildeten Intelligenz zur Folge haben. Der Hilfsverein bestrebt sich einer peinlichen Rücksichtnahme auf die Wünsche der jüdischen Bevölkerung. Er entwickelt bezüglich des Sprachunterrichts folgendes für Palästina zugeschnittenes Programm: Die Hauptsprache ist Hebräisch. Als Sprachen für Lehrgegenstände sollten die Landessprachen dienen, und zwar Arabisch und in den höheren Klassen Türkisch, das in Palästina als Amtssprache von Bedeutung ist. Als europäische Sprache in den oberen Klassen wird das Deutsche angestrebt, O. L. Liste der Ausgetretenen. Vom 4. bis 17. Juni 1913. (Nr. 227—246.) Charipper Fritzi, Private, geb. 29. Oktober 1876 in Wien, XVIIT, Bastiengasse 50. Chrummer Leo, Kaufmann, geb. 1. Februar 1880 in Odessa, I, Kohlmarkt 18. Deutsch Frieda, geb. 27. August 1891 in Mißlitz, II, Kronprinz Rudolfstraße 28. Grün, geb. Lazar Friederike, geb. 10. Oktober 1887, in Wien, II, Pazmanitengasse 7. Holzer Gustav, k. k. Rechnungsassistent, geb. 25. März 1890 in Wien, II, Vereinsgasse 25. Krupa Antonie, Private, geb. 31. .Februar 1877 in Szdekow (Mähren), II, Wolrgang Schmälzigasse 14. Lewald Henriette, Private, geb. 8. August 1894 in Wien, XIX, 'Hohe Warte 44. Rosenbaum Emma, geb. Neuer, geb. 15. September 1876 in Aspern a. D., XIV, Märzstraße 60. Sacho Irene, Private, geb. 17. März 1883 in Göding, II, Untere Donaustraße 49. * Schönfeld Elisabeth, Köchin, geb. 17. Jänner 1876 in Szelocze (Ungarn), V, Jahngasse 19. Simchowicz Kurt, Bankbeamter, geb. 1. Februar 1889 in Gnesen, VII, Schottenfeldgasse 35. Zirner Fanni, geb. Sisula, geb. 7. Mai 1872 in Mokelno (Mähren), I, Nibelungengasse 15. Schattelesz Oskar, Beamter in Bodenbach, geb. 5. September 1888 in Neusatz (Ungarn). Fischer Paul, k. k. Hofmusiker, geb. 31. August 1876 in Wien, V, Schönbrunnerstraße 66. Linz Johanna, Kontoristin, geb. 26. Juni 1891 in Wien, XMI, Tistlgasse 13. Klein Anna, geb. 28. September 1880 in Wien, VILI, Krottentalergasse 2. Steiger Adolf, Mechaniker, geb. 10. November 1884 in St. Pölten, VI, Mollardgasse 26. Winternitz Regine, geb. 23. Juni 1886 in Linz, II, Obere Donaustraße 109. Baumgartner Hugo, Dr., geb. 16. Dezember 1881 in Wien, laut Zuschrift der k. k. Bezirkshauptmannschaft Cilli. Baumgartner Frieda, geb. 5. April 1884 in Wien, laut Zuschrift der k. k. Bezirkshauptmannschait Cilli. Notizen. K. k. Staatsbahndirektion Wien. Laut einer in der „Wiener Zeitung" enthaltenen Kundmachung können Bauinteressenten entweder bei der k. k. Eisenbahndirektion Wien, oder bei der k. k. Eisenbahnbauleitung Spalato in dien Lageplan und den Längenschnitt der Projektionslinie Kniti—Pribudic noch vor erfolgter Bauausschreibung dieser Linie, und zwar in der Zeit vom 1. Juli bis Ende Oktober 1913 Einsicht nehmen. * Außerordentliche k. k. Staatswohltätigkeitslotterie. Am 3. Juli I. J. findet die Ziehung der außerordentlichen Staatslotterie für gemeinsame Militär-Wohltätigkeitszwecke statt. Der Spielplan weist 21.146 Gewinste im Gesamtbetrage von 625.000 K, darunter einen Haupttreffer von 200.000 K, ferner Treffer zu 50.000 K, 30.000 K usw. auf, welche sämtlich in barem Gelde ausbezahlt werden. Lose ä 4 K sind, soweit der Vorrat reicht, in Tabaktrafiken, Lottokollekturen, Wechseln Stuben, bei Postämtern Steuerämtern usw. erhältlich.

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