Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 17 (7.7.1939)
- Date
- 1939-07-07
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2424658-2424659-2424675--223-2424983- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Hungen 1× ep/1044798
OCR text
Mr. 17, T. vir. im >-:- JODISCHE WELT-RUNDSCHAU SeHt C Spiel mit Juden I 9ort**t:*t*ft ffiir.hr .JWK" Xr. Hi) Die .AuMMMMine au*l»n«li*<*hrr «Jurien Die Ämter wurden übersehtittet mit Antragen auf Frist- Verlängerung. Diese Anträge nahm man entgegen und Jos? sie fn«.t alle c>hn<- Antwort Bürgersleute und niedere Beamte versicherten einem unermüdlich, es wurde nm 12, Marzniemandem etwas geschehen, der nachweisen könne. dn«s er sich iim Ausreise bemüht habe: man möge sich nicht ängstigen. Die Betroffenen ängstigten »ich doch. Höhere Stellen hüllten Sich In geheimnisvolles Schweißen, gaben auch Beflissentlich beunruhigende Antworten. Der Plan war offenbar, die Ausgewiesenen in Angst zu erhalten, um sie zu veranlassen, mit »Her Kraft Uber die Grenze zu drangen. Schliesslich blieb nach dem Stichtag ein Rest übrig, dem t«* nicht xt'lunren war, Pine Zuflucht, zu finden. Er lasiit sich «einer Zahl nach nicht bei timmen. tierettet sind diese Zurlickjebliehencn nicht; denn da sie nicht arbeiten dürfen, so stehen iie vor der nackten Not. Dem Gesetze nach Huben sie sich r>b<*ndrein schwer «trafbar gemacht: bis zu drei Monaten t«efangni« und bis zu;>O0O Lire Geldstrafe und ausserdem, ir. beiden Fullen, „espuisionc" wird ihr:*":: angedroht. Ksput- «one. Auslr^bvsnsr. »"tun nach Lage der Dinge nur Auslieferungan Dt-ütM'hUuid K.'<l*'iit«-n Ut.tcr die.}« i Diohuug stunden wir alle, solange uns nicht die Erlangung eine» Visums zur Einreise in irgendein Land gegluckt war. Da«» Hie an einem der Zum« kgebheb* tu n wahrgemacht woiden wäre, habe ich nicht jHtoit Es st-ht jedem frei, die-.es Verfahren ah milde, oder das Aufrechterhalten der Drohung als niederträchtig su empfinden. Hatte man das, Ausland■svisum, so könnt" man deswegen <?!e italienische Grenze noch nicht pausieren; man musste vielmehr vorher unzählige Formalitäten erfüllt haben, deren Abwicklung bisweilen Monate erforderte. An Geld durfte jeder mit sich nehmen 2150 Lire in Devisen und Sau in bar, Die Lire wurde'man dann im Ausland nicht loa; die Devisen reichten für ein paar Wochen. Seine Habe zu Gelde zu machen, nutzte einem nicht.*, da man den Erlog, nicht mit sich nehmen durfte. Aber noen überdies wollte tur che unzähligen auf den Markt geworfenen Wohnungseinrichtungen und Bibliotheken kein Mensch auch nur halbwegs annehmbare Preise Fahlen. Wer nicht so viel besass. das?» er Möbel und Bücher trnn:»poi tteren lassen konnte, musste sie im Stiche lassen. Der Verkauf von Haus und Garten wurde den Ausgewiese- , ■««n verboten; ni'-ht d"rch G*set* oder Verordnung - dtts ' wäre m kl ir gewesen — sondern durch Kundvxrfügung an die Notare. : ........ ■■ ' Und ist nun also den ausländischen Juden das sehÄnc jiUiistui:ruhinie Italien verschlossen? Atter wer sagt da«? JVi erschien endlich auch noch »-ine amtliche V« rlauthmruiuj, di« den Juden aller Welt freistellte, zu ■ kommen. Hotels und Pensionen zu frequentieren, sieh die Sehenswürdigkeiten anzuschauen, möglichst viele Pfunde oder Dollar dazulassen und wieder abzureisen. Und wer von uns wagte zu beschworen, es werde sich kein Jude finden, der von dieser Erlaubnis Gebrauch macht? III. DIE EINHEIMISCHEN Die italienische Judenverfolgung hat bisher hoffen wir: überhaupt — keine Überfalle auf Laden, keine Brtndstmungen in Sj-nagogen, keine Misahandiungeu von Menscnen und keine Mordtaten gebracht. Dennoch Ia.sst sich behaupten, dass die Haiu'iiiMchen Juden von der Katastrophe schwerer getroffen worden sind eis die deutschen Juden. Denn tn Deutschland, ö«»lerrei< h. Rühmen hatte e-i Judenh.i.... und Judenhetze immer gegeben. Wir mußten von Kindheit an uns v.ehun und behaupten. Eine weitverbreitete, zum Ted pseudowissenschaftliche, antisemitische Literatur, antisemitische Ze.tungcn, antisemitische Professoren, antisemitische Polt Uk er und Demagogen und ihren Masseneifolg gab es bei urn langst und von jeher. Wir kannten die Gefahr oder hatten sie kennen müssen. Die italienischen Juden waren völlig unvorbereitet. >i Wie hatten sie auch vorbereitet sein können? Ks ging ihnen gut, und sie genossen an Rechten, VVirkungsmoghchkeit und Anerkennung unangefochten, was atc steh nur wünschen konnten. Um ein Bild von ihrem Zustand zu geben, berufe kh mich auf einen Zeugen, d«-r als unverdächtig gelten darf, Es ist Paolo Orano, fruchtbarer Schreiber und Rektor d>r Universität Perugia, Verfasser des Buche» ,.Gli Ebrei In Italia", erschienen Anno XV UM6<37>, eines peinluhen und tief un<iufm hUg<m Buchet, geschrieben vielleicht im Auftrag, vielleicht aus Witterung der Konjunktur; jedenfalls eines judenfeindlichen Buches. Dabei verfehlt es völlig die bevorstehende Entwicklung: Es wei„,.j von keiner Kassentheorie, es ist bert-it, die itaheni«ehen Juden anzuerkennen und gelte« zu lassen, wann sie nur auf jede Verbindung wul ausseritahemschen Juden und Organisationen verzichten, vor allem also auf den Zionismus Denn dc-r Verfasse: halt für die ausschliessliche Pflicht Wide* Itihin..-. »u i**^», i'i denken, zu kämpfen und weh zu opfern für die Entwicklung des imperialen fa.»thisUüUien Italien" ts*»*. Wahrscheinlich also ist das Buch entstanden aus Partediysiera Paolo Orano halt sah wit kein anderer „romisch-kathohdchfaschistischer Italiener" für kompetent In der Frage der italienischen Juden, da er .studierend, schreibend, polemisierend, in enger Verbindung mit frommen Juden' die Entwicklung »er judischen Sache in Haben seit vier Jahrzehnten vertoigt oabe (Seite T4h Er rühmt sien guter Freunde unter den 'italienischen Juden, worunter sich der junge hochgelenrte Raf-! faele Ottolengbi befunden hat. der aus Enttäuschung über | ien Ausbruch des Weltkrieges Selbstmord beging. Diese Verj fcttnyciihöst hindert den Verfasser- -nicht, an Vtrkennung, Herj lb4«t£uug und Beschuldigung sich an; eigen zu machen, was ( Rückblick auf Italien Von einem Aufgetriebenen der Lindl mfige antiscmltm In ürw hnft dt Ualou <i dein behrbtKen Abnehmer nur irgend darbietet. Trotr. dieses Abfalls, der aber seine isachkundo nicht vermindert haben kann, schreibt er am Anf ing seines Buches: An alle Zelten zurm kdenkutd „Mchc i< h iHia-'htisihe Er* ihuI«' und Bekannte tn der innigsten Gernemschaft mit meinen ti^f katholischen, tief liberalen Verwandten, von David Levi zu Lulgl Luzzattl. I' h kann mich nicht erinnern, dass jemals unter uns, Eltern und Söhnen, sn der Kindheit oder Jugend, auf die Tatsache der Verschiedenheit der Religion oder der Abstammung Wert gelegt worden wäre. Eine tsnteltttn, begeisterte Anhangerin Mnzzmn», war die beste Kmindln meiner Mutter." Als Grund rar diese innisrtt Gi-memschnft bezeichnet er die „glühende Teilnahme" der Juden am Kampf um die Unabhängigkeit und Einigkeit Italien», dessen, wnx man das Ktsorgimento nennt. Er räumt diene Kani[)fgenOss«nMt;haft ein wenn er auch sofort die Motive verdachtigt. Al.i solche jüdischen Mitstreiter nennt er: Daniel«; Mamnf dessen Denkmal in Florenz steht), Gustavo Modenn, Tsaino {'i-'firo Muurogonato. Der Kampf Italiens im 19, Jahrhundert tun seine Unabhängigkeit und Einigkeit war nicht "< fuhrt vor!ü! unter dt r Paroie eineü engherzigen und ausscliltessenden Nationalismus, sondern im Gegenteil nach den Lehren der freien Geister und r.volutioMsircn K^pfe wie Maz/mf Da dieser blutig" Kampf der Helden und Martyter ichhe*u.ltch zum Erfolge gcfuhi L h Ute. so konnte es nicht, feinen, dass die italienischen Juden in den vollen Mitgenu;:« clor errungenen Rechte eintraten, Tn der Tnt «»anden ihnen alle Betufe offen, auch die Beamten-.! haft, auch die Armee Butgermeister der Haupt Uadt Rom war lange Jahre der Jude Nathan, unter vielen jüdischen Ministern bis in die jüngste Zeit brachte einer, Lulgl Luzzattl es bis zur MmistcrnraiHidentschafL Änderte sich die Lage der Juden mit dem Siege des» Faschismus? Auch dazu lasst, steh cm unverdächtiger Zeug« anfuhren, und ein ohne Vergleich gWnzomicrcr. Im Fiuhjnhr Vj'S'I halte E tr, Ii Lu d %v i if h";»nheir dun h fi' u "V'"l Wochen, beinahe tagin h. beliebig Fn^ni an dm ln-cc /u r'chlen, :."..f die b^rnt^ci;.^ An?vurc nfeiic wuni ' D< l AU',- taiMch ht festgehalten in Emd Ludwig - Buch Görna"!»' mit Ausländer-Problem in der belgischen Kammer; fJelegt'ntlieh d«.v Debatte ubei da. Rud,;.-! Mi-5 M.unt' -! rhir.i-, ttti WJrUch.ift und Kleinhandel be u haftis te suh di** belgisch e Kammer neuerdings mit dein Problem der Ausländer m: Belgien. Vier liedner, Vertreter der vier burg"_-r!i'hen T. u:; Im Pmlauumt, und zwar der KatholHihe Abgeordnete f'ir P:u.,ä«i Ba<!P;lider liberale Abtanrdni te lur Btussel Motz Oer flarnisi h nationalhdi.Hf iie Abgco-dnete ftip Ant\<- rp 't'ir.Urir.rrYT.'iri^ nnr] ,iav . avUllt; AllgCOl d««'e f'ir Ver\ieri H'iv-.ud, führten Klage ti!,rr d» n .unlaiit« ren Wettbewerb '»eitenn nu-dandi/cher Kaufleute und Handweikei" und forderten Massnahmen zur Emnchrunkunfj ihr liinwandcfuti'j (tnnlandi*cher Elemente. Dia beiden letzteren Redner wandten sieh besonders scharf gegen den „Einfluss der; Juden". Timmermans forderte Vorbeu&ungsmasBnanmen , gegen den zersetzenden Einfluss der Juden''. 1 Abif. Canaille Huys'ii am (Sozialist), Bur^nnc! iter von Antwi<rp*n und Siuhtier PsaMdent der Kumn er, wandti,n,h , scharf gegen diese antisemitischen Ausfalle und bezeichnete t de Antisemitismus als . moralischen Defekt", Der . technokratische" Abgeoidnete für Antweinen Eren-t^'n pol"™i«p.r»fr i/ii'n i.fjiJh f-,-^«»n di<» aittl^t n'uini li"n ST^munE* n Der Minister für Wirtschaft und Kleinhandel,?Sap, bej schrankte sieh in seiner Bclilussrede darauf, zu versichern. > dass die lUgHiung alle von den Abgeordneten aufgerollten Fragen sorgfältig prüfen werde. j Der ehemalige belgische Justizminister und liberal« Abj geordnrte i',-h Biu^^eP'r \\ ahikreiscj Victor de Laveleyej verufi'entluhte in der Tagr «-eitung 7^3 Deinieri Heiif." einen, Art kel, in weh htm e'i u a heilst Irh kenne naht* Abnchmhrhtrt't und Erntr dnrjt ndr?' \ nln d( a Antm >/n/tstnun Et gibt kein ekelerregendes e> Seh«iuspifi, h)± wenn ein üanzej Volk gtgtn eine schutzlose Minoerhelt gehetzt v>ud U h bin "bei - > zeugt das--i, sollte jemait die.^'i Ungeheu*- \n unserem Lande iich . rheben, alle Fielgier die <\.a Her/ am rethten El«' k haben, wie ein Mann aufstehen whrden. urn das zu ver- : niehtcii". Jüdische Emigranten schaffen Industrien l-'o» w»i*cre;n hoUanänchen BecU:hter*tntlrr HL, Den Haag Anfang Juli Amsterdam entwickelt »ich zu einem europäischen M o i;i c - Zentrum. Eine dort abgehaltene Modeschau, dl« von mehr als lausend Besuchern aus den europai-«-h«/j Haupt;i?;idlen sowie aus AuitfaLtn und Snrtaf>tka beruht *urde. g^b ein deutliches Bild von der starken Entwicklung dl. die Dam'nkontekttomind'Wtne tn Holland In der letzten Zeit genommen hat. Wie der Organisator der Mode.whau, Trokler, einem Ver- 'rcier der , JootPuhcm Pers<oinmi*sie' mitteilte h'xlxn vor •jebratht und damit nichf nur die f>arn< nkonfektton leibst T>ndtrr zuviel« h duui die Kun\wenlen»fiMM»tnr m dvr Provinz Twente und die WolUtoffaorikation tn der Provinz Nordbrabant s^wie gewisse Hltfaindu^tnen (Knopfe, JStottbiumen etc. > stark belebt. Der Klei derexp ort nahm seit l S> 3 7 um 4 0 0 ', zu, <ltr Mn n tclexpuit um 567«; Im ersten Quartel l&3>5 v.urde für 'iütM/,u tlulden, im eriten Quarte! 1S*3'J lur •*riö»SJ Gulden aui Holland exportiert Am »i di^ h««*«.htfnd?n hciundiichcu Firmen haben wertvolle Anregungen durch die Zuwanderung erhalten und auf dem Arbeiüjinarkt machte aich die Ausbreitung der Arbeitsgelegenheit deutlich bemerkbar. So tragt die jüdische Immigration auch auf uiejwm bttsonderen Gebiete zur Belebung der holländischen WirUchAU beL Mussoiini", In d<im gewiss kein Satz steht, der nicht von dem Gesprächspartner gebilligt worden wäre. (Mir hegt die italienische Ausgabe vor die aber um*o authentischer gelten darf Darin äussert sich Mussolini, nach ftist zehn Jahren Dtkt.itui : .,Antl*eii»itis m u n gibt e n nicht in Italien. I.mo italienisehv-ri .Juden hnbeu steh imn'er als )i.ute Statttsburger erwiesen, und ab» Soldaten hüben »!« sich mulig gesehlagen. Sie hüben hoho Stellungen Ihne an den Universitäten, im Heere, bei den Blinken Eine ganze Reihe sind Generale: Kr^nmaudiint von Sardinien Ist der General Motte na. ein änderet'. General ist bei der Artillerie. ■• So fanden wir die I.a^c vor, als wir ll\"L! ankamen. Neben den Alteingesessenen gab es Zugewanderte, seit 30, 40 Jahren irn Lande, die, unter Bewahrung ihrer deutschen Mutter« Spruche, sich völlig itnllenistert hatten. Nicht wenige von Ihnen waren ssu Wohlstand, zu SU-Hungen, zu höchsten Titeln und Ehren gelangt. Vor allem war ihnen die Italienische •Staatsbürgerschaft verliehen worden, eine Gabe, von der niemand voraussehen konnte, dass xle widerruflich ■ sei. In ihrem Verhuttni.s zum Judentum pab es alle Schattier «»igen, die Wir früher in Deutschland kannten. Man* herorten »eheint. ein gewisses eigensinniges Festhalten am fteiwlllift'fn GhrM.» be t-mWi rn haben itn in« witft es Ihnen >r». In vielen Kreisen wurde die Tradition, und zwar die phaldin\ft LrriiMih bewahrt Jüdische \\ iLieu-a inft fand -vorragende Vertretung (ümbetlo tTassulot. Die Zlonislen bildeten eine nmngo (Jruppe mit eigener Zeitung, Andere wieder waren assimiliert bis zur Vernachlässigung und Gein^'sehatzung ihres Judentums. Deutach« Judinnen wurden r lies ei »n sUllerilith<Hi Kreisen mil V>»ti*-be Echritat?t r.b au» purer Mode oder in Schätzung ihrer QtialütUen weiss nicht zu sagen, So sind .sie bis m die hohe Aristokratie gf hilft No« n murr i filier hatte dir iüdi < Tie Fi au de<* < "UefS italienische» Hamid»»)Issum in Berlin beim deutschen', »ihre:" e.n Wort ,;v! Gunst«-» H.r« r n.i-.-.h»u.'}«:itMi Vwlk«- ltnos.se» einlegen können E<{ ht nicht überlief«-! t dam flio Gcl'.;;-?nb :-it von ihr benutzt worden wäre. Die l'ascfiislisch«? lluMtint; /um Judrntimi Juden waren in der faschistischen Partei. Der neu-- «uf-itrli«nde F.i'Tchlsmus v. m'll<- n< h r.ut kcüic r Wdbon^ -m ftlic, tu>c au«-» unter den Juden; und wie er A.ihanger iib;'taü fand, : o aucfi unter den Juden. J u d e n geh o r t e u in i t z u den ersten KuäcIi läleii, Juden gelangten in der l\ii|«j zu hohen und hi>t,ii-i*c» Slcllun,"i n, Von den /nhl- KitiK'ii judi.fhen l< a ii'hu.teu, <tic vur vorfanden. 1 is-d sie» i e :i '.ili.ein i ai - ' ii.:r wh«.'! r ».-sUtidi'-i, wi. »jfrU-ht«g ib>-'« f«i bist. Gl" Anh»mg'-I,ii-h ut v ir. K'< lasd; sn!i \.>n ihnen ao ''liv'.t'tfoi'st'd'en wie von d< n \nhangcin hberhui nt Gc* >' i.«« R-riii'c Luhimi nUh' ausgeübt ttridt-n, w«>rtn man nuht l'utei H'h.iit I» andere» wieder, L* hier?* iiatt z.«m "cl^ j.ut, fuhrt div F-rnh'iltu«« von ihr Partei zu --Kwvrtf Po* nif hfcilLjung Ungezählte Italiener?i»d in die Paitpi gegangen untef der Konjunktur Oder einfach aus Zwang. Hie« mtind weih»(, wieviel Anhänger es gäbe, wenn ff«i gewaMlt worden dürfte. Jviancne >an<l viollelcht keine Faschisten, ab» r uber/'ugte MuJ.iOll»iant*r, i» Würdigung der uberlcttor.v Klugheitvder? Duce. $kduhts Etnsttrliunfi; »st mir vvn i!aiicai:>G"ien Juden nusdi'ucklu.-ii bu^lutigt wurden. Als Mus soll »i «ich mit Emil Lud v ig unterhielt, ihm eeuiauMmasv^n «,t<«. n->y »»..in einem Poitiatisle» ritzt, in dt«: von vorn!.vf{.n vvt.-int/arten Abgeht, d.i.* du Interviewer ein Buvh nber inu veröffentlichen sollte, da war der Ditee offenbar kein Antisemit. Mehr noch: er dachte nicht daran, dass irgendjemand in der Welt, auf dessen Meinung er Wert legte, oder jemand in seinem eigenen V'olko AnxtoHa daran nehmen konnte, dasd d«r Z»>ilifeMos«iift. d..r rn» «!-.r weilliailenden Resonanz seiner geschätzten Fedwr das Bild 4m M ii'^hm Mu'".oiiiii der Mit- und N'rti bw»-l[ »t; Crhcfern "'iU.-, < n 'ut{' Aur, dessen V itsr, v/u- Mu.'ifjiini Kcwnttt iiaoen :.%»,>-. d"r bn uhirue lÜM'sf'iH.-i Augynar't «*o"m wtr. t'btrcngo Be/u Hungen Mussolini» 7\x Juden auss« r dir Rolle dm 'de in d«_r Partei gespielt haben, gehen marnhedel Gi*j uchte, hm wldersprei lun einander und 'sind schwer nai hzuprtife». S.'ine langjahnge Sekretärin, vielleicht mehr als Sekretärin, Karfattl, Veifassiri» dc^ ernten ausfiihrl» hen Buches ub>*{ ihn, war Jüdin Dass <li' I'«r»iPe dei Dm« mit Juden verschwägert »ei, »b*. r die Prau oder über die Kindtr, wird immer wl"drr b*khftUE>tet Di«j Wahrh«-^ der Behauptung ist nnht so wkhtig wie d<;r riertttwiilige Giaiitiu den »tn faiul whd findet, luwnUch für unseie Frage. «.< i« vv*d' r'l«i Italienischen Juden auf da?, v/as kam. vorbereitet sein konnten. Die italienischen Juden trugen das hohe Gut ihrer Gleichberechtigung vor uns, den Entrechteten und Vertriebenen, mit Stolz. Mit dem unterirdischen Raunen und Wühlen beaanr» auch die offene Ängstlichkeit der Italienischen .luden. Wir hielten sie für übertriebe», heute Hegt am Tage, das« sie nicht ubertrieben war, Unter der anschwellenden Judünfcinddch» k.ei. schwoll auch das Streben jener gewissen Kreise-an, ihr«! Loy all tat in weithin sichtoaren Kundgebungen xu beteuern Da*a dlc?e Bemühung wirkungslos bleiben musste, wußten wir aus unserer Erfahrung, Das» sie gegen dt« Wurde verstie. u, fanden au«, h iUlimifc h«: Juden. Iii« KaUHtropfi« Als die Kata; TOphe heretnbra«;h, gab es, wie gesagt, kern« Gewalttaten, Aber um unter den vielen katastrophalen rotricti tili« zueiwt zu nrj.nen — du' Judr n )i<»jt n uua u:t luv hiitnn'ktn Parin Die Ungeheuer!»hk«Mt diraer Massrtgel Ist für deutsche Judtn nicht leicht nachzufühlen. Bei uns war von Anfang an nie ein Gedanke, dass wir bei Hitlef mitmachen konnUn. Aber auh wenn früher in DeutschUnd Juden zu den Konservativen oder den DeuUchnationalen /ahiun, so waren sie doch Eindringlinge. Im Grunde gehörten sie da nicht hm. Und wenn sie selbst es »ich »ich* eingestanden, *o empfanden, sie sich als bevorzugt aL* EUte. Aber die ttahentsthen Juden gehörten dazu, und ihre Zugehörigkeit wurde von «einer der beiden BciU-A aui.h nur mit einem Gedanken in JCweifef gezogen, hie sasien in den Gr«mivn. wirkten In den (irgamsationen, trugen 4** Sthwarzhemd w»e ihre Kameraden und waren einig ur, ' verbunden mit ihnen.