Neue Nationalzeitung
- Journal
- Neue Nationalzeitung
- Volume
- IX (1907)
- Issue
- Heft 16-17 (29.3.1907)
- Date
- 1907-03-29
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 16 ^eue National-Zeituiig Nr. 16/17 mir, eine Reise zu machen. Sie meinen, daß eine Seereise und eine Luftveränderung von gutem Einfluß auf meine Gesundheit sein werden." „Mr. Rosenfeld" fragte ich, „haben Sie irgendwelchen Beistand von Ihren Freunden in der Welt erhalten?" „Ich bin sehr gerührt" antwortete er, „über die herzliche Teilnahme, die ich erfahren habe. Es ist mir in meinen schweren Leiden ein großer Trost, zu sehen, daß ich so viele treue Freunde in der ganzen Welt habe. Die Anklage, welche man gerne gegen das jüdische Volk richtet, daß es seine Dichter und Denker vernachlässige, trifft in meinem Falle nicht zu. Aber meine Krankheit hat solch große Ausgaben für Arzt und Arznei verursacht, daß alles, was ich hatte, dahin ist. Mein Unglück ist wahrlich groß. Der einzige Sohn, den ich hatte, 16 Jahre war er alt und ein tüchtiger junger Mensch, starb im verflossenen Jahre nach einer Krankheit von nur sechs Monaten. Zwei Schwäger hatte ich, die mich unterstützten. Der eine starb vor einem halben Jahre, der andere, ein Maler, fiel von einem Gerüste und brach ein Bein. Und ich habe das Gefühl, daß das Unglück in meiner Familie niemals aufhören wird." Im weiteren -Verlaufe des Gespräches bat Morris Rosenfeld den Berichterstatter, ihm das Gedicht „Der blinde Bettler" zu rezitieren, das dieser auf der demnächst in St. Louis stattfindenden Rosenfeldveranstaltung vorzutragen beabsichtigte. Als der Vortragende an die Worte kam „Der Alte, der da zitternd steht in Frost und Wind, Er war nicht immer krank und schwach und blind" brach der unglückliche Dichter laut schluchzend zusammen." Liste der Ausgetretenen. (Vom 1 bis 21 März 1907.) Josefa Stettner aus Prag, geb. am 27. April 1885, ledig, Private; Robert Hirsch aus Wien, geb. am 22. September 1883, ledig, Musi«er; Leo Rosner aus Wien, geb. am 23. März 1880, ledig, Manipulant; Gisela Baß aus Wien, geb. am 29. Jänner 1886, ledig; Sigmund Schmidt aus Wien, geb. 13. Oktober 1871, verh., Handelsagent; Rudolf Löwy aus Jungvorschitz, geb. am 19. März 1875, ledig; Dr. Artur Kriser aus Leopoldsdorf, geb. am 2. April 1878, ledig, Industrieller; Bafia (Berta) Frankel aus Iwadzow-Gorny, geb. am 14. Dezember 1881, ledig, Hilfsarbeiterin; Lina Gelb aus Wien, geb. am 22. November 1876, ledig, Köchin; Arnold Frankel aus Bieiitz, geb. am 20. Jänner 1866, ledig, Geschäftsdiener; Friederike Kraus aus Wien, geb. am 6. Oktober, 1884, ledig, Private; Karoline Barth, aus Chuno (Böhmen), geb. am 1. Juni 1878; Rosa Than aus Rochlitz {Böhmen), geb. am 1. März 1875, ledig, Verkäuferin; Mayer (Moritz) Reiß aus Lemberg, geb. 14. September 1851, verheiratet, Hauptkassier; Dr. Oskar Wink ler aus Wien, geb. am 31. Juli 1882, ledig, Privat; Eugen Duschanek aus Szerb-Keresztur, geb. 7. Mai 1892, ledig; Emil Weiß aus Zahornitz, geb. am 11. November 1877, ledig, Schneidergehilfe; Hans Pick aus Dresden, geb. am 17. Juni 1888, ledig; Lim Goldmann aus Rosenau (Ung.), geb. am 2. März 1863, ledig; Max Mautner aus Wien, geb. am 9. Mai 1886, ledig; Mathilde Rosenberg aus Wien, geb. am 22. Feber 1870, Private, ledig; Mariam (Margarethe) Gold st ein aus Smyrna, geb. am 3. März 1887, ledig, Privat; Paul Dusch nitz aus Wien, geb. am 7. Jänner 1882, ledig, Bergingenieur; Emil Fisch ei aus Wien, geb. am 1. April 1881, ledig; Adele Fleischhacker aus Groß-Kanisza, ledig, Handarbeiterin; Leontine Leuchtag aus Wien, geb. am 17. Oktober 1878, ledig, Private. Briefkasten der Redaktion. M. B. in Wien. Ihre talmudische Betrachtung ist sehr interessant. Wir haben Ihren Aufsatz unserem Faclireferenten übergeben. Dr. S. in Cz. Briefliche Erledigung zu umständlich. Unser Herausgeber dürfte nächste Woche in Ihrer Stadt sein und wird Gelegenheit haben, mit Ihnen die Sache persönlich zu besprechen. Eingesendet. Oesterreichischer Lloyd. Vom 19. März ab begann der Um tausch der alten Lloydaktien gegen neue Stücke und gleichzeitig di Ausübung des Bezugsrechtes auf die neuen, zur Emission gelangenden 36.000 Aktien. Die Generalversammlung vom 29. Dezember v. J. hat die Reduktion und gleichzeitige Erhöhung des Aktienkapitals des Oesterreichischen Lloyd beschlossen und diese Beschlüsse haben die staatliche Genehmigung erhalten. Die derzeit im Umlaufe befindlichen 24.000 auf je 600 Kronen Nominale reduzierten Aktien werden gegen 36.000 neue Aktien im Nominale von 400 K in der Weise umgetauscht, daß gegen je zwei alte Aktien drei neue Aktien ausgegeben werden. Zugleich wird das Aktienkapital durch Ausgabe weiterer 36 000 Aktien ä 400 K um 14 400.000 K erhöht und den Aktionären das Bezngsrecht auf die neue Emission zum Parikurse eingeräumt. Je eine Aktie ä 400 K gibt das Anrecht zum Bezüge je einer neuen Aktie. Der Umtausch der alten Stücke sowie die Anmeldung des Bezugsrechtes erfolgen in Wien bei der Unionbank, in Triest bei der Liquidatnr der Dampfschiffahrtsgesellschaft des Oesterreichischen Lloyd und bei der Filiale der Unionbank. Das Bezugsrecht ist bei sonstigem Verluste desselben bis inklussive 15. April d. J. auszuüben. Bei der Anmeldung ist eine Anzahlung von 100 K zu leisten, der Restbetrag samt den Stückzinsen ist bis 30. Juni d. J. zu berichigen. Vorerst gelangen Bezugsscheine zur Ausgabe, welche vom 1. Juli d. J. ab gegen die definitiven Stücke umgetauscht werden. Erste Wiener neu eröffnet 5r Wien, L, Krugerstraße 13. Es gelangen zum Verkaufe: Wirtschaftsteppiche, 200/300 ........von Persia, 200/300 .............„ Brüsseler Ia, 200/300 ...........„ Tapestrie, Schafwolle, 200/300 ......... Velonrsplüsch, 200/300 ..........r Laufteppiche in allen Breiten.......„ Bettvorleger...............„ Wandteppiche..............„ Spitzenvorhänge per Fenster . . ... . . . r Tüllstores mit Applikation.........„ Portieren................, Tuchvorhänge, gestickt..........„ Plüschtischdecke, gestickt........„ Tuchtischdecke.............., Garnitur: 2 Bett-, 1 Tischdecke......„ Diwanüberwurf..............„ Flanelldecken.............. Steppdecken...............„ Perser Üeberwiirfe garantiert echt.....„ Perser Verbindungsteppiche........„ Enormes Lager echter Perserteppiche. — Durch Ankauf einer großen Post echter Perser direkt aus dem Orient, noch alt verzollt, ist die Anstalt in der Lage, billiger als jedes andere Unternehmen zu verkaufen. Die Anstalt verleiht zu allen Gelegenheiten sämtliche Arten von Teppichen und verkauft bereits im Gebrauch gewesene Waren mit bedeutendem Preisnachlaß. 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