Mannheim
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Blau-Weiss-Blätter · 1924-07-01 · 9 (7.1924) · page 17

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
9 (7.1924)
Date
1924-07-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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N O T I Z E N Die Form d Der Gautag in Forchtenberg erfuhr seine Vorbereitung in^ ausgedehnter Weise. Es gingeine kurze Besprechung im engen Kreise in Nürnberg dem Rundschreiben voraus und ihm folgte unmittelbar eine Führersitzung sämt- Iipher südwestdeufscher Bünde in Mannheim. Die Stimmung für das viele sehr merkwürdig anmutende Programm sollte vorbereitet und schon von vornherein die allgemeine Verantwortlichkeit für den Verlauf der Tagung geweckt werden. Leider war das Resultat der Vorbereitungen fast gleich Null. Das Ergebnis des Gautages möge viele anders belehrt haben. Wenn heute nach Verlauf des Tages noch der Versuch gemacht werden soll, auf die Grundlage der Tagung einzugehen, ist folgender Grund maßgebend: Das Programm von Forchtenberg mußte vorher als Versuch gelten, heute nach dem Gelingen ist es wichtig, die Folgerungen für den Gesamtbund zu ziehen. Der leitende Gedanke erwuchs aus der Parole: Regeneration des Wanderbundes. Das Programm war aus- 'schließlich eingestellt auf die ihm eigentümlichen Lebensformen. Es muß als ein großes Glück, das freilich nicht zufällig eintraf, bezeichnet werden, daß die Aussprache auf der (ursprünglich nicht vorgesehenen) Sitzung in ungemein zwingender Weise die Folgerungen aus Programm und Verlauf des Tages ausgebaut hat. s Gautages. Die Gliederung des Blau-Weiß in Wanderbund und Älteren-Bund, die hoffentlich in Forchtenberg eine starke Förderung erfahren hat, war seit vielen Jahren für größere Veranstaltungendes Bundes ein entscheidendes Problem. Der Gegensatz der Gruppen ist so verschieden, daß man sich nur wundern kann, daß der „Kriegsausbruch" immer wieder durch gegenseitige Konzessionen aufgeschoben werden konnte. Bisher konnte dies geschehen, da kein objektiver Maßstab für die Richtigkeit einer Anschauung oder einer Arbeitsweise bestand. Heute liegt dieser Maßstab vor aller Augen im Aufbau der Kolonie und hier scheidet sich die Arbeit. Wie heute in der zionistischen Organisation die Erkenntnis durchdringt, Aus-au der Organisation (Propaganda) und Geldaufbringung seien gleichbedeutende Faktoren und man könne nicht eine Arbeit um der anderen Willen vernachlässigen, so gilt auch heute im Blau-Weiß das Prinzip der Arbeitsteilung. Auf der einen Seite: Stärkung des Bundes, was nur geschehen kann bei Erkenntnis, der Quellen seiner Kraft aus dem Wandern der Züge, auf der anderen Seite: Berufliche Vorbereitung, dietechnische Vorbereitung der Kolonie,, und als wichtigstes menschliche Vorbereitung des reifenden Menschen. Dieser Gegensatz mußte auf allen Bundestagen, die verflossen sind, ihren Verlauf entscheidend beeinflussen. Es. 143-

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