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Neue Nationalzeitung · 1909-12-17 · Heft 26 (17.12.1909) · p. Seite 16

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Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
XI (1909)
Issue
Heft 26 (17.12.1909)
Date
1909-12-17
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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„Neue National-Zeitung" Diese Dekoration für NichtChristen war der Rote Adlerorden III. Klasse, hinsichtlich deren eine allerhöchste Kabinettsordre vom 26. Februar 1851 verfügt hatte, daß die Insignien sämtlicher Klassen des Roten Adlerordens, wenn dieselben für hervorragende Verdienste an Nichtchristen verliehen würden, nicht mehr die Kreuzesform haben sollten. Der Orden war schon früher an Nichtchristen für besondere Verdienste um den preußischen Staat verliehen worden; der tief religiöse Sinn des Königs Friedrich Wilhelm IV. sträubte sich aber gegen das christliche Kreuz auf der Brust der Nichtchristen. Die IV. Klasse erhielt die Form einer silbernen Sonne in der Größe eines kleinen Talerstückes, die III. die Form eines viereckigen Strahlensterns. In dem Briefwechsel zwischen Bismarck und Wilhelm I. finden wir unter anderem folgenden amüsanten Brief des Herrschers an seinen ersten Ratgeber in dieser Angelegenheit. Berlin, den 16. Januar 1875. Karl Mayer Baron von Rothschild ist stark am Bandwurm erkrankt beim Herannahen des Ordensfestes. Diese Krankheit vermag ich nicht zu heilen, aber Kreuzschmerzen lassen sich kurieren. Es wäre dafür anzuführen, daß er allerdings im Kriegsjahre enorm viel für die Wohltätigkeitszwecke getan hat, wofür seine Frau das Verdienstkreuz erhalten, natürlich das Geld verwendend, das der Mann ihr gab, während er keine Auszeichnung erhielt. Will man ihn berücksichtigen, so könnte wohl das Comthur-Kreuz mit dem scheckigen Stern des Hohenzollern-Ordens verliehen werden, da er bereits den brillantenen Stern II. Klasse des Roten Adlerordens besitzt, so daß der Zweikronenorden mit Stern zu wenig wäre. Ich wünsche Ihre Ansicht. Wenn ich ihn jetzt dekoriere, so ist er auf einige Jahre abgefunden, bis die Bandkrankheit wieder eintreten darf. Ihr Wilhelm. Natürlich war Bismarck mit der Absicht des Kaisers durchaus einverstanden. ün Krfcnkrieg übermittelte der letztgenannte Rothschild dem preußischen Kanzler sehr oft bedeutsame Nachrichten, die ihm über Wien zugegangen waren, und der Finanzkönig zeigte sich oft besser informiert, als selbst die kriegführenden Mächte. Nur die französische Zweiglinie des Hauses Rothschild, die natürlich neapolitanisch gesinnt war, ärgerte den Kanzler. Als er im deutsch-französischen Krieg in Ferneres sich befand, ließ er sich den Verwalter der Rothschildschen Besitzungen kommen und sagte ihm, er wolle aus dem Keller des Herrn Baron Rothschild Weine kaufen. Der Verwalter entgegnete jedoch, er könne dafür kein Geld annehmen, worauf ihm der damalige Graf Bismarck erwiderte: Nach dem ganzen Empfang könne er das Rothschildsche Haus nur als Wirtshaus betrachten; er wolle daher nicht nur seinen Wein kaufen, sondern verlange auch, da er diesen Wein im Hause selbst zu trinken gedächte, daß auf jede Flasche ein Pfropfengeld von 30 Cents, wie es üblich wäre, angesetzt werde. Sehr boshaft fürwahr — aber c'est la guerre! biste der Ausgetretenen. Vom 1. bis 15. Dezember. (Nr. 555 57fL) Diamant Eduard, Markör, geb. 30. Oktober 187ö, Kosolua, Jvoüiiitait Poizsony, XIV., Fenzigasse 20. Bisler Josef, Privatbeainter, geb. 18. April 1881 zu Abony, Komi tat Fest. Ungarn. IX., Kolingasse 17. Grünberg Anna, geb. 31. .März 1881 zu Brünn, XVI.. Herbststraße G3. Huß Isidor, k. u. k. Art.-Zeugsoffizial. geb. ] ]. Juni 1864 zu Eibe-nschitz. III., Hohlweggasse 30. Kellner Dr. Friedrich, Privat, gel). 30. September 1885 zu Saaz, Böhmen. IV.. Wolillebengasse 10. Löwith Ella, Private, gel). 20. Mai 1887 zu Wien, I.. Coblvsclnniedgasise 9. Schwarz Bertha, Stickerin, geb. I. Mai 1881, Wien. VI., Strolimayorgass« 15. Siodmak. geb. Bayer, Reise! vel Rosalia, Private, gebiiren 10. Jänner 1870. Czernowitz, Bukowina, VIII., Schlösselgasse 19. Stern Isidor, Beamter, geb. 3. April 18(54. Wien, III., Hörnesga-sse 2. Sucharipa Friedrich, Beamter, »ob. 13. Jänner 1883 zu Brünn. VIII. , AlbeTtgasse 8. Wahringer Rosalia, Artistin, geb. 5. August 1887, AVien. II.. Kleine Molirenga.sse 5. WeiU Friederike, Schneiderin, geb. 8. Februar 1887, Wien. IX. , K:>t<> Löwengasse 8. Zierer Alfred, Privat, geb. 31. M.-i 1872. Wien. IV., Alleegasse 33. Hock Oskar, Kabriksdirektor. gel). iL August 1874, Prag. VII., Siebensteingasse 35. Schuh Richard, geb. 18. März 1879. Wien. VIL. SHiottenfeldgasse 55. Münzer Viktor Alexander, Beamter. 30. Oktober 1870. Wien. VIII., Alserstraße 41. Münzer Ida, Bea.mteiisgattin, geb. 8. Juli 1878. Wien. VI IL. Alserstraße 41. Rabel Bertha, Advokateiisgattin. geb. 22. April 1850. Lipnik. IX.. Scliwarzspanierstraüe 9. Wolf Edith Philippine. Schülerin, geb. KS. November 1895. Wien. IX.. Berggasse 7. Strauß Paul Sidney, Buchhalter, gs\b. 30. Mai 1862, Frankfurt a. M.. V1IL, Lerchentelderstraße RB. Birnbaum Josef, Beamter, geb. 21. Jänner 1880. Wien, IL. Olvi-re Donaustraße 5. ßüchereinlauf. ,1 ii il :i. Verla«- von o n t a r i n i V 1 e m i n g. von ()csterheld u. Co. mit Sonst vertrug sich die preußische Haute-Finange 1 Versicherungsgesellschaften der hohen Politik meist vortrefflich. ^^^^ytrid & Co. Ernest Trampe. E i n K <"» n i g \ Maasz u. Plank. Berlin 1909. Lord Beacon-field (Disraeli). ( Ein psvehologischer Roman. Verlag Berlin 1*909. Dr. Friedri<-h Tezner. Der Kaiser. Oesterreichisches Staatsrecht. Verlag der Mauz schen Hofbuehhandluug. Wien 1909. Insel-Almanacb auf das Jahr 1910. Leipzig, im Insel-Verlag. Adolf Dessaner (i rolistadtjuden. Hornau. Vorlag Wilhelm Braumüller, Wien und Leipzig- 1910. Dr. Ig-naz Zollschan. Das Hasse u p r o Ii 1 e m unter besonderer Berücksichtigung der t Ii e or e t i s c Ii c ii (5 r u n d 1 a g e der jüdischen Hasse ufrage. Verlag Wilhelm Braumüller. Wien und Leipzig 1910. Max Nordau D e r S in n der (Jes c h i c h t e. Verlag von Carl Duncker in Berlin, 1909. — Die konventionellen Lügen der K u 11 u rm en schneit (.">9.—61. Tausend). Verlag von B. Elischers Nachfolger, Leipzig, 1909. Felix Sekloemp. Die m e s c h u g g e n e Ente. Mit einem Geleitworte von Otto Julius ß i e r b a u m. Verlag von Ceorg Müller in München und Leipzig, 1909. Der jüdische Proletarier. Verlag „Die Welt" in Wilna. (Jiddisch.) Franz Kronbonrg. Die V e r s i c h e r u n g s b e d i ngu ngen der in Oesterreich-Ungarn operierenden Lebens- Wien, 1909. In Kommission bei

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