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Blau-Weiss-Blätter · 1923-06-01 · 4 (6.1923) · page 18

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
4 (6.1923)
Date
1923-06-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Der Prünner Bundestag hat einen einheitlichen Bund geschaffen, und die strengere Formung, die den Bund seit Prunn kennzeichnet, zeigt immer deutlicher den gemeinsamen Weg des ganzen Bundes. So kann der Bundestag diesmal wirklich ein Festtag des Bundes werden. (Ueber die Führersitzung ein andermal.) Der Vorschlag der Bundesleitung, ein Zeltlager aufzuschlagen, gibt den besten Rahmen, den man sich denken kann. Nein! Viel mehr als einen Rahmen. Jeder .Bund kann hier bereits aktiv den Bundestag vorbereiten, indem er sich die Lagertechnik zu eigen macht. Wir sind gerade dabei,' uns genügend Zeltbahnen zu verschaffen, um dann sofort zu beginnen. Die Jungen träumen schon davon, daß ihr Zelt am besten aufgebaut sein und am schönsten aussehen muß. Alle Möglichkeiten des „Wigwams" werden bereits theoretisch „studiert". Hoffentlich können wir in Bälde in der Praxis „studieren"! Auf jeden Fall müssen alle Bünde von dem Willen durchdrungen sein, daß das Zeltlager zustande kommt und daß es gut wird. Dann kann das gemeinsame Leben im Lager, die dauernde Berührung aller Blau-Weißen, gemeinsames Baden, gemeinsame Mahlzeiten etc. schon dem Bundestage das Gepräge geben. Und dann das Spielen. Weißt Du, hier muß es diesen Bundestag ganz anders werden. Nicht wieder alleiniges Spielen einer „Kanonenmannschaft", sondern der ganze Bund muß spielen. Eine riesige Festwiese, ein frohes Getümmel von Groß bis Klein. Gerade beim Spielen kommt es so sehr auf die Einstellung an, mit der man hinkommt. Will man nur zuschauen, wie da andere spielen, so hat man selbst nie recht gespielt. Denn nicht auf die besondere Güte des Spielens kommt es an, sondern auf die Freude und Hingabe, mit der man spielt. Wer so zum Spielen kommt, kann garnicht herumstehen, sondern muß sich freudig „in den Strudel der Spieler" stürzen- Und die Spiele der Kleinen! Auf sie muß großer Wert gelegt werden, sie müssen gut organisiert sein, und die Bundesleitung muß möglichst •bald die Spiele mitteilen, die sie spielen sollen, damit wir evtl. noch üben können. Meine Jungen brennen darauf, es zu wissen,, denn sie woHen doch natürlich gewinnen. Mit dem Ueben von neuen Liedern sind wir schon eifrigst beschäftigt. »Denn auch das Singen muß schön werden. Neue Lieder mußten von recht vielen Bünden gesungen werden. Auch hier kann jeder Bund mithelfen, daß unser Liederschatz vermehrt wird. Wir haben auch nach hebräischen Liedern Umschau gehalten, doch leider ohne Erfolg. Es wird doch wohl jioch einige Zeit dauern, bis es in Erez Israel richtige hebräische Volkslieder geben wird. Aber weißt Du, das Singen ist so unendlich wichtig für den Aufbau des Zuges. Und der Gedanke, am Bundestage neue Lieder zu singen und auch zu lernen, gibt den Jungen einen großen Ansporn- Und wie ist es bei Euch mit den Arbeiten für den Bundes- 62

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