Mannheim
Compact Memory

Jüdische Weltrundschau · 1940-01-29 · 4 (29.1.1940) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
2 (1940)
Issue
4 (29.1.1940)
Date
1940-01-29
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2424658-2424686-2424690--409-2425162
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seife 8 .JÜDISCHE WELT RUNDSCHAU 29. Januar 1910 ZUR NACHPRÜFUNG DES ZIONISTI SCHEN PROGRAMMS in flri'-m pnnzipirllrn An.'«at7 brf rt«?«? sich H. /«finiic h in drr hf'braiM hm Z<".?.schrif t ..Mosruum" mit drr k'infHgpn xionisti; rhen Politik in: J der La^c drr Judrn. Z<>m»r-h >:Hjt he: avinur Ht>- trji."hl»f'^' von der Vomuswtzung aus. d.iMs nach dipflpm KricK difdoen von gofdrrn nicht nifhr in jedfr Uviu-)nm% masswbend nvin wordm. I>rr (JedanU« der nationalen Befreiung, df-r z H. im .. yeräKcfi KrU-K ho ein«» grorse Hollo f'<\*-pioi! hat, wird zwcifi'llo» nach die*'.-m Krieg nicht mehr al« Ly.(.Kci'.-inkc: anerkannt werden. Wir <ltirfen (in- (iohm',n. das» man in der neuen VVrlLordmmK ni( ht mehr eine Reihe von kleinen Staaten mit den vielen (Jrenzen, Zollamtrrn, Wahnmgru etc. xrhaffen wird, «ondern dass man darauf ausr:chon Wird. Klopse (lebiete zsisammcnzufasHen. Zemach meint, da.su oine n< ur W'rllr. den IAhemli.itniis nach flieftem Kriog verbuchen wird, d?m Lebern ungefähr atif den Zustand vor l!M4 zu bringen. I»ic jx:rmmlichc Freiheit und. die ZiLsammenfirbeit zwir chen den Men.McheiiKruppen wird anstelle der bishurlgen Verherrlichung des Star: es als Selbst/weck treten. Im weiteren Verlauf .seiner Ausführunn<?n WA'ist Zemach wiederhol! auf dir inneren VV i (I e r h p r ü c h e hin, an denen der heut ige Zionismus ideologisch kranke. Die Existenz der Judenheit der (wiluth hangt ab von einer bedin- KiniRslosen und leidenschaftlirthon Uryncrsrhaft Heyen j( de nationale A-bwudcruny, in welcher Form Hie auch auftrete, in Palästina aber stehen wir selbst in einer nationalen Absonderung, fhe- »cr innere Widerspruch raubt unseren Forderungen viel von ihrer inneren und ü unseren Kraft. Eh ist von grösster Dringlichkeit, das« die Bewegung sich auf die kommende Cedankenwelt vorbereitet. In erster Reihe, so schreibt der Autor, mu;s» dem pidi><eh-tirabitii-h<:n Konflikt ein End1' yetnaeht werden. 0Jn Auseinandorfiet/.ung mit verschiedenen Einwanden betont Zemach, dass es sich dabei zuniiehst um eine innere jüdische: Angelegenheit handelt, nämlich um Formulierung unserer Forderungen, Die <Jcgcnmeinung, so führt er aus, verkannt die Wirklichkeit. Es ist für uns ein Unglück, dass die Paliistimifruge bei der künftigen Friedenskonferenz sich dar: teilen wird als das Problem der Hetlcyuny eines Konflikten und nicht als ein Weg zur Losung der Weitjudenfran«:. Wenn daher der Zionismus überhaupt heute eine politische Aufgabe hat, so ixt es die; diesen Konflikt in .seiner Bedeutung zu vermindern. Von dieser Prognose ausgehend formuliert Zemach ein praktisches Prof,>ram»i. Zunächst, so sagte er, kommt es dat auf an. dem Zionismus jene S p r a c h e d e r , Humanität zurückzugeben, die von jeher sein: Tiesitz war und jenen Stil zu beseitigen, der in i der Zeit der Not und der Verwirrung aufgekommen ist. ^Bitterkeit und Feindsohaft s dien dem Zionismus nicht den .Stempel aufdrücken. Ferner würde es ein Fehler sein, wenn wir den Zionismus weiter mit der Frage der Flüchtling - verbinden: Er kann kein Mittel für eine schnelle Iliifsn.kt.ion sein. Auch sollte die zionistische Politik jetzt alle Judenstaatsprogrumnie fallen lassen, die nicht ziMtgemässt sind, Zemach kommt daher zu f olgenden drei F o r d v r u n g e n, die der Zionismus bei Frjedensschluss stehen müsse: 1. dar« eine dauernde bürgerliche und politische GleichIn'rt-rh iiyu ng zwischen der. zwei Völkern, die im Lande wohnen, festgelegt wird und dasa dem Lande eine Verfassung und Leitung gemäss diesen Grundsätzen der Gleichberechtigung unter der Mandatsherrschaft Grossbritanniens gegeben wird, 2. Damit das Prinzip der <Jleichherechtigung wirksam und nicht von der gegenwartigen Mehrheit abhängig ist, rollen sofort etwa ."00.000 bis 350.000 jüdische Einwohner ins Land gebracht werden, sodass die beiden Völker auch xahlenmosaig gleich sind. 3. Zur Pberführung dieser jüdischen Massen und ihrer Verwurzelung im Land soll diese Wanderung durch eine langfristige internationale Anleihe finanziert werden. Auch diese beschnittenen Forderungen werden noch mit Widerstand von allen Seiten zu rechnen haben. Da aber die Logik und die Wirklichkeit für sie sprechen, darf man annehmen, dass sie sich du rehstfizen werden Die Ausführungen von Zemach werden gewiss im jüdischen Lager lebhaften Widerspruch wecken und sind für die Stimmung im heutigen Palästina nicht charakteristisch. Es ist aber interessant, dass aus Palästina auch eine solche Stimme kommt und dass dus repräsentative Organ der hebräischen Schriftsteller diesen Aufsatz an leitender Stelle j veröffentlicht. 1 Arn 4. .Fanmir verstarb nach kurzem '«•nwrrrn leiden meine geliebte Tochter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Hanna Brumm Kcheveningen, (Jever« Deynootwcg 40 Paris, Kapstadt, Tcl-Aviv Im Namen der Hinterbliebenen ROSA BRUMM geb. BLUHM Arn 17. Januar 1940 starb in Frankfurt a/M im 68. Lebensjahr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter u. Grossmuttcr Frau LINA ROSENTHAL «■b. GRUENEBAÜM l>r. Krnnt Kahn u. Frau Paula geb. R-nsenthaJ Kamoth Hashawim (Palästina) Adolf Blunienthal u. Frau Irma geb. K<mentlMÜ AN UNSERE LESfR! Bitte vergeiMien Hie nicht, Ihr Abonnement r*eht»eltlR au erneuern! Da die Pont lafigaam geht, ihum die Bestellung 6—H Horben vorher abgesandt werden. Unsere Freunde können um* »ehr he> fen, wenn Sie In Ihrem Bekanntenkreis für dk» „Jüdische Welt-Bunriwchau" werben. Bedenken .Sie, Aw*% die von Jerusalem direkt geführte Propaganda und \ eraendung von Probe-Nummern sehr viel Zelt braucht, und dass durch Ihr Kingreifen diese Frist wesentlich verkürzt wird. .Senden .Sie un* Adressen von zu werbenden Abonnenten In allen lündern (ausser Palästina)! Wir sind In dieser kritischen Zeit mehr als je auf die tätige Hilfe aller alten und neuen Freunde angewiesen. Beweisen Sie uns, dass das Wagnis der Kriegsausgabe der .4WK" nickt vergeblich war! VKKLAC* DER "JÜDISCHEN WELT-RUN DSC'II AU" Jerusalem, P.O.B. 689 Am 21. Januar starb in Tcl-Aviv nach kurzer Krankheit mein lieher Mann. Schwager, un*er Vater, Schwiegervater und CJroasvater EMIL TUGENDHAT INHABER DES RESTAURANTS YAWO im 68. Lebensjahr Frau Michalina TuRendhat Emme Michel Hella u. Willi Wöllstein Stella u. Chajim Michels Susi und Benno Cohn und sechs Enkelkinder Editor and Publisher: Dr. Robert Weltsch, Jerusalem. PrinUd at The Jerusalem Press Ltd. Jerusalem. VerbwmiM Familiennachrichten durch die „Jüdhche WeU Rundschau* l UritMi fr«***» A.O, MN 3it~J»ür,3raismmSA2 M*ltfU|««t«rii<h«M«« •»(•»*»«(:•••• o«U<m*» BEZUGSPREISE d. "J.W.R**: Jährt. Halbj. Viertelj. CJross-Britannien, British * Empire und Skandinitv. Länder (Sh) 15/— 8/~ 4/— U. S. A.( Canada und Latein-Amerika ($) 2,20 1.10 Holland (hfl) S60 3.50 1.80 Schweiz (Frcs) 15.— S.— Frankreich (Fr.) 120.— 70.— 35.— Belgien (Fr.) 100.— SO.— Lettland (Lat) 1».— 10.— 5.— Jugoslavien (Din.) 1».~ 100.— 50.— Ungarn (Pengö) 18.— 10.— a.— Rumänien (Lei) 500.— 280.— 140.— Für alle anderen Länder der Gegenwert des enyliachen Bezugspreis 4 BESTELLSCHEIN An die „JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU" JERUSALEM P.O.B. 619 Hierdurch bestelle ich die Jüdische Welt- Rundachau für die Dauer l Jahres / | Jahres / \ Jahres (Nichtgewünachteji bitte durchzuaireichen) Den Betrag von........................... übersende ich gleichseitig durch Banknoten — Internationale Post-Anweisung (Ponial Order) — durch die Bank ............... ............ sahle ich auf Ihr Postscheck- Konto........................... überweise ich heute an Unterschrift: fBitte aehr deutlich!) Genaua Adrease. (Ort/Land/8tm»9e/Nummer)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.