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Jüdische Weltrundschau · 1940-02-12 · 6 (12.2.1940) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
2 (1940)
Issue
6 (12.2.1940)
Date
1940-02-12
Page
Seite 8 (sequence 10)
Language
German
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Bette 8 JÜDISCHE WELT RUNDSCHAU 12. Februar 1940 Dr. Max Osborn Dr. Max Osborn, d«r bekannte Kunsthistoriker und Kritiker, leierte am 10. Februar In Paris Minen 70 Geburtstag. Osborn war in dem vorhltlerl*ch«n Deutschland al* einer der führenden Kunstkritiker unerkannt Er hat eine Ranze Reihe von kunsthtstorlschen Werken und Monographien veröffentlicht und war Kun»tredakt«>ur der „Vonütüchen Zeitung". Nach H«3 hat Osborn, der auch früher «chon für jüdische Kunst Interesse teiKte, »ich auf die Mitarbeit an jüdischen Zeitungen und Zeitschriften beschrankt, dem-n er eine ftalhc interessanter Beitrage über Probleme jüdischer Kunst liefert«. Er unterstütztu auch weitgehend die künstleri«chen B««trt'bu.n- K«n des Kulturbünden, und viele junge jüdische Künstler danken ihm Anregung und Ermutigung Wir wünschen Dr Osborn, der gelegentlich auch schon in der „JWIi" zu Worte kam, dass er in •einem Exil «in«; «einen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechende Betätigung finde WIMKUtOTERftCIIULi; IN TEL-AVIV Mit den 34 Absolventinnen des soeben abgeschlossenen 22 Sftugling*pfleg*finnen-Kurae» der WIzo-MüUemchuie In Tel-Aviv sind insgesamt 312 Pflegerinnen von dieser Institution ausgebiklet worden. In einer herzlichen, ermutigenden Ansprache wünschte Dr Helene Kagan-Hauser, die Leiterin der Kinderfürsorge-Arbeit, den auascheidenden Mädchen Glück auf den Weg. »Sieben von •Jen Mädchen gehen in Kibbuaim, um dort im Kinderhaus zu arbeiten Drei haben Aussicht, in Institutionen unterzukommen und 13 hoffen, in Privathausern Beschäftigung zu finden Drei setzen die Ausbildung fort, um sich als Krankenschwestern zu spezialisieren. Nach Beendigung der theoretischen und praktischen Prüfung luden die Schwestern und die Absolventinnen das Prüfung.skommittee, Prof. L. F. Mayer, den Arzt der insLnuüon, Dr. Edelstein und Frau Dr. Kagan, sowie Vertreter verschiedener Organisationen zu einem geselligen Beisammensein. Sterbefall. Richard Rillo. der am 2. Januar 1940 im Alter von 47 Jahren in Brüssel sein Leben beendete, fast gänzlich erblindet, in tiefster Armut und Einsamkeit, wurde in »einer Heimatstadt Wien zuerst als Hedakteur der „Muskete" bekannt, an der er 2 Jahre arbeitete. Keine journalistische Begabung entfaltete sich später in Deutschland, und dort wurde er bald einer der j beliebtesten Schlngvrtextdichter. Gerade in den j einfachsten Chanson* zeigte er sein grosses i Können. Ober 1000 Huhlager-texte stammen von j ihm. Das Jahr 1933 zwang ihn, sich mu-h Öster- ' reich zurück zu begeben. Stätten seiner Tätigkeit wurden das „Theater a.d. Wien", „Femina" und „Simpi", seine Erfolge waren sehr gross. Im Jahre 1938 verlies» er Wien und emigrierte nach Belgien. In Brüssel gründete er die zionistische Kleinkunst- Bühne im Elysce. Zahlreichen jüdischen Emigranten bereitete er viele Stunden der seelischen Entspannung. Viele Künstler, die aus Österreich und Deutschland kamen, fanden unter Biliös Leitung neuen JLebensmut. Obwohl Uih'o im Inneren seines Wesen zu verzweifeln begann, gelang es' ihm, viele seiner Mitarbeiter moralisch aufzurichten. Während ein Augenleiden ihn seelisch daj niederwarf, entstanden seine besten Gedichte:; „Das Grabmal des unbekannten Juden", das „Juj denlied", das „letzte Wiener Lied". Das Augen- J leiden verwandelte den lebensprühenden Rillo in j einen kraftlosen Greis, er hatte den Kampf ums Laban aufgegeben. Wenige Freunde .standen an der Bahre des Toten. //. Bondy (Brüssel) In Wi 1 n a ist eine Strasse nach dem jüdischen Bildhauer Antokolsky benannt worden, der hier geboren wurde. AN UNSERE LESLR1 Bitte vergeben Sie nicht» Ihr Abonnement rechtzeitig zu erneuern 1 Da dl« Post langaam geht, mau» die Begleitung 6—8 Wochen vorher angewandt werden. Innere Freunde können um» «ehr he* fen, wenn Sie In Ihrem Bekanntenkrela für die „Jüdiache WelURnndachan" werben. Bedenken Sie, dam die von Jeruaalem direkt geführt« Propaganda und Vergeudung von Probe-Nummern sehr viel Zelt braucht, und daa* durch Ihr Eingreifen dlewe Frist wesentlich verkürzt wird. Beachten Sie dan nebenstehende Verzeichnis der Zahlstellen 1 Senden Sie uns Adreaaen von zu werbenden Abonnenten In allen Landern (auaaer Palästina)! Wir »lud in diewer kritischen Zelt mehr al» je auf die tätige Hilfe aller alten und neuen Freunde angewiesen. Beweisen Sie uns, das» das Wagnis der Kriegsausgabe der ,JWR" nicht vergeh» Uch war! VERLAG DER "JÜDISCHEN WELT-RUNDSCHAU" Jerusalem, P.03. 689 Verbreite! PamUiennachrichlen dmreh 4h „Jüdische Welt-Rund*chau"! Wh« A.O, SsAjhitr.WakmmSKt W«*m«R«VSt ■••«**"**•*•• •»!»•••» blMflH«) «•(»■••R»«*'w«liw»s*« M«ltfl«s f»t«fb«»aflM* l«lerai«n»«s* BEZUGSPREISE d. "J.W.R." Jährt. Halb). V<f(«lj. Giroae-Brltannien, British Empire und Skandlnav. Linder (8h) U.S.A., Canada und La¬ 13/— 8/— 4/— tein-Amerika (I) 4.— 2.20 1.10 Holland (hfl) 6.00 3.00 1.80 Seh weis (Pros) 15 — 8.— 4.~ Frankreich (Fr.) 120.— 70.— 34. Belgien (Fr.) 100.— 60.-- 30.— Lettland (Lat) 18.— 10.— ö.~ Jugoelavien (Din.) 150.— 100.— 60.— Ungarn (Pengö) 18.— 10 — 6.— Rumänien (Lei) flOO.— 380 - 1*0.— Für olle ander** bä*dmr dm Q«o**\imt de« englisch** Jleeitospreiee« 6 BESTELLSCHEIN An dkl „JUOlftCHf WUT-RUNDSCHAU" JHUUUM ■.O.I.M9 Hierdurch basteile ich die Jüdische Welt- Rundschau für die Dauer 1 Jahres / ft Jahres / i Jahren (Nichtgewünschtes bitte durchiu*treichen) Den Betrag von........................... übersende ich gleichseitig durch Banknoten — Internationale Post-An Weisung (Postal Order) — durch die Bank .............................. sahle ich auf Ihr Postacheck- Konto........................... überweise Ich heute an Unterschrift: (Bitte »ehr deutlich!) Genaue Adresse: (OrtJLamdJatrtume/Swmmm) M m IIIMMM NT JH"! Da«» angefallene Vierteljahr wird unseren Abonnenten nicht berechnet. Allen, die über den 1. September hinaus v o raus b c z a h 1 t haben, wird der Betrag für die Zeit nach dem 1. Dezember angerechnet. Wer z.B. bis 15.10.1939 bezahlt hatte, dessen Abonnement endet am 15.1.1940; wer bis 1.1 1940 bezahlt hatte, dessen Abonnement endet am 1.4.1940, uaw. Wir bitten unsere Abonnenten, diese Berechnung bei der Bezahlung der Gebühren im Auge zu behalten, Verlag der „Judiacheu Welt-Rundachau" Zahlungen für die „J. Weit." Konto-Bezeichnung: JEWISH NEWSPAPER LTD.» JERUSALEM (Verlag „Judlache Welt-Rundschau") •lud tu leinten : IN AMERIKA <■«»• unter usa) IN BELGIEN i Poatacheckkonto Brttsael Nr. 6002.97. IN BULGARIEN : Postscheckkonto Sofia Nr. 5047. IN FRANKREICH; Poatacheckkonto Parte 1700.10. IN DANEMARK Poatacheckkonto Kopenhagen Nr. 149.45 IN HOLLAND s Poatacheckkonto Den Haag Nr. S23.167. IN JUGOSLAWIEN i An Agentie Avala A. O., Beograd, Frankopanova 23 (Poatacheckkonto Beograd Nr. 56.506). IN LETTLAND: Postecheekkont» Riga Nr. 682». IN RUMÄNIEN t Poateehftchkonto Bnkareat Nr. 24917. IN SCANDINAVIEN; An Aktieholaget Svenska Handeiahanken für Rechnung J. L. Feuchtwanger Bank Jerusalem. Poetbox 12S0, Stockholm 16, IN DER SCHWEIZ: Poatacheckkonto Zürich Nr. VID 27.859. IN UNGARN: An Kunstidters ZeitungsexpediÜona- Bureau Bodapeat VI., Uaxt-ferenc-ter 10.1.18. (Poatacheckkonto Budapeat Nr. 41.029) IN USA UND GANZ AMERIKA: An Guaranty Xruat Co. of New York 140 Broadway, New York, für Rechnung J. L. Feuchtwanger Bank Jerusalem. IZahlungen aus anderen Landern erfolgen durch internationale Poetanweisung—Postal (Money) Order — Scheck auf palästinensische Banken - Banknoten usw. An die Jewtah Newapapar Ltd., Jerusalem, P. O. B. 689 Editor and PubUsher: Dr. Robert Wettach, Jerusalem. Printed at The JeruaeJem Press Ltd. Jerusalem.

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