Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1923-1924) Neue Folge
- Issue
- 6 (1.1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Löwenberg: 60 Morgen, 2 Pferde, 2 Kühe, Kleinvieh, Betrieb gärtnerisch (Obstplantage, Kalt- und Warmhaus), 7 Jungen, 3 Mädchen. Leitung Fritz Pollack. Gärtnerisch technisch ein deutscher Obergärtner. Der Betrieb balanciert. Ludwigshorst: 2000 Morgen, intensiv bewirtschaftetes Gut, 14 Praktikanten, Leitung des Praktikantenheimes: Rudi Kaufmann. Das Elevenheim ist dem Gutsbetrieb in der Form angegliedert, daß die Jungen mit den Arbeitern morgens zur Arbeit eingeteilt werden. Näheres unter III. Holstein: Bauernzentrum: Bei verschiedenen Bauern (hauptsächlich Milchwirtschaft in denselben oder benachbarten Dörfern) arbeiteten im Sommer 9 Jungen. Der Zusammenhang war das ganze Jahr über durchaus gut. Buckow: 160 Morgen, Landwirtschalt, 4 Pferde, 6 Kühe. Betrieb mittel intensiv, 5 Jungen, 2 Mädchen, Leitung Wollmann (Nicht Blau-Weißer, Zionist). Berlin: Die in Berlin zum Studium weilenden 9 Praktikanten hatten keinerlei Zusammenhang, sie waren sämtlichst intensiv an der Arbeit in den Zügen beteiligt. Nach den bisherigen Erfahrungen, war der Plan der Zentralisierung ein in jeder Beziehung glücklicher. Die Schwierigkeiten persönlicher und sachlicher Art, die für Jeden Jungen, der aus der Stadt in die Landwirtschaft kommt, unter allen Umständen früher oder später auftreten, werden leichter überwunden. Durch dauernden Meinungsaustausch wird der Kontakt mit dem Bunde und der zionistischen Bewegung aufrechterhalten, theoretische und hebräische Arbeit werden überhaupt so erst ermöglicht. Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, daß die Jungen und Mädchen auf das Kwuzah- Ieben psychisch vorbereitet werden. Wir wissen heute, daß dasselbe aus wirtschaftlichen Gründen für die erste Zeit in Palästina unumgänglich nötig ist. Wie weit man sich später für Gruppe oder Einzelsiedlung entscheidet, ist eine andere Frage. Sie kann im Rahmen dieses Berichtes ebensowenig erörtert werden, wie die Ausbildung der Mädchen, die in weiterem Sinne hierher gehörte und die Frage des Innenlebens der einzelnen Gruppen. Zu diesem Punkte sei hier nur festgestellt, daß es mit einer Ausnahme (Buckow) überall durchweg als geglückt empfunden wurde. Ausnahmslos hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, daß im Mittelpunkt des Lebens und Interesses das wirtschaftliche Gedeihen der Siedlung und der Fortgang der Arbeit zu stehen hat. Einzelberichte der Siedlungen, die hier zu weit führen würden, gehen der Bundesleitung in den nächsten Wochen zu. Zu II. (Ausbildungsplan.) Der Ausbildungsweg der einzelnen Jungen wird von zwei Punkten an bestimmt, unserm Ziel: der Kolonie in Palästina und dem Ausgang der Veranlagung des Betreffenden. Die Arbeit des vergangenen Jahres hat in erster Reihe darin bestanden, diese beiden Punkte festzulegen. Allgemein ist dazu zu sagen, daß die landwirtschaftliche Ausbildung mindestens a/B, die gärtnerische *, 5 Jahre dauern soll. Davon dient das erste Jahr der Erlernung der primitivsten landwirtschaftlichen Vorkenntnisse, (Mähen, melken, mit Pferden umgehen, pflügen usw.) sowie der ersten 23