Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 20 (28.7.1939)
- Date
- 1939-07-28
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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mi tw *$■ ■ - Nf*» 2b.vh.io»?uti*w *«^# 5ttrwr*\ jüdische wisLT RüNDaciutj h SPORT-RUNDSCHAU Makkabi Er« Israel gegen Australien 2:1! j vor Petnch Tikwah durch j Sie^, der dem Spielverlauf sind kam zu einem überlegen*' icht «jan* entsprach. In Sydney gewann dir Awawahlmanarhnft de» Makkabi Kreit Israel nach parkendem Spielverlauf gegen die ftatlonalmaan «ehalt von Australien Im Fußball gilt 2 : 1! ZWEI WKITKRt: SlMir; DE» MAKKIBI Am ST. und IS. Juli hatte die Makkabi-Atmv:ih1mnnn* «chaft zwei leichte Spiel* zu absolvieren. Sie lewniiii in Ipswich gegen Queensland B mit 8:1(1:1) und siegte in Toowoombo gegen ein« Auswahlmannschaft de« Kreises Queensland mit 13:3(8:2». Die Stürmerreihe des Makkabt ««igte in diesen Hpielen eine «elten gesehene einheitliche Leistung. Von den bisher aufgetragenen 9 Spielen hat der Makknbi 6 gewonnen. Die Torpilana weist ein Verhältnis von 54 :23 Toren für Makkabi auf. An der 8plt«e der Torschiitren marschiert Gaul vor Doktor und Neufeld, Sport-EtYchusse au Erez Israel Der Schwimmverband von Ere* Israel hat beschlossen, Im Hfsbltrk Ruf die Vorbereitungen für die olympischen Spiele iMO »in Olympia-Kader für die Teilnahme der Waaserbaii- National-Mannschaft zu bilden. Nachfolgende 16 Spieler wurden In das Olympia-Kader berufen: Vom Makkabi-Haifa: H. Bigger. Billig. Baach, Wollner, Laian, Arzi, Franzi Beck, Vago. Tibor, Fleach, Meyer, M. fiotenblatt. Vom Bwt Kochha Atid Tel Amv: Blum, Hirschler, Fischer. Vom Makkabi-Tcl Aviv: Rainer. ERGEBNISSE IM KORBBALL Makkabi-Te! Aviv — Mikwe Israel 27:"» Hitchia — Dagaii 28:23. ERCiEiLMSSE IM HANDBALL Im letzten Meisterschaftsspiel der ersten Serie blieb Ma - kabl Abschalom Fetach Tikwah über Makkabi Huätafon nach interessantem Spielverlauf mit ft:3'2:l> 'legreich. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Nach Wiederbeginn . ging Petsch Tikwah mit 4:1 in Führung; die Castg»b«r kauten innerhalb weniger Minuten auf 3:4 heran. Im Endkampf setzte rieh schliesslich dank seiner grösseren Spielerfahrung die Elf ERGEBNISSE IM rt'SSBALL De sei Zim A Tel Aviv — llapoel Risrhon Leaion A 3:U2:P De gel Zion B Tel Aviv Hnpoel Risrhon Le*lon R »:312:»> Mtikkabi Rischon Lezlon Militär Sarafand 4:3(3:1». Makkabi Heizlin ■ MJUttr Kfar Snba 3:0(2:0», ( It » T? »? n } 9 g ertp aa phjb a*» WASSERBALL BEIM MAKKABI fjOMMW Die SchwimmabteHuiigsT» de*t Makkabi liOndon sind in letzter Zelt durch hervorragende Kräfte au« Österreich und 4er Tschechoslovnkei tedeutend verstärkt worden. Der Makkabi verfügt jetit über zwei erstklassige WtmnrrhnU-Mann' nrhaftr», die in den letzten Wochen sehr;-. U Resultate erzielen konnten. Seit Bestehen des Wasserball-Teams ist der Makkabi von der 4. Klasse in die 1. Klasse aufgerückt, in der er in diesem Jahre «um ersten Male an den afeiwtercchaftaai'fcden teilnimmt. Die Verstärkung des Makkibl hat es mit sich gebracht, das« jetzt auch eine gute zweite Wasserball-Mannichaft vorhanden Ist. die in der 4. Klaas« beginnen muss, für die sie zweifellos viel zu stark Ist. Beide Makkahi-Mamiächaften sind ihren Gegnern weit Überlegen und haben bisher ihr wirkliche« Können noch nicht, zeigen können. In ihrer Zusammensetzung sind sie sehr „international". Makkabi I besteht in der Standard-Aufstellung aus einem Beigier (Rakower), zwei Engländern (Edelmann und Stein», uno vier Tschechen (Baderle, Berger. Frucht und Dr. Steiner». In den letzte,! Spielen wurden folgende Resultate erzielt: Die Mannschaft gewann gegen Police 10:3, und gegen Bloomfield Park eben fall '10:Ä. Das'Torverhältnis nach drei Hpielen ist 26:8 tu Gunsten de» Makkabi! Auch Makkabi'II besteht in erster Linie aus Spielern, die früher in Mitteleuropa aktiv waren. Hier sind Dungler und Blutstein (früher Hakoah- Wien), Rado und Körbel (früher Makkabi C.S.R.) neben den drei Engländern Fineman, Mw« und Heller zu erwähnen. Das Torergebnis der zweiten WaanerbaM-Sjebcrt noch fünf gewonnenen Spielen ist 52:2 Toren, wovon allein 34 Tore auf da.«? Konto von Dungter und Biufstefn kommen! An den Meisterschaften von England wird der Makkabi erstmalig teilnehmen, und man kann seinem Auftreten mit grossen Erwartungen entgegensehen. Dr. Moses Schwabe 50 Jahre Dieser Tage beging in Jerusalem der Dozent für klassische Philologie an der Hebräischen Universität Dr. Moses Schwabe seinen SO. Geburtstag. Schwabe ift au» dem deutschen Zionismus hervorgegangen. Er war in der Zeit unmittelbar nach dem Weltkrieg einer von denen, die Im Gegen- Hätz zu den bisherigen Methoden des bürgerlichen Zionismus vor allem neue Formen der zionistischen Jugendbewegung und enge Verbindung mit dem Ostjudentum nicht nur befürworteten, sondern auch praktisch durchführten. Schwabe war einer der wenigen Westjuden jener Zeit, dem es geläng, «ur Beherrschung der hebräischen Sprache vorzudringen, und iß den Jahren 1920/21 «'«r er Direktor des Hebräiscnen Gymnasiums in Kowno (Litauen) und Schulreferent im damaligen jüdischen Ministerium in Litauen. Es war dies die Beit, als unmittelbar nach dem Entstehen des litauischen Staates In diesem Gebiet, das wahrend des Krieges unter deutscher Okkupation gestanden hatte, deutsche Zionisten iktiv an der Wiederaufrichtung des jüdischen Debena und be- 40'm\ers des hebräischen Schulwesen* teilnahmen. Schwabe, eine geborene Lehrerpersönlichkeit mit echtem amor paedagogicus, gewann einen grossen Kinfluws auf die jüdische Jugend. Dieser wurde besonders fruchtbar nach seiner Übersiedlung nach Palästina 1W5. als Hchwabe die damals völlig vernachlässigte Aufgabe In Angriff nahm, die städtische Jugend Palastina.* im Sinne der Jugendbewegung zu organisieren. Schwab« ist seit seiner Übersiedlung nach Palästina Dozent für klassische Sprachen an der Universität. Kein Forschungsgebiet umfaast insbesondere die Beziehungen zwischen der griechischen und jüdischen Kultur In der hellenistischen Pt"* rtode, und er nahm auch hervorragenden Anteil an den Ausgrabungen aus jener Zeit, die in Palästina gemacht wurden, Schwabe hat eine ganze Reih« von griechischen Inschriften 'entziffert und gedeutet. Im Rahmen der Universität Jerusalem und im höheren Schulwesen des ganzen Landes nimmt gegenwärtig das Studium der klassischen Sprachen leider noch nicht den Platz ein, der ihm gebührt. Umso wichtiger ist es. dass um die. Persönlichkeit, von Moses Schwabe «erum eine kleine Insel des Humanismus entsteht, von wo a«» Wirkungen auf da» Geistesleben des werdenden palästinenslschen Gemeinwesens ausstrahlen können. Zahlreiche Zionialen a«s Deutschland, nicht nur in Palüstina, sondern heute auch in andere Lander verstreut, beteiligen sieh an den Glückwünschen, die Dr. Schwabe von. »einen Freutiden und Mitarbeitern Im Lande an »einem Feattago in reichem Mause;:utcil geworden Kind. ROSCH-HASCHANA-NDMMER DER J.W.R. Aus«hlle>iHefi«l an die letxt« Kon%retmSumm^r erhdnt die R<Kch-IIa^hana-Numni« r der J. W. R. vom 8. September als Doppelnnmmer. Die Roich*H«schina<Nummer wird die NeujahraKlüekwtinarhe d r in die 1/ a n z e Welt vera|ir6siKten Juden Uber den Erdball In die entferntesten Länder tragen. wird dadurch nnd durch Ihren Inhalt aowle Ihre Aum- »tattvns mhi die en*te Roach-Haachana-Nummer der , Jtidfechea Welt-Rundachau4< eine eiaziKartiRe Kundgebung jüdischer Verbundenheit »»«<! «In* druckavoilen Symbol für die,,Sammlung J« r Zertlrr ulf n" werden. \ni;e^i< htn der zrmmn Knlferaungen, die wir au ühirwinoVn halten, Mtten wir «chnn jetit alle unaere Le«er. uns srihnt ^mlelch ihren Auftrag für die Glackwunach-Selteit der 4 W.K. m übersenden, wie auch alle FreuadeuadBekannten d»/u /u veranlassten. Jeder Betitelter einer JWY.R.»Wunurk-Anzeige hat. Anspruch auf konUnlofte Zusendung der Rotch-ttaaehuna- Kummer der J. W, R, an zehn von ihn mitzuteilende Adressen neiner Freunde und Bekannten, Muster für die Glück wünsch-Anzeige ihrem freundem und Yerwamdtem im mlier Weit memdem im ROS4 H UAS< HA!\\t 3700 hmrzHekm Wümneme mmd Grimme : Familie Heinrich Grünberger fst-Aviv, H*7»rkcs!t? ISf Dr. Ludwift Uerrmemn und Frau Amstcrdam-Zuld | buh ei 1,25 «Bi ao<!h. *in»i»»Uif FrrU für At«Rn«Bt^n th J/- Yrxl* (ttr Nicht Atüt!b«'iit*«; »h SA Familie Heinrich Grünberger Tel-Aviv, Havarkonstr. 137 Dr. Ludwig Hermann und Frau Amsterdam-Zuid 1 tr.cii ä* 'ii tax h*>ch, «intfiSlUe **oo r. *h 4/-. Äki.t-Afeonnent^n *b Preise in anderen Währungen | PrriA der grwaen Ansevje / kleinen Anzeige Preis der ztos*** A***<ig*/ kleinen Anzeige BHgten: Fra. 40. - 20.— Faianüna LP. 0.300 0.150 Britiah Knnire: all 6/~ 3/- Polen: XL 8.— 4.— Bulgar1-«: Lewa 200.— 100.— Rumänien: Lei 200.— 100.— flinrniark Kr. 7.— 3.50 Mcftmeden: Kr. 6.— 3,— »ranareksi: Fr*. 50.— 25 — Hchw eix: Frca. 6/- 3/- Holland: ha 2.60 130 Südafrika: ah 6/- 3/- Jngvftiavlen: Dtn. 70.— 35.— L Bftar u: V. H. A., Canada and Pens« 7,50 3.75 Lettland: IM 8 — 4 — Norwegen; Kr. 6/- 3/- LaIHn-Amerika: 9 2.— 1.— oynVri tbic *pv wrj) wn> •TW« B»^n* uii-fy nxi nfi» {*n|^ - . annfy .jj'wbn-^j d^cs «n rp ,*nc?*?1? 7 •> Der R n;»ch dem,!». Aw, url dem Jesajü Kiip. 40. b#» Kirnend mit „tmchumu", gelesen wird; ') jem. «Trost) /ureden; ') hier tran«.mv; nr,m,*ti; Kriegsdienst, hier blldl. für Mühsal, Knechtschaft «der tJaluth»; ) tibg^büsat W.; ') (Züchtigung) „nehmen"' , bestraft, gezücl tigt w. (um w) M '«1^?T3W ^J^O?J,n«f fwyr. n«? W "o»pn «H? nfnn«;i *i3 1$ njttwn rnpty l'r>} Q'^vfH-]^ w rjf r*n tvy-s «*5;pp ntyf )i)iz l^ny4wm «TO-^W (,nT!?«?"T-«v?'"fTO/»FW d-jm^.—p oinjr ,('°oyn nn^n>;> n nit:j? .^b^ n-|iafn *n ^VQfä o^iio ity ^pu j? njif ,r} Tp ^»d^ij n« <'^o'pn on;>n .'ub^ ^*rinn :" np! ^^n-jpMi npnn tk| b'^u o*iv^ ,npy an jvB^ri np^1? npp^p B%5^n np'pn nn»np hh -ipv| ri2ini^ n»nr^pn nr^n nyp^p npnn rrp? bi r\* \py) .Dn"]i2ri5*9 b^ibh npy .rstyo '?p r;«*^ *W <2,-npriP <wwan^nn^ ntf ent innin *i»^a }0X) rrji3jj-<22fi3^n np?a ^j-iwr ißrty \b#z ßn'p")5' «I« •ft'jnB n^npV «hh yujtap ^p,p .^wh o*tj?jö o-tf^rj ^^»^ n\i nj? (»rnjpi nn*? cen? .läjsj -^e<^ Bir^ rwe gnty ,i3^| .n;^ rrj« ct# ...»ripf^ ^inj» npj;i r.^CM ^rp1? ^n'jnj P'^*'? c«.ri 0 Au« einer Arwprnche IM n l i k h an die Wiener jüdisch« Jugend, in« fMträincHe Übertrag»?« *ius einer deutsc'rr; «teno- Krai»hiseh«n Aufzeichnung von Dr. Jisrael Jteclmk Lew in, zurrt traten Mal veröffentlicht in der literarischen Wochen* bcilage de* „Dawar" vom?. Juli 1939; ') roachem , lüin« druck. Impression; ') für Kachur 'anl ich erinnere mich; ba'arez,* h betrachten; > im Auftrag; '> nahe bt>j, un« miltf'lüar vor förtlich und -seitlich»; *.i nötig nmchtm er«- fordern; *; Eile;'beendigen-; -'■•> -iiäss: ,äi!:..»ttleuein,.. ent- Hummeii; "> das Verbum „beginnen" wird gern mit dem l*art./ij» «statt Infinitiv) konstruiert; "J fliegen lassen; ") Zle^i; '-'■> f.Jofsang; antreiben, be.ächltfunl'g«n; "> verkür.dca. (mit 1-iupojiition ab; Klmer; **> ßfrgebtfcrung; Klühsnd; ft> Freude: fi) beg.ei»tert und begeiaternd; "*') lo-ollu amn;i> Stimmung. uS3iöi7 <4wjy ftjoi ^30i ,T^ni «titj ^oa^rn in* oik mxnai ,m?na unav cai o,o, foicT! rwm o'awwo <5r^ee njw wt?*y^c?f? -j^rn vra n5y ,19 -oaw ihk 9^. <7rain^ %i33 rm? vicn r>n -r? .rn .mv may .sy^ ~ nn« 4*Tiia B^n iöi' .yaoi ~ jniv? inpi ß'on '> ertrinken; >> sich an etwas abmühen; > Werk, *> Qual; *> ZweifeJ; ertranken; von ungefähr, oim« besondere Absicht; *) #ich erheben, ansteigen; •> Gesamte Schriften Bd. Ü Jfcl. Von Binditea gefangen Ein amer i k t, n > » c her U c i » t l» h <; r mit seinem Sohn, der In der Wüßt« örtlich \on J^n-salcm cm aUunimea KiosUr besuchte, wurde von arabischen Kaubern überfallen, uu^geraubt und gefangengenommen, iMr Hohn wur<ic festgtjhultcn un<i der Vater dann entlassen mit dem Bescheid, dass für de« Sohn «in Lo**gvid von i 100O verlangt wird- Der GeUtiiche Dr. Jwob Ooldumr au» Cleveland, «in lechzigjähr)-- «er Mann, war schon im Jahr« 1WX und 1012 in Palästina Ktwesen und hatte sich vorgenommen, mit Meinem Holwi die- »eibe Keis« nochmals zu machen, die er 1912 gemacht hat. Di« Beiden machten mit einem Führer den schwierigen Weg zum Kloster Mar H a b a, ein romantischer Weg, der vor den Unruhen auch häufig von jüdischen HpaJergängern unternommen wurd«. Die Zeiten haben »ich ab«r geändert und dorartige Ausflüge sind in Palästina heute kider nicht mebt möglich. Di«t;«s Krfahrung mmnltt auch Dr. Coidme» machen. Auf dem Rückweg wurden d*e Ausflügler von bewaffneten Arabern angehalten und musaten die Nacht ini Freien verbringen. Ks wird berichtet, ühs* der arabisebt Führer den Arabern gesagt iiaU*. es bandele »ieb «*m Deut- Ache - - offenbar in der Annahme, das« die Banditen gegen Deutaehe nicht* einzuwenden haben. Der OeiJitlichc erklärt« aber, er .»ei ein Amerikaner, und daraufhin wurde da* Diwegeld verlangt. Dr. Ooldmer hat sich »ofort mit dem amerikanischen Generalkonsulat in Verbindung gesetzt, um dia B*- fjeiung »tirtu.i Sohne» in die Weg« zu leiten. K> ig« Tagt fcpäter wunl'3 du^ Lösegeld von 1000 Pfund tat*ächlith f«* zahlt, u. zw. a'if Wun«ch der Räuber in ßilbemücken z« tö Platter, die in Hacken transportiert wurden. Die Art und Wein, wie die Verbindung mit den Räubern zwecks BetiMunx der Summe hergestellt wurde, wird geheimgehalten.