Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1923-1924) Neue Folge
- Issue
- 8 (4.1924)
- Date
- 1924-04-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2425321-2425322-2425329--1363-2425627- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Gustav Karpeles, Geschichte der jüdischen Literatur. 2 Bände. 2. Aufl. 1909. Moritz Steinschneider, Die Geschächtsliteratur der Juden in Druckwerken und Handschriften. Frkft. 1905. Die Sagen der Juden, gesammelt und bearbeitet von Micha Josef bin Gorion, 3 Bände. Frankfurt a. Main, Rütten & Lonning. Der Born Judas, Legenden, Märchen und Erzählungen, 6 Bände gesammelt von Bin Gorion. Leipzig Inselverlag. Schudt, Jüdische Merkwürdigkeiten. The Jewish Encyk^lopaedia. 12 Bände. London-New York 1901—1906. Hamburger, Realencyklopädie des Judentums. Strelitz 1883/97. b) Biblische Zeit. Julius Wellhausen, israelitische und jüdische Geschichte, Brln. Reimer. „Alle alttestamentliche Arbeit fußt heute, auch wo sie noch so viel von ihm abweicht, auf den großartigen Arbeiten J. Wellhausens. Seine zentrale Vorstellung von der Art der Entwicklung der jüdischen Religion dürfte wohl mit dem Ausdrück „immanent evolutionistisch" am ehesten zu kennzeichnen sein. Die eigenen, inneren Entwicklungstendenzen der Jehovareligion bestimmen, wenn auch natürlich unter dem Einfluß der allgemeinen Schicksale des Volkes, den Gang der Entwicklung. Die auifallende Leidenschaftlichkeit, mit weicher er sich gegen Eduard Meyer wehrte, erklärt sich aus dieser letzlich doch wohl religiös bedingten Prämisse. Denn die Arbeit Ed. Meyers stellt das konkrete historische Schicksal und Ereignis in den Vordergrund der kausalen Zurechnung und bevorzugt also eine, in diesem Sinn, „epigenetische" Erklärung. Für die zwischen beiden erörterte Frage dürfte heute Ed. Meyer nach der so gut wie allseitigen Meinung im Recht geblieben sein. Eine „evolutionistische" Behandlung der israelitischen Religionsgeschichte kann namentlich dann leicht auf den Boden von Voraussetzungen treten, welche die unbefangene Erkenntnis trüben, wenn sie — was übrigens bei Wellhausen gerade nicht zutraf — die Ergebnisse der modernen Ethnographie und vergleichenden Religionswissenschaft für die konkrete Religionsentwicklung Israels dogmatisiert, also annimmt: jene magischen und animistischen Vorstellungen, welche fast über die ganze Welt hin bei primitiven Völkern beobachtet werden, müßten auch in der Religionsentwicklung Israels am Anfang stehen und erst in deren weiterem Verlaufe den höheren religiösen Konzeptionen Platz gemacht haben." (Max Weber) Klostermann, Geschichte des Volkes Israel. München 1896. R. Kittel, Geschichte des Volkes Israel. 2 Bd. Gotha 1912 u. 1909. J. Benzinger, Geschichte Israels bis auf die griechische Zeit. Göschen. 1912. Alfred Bertholet, Kulturgeschichte Israels. Güttingen 1920. Max Weber, Gesammelte AufsKtze zur Religionssoziologie. III. Band. Tübingen 1921. Das antike Judentum. 107