Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 22 (11.8.1939)
- Date
- 1939-08-11
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Bette 14 JÜDISCHE WEXT-RUNDSCHAU Kr. 22. 11. VOT. 1*30 SPORT-RUNDSCHAU TAGUNG OES MAKKABI-WELTVERBAHDES Die Exekutive de» MnkkaM-Weltverbandes In London hat ein« Tagung de* Aktions-Komitee* für den I. und 2. Beptemher 19S9 einberufen. Himer Makkabl-Tagung kommt Im llinblirk mif den Im I*iife de» letzten Jahre* elftgetretenen Zusammenbruch der drei stärksten Landeskreise de* Makkabi In Mitteleuropa und der daran«« sich ergebenden organisatorischen und technischen Neuord- ■uns »Her Arbeitsgebiete den Makkabi-Weltverbaudeti erhöhte Bedeutung tu. EREZ ISRAEL REI DEN STUDENTEN-WEIT- SPIELEN IN MONACO An den vom 20. bis 27. August in Monaco »tattfindenden Httf enten-Weltspletea wird die HebriUaclie ValveraUät Jerusalem sunt ernten Male teilnehmen. IMe Vertretung Km Israels besteht ans dem Schwimmer Tlbor (Makkabi—Haifa), der Schwlmroerto Judith Deutach '(Makkabi—Haifa) sowie dem Schützen Abraham Samarl. EINE WASSEKBALL-MEISTERSCHAFT IN PALÄSTINA Die Fortschritte, die der Schwimmsport in Palästin* aufzuwehen hat» hab«n dazu geführt, da»* in diesem Jahre erstmalig «in« Wasserball-Meisterschaft ausgetragen werden kann. An ihr nehmen 8 Mannschaften teil, und zwar Makkabi-Haifa mit 2 Mannschaften, Makkabi-Bath Galiw, Makkabi-Tel-Aviv, Bar Kochba-Atid Tel-Aviv sowie die englischen Team« von Headquarter« Haifa, Stafford-Nazarelh Und Medlcal-eorps— Haifa. ■ ZWEIMAL „UNENTSCHIEDEN" IN AUSTRALIEN In deinem letzten Spiel gegen die Nationalmannschaft Australiens, das nm ß. August in Melbourne stattfand, konnte die Auswahlmannschaft des Makkabi Erez Israel ein 4 : 4 erzielen. Diese« Resultat gegen die sorgfältig .zusammen«' ÄssttriU« Elf, -die sich aus den besten Spielern des Kontinents zusammensetzte, kann als sehr ehrenvoll angesehen werden. Drei Tage vor der Begegnung mit dem LÄnderleam fand ein Spiel gegen die Auswahlmannschaft des Nordkreises statt Für dieses Spiel hatte der Makkabi in erster Linie seine Reserveleute eingesetzt, um einen Teil der Mannschaft für das •ehwercre Spiel in Melbourne zu schonen. Di« Reservespieler «Offen sich gut aus der Affare und erreichten ein J : 2, nachdem die Australier bei Halbzeit noch mit 2:1 In Führung lagen. JÜDISCHER SPORT AUS ALLER WELT Der von ehemaligen Mitgliedern des Makkabi aus Mitteleuropa gegründete Hat Kttchlm tfctv York hat in der kurzen Zeit seines Bestehens einen lebhaften Aufschwung genommen. Der Bar Kochba verfügt zurzeit etwa über 2M Mitglieder. Die FUhrung liegt in den Händen von Hecht (früher Bar Kochba- Frankfurt), Adam (früher Bar Kochba-Berlin) und Dr. Tannenbaum (früher Hakoah-Köln). Der sportlichen Leitung gehören die ehemaligen deutschen Makkabimaister Heini Herrmann (fr. Bar Kochba-Hamburg) und Lavy (früher Bar Kochba-Lerlln) sowie Wulff (fr. Bar Kochba-Leipalg) an. An Sportartan werden Turnen, Leichtathletik, Schwimmen, Tennis, Handball, Basketball und Succer sowie Ping-Pong batrieben. Der Klub hat ein« zionistisch« Tendenz und steht In •nger Verbindung mit dem Makkabi-Weltverband. In seiner sportlichen Tätigkeit wird der Bar Kochba von der Young Men Hebrew Association unterstützt. Der bekannt« Jüdisch« Athlet Phil Levy erzielte bei Leichtathletik Wettkämpfen in Amerika Im--Diskuswerfen ein« Weit« von 81,W m und setzte sich damit an dl« Spitze dar amerikanischen Rangliste 1&39. Der "Jewish Recreatton Club" in Shanghai, In dem eine grosse Anzahl von Emigranten aus Mitteleuropa aktiv tatig sind, hat sich dem Makkabi Welt-Verband angeschlossen. Bei einem Sportfest d«r Yntug Men Hebrew Association in London wurde bei den leichtathletischen Wettkampfen gute Ergebnisse erzielt. Marin gewann die 100 Yard« und 330 Yards in 10,8 Sek. bzw. 23,« Sek. »tone erreichte über 440 Yards eine Zeit von 63,6 Sek.. wahrend Midd über *M Yard« sowie über eine Meile Doppelsleger wurde. Im Gesamtergebnis der Schwimm-Meisterschaften von Polen belegte Ha%oäh-Bielltz den ersten PlaU. In die Nationalmannschaft von Polen, die einen Länuefkäffip' gegen Finnland bestreitet, wurden die Makkabi-Schwlmmerinner. Dawidowicz und Kandl von der Hakoah-Bielitx eingereiht. In d*** Vercin«mei«t«rschaft im Schwimmen, die im Kreis Lemberg des polnischen Schwimmverbande* ausgetragen wurde, gelang es der Hasmonäa-Lemberg mit 616 Punkten den ersten Platz zu belegen. Frits Lcwineohn n ♦ i 5 » n n | p n t"rn äs an» 1*3 GENF ALS STAOT fRANZ FARJA: Genf. Roman einer Stadt. Mit 32 Kunstdnuktnfeln. Albert Müller Verlag, Zürich. Die Kongreßstadt Genf ist nicht nur ein landschaftlich wunderbar nm berühmten Genfer See gelegener Ort, condern auch eine geschichtlich und geistig bedeutsame Stadt. Gewiss wird es viele Kongressbesucher interessieren, In die hi&torischen Zuwunmenhiir.g© und geistige Atmosphäre dieser, Stadt einzudringen. Pflegen doch die meisten Kongressbe- Sucher in Arbeitspausen sich gern mit dem gastlichen Ort Ihrer Tagung vertraut zu machen, und wenig« Orte sind in "dieser Hinsicht so ergiebig wie Genf. Das Buch von Franz Targa ist für solche Zwecke besonders zu empfehle«), F.« schilfert die Geschichte der Stadt in einer besonders reizvollen Form: Im Mittelpunkt der einzelnen Kapitel »tehen die giossen Persönlichkeiten, die mit der Stadt Genf verbunden •Ind. ihr entweder entstammen, wie Calvin und Rm**mu, oder 1 .ngere Zeit dort gelebt haben. Wir erkennen, daas Genf Immer im Mittelpunkt einer europaischen Entwicklung stand, bif es ssum Schluas für eine Reihe von Jahren der Mittelpunkt des internationalen Europa wurde, zunächst durch die Gründung des Roten Kreuze«, dann durch den Völkerbund in der Zeit nach dem grossen Weltkrieg. Da« anregend ge schriebene Buch ist auch mit vielen Bildtafeln versehen. DUSOUNA CilANNINI Schweizer Zeitungen veröffentlichen folgende Notiz: „Dmolina Oiannini, die italienische Opernsängerin, die für die diesjährige Spielzeit von der Berliner Staataoper verpflichtet worden war, hat nach der Ansicht der Fachzeitschrift „Musik" im nationalsozialistischen Deutschland „ausgespielt", da dl« Giannini jüdischer Abstammung »ei: auch so!! sie vor kursem m New York mit Toscanini zusammen bei einer jüdI»ehan Veranstaltung mitgewirkt haben". Die Künstlerin, die unseres Wissen» keineswegs jüdischer Abstammung ist, hat, wie wir s. Zt. berichtet haben, in New .York bei dem Konzert mitgewirkt, das zu Gunsten de» Palästina-Orchesters dort stattgefunden hat und bei dem auch i!tr Winawer-Chor auftrat Die Giannini hat in den ersten Hitier-Jahren besonders häufig in Deutschland gesungen. Glückwünsche zu Rosch Haschana 5700 ROSCH-HASCHANA-NUMMER DER J.W.R. Anschliessend an die letzte Kongress-Xummcr erscheint die Ro*ch-llaschana-Numn»er der J. W. R. vom 8. .September als Do»pelnu,mmer. i Die Ronen -II aschana -Nummer wird die NeujghriRhlckwttniiche der In die ganze Welt vcrsprrnslrn Juden Uber den Erdball In die entferntesten Lander tragen. Sie wird dadurch und durch Ihren Inhalt sowie ihre Ausstattung als die erste Ro*ch-Ha»chana-Nummer der .Judithen Welt-Kund*chau" eine einzigartige Kundgebung jüdischer Verbundenheit und ein eindrucksvolles Symboi für die „Sammlung der Zerstreuten*4 werden. Angesicht« der groaaen Entfernungen, die wir zu Überwinden haben, bitten wir ach ob jetzt alle unsere Leser, uns selbst sogleich ihren Auftrag für die Glückwunsch-Selten der J.W.R. in Ubersenden, wie auch alle F r e u n den »dRekannten daiu zu veranlassen. Jeder Besteller einer 'J.W.R'.-Wunsch'Anzeige hat Anspruch auf kostenlose Zusendung der Rosch-Huschana- Nummer der J. W. R. an sehn von ihm wtUzmeitende Adressen seiner Freunde und Bekannten. | Muster für die Glückwunsch'Anzeige | ihrem Fremmdem mmd Vermmmdiem im miier Weti temdem xu MOSCH HASCH ANA S7§§ herzliche Wünsche mmd Grünte t Familie Heinrich Grünbcrper tai-Avt«, U*y»rkoU1lr. llf Dr. Ludwig Berr*uum und Frau AmsUrdara-Zuid I incK « 1,25 rm heoh. rlsap*Hig l»r*l» für AhütinonUa sh 9/' Fr«4« für >'icli( Abonaostca «Ii •/ Famitie Heinrich Qrünberger Tel'Aviv, Hayarkonstr. 137 Dr. Ludwig Herrmann und Frau AmnteidumlHid 1 tack M?|« koek, •Uapslti« r>«r Akoanulta «k «/-. Miel>t-Al>aii*«i>tM »h «/• Frei» der (/rossen Anzeige / kleitttm Anzeige | Preise in anderen Währungen j Freit, der großen Anzeige/kleinen Anzeige Belgien: Frs. 40.— 20 — Falästlnit LF. 0.300 0.150 British FiuDlre; sk 6/~ 3/- Polen; *..i. 8,— 4.— Bulgar1 n: Lew» 200.— 100.— KuJiiiinien: Lei 200.— 100.— Dinenmrk Kr. 7.— 3.50 Schweden: Kr. 6.— 3 — Frankrekh: Frs, 50.— 25 — Schweis: Frcw. ö/- S/- Holland: hfl. 2.Ö0 1.30 SUdafrika: sh e/~ s/- iugotiiavieni »in. 70.— 35.— Ungarn: Fengö 7.50 3,73 T-tt!and; Lat 8,-* . U.S.A„ Oafiada mä •>rweu^n: Kfc 0/- L»t44u-Aiiieriks, * f a4— 1,— ^•b« r-rh vfw^i» awnj ny\n Vn-jlr i»? nit wn vn$n cr:n« n;ie n;«^ IUI n «at*^ ur« H>?«fä i>>|ppr nyeifr 'i^npo mn &p ,np n?fp {4m tVn D'pttjf ,nfi>ri imr wo rmbn »ni|f|) inen^ ^nz^ irjw raitf w nn> bb* trp «y«^ ^0 n':y /♦IHM nwif o^Mi?n or tf B|f (Uoyw •D'rjij o^:„ V*P) ') substantivierter Infinitiv mit transitiver Konstruktion; •) Busse tun; ») vorgezogen—vorzuziehen, besser; «) (göttliches) Wohlgefallen; *> (goldene«) Kalb; *) zerbrochen werden; ') «um zweiten Mal; •) verweilen; *) End« der Sühn« (-zeit); *) vor zwei Jahren erschienen Im Schockenverlag. « n ) 1 % a n t t n 1 (Jnvnpoi f»»pyo«6n wt5a »raiwna ntno kJto .m,T ia Jana mit »nnr ^moon envT,i 1v ar^n rm «jwto 9%t nn onp nm tww9i 9rr pn mv\ rww Brrvn Jv n.r<n mt 01 ytrm «in 9a« jartv rmnn i^in '•nrnaa «,mT»,t vnn 9v'nt9nvi «nrwa^/iaa .rwta tfjKoria ia9 nmrw ,Ti>rrnn nw*?*a .^aai^rai .law^eoa onw ,Wf)F9 oa armi «o,t»h fr?ii7 "nrmn trmtn mwon rnthn wp« ym) <i:: 1?? vi 'dtw? *) de« Dichter» 60, Geburtstag wurde vor kurzem in all<ln Kleinen des palästinensischen Judentums gefeiert. Presse und Zeitschriften brachten ausführliche Würdigungen seines Schaffen«; ') Höhe des (Gedanken»)Flugs; ») Originalität; *) Konzeption; ») Im Singular: da» Sich-nb-mühen: im Pittrai vielleicht am besten mit „Irrungen und Wirrungen" wiederzugeben; •) Hoheit; •) Straucheln, Fall; •) Äusdruc!:; *) Inhalt: •<*>a!?jos **>\ narjMj fvia*ft •B'itito. «t^a ««ooiBo ra'aa i*wa amra rml ^«va nono te-rw?»n«i^ 'a niaia #o T»a> nnrana nnitJ m nrrt iwm «w .aw» o-^hpa nnaya m»n aora m t»?9 n?na tr?Tya m anaa? na 'söjw <'0'il9» 11t "ODTO TW "BflPBia AM (*pmY? '131 •w T'3 *»vt ro'Ja i ^'»ma aora aHaoa iwaoa «•o^oaro ...«'förnoü 'Kn n»a «noioa "*jwm iwa öwivxn v*anmm iWa .(Hitavm .«o-otan9. nw po rm ojtm JormW (»2onpv o'ai «nnata rat trrrr» ojitr roita **rm ao wm> ."itia w9r ~ nyiw .(tJo«hsn toi? nyw «««aoa '?ai ,mita? w nnro? .«"ma* nan «Hoya ,naF "'rar Vi J>^a» ao*oia*iw '9ai .-»lay m Iba im tk oa m ,oosr9 «'«onRi o^iay leD^na '9a i^wt* Qftn rat??a min *Jy ,iaavea an*a arrarai /»• imu»r9y rati wimt 9r k^ddh o^aa-aaa waoa ip* t'^i .m ^y» .(»a^n W lias^ pni^a ««w/ii <«o^a laonr owoa ^•.maan 9a ov o<o?k mm' {«a#a i»«ra .'"tra* naai ««aa«^ «2« um» rat «"oop9 owrai^ro^ u^y ,urat yvtt a?»a rat sr«n9i «»"aTinr ano-a wvipvft »o0*m jnara (»aroya 5na co^b waair at 9ai jrtna i«9a iwa 'ar» w ("o*a)?F o*ji9y oa9 o**rrö «^asroaai ayrai /a9wlh oa9 ') veröffentlichen; s> MonatSachrift; *) Zwangsmittel; l) unterbrechen, einstellen; ') Erscheinen; «; gedruckt; '.» Blatt; *) vervielfacht; *> eigentlich: sägeri:=geräu5chv»>li sein; '*) Arger erregen; ") im Gegenteil; ") fleissig sein; "> beherrschen (zu ergänzen: die Sprache); ") wenig Leute; ") Hebräisch sprechend; M) Bühne; ") Tageszeitung; u> wert sein; *•) «iegesiroh; l*) Peitach«; ll) warum? ") an Kräften wachsen; a) schreiten; **) wör'l: „das E^ide der Ehre — au kommen"r=«ich schliesslich durchsetzen; *> lies; beesrat haschem; »> wervoller Besitz, Troaa; ") runzeln; *) Stirn; **> stöhnen; •*) „Zusammenbrachen der Hüften", Bild heftigen Schmerze«; *) versinken; ") Melancholi« (elgentl.: „schwarz« Galla"); ") Stehenbleiben (!tim mittleren Alter*); Verwelken; *) ärmUeh, unansehnlich. FÜR HIOMeAHDA-REFORÜ Über die Frage der sionisti• chen Propaganda hat Wolf er Tmmow*ky (Jerusalem) ein« Broschüre geschrieben, die neu« wichtig« Gesichtspunkt« gibt Turnowsky spricht «weifellos vi«km Tausenden von ZioniaUn — und sogar auch Nichtzionisten — aus dem Herzen, wenn er die Technik ö>r stonUtischen Propaganda der Gegenwart einer «iharfen Kritik untersieht Von vielen Saiten wird in üer letzten Zeit darauf hingewiesen, dau die Form und die Mittel der zionistischen Propaganda veraltet «ind und daher nicht mehr genügend Aufmerksamkeit finden, besonders auch nicht bei den Kreisen, auf die es in immer höherem Masse ankommt. Turnowsky erweitert aber di««e Erkenntnis, indem er auch den Inhalt der Propaganda kritisiert Wir halten dies für den wichtigsten Teil dieser Broschüre. Turnowsky stellt die These auf, das» die Zionistische Organisation um ihrer selbst willen den jüdischen Kampf gegen den Antisemitismus aufnehmen muss, und nicht, wie sie es bisher vielfach tat, dies als nicht zu ihrem Wirkungskreis gehörig b^ trachten darf. Er gibt in dieser Hinsicht eine Fülle von originellen Anregungen, und man würde wünschen, dass alle Delegierten des 21. Ziomstenkongressea diese m mehreren Sprachen erschienene Broschüre m die Hand benommen auch wirklich aufmerksam durchlesen. tErschicnen;m Seihst-1 veriag, Jerusalem, heuf&iach. englisch und deutsch. Z« b®- xiehen durch die Administration der JWR>,