Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 2 (1940)
- Issue
- 9 (4.3.1940)
- Date
- 1940-03-04
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 8 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU 4. Min 1940 Wer willerrcichbar bleiben? Von Dr. Arthur C s e J Ii 1i r r Emigranten haben ttc^er Zeit noch Geld, um ihre Adresse, die nur allzu oft keine bleibende ist, Hondern oft geändert wird, jode* mal auf hun dert od«r mehr Post karten zu versenden. Sicher lieh wäre es bequemer, sie an eine Zentrale mitzuteilen, von der man weiss, das» die Angaben systematisch geordnet und aufbewahrt werden Natürlich auch geändert, sobald ein Umzug gemeldet worden Ist. Dieses Bedürfnis hat dio Hr.- Bcllachaft für Jüdische Familien] wnchung schon früh erkannt und im Februar 1939 eine Jiidvm-h, AdiGUften-Zentralc geschaffen, bestimmt für alle Juden, die aus Grossdeu Lachland, also aus dem Altreich, Österreich und der Czechoalowakei nach dem 1. Januar 1933 ausgewandert sind. Vor 16 Jahren habe ich, im Mal WM die Gesellschaft für Jüdische Familien-Forschung gegründet, um der Zerreisaung der jüdischen Familien entgegenzuwirken. Die«« beruhte damals auf zwei Faktoren: erstens auf der Konztintrle rung der Juden In den Großstädten und somil auf der räunüwhvn Trennung der Jungen von den Alten, die meist auf dem Lande oder in der Kleinstadt zurückblieben, und zweiten«, auf der yoisltgen En.fremdung zwischen den Vorfahren, die dor Überlieferung treu blieben und den Nachfahren, die durch übereilte AasJmilation oft Jeden Zusammenhang verloren. In der Gegenwart haben die Juden der ganzen Welt moralische Rückendeckung bitter nötig, aber wie Viele stehen den Stürmen diesor Zeit als isolier;.« Individuen gegenüber anstatt im lebendigen Verbände mit all denen, die uns bisher umgaben. Die Gefahr der Zerreissung jüdischer Familien hat «ich In einem so furchtbaren Masse gesteigert, wie es damals der schlimmste Pessimist nicht geahnt hätie. Gewiss erscheint im Hinblick auf diese grosse Zahl die Menge von einigen Tausend Adressen, die unsere Zentrale zusammengebracht hat, unter denen übrigens die sog akademischen Berufe besonder« stark vertreten sind, unzureichend, Auf diesen Einwund ist zweierlei zu erwidern: Erstens wächst die Zahl der eingehenden Adreseenrneldüngen täglich, zweitens besitzen wir jetzt in den meisten Orten oder doch Ländern Freunde unter den Emigranten, sodass es möglich ist, wenn das Ziel des „Verschollenen" uns nur ungefähr bezeichnet wird, von uns aus Nachforschungen anzustellen. Da» Gleiche gilt au* der Erwägung, dass Rückfragen möglich »ind bei Verwandten oder Berufsgenossen, da wir auf jeder Karte unserer Kartothek den früheren Beruf und den früheren Wohnort angeben. Zur Deckung! der Portokosten ist erforderlich, bei jeder An-' frag« 4 PoataMworUcheine beizufügen. •Seibstvers'.endiich liegt es im Interesse der Srobt, W«rm r»4rl.« ift'CM <Uc Emigranten selbst, sondern auch alle Leser dieser Zetta« <f|« Ifcr.en bekannten neuen Adressen an die Zentrale ni»V teilen und dabei die Angabe der Vornamen, de» früheren Berufe» und des früheren Wohnortes nicht vergessen. Auch Änderungen durch Verzug in eine neue Adresse sollen gemeldet werden Dass die Zentrale »ich auf holländischem Boden befindet, dürfte aus diversen Gründen vorteilhaft nein. Die Anschrift lautet: Jüdische Adressen-Zentrale Dr. Arthur CzelUUer, Breda (Holland), Jutianalaan 6 VERMISCHTE NACHRICHTEN Wie verlautet, soll der Gestapo-Beamte Klein, der im Gebiete des „Protektorats" die Judenaustreibung organisierte, zugleich mit 10 seiner Assistenten unter der Beschuldigung verhaftet worden sein, das« er Geld unterschlagen hat. Den Auswanderern aus Prag ist es allerdings nicht unbekannt, dass die Gestapo-Beamten in dem dortigen sogenannten Auswanderung* - amt die Hilflosigkeit der jüdischen Auswanderer dazu benutzten, um unter allen möglichen oft nur scheinbaren Vorwänden Geld von ihnen su erpressen, wobei die Opfer sich meist vollkommen darüber klar waren, dass das verlangte Geld in die -privaten Taschen ihrer Peiniger wandert, aber natürlich völlig auseerstande waren, irgend ei*aa gegen diesen Missbrauch zu tun. Die Jewhsh Agrieultüral Society in Amerika eröffnete in Bound Brook (N.J.) eine Trainingsfarm für Refugee*. Es handelt sich um einen vierwöchentlichen umfassenden Lehrgang, in welchem sich die Schüler in allen Zweigen des Farmlebens in die praktische Arbeit eingeführt werden sollen, um später eine Farm in USA erwarben zu können. Die Lehrfarm liegt in einem der genannten Gesellschaft gehörenden jüdischen Unser Vater, Herr MAX LÖWENSTEIN ist am 15. Dezember 1939 gestorben. Walter Löwenstein (London) Mlzii Löweitatein-Klaaier (Budapest) Dr. Gertinde Unvensteln-Waltuch (New-York) (im Namen aller Verwandten) Verbreitet FamUiennachrichten durch die „JüdUche Welt Rundschau '! (ttSlM* Twhttoi»r S.O. *M**| li)M»««<l| gil(M)Ollkti «. »fl*«t*t IMIIHM M)>l|«itlM'«€liun|t* M«ttfli«M"*ll"l»*riftS BEZUGSPREISE d. "J. W. R.' Jährt. Halb}. Viertel). Ji-osa-Brltannien, British L'mpire und Skar.dlnav. Länder (Sh> V. S. A., Cnnada und La¬ 15/— 8/— 4/— tein Amerika <*> 4.— 2.20 1.10 Holland <hfl> 6.50 3.50 1.80 Schwei* (Fros*> 15.-- 8.— 4.™ 1< i inkreioh (Fr.) 120.-- 70. 3Ö.~ Belgien (Fr.) 100.— 60.— 30.— Lettland (Lati 1».— 10.-- 5.— Jugoslavien (Dln.) ISO. 100-..... 50 — Ungarn (Pengö) 18.™ Y9.-~ 5.-- Rumänien (Lei) 500.— 210- 140 — Für olle andere» Laader dm Qegmumt 4m •ngU*chm B«mHPpr*—§ 9 BESTELLSCHEIN An die „JÜDISCH* WELT-RUNDSCHAU" JERUSALEM P. O. 6. 689 Hierdurch bestelle ich die Jüdische Weit- Rundschau für die Dauer l Jahren / i Jahre« / * Jahre* (Nichtgewünschtes bitte durchzustreichen) Den Betrag von........................... übersende ich gleichzeitig durch Banknoten — Internationale Post-A«Weisung (Postal Order) — 4urch die Bank ........................... zahle ich au| Ihr Postscheck- Konto........................... uberweise Ich heutt» an Unterschrift: Ritt» »ehr deutmk') Genau* Adresse : ( Ort/Land/Strotse/NummmJ AN UNSERE LESER! Zehntausende von Interessierten Juden I * taten noch nicht« von der ExMteul der ,*It)D. W KLT-RL N DSCHA W*t »her ,von Mann in Mann kann man die Kunde | | weitergeben t vä:ww;>.SÄ Dorf. — Außenstehende« ist allerdings nicht ganz verständlich, wie in V*er Wochen eine Ausbildung voraichgehen kann, zumal es sieh meist um Umschichtier handelt, dio bisher noch nichts mit der Land Wirtschaft «u tun hatten Als Nachfolger des verstorbenen Dr. Nemirov/er wurde Dr. Alexander Safran tum Oberrabbiner von Rumänien ernannt* Kr hat sein Studium am Wiener Rabbincraemljiar absolviert und ist Mitglied des Misrachl. D*r neue Oberrabbiner ist erat 30 Jahre alt und Wird im rumänischen Senat das zweitjüngste Mitglied sein, da nur der Kronprinz Michael noclt junger ist. Zahlungen für die „J.W.R." Konto-Bezeichnung: JEWISH NEWSPAPEB LTD.. JERUSALEM (Verlag „Jüdische Welt-Rundschau") sind zu leinten : IN AMERIKA ^ter usa> IN BELGIEN; Postscheckkonto Brüssel Nr. 8002.91. IN BULGARIEN : Postscheckkonto Sofia Nr. 5047. IN FRANKREICH S Postscheckkonto Pari» 1100.10. IN DÄNEMARK Postscheckkonto Kopenhagen Nr. 140.45 IN H0LLAM0: Postscheckkonto Den Haag Nr. 823.161. IN JUGOSLAWIEN i An Agentie Avala A. G., Beograd, Frankopaaova 23 (Postacheckkonto Beograd Nr. 56.506). IN LETTLAND: Poetacheckkonto Riga Nr. 681». IN RUMÄNIEN i Postscheclikoato Bokareet Nr. 24911. IN SGANDINAVIEN s An Aktlebolaget Svenska Handelahanken n , für Rechnung J. L. Feuchtwanger Bank Jerusalem. Posthox 1230, Stockholm 16, IN DER SCHWEIZ I Postscheckkonto Zürich Nr. VID 21.859. IN UNGARN i Au Kumtädteri Zsitungsexpediüons- Bureau Budapest VI., liaxt-ferenc-ter 10. h 18. (Postscheckkonto Bodapest Nr. i&MS) IN USA UND GANZ AMERIKA I An Qoaranty Trust Co. of New York 140 Broadway, New York. für Rechnung J. L. Feuchtwanger Bank Jerusalem. Zahlungen aus anderen Landern erfolgen durch internationale Postanweisung— Postal (Money) Order — Scheck auf palästinensische Banken-- Banknoten usw. An die Jewhth Newspaner Ltd., Jerusalem, P.O.B, 689 Editor and Pubiisher: Dr. Robert Weltaeb, Jerusalem. Printsd at The Jerusalem Press Ltd. Jerusalem.