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Jüdische Weltrundschau · 1940-04-22 · 16-17 (22.4.1940) · p. Seite 12

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
2 (1940)
Issue
16-17 (22.4.1940)
Date
1940-04-22
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU 22. April 1940 JUDEN IN SÜDAFRIKA Iit Beantwortung einer Frage, eines nationalistischen Parlamentsmitgliedes erklärte der südafrikanische Innenminister H. G. Lawrence, dass vom 1 September 1939 bis, 29. Februar 1940 im ganzen 451 Juden in die südafrikanische Union eingereist sind, von denen aber nur 103 das Ziel haben, sich dauernd im Lande niederzulassen. Von den letzteren sind 13 Frauen und minderjährige Kinder und 57 Eltern und Grosseltern von bereits früher Eingewanderten. Von den, 451 eingereisten Juden kamen 348 zu zeitweiligem Aufenthalt, in der Mehrzahl handelt es sich um Einwohner von Süd- und Nord-Rhodesien, sowie Belgisch-Kongo, die in Südafrika ihre jährlichen Ferien verbringen. In einer Ansprache auf der Jiahreskonferenz der „Gesellschaft von Juden und Christen" in der Stadthalle zu Kapstadt erklärte der Präsident des südafrikanischen Senats F. S. Malan (nicht zu verwechseln mit dem Führer der antisemitischen Volkspartei Malan): Würden die Südafrikaner der Tradition der Gastfreundschaft, Toleranz und Freiheit, die ihre Vorväter begründet hatten, die Treue bewahren, so wäre eine jüdischchristliche Gesellschaft garnicht notwendig. Leider aber werden die alten südafrikanischen Traditionen gefährdet durch eine Hass-Stlmmung von Bürgern gegen Bürger, die aus Übersee genährt wird. Wir könnten ein grösseres und reicheres Südafrika, haben, würde bei uns nicht diese üble Eifersucht herrschen und würde unsere Bevölkerung sich aus noch mehr guten Typen (anderer Rassen und Länder zusammensetzen Senator Conrey erklärte, der a,us Europa (lies: Deutschland) nach Südafrika verschleppte Antisemitismus hindere das Bundesland an seiner Entwicklung. Der Bürgermeister von Kapstadt Brinton sprach in dem gleichen Sinne. Der Bürgermeister von Johannisburg gab am 5. April zu Ehren der jetzt in Südafrika weilenden Delegierten des Hauptbüros des Keren Hajessod in Palästina Vizebürgermeister von Tel-Aviv Dov Hos, Frau Edwin S a m u e 1 und Dr. Michael T r a u b ein Frühstück, dem führende Persönlichkeiten Südafrikas beiwohnten. Die grosse südafrikanische Keren Hajessod-Aktion begann am Dienstag, 9. April; die palästinensischen Delegierten werden bei der Durchführung der Aktion von Öherstrichter Greenberg, Präsidenten des Gerichtes des Bundesstaates Transvaal, der Präsident des Rates des südafrikanischen Keren Hajessod ist, unterstützt. FÜR DIE UNIVERSITÄT JERUSALEMS In einer Veranstaltung anlässlich des 15. Jahrestages der Gründung d«r hebräischen U ri iv e r s i t ä t Jerusalem sprächen Iii London zVbei ehemalige High Commissionerd und zwar Lord Samuel und Sir Arthur Wauchope. Die Veranstaltung fand statt im Hause von Israel und Re- I bekka Sieff unter dem Vorsitz von Sir Philip Hartog, dem Präsidenten des „Vereins der j Freunde der Universität Jerusalem" in England. Lord Samuel sprach in seiner Rede von seinem letzten Besuch in Palästina und schilderte voll 'Anerkennung die grosse Entwicklung, die die Universität genommen hat. Wauchope sprach t mit grosser Rührung über die Zeit seiner Amts- I f ührung, in der er vom Regierungsgebäude aus 1 oft nach dem Skopus-Berg hinübergesehen hatte. | Er habe stets die Universität für die wichtigste; Institution zur Entwicklung des jüdischen Nationalheims gehalten. Wauchope hob die Leistungen von »Dr. Magnes, Dr. Weizmann und Agronom Wilkanswy, dem Leiter der Versuchsstation in Rechovoth, hervor. Auf die beiden Reiden antwortete Dr. Weizmann, der darauf hinwies, dass trotz der tragischen Zuspitzung im Leben der Juden die geistige Arbeit an der Universität weiter fortschreitet. Weizmann würdigte Erich Leeser Dr. Beate Leeser (geb. Adelsheimer) Vermählte ■ (früher Duisburg, Stuttgart) TEL-AVIV, 18. April 1040 11; Hess Str. PALÄSTINENSISCHE WERTPAPIERKURSE Kurse Tom: 17.4. 10.4. TSL-AVIV Geld Brie! Geld Brief General Mortgage Bank ">% Debentures 84 85 851 861 %Sy0 Debentures 96 97 97 98 Pi-uf. Shares 98ä 991 99 100 '•)i'o.iu. Shares 100 101 101 102 P.L.D.C. 6% Pref. Shares 86£ 87 ä 86§ 873 Ordin. Shares 87* 881 87 88 K.K.L. Debentures 69| 70fc 69 70 4% Debentures 79| 80ä 79J 80* NIR LTD. 5% Pref. Shares 711 721 71g 723 4% Pref. Shares 65 66 65ä 661 <L% Debentures 1951 81} 821 811 821 4% Debentures 1952 825 83* 88 84 6% Debentures 1959 BIZÜR Ltd. 803 812 803 81| 6% Debentures 1948 98% 09& 984 99g 6% Debentnret 1047 943 95g 943 95| 6% Debentures 1049 94| 953 943 953 6|% Debentuxe* 914 92 ä 91J 92J 6%% Tel-Aviv Loan 993 1001 993 100« PAL POTASH Ltd. Ordin. A Shares 16/6 17/- 16/11 16/71 5i% Pref. Shares 18/li 18/10* 18/3 19/. Investment Corp. of Palostine Ltd. ö% Debentures 74 76 74 75 Pal. Agrioultuta} Settlement - Ass. - A% Debentures 1961 69 70 69 70 4% Debentures 1964 68 69 68 60 Basico 4 % Debentures 00 61 601 611 die Verdienste der beiden Vorredner für Palästina, Die Juden, so sagte er, würden ihre Arbeit fortsetzen trotz der Zwangsjacken, die man ihnen anlegen will, bis die Schranken fallen. Persönliches- Wie uns mitgeteilt wird, feiert Herr Egon S. Fürstenberg, früherer Seniorchef der Firma Albert Rosenhain-Berlin, dieser Tage in Holland seinen 80. Geburtstag. Fürstenberg war in Deutschland eine beliebte Persönkeit und bekleidete viele Ehrenämter; in der Hitler-Zeit hat er vielen jüdischen Angestellten zur Auswanderung verhelfen. Frau Dr. Rahel Straus (früher München) feierte in diesen Tagen in Jerusalem ihren 60. Geburtstag und war aus diesem Anlass Gegenstand vieler Ehrungen seitens ihrer Freunde. Das Haus von Dr. Rahel Straus und ihrem verstorbenen Gatten, Dr. Elias, Straus in München war jahrzehntelang ein Zentrum jüdisch-geistigen und geselligen Lebens, zionistischer und sozialer Arbeit. Auch in Palästina steht Frau Straus in aktivem Leben, betätigt sich in der Wizo und auf verschiedenen sozialen Gebieten. Mitgeteilt durch: Jacob Japhet & Co. Ltd,, Bankers, Jerusalem, Tel-Aviv, Haifa. Verbreif et Familiennachrichten durch die „Jüdische Welt-Rundschau"! <*töhti rr«whAnd«> K 0? taflM 9&/csmi AU Wofcmshmunff 0»«ehaHltth«r ». »rfvat«? (•!•?•••• V»rmö0*n»v«rwaltunf«" Ma<ltftftgt«««flscfc«lt«i lnf«rm*ti»»«a GwtacM»» BEZUGSPREISE d. "J.W.R.": Jährl Halbj. Viertelj. Gross-Britannien, British Empire und Skandinav. Lander <Sh) 15/— 8/- 4/— U. S. A.. Canada und Latein-Amerika ($) 4.— 2.20 1.10 Holland (hfl) 6.00 3.50 1.80 Schweiz (Frcs) 15.— 8.— 4.— Frankreich (Fr.) 120.— 70.— 35.— Belgien (Fr.) 100.— 60.— 30.— Lettland (Lat) 18.— 10.— 5.— Jugoslavien (Din.) 180.— 100.— 80.— Ungarn (Pengö) 18.— 10.— 5.— Rumänien (Lei) 500,— 280.— 140.— Für all« anderen Länder der Gegenwert des englteohen Bezugspreises " BESTELLSCHEIN An die „JUDISCHE WELT-RUNDSCHAU" JERUSALEM P. O. B. 689 Hierdurch bestelle ich die Jüdische Welt- Rundschau für die Dauer 1 Jahres / J Jahres / J Jahres (Nichtgewünschtes bitte durchzustreichen) Den Betrag von........................... übersende ich gleichzeitig durch Banknoten — Internationale Post-Anweisung (Postal Order) — durch die Bank ....................... zahle ich auf Ihr Postscheck- Konto........................... überweise ich heute an Unterschrift:............................................ (Bitte sehr deutlich!J Genaue Adresse:......................................................... (Ort/Land/Strasse/Nummer) Zahlungen für die „J.W.R." erfolgen a m b e s t e n an unsere Adresse P.O.B. 689 Jerusalem durch internationale Postanweisung — Postal (Money) Order — Scheck auf palästinensische Banken .— Banknoten usw. Ferner bestehen folgende Zahlstellen: AMERIKA: (Siehe unter U.S.A.) BELGIEN: F. M. Philipson & Co., Brüssel, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Bankers, Jerusalem, für „Jüd. Welt-Rundschau". CANADA: Royal Bank of Canada, Montreal, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Bankers, Jerusalem, für „Jüd. Welt-Run dschau ". ENGLAND: Westminster Bank Ltd., Foreign Branch Office, 41 Lothbury, London, zu Gunsten von J. L. Feuchtwanger Bank, Jerusalem, für „Jüd. Welt- Rundschaü". FRANKREICH: Westminster Foreign Bank Ltd., Paris, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Jerusalem, für „Jüdische Welt-Rundschau". HOLLAND: N.V.Hugo Kaufmann & Co.'s Bank, Amsterdam, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Bankers, Jerusalem, für „Jüd. Welt-Rundschau". JUGOSLAVIEN: An Agentie Avala A. G. Beograd, Frankopanova 23, Postscheckkonto Beograd Nr. 56.506. LETTLAND: Postscheckkonto Riga Nr. 6828 der Jewish Newspaper Ltd. Jerusalem. LUXEMBURG: Alfred Levy & CÄe., Luxemburg, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Jerusalem, für „Jüd. Welt-Rundschau". RUMÄNIEN: Postscheckkonto Bucharest Nr. 24917 der Jewish Newspaper Ltd., Jerusalem. SCANDINAVIEN: SkaAdimavska Banken A/B, Stockholm, zu Gunsten von J. L. Feuchtwanger, Jerusalem, für „Jüd. Welt-Rundschau". SCHWEIZ: Julius Bär & Co., Zürich, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Bankers, Jerusalem, für „Jüd. Welt- Rundschau". UNGARN: An Kunstaedters Zeitungsexpeditions-Bureau, Budapest, VT, Lisztferenc-te> 10.1.18. (Postscheckkonto: Budapest, Nr. 43.023) für Rechnung „Weltrundschau". U. S. A. und ganz AMERIKA: Guaranty Trust Co. of New York, 140 Broadway, N e w Y o r k, zu Gunsten von J. L. Feuchtwanger Bank Ltd., Jerusalem, für „Jüd. Welt-Rundschuu", oder: Anglo-Oalifornia National Bank of San Francisco, San Francisco, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co,, Ltd., Bankers, Jerusalem, für „Jüdische Welt-Rundschau". Editor and Publisher: Dr. Robert Weltech, Jerusalem. Printed at The Jerusalem Press Ltd. Jerusalem.

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