Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1923-1924) Neue Folge
- Issue
- 6 (1.1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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N O T I Z E N Bericht der Exekutive der zionistischen Organisation an den 13. ZionistenkongreH Karlsbad 1923. i.; i . . . . . „Nur ein gewisser Teil der Einwanderer hat in Palästina bereits dauernde Beschäftigung gefunden; der andere Teil hat nur vorübergehende Beschäftigung bei öffentlichen Arbeiten, bei Bauarbeiten und kann noch nicht als definitiv angesiedelt gelten. Es war bisher möglich, für diese Einwanderer Arbeit zu schaffen, weil die Bautätigkeit eine rege war und weil die Zionistische Exekutive durch ihre Ab- . teilung für Arbeitsbeschaffung zusammen mit der Arbeiterbank, welche der Arbeiterorganisation Kredite zur Übernahme von öffentlichen Arbeiten zur Verfügung stellte, sich alle Mühe gab, den Einwanderern Arbeit zu verschaffen. Aber eine Stockung in der Bautätigkeit oder in den öffentlichen Arbeiten kann trotz aller dieser Bemühungen für viele Einwanderer Arbeitslosigkeit herbeiführen. Es ist das zentrale Problem unserer Wirtschaftspolitik in Palästina, daß wir nicht nur Einwanderer in das Land bringen, sondern diese auch 'gleichzeitig init einer dauernden Existenz versorgen müssen. Solch eine dauernde Existenz liegt nicht in den öffentlichen Arbeiten oder Bauarbeiten, die immer nur eine beschränkte Zahl von Arbeitern beschäftigen können und bei denen die Arbeiter, sobald die Arbeit beendet ist, wieder arbeitslos dastehen und sich von neuem Arbeit suchend an die Zionistische Organisation wenden. Dauernde Existenzmöglichkeiten durch Handel oder Vermittlertätigkeit sind ebenfalls sehr beschränkt, weil der Handel überhaupt in Palästina noch sehr gering ist und der Handel mit den Arabern zum allergrößten Teil in 'den Händen geschäftstüchtiger arabischer Kaufleute liegt. Eine dauernde Existenz können Einwanderer deshalb nur dann finden, wenn sie Produzenten werden, d. h. wenn sie in der Landwirtschaft oder in Industrie und Handwerk Beschäftigung finden. Vermehren wir auf diese Weise die Zahl der Produzenten, so schaffen wir damit gleichzeitig automatisch auch Existenzmöglichkeiten für Kaufleute Beamte, Transportarbeiter, Lehrer, ärztliches Personal usw. Nach den bisherigen Erfahrungen kann man sagen, daß, wenn wir SO Leute in Landwirtschaft, Handwerk und Industrie dauernd unterbringen, dann die gleiche Zahl von Einwanderern, sich ohne Hilfe unsererseits in Handel, 28