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Neue Nationalzeitung · 1907-06-07 · Heft 26 (7.6.1907) · p. Seite 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
IX (1907)
Issue
Heft 26 (7.6.1907)
Date
1907-06-07
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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isac^wwjnaaswi-i taessmsimsjiBsiismssstsS£^i^MaBSSiM Seite 12 »Neue National-Zeitung« Nr. 26 Ideen wollen Sie meine Tochter heiraten! Entschuldigen Sie, wenn ich Sie nicht weiter anhöre." Und er lenkte seine Hand nach der Reihe elektrischer Glocken auf seinem Palte. „Wie glauben Sie aber, daß wir je nach Palästina kommen werden?" frag der gereizte Künstler. Sir Asher hob seine Augen zur Zimmerdecke. „Wenn es Gottes Wille sein wird," sagte er. „Und wann wird das sein?" „Wenn wir für unsere jetzige Sphäre entweder zu gut oder zu schlecht sein werden. Jetzt sind wir nocli zu neutral. Ueberdies, wird es der Zeichen genug geben." „Weiche Zeichen?" „Lesen Sie Ihre Bibel. Der Berg Zion wird durch ein Erdbeben gespalten werden, wie der Prophet — " (Schluß -folgt.-) Zeitschriften-Rundschau. Jüdisch-deutsche Theateraufführungen im Frankfurt des 18. Jahrhunderts. Die Zeitschrift »Bühne und Welt« veröffentlicht aus einer nachgelassenen Studie von J. J. David (Wien) über das jüdisch-deutsche Drama Ausführungen über die national-jüdischen Theaterspiele, die am Purim-Feste stattfanden. Neben dem Ahasverus-Spiele, als dem für diesen Tag seiner ganzen Natur nach geeignetsten Stoffe, wurde vornehmlich die Geschichte von dem Verkauf Josefs dramatisiert. Dieses Stück ist auch eines der wenigen, von denen wir eine Aufführung verzeichnet finden. J. J. Schudh erzählt im 6. Buche seiner »Jüdischen Denkwürdigkeiten«, pag. 19 und 20, folgendes darüber: »Daß nun auch unseieFranckfurther Juden an ihrem Purim- und Hamanfeste sich wacker heiumb tummeln, essen und trinken und fröhlich sind und allerhand Lustbarkeiten treiben, ist außer allem Zweifel, und wollen wir dessen eine sonderliche und merkwürdige Probe anführen, daß sie ein paar Jahre vor dem Brand (der Judengasse in Frankfurt vom 14. Jänner 1711) auf ihrem Purim allhier im Hause zur weißen oder silbernen Kande, sodamals David Ulff, der jetzo Rabbiner zu Mannheimb ist, eigentümlich zustand und von Low Worms umb Zins bewohnt wird und anjetzo dem Wertheimber von Wien zuständig ist, in ihrer Gasse ein Theatrum aufgeschlagen und eine Komödie von der Verkauffung Josefs gespielet und die bei dergleichen Schauspielern gewöhnlichen Machinen verfertiget, in Verkleidung allerhand Aufzüge vorgestellet, auch sogar einen Pickelhäring in lächerlicher und buntfarbiger Kleidung dabei aufgeführet, welches dann einige Prager und Hamburger Juden-Studenten sollen verfertiget und präsentiert haben, davon der Verfertiger und Haupt-Direktor, wie mich ein Jude berichtet, Bermann von Limburg sein soll, der sich in Friedberg verheiratet und wohnhaft niedergelassen; die Juden, so es mit selben angesehen, können der Wunder nicht genug erzählen, wie Feuer, Himmel und Donner und allerlei wunderliche Sachen dabei zu sehen gewesen, und bedauere ich, daß mir solches nicht vorhero kund worden, damit ich meiner Kuriosität solches selbst mit anzusehen hätte ein Genüge und dem geneigten Leser eine so viel genauere umbständliche Nachricht geben können; sie haben zwei solcher Komödien damals wechselweise agiret, eine von David und Goliath, so nicht in Druck kommen, die andere von Verkauffung Josefs, und das vierzehn Tage vor und vierzehn Tage nach dem Purim, haben auch, umb den großen Zulauff abzuhalten, zwei Soldaten an die Tür des Hauses, worin sie agiert, gestellet, und daß sich endlich auch Christen als Züschauer angemeldet, haben die Baumeister das fernere agieren bei zwanzig Thaler Straffe verboten. Daß die Juden ein gar großes Vergnügen müssen daran gehabt haben, ist dahero wohl anzunehmen, daß sie nicht nur diese Komödie auch sogar mit hebräischdeutscher Schrift in Octavo, doch ohne Benennung Zeit und Orts trucken lassen, so aber Johann Wust in Frankfurth gedruckt, sondern auch, da durch den großen Brand die Exemplare im Feuer verzehrt worden, dasselbe anno 1713 allhier wieder auflegen lassen, daß davon beide Editionen in der Sache selbst ganz genau mit einander übereinkamen. Der Unterschied ist, daß in der ersten Edition, wie gedacht, weder Jahr noch Ort, sondern nur auf dem letzten Blatte steht: gedruckt durch den jungen Low Ginzburg von Frankfurth am Main«. Dieser Bericht ist in mehr als einem Sinne interessant. Wir hören von jüdischen fahrenden Schülern, die aus Prag wie Hamburg nach Frankfurt gekommen waren, wohl um einen berühmten Rabbi zu hören. Sie spielen Komödie und ein Teil davon scheint dauernd Geschmack daran zu finden; denn er zieht weiter — der fahrende Schüler war in rastloser Bewegung — und wiederholt in Metz das Schauspiel, das in Frankfurt solchen Erfolg gefunden. Man darf sagen: der Keim zu einer jüdischen Wandertruppe ist so gegeben. Priuate ITlitteilungen. Das Erwachen des Frühlings! Die Frühlingsluft bringt allen Leidenden erneute Hoffnung aüf Genesung. Darunter sind auch viele, die durch eine schlechte Verdauung und deren unangenehmen Folgeerscheinungen gequält werden. Allen diesen Personen möchten wir raten den Versuch zu machen, nur solche Speisen zu genießen, die mit »Ceres« Speisefett zubereitet wurden, denn der Hauptgrund der lästigen Verdauungsbeschwerden ist oft der Genuß schwerverdaulicher Fette. »Ceres« Speisefett ist, wie durch wissenschaftliche Untersuchungen festgestellt wurde, wohl am leichtesten verdaulich. Es ist absolut frei von allen fremden und schädlichen Beimengungen. 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Bestellungen und Geldsendungen, auch Postmarken) sind zu richten an die Administration »Neue National-Zeitung«, Wien, I., Zelinkag J

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