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Neue Nationalzeitung · 1908-04-03 · Heft 14 (3.4.1908) · p. Seite 8

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Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
X (1908)
Issue
Heft 14 (3.4.1908)
Date
1908-04-03
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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„Neue Natiorial-Zefttmg*4 Nr. 14 daher zu Ende des Jahres 1907 47 Ortsgruppen, um zwei mehr als zu Ende des Jahres 1906. Der Sekretär gibt auch aus diesem zweiten Teil des Jahresberichtes einige finanzielle Daten bekannt, aus denen hervorgeht, dass die (h'tsgruppenvorstände nicht überall den für die Erhaltung und Vergrösserung der Mitgliederzahl erforderlichen Eifer entwickeln. Ks wird daher notwendig sein, eine zielbewusste Agitation zur Anwerbung neuer Mitglieder einzuleiten. Schliesslich bemerkt der Sekretär, dass der Ausschuss sich entschlossen habe, künftighin auch wahrend des Jahres zeitweilig kurz gefasste Berichte, über die Tätigkeit des H ilfs\ ercines den Ortsgruppen mitzuteilen. Nach diesem Berichte entwickelt sich eine längere Diskussion, an der sich die Herren Prof. Feuerstein (Bielitz), Siegmund Königsgart e n ( Brünn). Dr. S a m u e 1 y (Wien), der Vorsitzende und der Sekretär beteiligen und in der der Vereinsleitung nahegelegt wird, insbesondere die Errichtung von gewerblichen Schulen (Lehrwerkstätten) ins Auge zu fassen. Vom Vorsitzenden und vom Sekretär wird bemerkt, dass diese Frage schon seit einiger Zeit im Ausschusse des Vereines zur Beratung steht und auch in der Berliner Konferenz besprochen werden dürfte. Hierauf erstattet der Obmann des Aufsichtsrates. Herr Dr. K n ö p f m a c h e r, Bericht über die Gebarung der Vcreinslcitung und beantragt, ihr das Abiolutorium zu erteilen, ein Antrag, der einstimmig angenommen wurde. Ebenso wurde der Antrag der Vereinsleitung, die Zahl der Mitglieder der Vereinsleitung auf 42 und die des engeren Ausschusses auf 15 zu erhöhen, angenommen. Der Antrag der Wiener Ortsgruppen, den Titel des Vereines in ..Verein zur wirtschaftlichen und kulturellen Hebung der Juden in Galizien" zu verändern, damit sofort aus dem Titel der Vereinszweck hervorgehe, wird auf Wunsch der Vereinsleitung mit Rücksicht darauf, dass der gegenwärtige Titel sich bereits eingelebt habe, und eine Titeländerung besonders in Galizien Verwirrung anrichten könnte, abgelehnt. Die Vereinsleitung wird jedoch zu dem bisherigen Titel stets den Zweck des Vereines beifügen. Bei den hierauf vorgenommenen Wahlen wurden mit Stimmencinhelligkeit gewählt, und zwar: In die V e r e i n s 1 e i t u n g die Herren: Adolf Baer. Wien; Max Frank, Wien; Dr. Adolf Kapralik, Wien : Moriz Korit schon er Wien; Adolf P i c k. Wien; Siegmund I1 i e s e n. Wien; Wilhelm S t i a s s n y, k. k. Baurat, Wien: Jos. J. L e i n ka u f. Wien : Moriz S o n n e n s c h ein. Wien; Dr. Ludwig L u s t ga r t e n. Krakau; Dr Adolf Ringel heim, Tarnow; Dr. 'Theodor Sonnenschein, Troppau. in den A u f s i c h t s r a t die Herren : Julius G r a n i c h s t ä d t e n, Dr. Wilh. K n ö p fmacher, Dr. Leopold Kohn. Ferdinand Lövy, W'lhr'm P a D p e n h e i m. Dr. I S.imue!\. i i.e.. (!. •;- 'i 1 (,;•!), sämtlich aus Wien.! •'.•;!) K >ss ib"ric!it c:;:H:limeii wir nachgehende Daten: .1 >n- 1' i'üi'dünen im ]'■}■■ -ichtsjähre Im-rügen K1 •» neu j-' ' d:" A.;~.v d" M daueren!< <)<). \V:, ., f.; ,;1 .1 :<-,?!•• -.vi Mi-, : '■• h>-t K -. v.«u der, A .> V tion K 3293,j<>, aut ^pr./-cnkiwppelei K 534J,;; r, auf sonstige Spesen K 13.672,19.... Das Vereinsvermögen beträgt K 154.765.75. Wie wir erfahren, ist anlässlich der General- Versammlung ein Delegierter aus Kolomea hier erschienen, um namens des dortigen Hilfsvereines eine Kooperation vorzuschlagen. Dieser Antrag wurde jedoch von der Vereinsleitung abgelehnt, da der Kolomeaer Verein erst seine Tätigkeit zu entwickeln beginne. Organisation d«r jüdischen Kauflente. Krakau, 27. März. (Orig.-Korr.) Trotz der eifrigen Bemühungen des Dr. Gross und seiner ,,l'n abhängigen", eine Vereinigung der jüdischen Kaufleute zu hintertreiben, siegten doch die bessere Vernunft und die gemeinsame wirtschaftliche und politische \ot über alle Ueberredungskunst. Die „Vereinigung der jüdischen Kaulleute in Krakau" kam zustande. Der Verein verfolgt ausdrücklich den Zweck, die sozialen, kulturellen und politischen Interessen der jüdischen Kaufleute von Krakau zu fördern. Dichc neue Organisation, die allwöchentlich Zusammenkünfte veranstaltet und heute bereits einen beträchtlichen Teil der jüdischen Kaufmannschaft in sich vereinigt, wird, falls sie ihre Selbständigkeit auch weiterhin bewahren wird, bald ein bedeutender Machtfaktor im politischen Leben Krakaus werden, mit dem jede Partei wird rechnen müssen. Man wird die Wichtigkeit und Notwendigkeit einer solchen Organisation für unsere Stadt erst dann richtig erfassen, wenn man bedenkt, dass die vielen speziellen Interessen der jüdischen Kaufmannschaft bisher in keiner Körperschaft eine entsprechende Vertretung hatten, selbst in der Handelskammer nicht, die doch eigentlich zur Wahrung der Interessen aller Kauf leute des Kammerbezirkes .geschaffen wurde. Ebenso steht lie Sache im Gemeinderate. Hingegen hat jede Partei bisher bei Wahlen nach Belieben über diese wichtigste Klasse der Bevölkerung verfügt und sie folgte auch stets blindlings jedem, der ihr viel — versprochen hat. Nun soll's hoffentlich anders werdenI ff. Die jüdisch* Sprache im G*»m*»iiid«»rate. Podhajce. Bei der *-or einigen Tagen hier stattgefundenen Wahl in die Stadt Vertretung haben die Jüdischnationalen sowohl im dritten, wie auch im zweiten Wahlkörper einen bedeutenden Sieg davongetragen, indem sie die Majorität der Mandate eroberten. Unter den Gewählten befindet sich der Advokat Dr. Neumann, der nach der Wahl erklärte, seine erste Rede in der Stadtvertretung, welche das Programm der Jüdischnationalen entwickeln wird, in jüdischer Sprache zu halten. Das soll nicht nur den Zweck einer Demonstration haben, um die jüdische Sprache zu einer den anderen in Galizien üblichen Volkssprachen gleichberechtigten zu erheben, sondern Dr. Neumann verfolgt hierbei den ganz praktischen Zweck, dass die jüdischen Gemeinderate. \ 011 denen viele der polnischen Sprache gar nicht mächtig und heute nur einfache Abstimmungsm..s. hinen .-ind. genau wissen sollen, worum es sich bei dn P'T.nio^eti liand(;r und wofür ihre Stimmen x ,•••!,.r.^t weiden. Deutsches Reich. Ein Poarrnni in J«ffa. Berlin. 1 >«-m llru . .,. .! •«• .'•-« h.-: Inden erhält nunmehr ualu-it- N.u i.iit hu-n ui,t 1 Uic jJugat auf türkischem Gc-

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