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Jüdische Weltrundschau · 1940-04-08 · 14 (8.4.1940) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
2 (1940)
Issue
14 (8.4.1940)
Date
1940-04-08
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU 9. April 1M0 DER HOLLÄNDISCHE REICHS- GERICHTSPRÄSIDENT Unter grösster Anteilnahme der holländischen JuristenweK und zahlreicher Behörden feierte am 1. März der Präsident de« holländischen Reichsgerichtes, Dr. L. E Vi*«er, das Jubilaum «einer 23-jährigen Zugehörigkeit zu dem „Hoog*. Raad" im Haag, dem holländischen höchsten Gericht. Vlsscr, geb. 1871, bekleidet die Würde de* höchsten Richter» im Niederländischen Reich seit dem €. Januar nachdem er im Jahre 1933 bereit« Vize-Präsident des Hooge Rfftad geworden war, dem er seit dem 1. März 1915 als Richter angehörte. Präsident Visier gehört zu den h er vor ragen d- «len Persönlichkeiten dea niederländischen Judentums. Er ist Vorsitzender do.s Niederländischen Koren MajcNsou und bekleidet zahlreiche Ehrenämter in niederländischen israelitischen Vereinigungen und Oetieltachaften. Dom Jubilar wurden die Glückwünsche der Regierung durch den Jutiti/.minister Prof. Mr. P. S. Gerbrandy überbracht. Im Namen de« Reichsgerichtes hielten der Vifce-Präsident Prof. J. Kastens und der UencraLsrtaatmnwalt Mr. W. J. Bergirr Ansprachen. STATISTISCHES AUS RUMÄNIEN Das Demograph lache Bulletin Rumäniens für Januar 1940 veröffentlicht statistische Daten betreffend die Bevölkerungsbewegung in Rumänien im September 19.19 Die Geburtenziffern nach Nationen »teilten .sich im September 1939 folgendermaAsen dar: 41 14!} Rumänen, 2S29 Ungarn, 1470 Deutsche, 6&o Juden, 2400 Russen und Ukrainer, 2852 andere Nationalitäten. Die 8terblwti~ kvit in diesem Monat war folgende: 19.45© Rumänen, 1S2» Ungarn, 918 Deutsche, 77£ Juden, 1671 Ru.s.scn und Ukrainer, 1528 andere Nationalitäten. Wie man sieht, haben die J u d e n die am meisten beschränkte Geburtenziffer. Sie sind die einzig-/n, die einen ziemlich graben Ober- »chusi der Todesfälle aufweisen, Die Sterblichkeit bei den Juden betrug im September J038 2.7 Prozent, im September 1939 :i Prozent. Au.s der VV a n d e r u n g s t a b e L1 o sei erwähnt: Im September 1939 sind aus dem Lande 198 Personen, darunter 161 fremde Staatsbürger und 35 rumänische Staatsbürger ausgewandert. Von den letzteren waren 24 Juden. Im gleichen Monat sind 99 Personen (74 Ausländer und 383 rumänische Staatsbürger) eingewandert. Von den letzteren waren 8 Juden. Die beschränkte Zahl der ausgewanderten Juden ist auf den Kriegsausbruch zurückzuführen. DIE EMIGRANTEN IN DER SCHWEIZ j AUI DEM ENILISCHEN UNTERHAUS Aua Bern wird gemeldet: „Um Emigranten die Möglichkeit zu einer körperlichen Betätigung zu geben und gleichzeitig Arbeiten, die im Interesse der Landesverteidigung sind*, zu fördern, werden zur Durchführung solcher Arbeiten Utn Landesinnern Arbeitslager für Emigranten errichtet. Dttss eidgenössische Justiz- und Potizeidepartement wird mit der Organisation und Überwachung der Lager im Einvernehmen mit der Armeslsltung und dem eidgenössischen Volkawirtschaftsdepartement betraut. Der Bundesrat hat auf Antrag des VolkswirUehaftadepartemcnta den für die Bchaffung von Arbeitslagern für Emigranten bewilligten Kredit zur Verfügung gestellt. Di« von der eidgenössischen Fremdenpolisei In die Arbeitalager einzuweisenden Emigranten werden mit Wegverbesserungen und ähnlichen Im öffentlichen Interesse liegenden Arbeiten beschäftigt, tu daran Durchführung einheimische Arbeitskraft« nicht m genügender Zahl zur Verfügung stehen. Dia Organisation dieser Arbeitalager lehnt «iah an die dei» freiwilligen Arbeitsdienstes an. Disser Bcschluss soll den Emigranten körperlich» Arbeit verschaffen und sie damit zugleich für die Weiterwanderung vorbereiten, die nach wie vor mit aller Umsicht gefördert wird." Vielo Emigranten werden gewiaa diese Möglichkeit, statt monatelanger Untätigkeit ein« Arbeit zu erhalten, begrüssen Sie empfinden es ai» ehrenvoller, sich nutzbringend zu betätigen und .so wenigstens einen bescheidenen Arbeitsentgelt zu ernten, als dauernd und ohne Aussicht auf Wohltätigkeit angewiesen zu sein. Nach einer New Yorker Meldung hat der! kürzlich in Amerika verstorbene Samuel Unter-! fiieycr der Hebräischen Universität Jerusalem; ein Legat von 100,000 Dollar hinterlassen, dem an! gewisse Bedingungen geknüpft ist, die in der! Meldung nicht mitgeteilt werden. 1 Die schwere Niederlage der (antisemitij .sehen) Britischen, FascMstUchm Partei (Mosleyj Gruppe) bei der Nachwahl in Silvertown, wo j die Partei von 15 460 Stimmen nur 151 erhielt,; hat nach Meldungen aus England bereits katastrophale Folgen für die Faschisten, deren Anhänger sich von der Partei abwenden Im englischen Unterhaus wurde Macdonald neuerlich von Anfragen bestürmt wegen seiner kürzlich gemachten Bemerkung über deutsche Agenten unter den iiiegalen Einwanderern nach Palästina. Ua wurde gefragt, ob jüdische Organisationen Ihre Mitarbeit bei der Aufdeckung solcher Spione angeboten haben, worauf Macdonald erwiderte, Ihm sei ein solches Angebot nicht bekannt, aber es würde sicherlich ak*e|>- tiert werden. Im weiteren Verlauf der Debatte sagte der Minister, in zweifelhaften Fällen müsse in Kriegszeiten da* Staats!nteresse den Vorrang haben, sodass auch ohne genügende Beweise Massnahmen gerechtfertigt sind Ein konservativer Abgeordneter #ab im englischen Unterhaus die Anregung, in Palästina «in Schulbuch über mittelalterliche Kulturgeschichte mit besonderer Betonung der Zuaammenarbeit von Juden und Arabern in Baghdad und Spanien in den Schulen einzuführen, um dadurch die Jüdiseh-arabischsn Beziehungen zu verbessern. Macdonald versprach, die Anregung nach Palästina weiterzugeben. ~ Bar MifW». HchubbM M*>zora (.V NUwin, 18. April) ICrnnt Kaplniol HomburK"r, Sohn von Dr. rnod. Juliu» llombiutfcr uii.l Fr»u Ali.-« B.-b. Felben »t*ln. Half*. IUIfour Str. I.5" (früher Frankfurt n.M.) ERWIN POLLAK ELSBETH POLLAK geb. Jakobowicz VERMÄHLTE Tel-Aviv, April 3*40. Verbreitet Familiennachrichten durch die „Jüdische Weh-Rundschau"! »SM» fr«***» S.O. satt* 3U'J»iui3bJtmmSA2 «••ckartn«*«» e. *H«et«t bMiw« V«*«4)««M««»a>«itwMt«« ««UtsMeeeAMSalis* |«fer*«fle*M ••!••*»•• BEZUGSPREISE d. * J. W. R." Jährt. Halb). Viertel). dross-Britannien British Empire und Skandinav. Länder (Sh) 15/- 8/— 4/— U.S. A., Canada und Latein-Amerika ct) 4.™ 2.20 1.10 Holland (hfl) 6.30 3.50 1.80 Schweiz (Pres) 15.— 8.— 4.— Frankreich (Fr.) 120.— 70.— 35.— Belgien (Ft.) 100.— 60.— so.— Lettland (Lat) 18.-- 10 — 5.— Jugoslavien (Din.) 1K0 - 100 — 50.— Ungarn (Pengö) 18.— 10.— 5.-- Rumänien (Lei) 800.— 280 — 140.— Für alle anderen Länder der Gegenwert des englischen Bezugspreise* 14 BESTELLSCHEIN An die „JÜDISCH! WILT-IUNDSCHAU" JitUSAUM P. O. ■. 6t9* Hierdurch bestelle ich die Jüdische Welt- Rundschau für die Dauer 1 Jahre« / \ Jahres / \ Jahres (Nichtgewünschtes bitte durchzustreichen) Den Betrag von........................... übersende ich gleichzeitig durch Banknoten — Internationale Post-Anweisung (Postal Order) — durch die Bank ............................. zahle ich auf Ihr Postscheck- Konto........................... überweise ich heute an Unterschrift: Bitte »ehr deutlich!) Genaue Adresse': ......................... (Ort/Land/Strasse/Nummer) Zahlungen für die J.W.R." erfolgen am besten durch internationale Postanweisung — Pos tat (Moncy) Order — Scheck auf palästinensische Banken — Banknoten usw. oder an folgende Zahlstellen : AMERIKA: (Siehe unter U.S.A.) BELGIEN: F. M. Philipaon & Co., Brüssel, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Bankers, Jerusalem. CANADA: Royal Bank of Canada, Montreal, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Bankers, Jerusalem. ENGLAND: Weatminster Bank Ltd., Foreign Branch Office, 41 Lothbury, London, zu Gunsten von J. L. Feuchtwanger Bank, Jerusalem. FRANKREICH: Westminster Foreign Bank Ltd., Paris, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Jerusalem. HOLLAND. N. V. Hugo Kaufmann & Co.'s Bank, Amsterdam, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Bankers, Jerusalem. JIGOSLAYIEN: An Agentie Avala A. G. Beograd, Frankopanova 23, Postscheckkonto Beograd Nr. 56.506. LUXEMBURG: Alfred Levy & Cie, Luxemburg, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Jerusalem SCANDLNAVIEN : Skandinaviska Banken A/B, Stokholm, zu Gunsten von J. L. Feuchtwanger, Jerusalem. SCHWEIZ: Julius Bär & Co., Zürieh, zu Gunsten von Jacob Japhet & Co., Ltd., Bankers, Jerusalem. UNGARN : An Kunstaedters Zeitungsexpeditions-Bureau, Budapest, VI, Liszt-ferenc-ter 10X18. (Postscheckkonto: Budapest Nr. 43.023) für Rechnung „Weltrundachau". II. S. A. und ganz AMERIKA: Guaranty Trust Co. of New York, 140 Broadway, New York, zu Gunsten von J. L. 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