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Blau-Weiss-Blätter · 1923-07-01 · 5 (7.1923) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
5 (7.1923)
Date
1923-07-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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bahn und Erdboden gebildete Winkel mit Rasenstücken oder Moos gut zu verstopfen (Abb. 7). Beim Bau mehrerer Zelte ordnet man diese halbkreisförmig um einen Lagerhof, in dessen Mitte sich das Lagerfeuer befindet, an. Die Zelteingänge müssen auf iden Mittelpunkt des Hofes zu gerichtet sein. Das ganze Lager wird dann mit einem Zaun, (aus starken Baumästen geflochten, oder z. T. aus igroßen Steinen) umgeben, der ein besonderes Tor für den Eingang freiläßt. iKochfeuer und Abfallgrube werden auf der Außenseite des Halbkreises, am besten auf den zwischen den Zelten freigelassenen sektorförmigen Plätzen angelegt. Das Feuer muß so liegen, daß der vorherrschende Wind den Rauch nicht in das Innere des Lagers, sondern von dem Lager fortbläst. Zum Bau eines Lagers wird man immer mehrere von einander verschiedene Zeltformen anwenden, um dem äußeren Bilde eine größere Lebhaftigkeit zu geben, z. B. 2 Vierer- und 1 Sechserzelt, oder 1 Dreier- und 2 Sechserzelte. Am Kopfende eines jeden Schlafplatzes wird der Rucksack untergebracht. Er wird so gepackt, daß Wäsche und sonstige Kleidungsstücke obenauf liegen und ihm dadurch als Kopfkissen verwendbar machen. Das Zelt ist jeden Morgen vollständig auszuräumen und gut zu lüften: dann werden die Schlafplätze von neuem eingeräumt; die Decke oder der Schlafsack (siehe unten) und das Nachthemd werden zusammengelegt und finden tagsüber bei dem Rucksack am Kopfende Platz. Die Lebensmittel sollen möglichst nicht in den Zelten, in denen man schläft, untergebracht werden. Sind genügend Zeltbahnen vorhanden, so kann dafür ein besonderes Dreierzelt gebaut werden. Sonst .muß für die Lebensmittel eine tiefe 'Grube ausgehoben werden, die im Innern mit Steinen ausgekleidet wird: sie wird mit einer aus Zweigen geflochtenen Matte, die durch Gras, Stroh oder Laub wasserdicht gemacht wird, zugedeckt. Hat man Moos in genügender Menge zur Verfügung, so kann man den Boden im Zelt mit großen Moosstücken (im ganzen ausgestochen)_auslegen. Statt Moos kann man auch Laub oder Heidekraut verwenden. Falls eine derartige Auspolsterung nicht zu beschaffen ist so kann man auch ohne diese auskommen, muß dann aber den 'Erdboden der Körperform anpassen. Der Boden wird an der Stelle, auf die das Gesäß zu liegen kommt, etwas vertieft, und der ausgehoben« Boden unter dem Kreuz zu einer kleinen Erhöhung aufgeschichtet. .Der Schlafsack ist der gewöhnlichen Decke unbedingt vorzuziehen, da durch ihn der ganze Körper gut eingehüllt ist. Man stellt ihn in der einfachsten Form dadurch her, daß man eine große Schlafdecke einmal zusammenlegt und dann die zwei 81

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