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Neue Nationalzeitung · 1912-03-08 · Heft 5 (8.3.1912) · p. Seite 12

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Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
XIV (1912)
Issue
Heft 5 (8.3.1912)
Date
1912-03-08
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite \2 gezt'-ijurt .hiätfce, w.i-e Aristoteles durch Ma:imio,nide.> aiucth auf Spinoza uaid Mendeisohn wirkte. Auch möchten, wir es nicht &o ganz zunückwoiisoii. daß der Pkuhüilsmuas. der einen Philo begeisterte, die jiklkcihen J hilasovhon nicht auch mächtig aogeregt habe, ^onwiw-nk in seinoir „Geschichte der jüdischen Phiilo-s.ipliio dos Mittelalters" Iti.t Pia fco seinen Platz Im jüdischien Geduitikenilehon ain^ewiesdi. Wenn aber auch Horovit z in seinem Yo/rtrasre nicht viel neues bringt, was er >aurt. ist für ein ^roLJeis l'mbilikirui belehrend;. Und diesem ir;;]t wohl d«s \ erliegende Scih.nifteJjcn. Dr. M. Gfld. JUDr. M. Epstein: Pas älteste L i e b e s 1 i e d der Welt. I> a? Hohelied S a, 1 o an o n s. (II. Teil der Poesieii dos Alten Tosbaimentes im deutschen Gewände.) Verlag von J. Kaulfl'ma.nn, Fnalnikfurt a. M. 1911. Wie vi eil Poesie. Licht. Lebet] tun! Liebe lieert dkloh im „Schir Hasciliirian",;iai dem Liede den- Lieder! Unsere Alten erklärten es ais das aitlerhciliffstc Buch der Bibel, die Kirche gab darin d'ie errtvaibensite Allegorie. Seit Herder betrachten wir es von d&c a^sthetischen Seite. Uebersetzier wie Ewald, Delitzsch, Meyer haben anit seiner Sprache jreiutnjrcn. Es ist gewiß höchst bewundernswert, wie der jrrei.se Dt. Epstein, glesicbsaan aius dem Aktenstaiibc horans in die Patriarcvhenliufit de? Ostees s'ich. flüchtend, in schön ig ereimten Versen dieser giewaiMsosten DicJituniii? beiz.ukoinimen trachtet. Üb er liuntutor das Richtige ge fluide u? Wir wotllen dies nicht phUalio<iiWih aintor.-aichpn. Freuen wollen wäcr uns, daß es annah in unserer Miitte begeisterte Miin/ner gibt, die S u 1 a m i t h s Sam,!» von d>or Liebe, dii/o nie twislösickt, in solcher Art im deutsioher Sprache wieiderziugeben vei-siehen. Dr. Epstein beschäftigt sich a.uoh mit einer UebeTsetzung der erthiabensten Thaoidiicee der Bibel, mit einer Uebersetzunjr ,,Hiobs'". Hoffen wir. <lal.i es ihm gelingen wird, uns aiuch den „biblischen Faust" in deutscher Sprache z«i schenken. Jeder Freunid der Bibel und ihrer unvergleichlichen Dichtung wird inzwischen diese seine Uoberstetziumg mit Freude lesen und sieh des Tara dieses des „Hohen Lied'ds" freuen. Dr. M. Gfld. Zeitechriften-'Rundschau. Eine neue hebräische Zeitung in Tunis. Die nationaljiidischen Bestrebungen haben neuerdings auch bei der arabisch sprechenden jüdischen Bevölkerung von Nordafrika lebhaften Anklang gefunden. Besonders unter den .luden in Tunesien gibt sich reges Interesse für die hebräische und jungjüdische Renaissancehe\vegu< g in allen ihren Formen kund. In den letzten Jahren sind in der Hauptstadt T u n i s und in einigen Proviiizstädten, wie Beja u a , zionistische Vereine entstanden, deren Mitglieder auch die moderne hebräische Sprache und Literatur eifrig pflegen. Seit kurzem erscheint nun in Tunis auch eine hebräische Monatsschrift unter dem Namen „Hapardes", die von Herrn Simah L e v y herausgegeben wird. Die erste Nummer enthält interessante Mitteilungen über das jüdische Vereinsleben in Tunis. ♦ ♦ * Das Jubiläum der „Hazefirah", Die Warschauer jüdisch-literarischen Kreise troffen miifassendo Vorbereitungen /ur l'eior des n 0 j ä h r i g e n Jubiläums der hebräischen Tageszeitung ,.Hazefirah". das am 1o. Adar (I. März) d. J. festlich be angen werden soll. Hie „llazefirah" wurde im Jahre f t\J2 [lrt von dem bekannten jüdischen Schriftsteller und Mathematiker (h. S. S l o n i m s k y, zunächst als Wochenblatt, gngriindot In ib r Geschichte der modernen hebräischen Publizistik nimmt das gegenwältig von Nahmn S o k o 1 o w und David F r i s c h m a n n geleitete Blatt eine hervorragende rolle ein. Aus Anlafi der Jubelfeier sollen dem Chefredakteur Sokolow, der seit Jahrzehnten an der Sjtitzß der Zeitung steht und sie zum führenden Org-an der hebräischen Tngosprnsse erhoben hat, mannigfa<-he Ehrungen erwiesen werden. Unter anderem haben die Verehrer Sokobtws in Aussicht genommen, auf seinen Namen eine gemeinnützige Stiftung in Palästina ins Lehen zu rufen. biste der Ausgetretenen. Vom 20. Februar bis 5. März 1912. (Nr. 80—02.) Bing Malvine, Schneiderin, geboren 27. Oktober 18ül in Budapest, VIII.. Gieoirgsgaissie 1. Fabischkowitz Rosa, Wiirtsehafteriai. geb. 11. Dezember 1889, WieQi, IL, Sohif'fiiniihleaistraße 110a. Pollak Stefanie Elsa, geb. 3. August J895. Wien, Kremsler. Popper Karl, Schätzmeisteir, geb. 8. August 1885, Wien, XV., EobeTt Haimerlinggasse 28. Quittner Alfred, Fiaibrrka.nt, geb. 26. September 1878 in Troppau, I., Oaniovagaisse 7. Traugott Siegmund, ledig. Gei?chäft8lüihirc.r. ,gieb. 30, April 1881, Jvanition liea-n. Schmelz. VI.. Mia/rkihilferstr. 11. Brand Rosa, lediig. geb. 7. April 1884, XII., Bendigasse 8. Weber Ida geb. Sohr, verh.. Private, geb. 20. März 1877 in Nagy Kikinda, XIX.. Vegagasse 21. Mayer Hans, lediig, Privlutbeatinitoir, gel«. 24. Veit mar 1893, III.. Löwengapse 20. Kelsen Paul Fritz, ledii.g. geb. 4. Jänner 1808. III., MarokkaneTigaiSise 20. Steiner Babette, lediig. Priva.tie. geb. 15. Febiuiar 1871 in Pilgnaim (Böhanen), XX., Gerbardnsga^e 10. Ahron Otto, Phil.-Dr., loditr. Schriftsteller, geb. 26. September 1862 in Naehod, IX., Eisengüsse 2.;i. Bayer Hugo, Dr., venh., jniaikt. Arzt, geb. 5. November 1868 in Xachod, I. Ilotenti/innistraße 5. Notizen. Unser Inseraten-Vertreter, Herr Alexander Max Goldsand, feiert am 15. d. M. in voller Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. Herr Goldsand, ein langjähriger Mitarbeiter des ehemals in Wien erschienenen „Wiener Israelit", hat sich auch sonst vielfach am jüdisch-politischen Leben aktiv beteiligt. Die siebenundvierzigste ordentliche General-Versammlung der k. k privilegierten Allgemeinen österreichischen Boden-Credil-Anstall findet am 20. März 1912, um 4 Uhr nachmittags, in Wien, I, Teint'altstraße Nr. 8, statt. Verhandlungs-Gegenstände: a) Bericht des Gouverneurs. b) Bericht der Zensoren. c) Beschlußfassung über die Gesollsehafisrochiiungun und die Verwendung des Gewinnes. d) Beschlußfassung über die Erhöhung des Aktienkapitals von 45 Millionen auf 54 Millionen Kronen durch Ausgabe von 30.000 Aktien ä K 300 Nominale und über die Modalitäten dieser Emission. e) Beschlußfassung über Statuten-Aenderungen.. f) Wahl von Verw.il tungsräten. g) Wahl eines Zensors. Jn dieser nencrill-Yersammlunnsind jene Herren Aktionäre stimmberechtigt, welche mindestens 14 Ta^e vor dem Zusammentreten derselben, daher bis längstens 6. Mär/ I J., fünfzig: Aktien nebst Coupons bei der Kasse der Gesellschaft in Wien (Teinfaltstraße Nr 8' oder in Paris (Avenue <\p l'Opera Nr. 19) deponieren. Interieurs und Büros möbliert zeitgemäss vornehm preiswert 99 Merkur Möbelfabrik und Architektur i VI. Bezirk, Mariantlferstrasse Nr. 31.

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