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Blau-Weiss-Blätter · 1924-01-01 · 6 (1.1924) · page 26

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
6 (1.1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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das hat seinen ersten Grund in der wachsenden wirtschaftlichen Not in Deutschland und in dem rapiden Anwachsen unserer Aufgaben. Die im Augenblick für das Praktikantenamt akuten Arbeiten sind folgende: I. Schaffung neuer Zentren für das Frühjahr. II. Verteilung der Menschen zum Frühjahr. III. Schaffung eines Blau-Weiß-Praktikantenfonds. Zu I. Problemlos ist das Entstehen von zwei oder drei sogenannter Bauernzentren. Wie oben ausgeführt, nehmen die Bauern, bei denen unsere Jungen einmal gelernt haben, sehr gern wieder Leute. Wenn wir nun alle unsere Jungen auf solche Bauernzentren verteilen könnten, wäre die Frage leicht gelöst. Das ist aus den oben schon angeführten Gründen nicht möglich: Die Vorbereitung auf Palästina erfordert eine vielseitigere Ausbildung und die Anforderungen an die jüngeren sind bei Bauern oft zu groß. Daher macht sich die Schaffung von noch wenigstens einer Siedlung und zwei oder dreier Praktikantenheime auf größeren Gütern nötig. Diese Pläne sind Fragen von Menschen und Mitteln, und damit kommen wir zu den beiden nächsten Punkten. Zu II. (Umbesetzung im Frühjahr.) Die Verteilung der Praktikanten geschieht aus zwei Gesichtspunkten heraus: Der bestmöglichsten fachlichen Ausbildung und einer Zusammensetzung der Zentren nach den Notwendigkeiten einer fachlichen und menschlichen Harmonie. Durch die Zurückbehaltung einer Reihe bereits für Palästina qualifizierter Kräfte sind wir diesen Aufgäben gewachsen. Ein namentlicher Vorschlag wird bis zum ersten Februar 1924 dem Ueberweisungsressort der Bundesieitung zur Genehmigung vorliegen. Zu III. (Praktikantenfonds.) Die Fortsetzung unserer bisherigen Finanzierungsweise ist aus zwei Gründen unmöglich. 1. versiegen wie oben ausgeführt die Quellen, 2. hat die Arbeit an Umfang bedeutend zugenommen. Unsere Ausgaben werden sich auf folgende Konten verteilen: 1. Schaffung einer neuen Siedlung. 2. Schaffung zweier neuer Elevenheime. 3. Taschengeld für eine Reihe von Jungen. 4. Reisegelder zum Antritt von Stellen. 5. Arbeitszeug. 6. Tarbutausgaben. 7. Schaffung eines Praktikantenressorts bei der Bundesleitung. Zu 1 wäre die Loslösung der notwendigen Gelder aus dem allgemeinen Praktikantenfonds zu erwägen. Wir müssen unter allen Umständen versuchen, noch mehr Männer zu finden, wie die Besitzer des Markenhofs, von Löwen" berg und von Halbe, die bereit sind, sich Güter zu kaufen und sie uns zur Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen. Wenn es bei der heutigen Lage in Deutschland schwer sein wird, hier derartige Menschen ausfindig zu machen, müssen wir uns ans Ausland wenden. Ich bin überzeugt, daß sich bei dem großen Interesse, auf das unsere Bewegung heute überall stößt, Leute finden lassen, die allein oder gemeinsam mit Freunden bereit sind, für einen solchen Zweck 120/150000 — Mark zu investieren; besonders, da ihnen ja das 26

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