Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1923-1924) Neue Folge
- Issue
- 7 (2.1924)
- Date
- 1924-02-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Äußerungen ihres Lebens einer Betrachtung unterziehen könnte. Niemand wird leugnen, daß sie eine Erweiterung des Bundes und eine wertvolle Bereicherung seines Lebens bedeuten. Um aber ihrer Pflicht zu genügen, dürfen sie nicht im Gegensatz zum Waoderbund treten wollen, sie dürfen nicht abschwächen und relativieren, sondern müssen stärken helfen, was wesentliche Errungenschaft des Zugslebens bedeutet. Ebenso werden die Züge wissen müssen, daß die Korporation eint geradlinige Fortsetzung und kein Gegensatz zu einem Leben sein darf. Nur so kann die einheitliche Kraft des erweiterten Bundes gesichert und eine Harmonie seiner beiden Lebenskreise gewahrt werden. Stärker als zuvor ist schließlich das Leben des Blau-Weiß — nach Leipzig — auch von den Geschehnissen an der dritten Front bestimmt: Von der Sorge für unsere Siedlung In Palästina. Indem sich dort ein Bund zu bilden und mit ihm das Leben des Blau-Weiß an einigen Stellen zu regen beginnt, wird es sich zu erweisen haben, in wie weit der Blau-Weiß fähig ist, dauernde Leistungen zu schaffen. Die Schaffung des palästinensischen Bundes als des vielleicht in Kürze schon eigentlichen Zentrums des Bundes ist fast die größte der Aufgaben, die der B'au-Weiß in diesen Monaten zu erfüllen hat. Will man ein abschließendes Urteil Ober die Situation des Bundes nach Leipzig fällen, so muß ausgesprochen werden, daß überall heute — stärker als im letzten Jahre — sich neues .Leben zeigt und daß wir in einem Umbildungsprozeß stehen, dessen Folgen noch nicht abgesehen werden können. Berlin Erich Cahn. Bibliographie. (Zweiter Teil) I. . Bücher, die einem ganzen Zug, etwa Vierzehnjährigen in gleicher Weise wie Achtzehnjährigen nicht nur Quelle gelegentlicher Unterhaltung, sondern Stoff zu gemeinsamem Erlebnis werden können, sind außerordentlich selten. Diese Bücher müssen, wie wir meinen, von wahrhaften Dichtern stammen, von solchen, die weder bloß über das Leben reden, noch geschickte Photographen sind. Sie müssen die Breite und Fülle des Lebens zu deutlich umrissenen Gestalten ausgeformt haben, die sich nicht nur an einen kleinen Kreis wenden, sondern die, von den starken Säften des Volkstums durchtränkt, selbst wieder einfach, verständlich und groß zu allen sprechen. Eine Zusammenstellung wird entsprechend jeweiliger Erfahrung nie lückenlos sein oder abgeschlossen werden können; die folgende verzichtet als erster Versuch in ihrer Art erst recht auf jeden kanonischen Anspruch. Bibel, etwaSaul-Davidgeschichte (Schmuelaleph, 16—31), Absalomgeschichte (Schmuel beth, 13-18) etc. Theodor Herzl, Tagebücher, besd. das erste Buch (Bln. 1922, Jüdischer Verlag. 1, 3—210). 63