Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 2 (1940)
- Issue
- 7 (19.2.1940)
- Date
- 1940-02-19
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2424658-2424686-2424693--438-2425194- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 8 JÜDISCHE WELT RUNDSCHAU 19. Februar 1940 KEINE EINWANDEftUNO$«ERLEIOHTERUNi Im englischen Oberhaus Interpellierte Lord DavlN die Regierung, sie müsse etwa» zur Hilfe für die In furchtbarer Wehe Im Schwarzen Meer gestrandeten jüdischen Flüchtlinge tun. Der Vertreter der Regierung, Lord Üufferin and 4w, UnterBtaatssckret&r im Kolonialamt, erklärte, die Leiden dieser Juden seien die Folge der Politik der deutschen Regierung und die britisene Regierung sei dafür nicht verantwortlich. Palästina habe bereit« seinen Beitrag «um Flüchtlingsproblem geleistet und die Regierung »ei nicht in der Lage, die Kinwandcrunffsbcstimmungen nach Palästina zu erleichtern, Im Unterhaus erklärte Kolonialminister Ma c - Donald, die Regierung könne von ihrer Einwanderungspolitik In Palästina nicM abgehen. Er finde, daas eine sehr beträchtliche Einwanderung nach Palästina gestattet worden Ist. Auf die Anfrage, was er beträchtlich nenne, aagte MecDonald welter, eine legale Quote von über 10.000 Jüdischen Einwanderern innerhalb von sachs Monaten müsse als anschlich betrachtet werden. Auch weitere Interpellationen, ob die Regierung sich nicht einer Verpflichtung gegenüber den Juden angesichts der treuen Ergebenheit der Juden für die Sache der Alliierten bewusst sei, antwortete MacDonald, er wisse wohl, das« die Juden in der ganzen Welt auf Seite der Alliierten stehen und »le hätten auch allen Grund daau, denn die Erreichung de* Krieggzlelt>a der Alliierten würde die Juden von ihrer, grausamen Verfolgern in Mitteleuropa befreien. WIZO UND JUQENDALMAH Von der WIZO wird uns mitgeteilt: Im Sommer 1938 nahm die WIZO die Arbeit für die Jugend- Alijah offiziell in ihr Programm auf. Auch vorher schon hatten verschiedene WIZO-Foderationen «ich tatkräftig für die Jugend-Alijah eingesetzt und sich an Sammelaktionen in ihren Ländern beteiligt; aber erst von jenem Zeitpunkt an öffnete die WIZO ihre Institutionen in Palästina, die ursprünglich für Mädchen ab 18 Jahr« gedacht waren, auch für Mädchen im Altar von 15-17 Jahren und verpflichtete sie sich auch zur Geldaufbringung. In den letzten anderthalb Jahrtn erhielt die WIZO 135 Jugendolijah-Zertiflkate und verteilte sie in Gruppen auf folgende Anatalten: Haushaltasehule in Nachlath Jizchtik, die Landwlrtschaftaachule in Nahalal und die gemeinsam mit der Moazath Hapoaioth geführten Lehrfarmen Ajanoth und Nachlath Jehuda. <Zur Unterbringung der Jugendgruppen musate die WIZO eine Reihe neuer Gebäude errichten, besonderes Erziehungspersonal einstellen und den Lehrplan entsprechend den Bedürfnissen dieser jüngerer Mädchen gestalten. Für den Unterhalt der Mädchen kommt die „Dtutache Abteilung" der Jewieh Agency auf. Di« zwei bisherigen vereinigten WIZO-Jugendalijah-Kampagnen in Kanada im Herbst 1*38 und in Süd-Afrika im Herbst 193» ergaben ein Resultat von ca. 170,000. Vor kurzem trat Dr. Vera Weizmann, Ehren- Co-Vorsitzend« der WIZO, in die Laituns des Zen tralen Jugend-Alijah-Rates in London. ANONYME BRIEFE Der Londoner „DaiJy Herald" meldet, daas das englische Innenministerium (Horn« Office) und das Kriegsministerium in der letzten Zeit anonyme b rl e fe erhalte, in denen gegen die Flüchtlinge gehetzt wird, die als „Agenten der Gestapo" bezeichnet werden. In diesem Zusammenhang wird erwähnt, daas verschieden« arische Flüchtlinge, die ala Kommunisten au« Deutachland geflohen sind, seit dem Hltler-fltalin-Pakt ihre Stellung geändert haben, und man vermutet, du« die Verleumdungs-Kampagne vielleicht von diesen Elementen auageht. Bat der bekannten Taktik der Nazis ist ea wahrscheinlicher, dass dieses anonymen Briefe von den Na zi-Agenten direkt veranlasst sind .denn durch die Hetze gegen die Flüchtlinge und die damit zusammenhängende Verwirrung können nur die Nazis profitieren. Ignnz Neumnrk. Uber den Dirigenten Ignaz Neumark, der die letzten Konzert« das Palästina- Orchester» (mit Hubermann als Solist) in Palästina dirigiert hat und jetzt mit dem Orchester nach Ägypten auf Tournee gegangen ist, schreibt uns unser holländischer RL-Korreapondent: Neumark, der polnischer Staatsbürger ist, ist in Holland seit nahezu zwanzig Jahren ala Dirigent der Sommerkonzerte, die das Haager Residenz- Orchester in Scheveningen gibt, aahr bekannt und populär. Seine Beliebtheit zeigte sich gelegentlich des Festkonzertes, da» anlässlich seines fünfzigsten Geburtstages im Kurhaus in Scheveningen stattfand. Damals war Carl FJ«aoh nach Scheveningen gekommen, um bei diesem Konzert mitzuwirken. Zweitauaend festlich gestimmt« Zuhörer, unter denen sich «in« Reihe prominenter KUnstler befanden, gaben dieser Sympathie für Neumark warm empfundenen Auadruck. Herzliche Ansprachen und viel Blumen unterstrichen diese noch. Neumark hat sich auch für jung« jüdische Künatler aus Deutachland eingesetzt, die wiederholt in den von ihm dirigierten Konzarten als Solisten aufgetreten sind. Editor and Publiaher: Dr. Robert Weltach. Jerusalem. Printed at The Jerusalem Press Ltd. Jerusalem VefbrelM Pamiliennachtichten durch dh „Jüdische Welt-Rundschau"! i trMMUaw A.O. SariN <ä5b£^^ÄP'äb^ «^•'Ssstjm^j S^i^^ >••*•••««•«•■ i»r«t««ti«*»« t UMItlMt Meltfl«««ei«Hs<ftel«ee 0«t««M** BEZUGSPREISE d. "J.W.R.": Jährt. Halbj. Viertel). 3roas*Britannien, British fömpire und Skandinav. I .ander <«h> U S A., Canada und La¬ 157— •/— «/— tein-Amerika ($> 4.~~ 2.20 1.10 Holland (hfl) «.SO 3.50 i.ao Schwall (Frca) 18.— ä\— Frankreich (Ft.) 120.™ 70.™ Sfl.— Belgien (Fr.) 100. 60.— so.— Lettland (Lat) 18.-- 10. 6.— .1 ugoslavien (Dln.) 180.— 100— 5a— Ungarn (Pengö) 18.-- 10 — 5.— Rumänien »Lei) 500.— HO.— lie¬ Für all* aejelere» LA* der der i legenwe ft des englischen BveugtpreUss 7 iESTELLSC HEIN An dl» „JUPISCHI WIIT^UNOSCHAU' iHUUHM P.O. 0.669 Hierdurch bestell« ich dl« Jüdisch« Welt- Rundschau für di« Dauer t Jahre« / | Jähre* / | Jahre» (Nlchtg«wü»acht«e bitte durchzustreichen) Den Betrag von........................... übersende ich gleichzeitig durch Banknoten — International« Post-Anweisung (Postal Order) — durch die Bank .............................. zahle ich auf Ihr Poetecheck- Konto........................... überweise ich heute an Unterschrift: (Bitte »ehr deutlich!) Genau« Adresse: (Ori/Lemd/Stresse/Numm%er) IBci Utregclmässlgkeit der Zustelluig Mtteo wir unsere Abonnenten zo berückftichtigen, Amm nicht der Verl»« der „JWR" die Schild trifft Die PoatverhaltnlftM nnd Verbindungnwege aimd hi Krftegninitea natürlich tuui VenpitBBgen unvermeidlich. »teil earoptteehesi Lindern die Zwtellong verhftltalffralaalg pttnJttllch von aUtten geht. Wir ton umer Möglichste», um die richtige Zustellung tu erreichen; wir bitte unaere Leser, die Geduld nicht tu verlieren, füll» e» elanal nicht klappt. VERLAG UND REDAKTION „JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU" POB. 689, Jerusalem. Zahlungen für die „J.W.R." Konto-Bezeichnung: JEWISH NEWSPAPER LTD., JERUSALEM (Verlag „Jüdische Welt-Rund schau") sind xu lebten : IN AMERIKA <•*•»>• "s*> IN BELGIEN i Postscheckkonto Brttaeel Nr. 6002.07. IN DULGARIEN: Poetacheekkonto Soft» Nr. 5047. IN FRANKREICH -. Postscheckkonto Prnrl» 1700.10. IN DÄNEMARK Po«tMl»ecklfoato Kopenh»geti Nr. 149.45 IN HOLLAND t Postscheckkonto Des Haag Nr. S23.167. IN JU00SLAVIEN: An Agentie Avale A.G., Beograd, Frankopanova 23 (Po»t»cheekkonto Beograd Nr. 56.506). IN LETTLAND x Postacheckkonto Big» Nr. 6828. IN RUMÄNIEN i Postscheckkonto Buk»reat Nr. 24817. IN SCANDINAVIEN: An AktleholAget Svensk» H»jMtoUb»iikea für Rechnung J. L. Feuchtwanger Bank Jerusalem. Po»thox 1880, Stockholm 16, IN DER SCHWEIZ i Postscheckkonto Zürich Nr. VH187.859. IN UNOARN i An Kunstädters Zeitungsexpeditions- Bureau Budapest VL, Uait-fenae-ter 10.1.18. (Po«t»checfcko»to Bod»peat Nr. 48.088) IN UIA UND NANZ AMERIKAi Ab GfMTBBty Trust Co. of New York 140 rJroidway, N»w York, für Rechnung J. L. Feuchtwsnger Bank Jerusalem. Zahlungen aus »Äderen Landern erfolgen durch internationale Postanweisung— Poetal (hfoney) Orderscheck auf DeJlatiaeneUcfce Banken - Banknoten usw. An die Jewfcth Newsp»g«r Ltd., Jerusalem, P. O. B. 680