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Jüdische Weltrundschau · 1939-06-23 · 15 (23.6.1939) · p. Seite 11

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
15 (23.6.1939)
Date
1939-06-23
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 15» 23. VI. 1939 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Seite 11 SPORT-RUNDSCHAU SPORT-ERCEBNISSE AUS PALÄSTINA SAISON-SCHLUSS IM HOCKEY: BAR KOCHBA-ATID TIX-.WIV GEORtf r BAR KOCIIBA HAIFA 1 : I Im letzten Spie! der Saison 1938 im da.« gif ichzeitig die endgültige Entscheidung über die Landesmeisterschaft von Palästina im Hockey brachte, standen *ich in Tcl-Aviv Bar Kochba* AUd als Gastgeber und Bar Kochba Haifa gegenüber. Beide Mannschaften lieferten ein schönes und schnelles Spiel, da« durchaus fair verlief und in freundschaftlichem Geinte aufgetragen wurde. Di« Leistungen «eigten einen sichtlichen Fortaearitt de« Leistung** tandard*. Man sah eine Reihe her vorragender technischer Leistungen. In den «raten 30 Minuten war B, K.-Atid. Tel-Avtv, leicht Qberleten, lumal das Haifaer Team noch von der AutoreiM •ichUich ermüdet schien. Beide Torwächter waren Jedoch auf der Höhe und verhinderten bis lur Pause jeden Erfolg. Nach Wiederbeginn Velten beide Mannschaftin voll aus. Bei leichter Überlegenheit von Haifa enielte Gerson bei einem Überraschenden Durchbruch der Tel-Aviver Stürmerreihe auf Vorlag« von Keasler das erste Tor. In den leisten zehn Minuten gab es einen Generalangriff der Gäste; Angriff auf Angriff rollt« auf das Tel-Aviver Tor. Die Stockacher« Läuferreihe von Bor Kochba-Atid konnte «war einen Sieg de« Bar Kochba-Haifa verhindern; wenige Minuten vor Spielende erxielte Bar Kochba- Haifa durch ein schönes Tor von G o 1 d b e r g* ein verdientes Unentschieden. Bar Kochba-Atid-Tel-Aviv ist nunmehr endgültig Landesmeister im Hockey. MEISTERSCHAFTSSPIELE IM HANDBALL: MARKABI-PKTACH TIKWAH — AMAL-TEL-AVIV 10 :S (S :S) Seinen ersten Start in der Handballmeisterschaft konnte Makkabi—Petaeh Tikwah recht eindrucksvoll gestalten. Bis zur Halbzeit war ihr Gegner, Amal Tel-Aviv, durchaus ebenbürtig, zeitweise sogar überlegen. Nach der Pause wurde Amal von dem ausgezeichnet kombinierenden Sturm von Petach tT1kwah vollkommen überspielt, und muaste sich mit 3 :10 hjtch geschlagen bekennen. MAKKABI-H AZA FOX — BAR KOCHBA-ATID, TEL-AVIV: 5 : 5 (3 : 1) Beide Mannschaften lieferten sich einen interessanten und apannenden Kampf. Makkabi Hasafon war in der ersten Halbzeit wesentlich schneller, und durchweg überlegen. Der In grosser Form befindliebe Torhüter von Atid verhinderte e:ne Reihe sicherer Tore. Auch nach Wiederbeginn war Makkabi anfangs die bessere Mannschaft, und konnte ihren Torvorsprunf auf 5 : 2 vergrossern. In den letzten zehn Minuten kamen die Atidle'crte, trotzdem sie nur noch zehn Spieler •af dem Felde hatten, in einem prachtvollen Endspurt auf, lind erzielten ein unentschiedenes Ergebnis. ERGEBNISSE IM KORBBALL: Landesmeister«» Ch'aT t: Makkabi-Tel-Aviv gegen Plugah 12 33 : 33. FVSSBAUUERGEBMSSE AUS DEN KOLONIEN ' Makkabi Rechowoth — Degel Zion Tel-Aviv 3:? (3:1). Makkabi Haxair Rechowoth—Auswahlmannschaft Militär Neas Ziona 4:3 (2:1). — Hanoel Rischon Lesüon — Hapoel Rechowoth 2:1 (0:0). SPIELE IN TEL-HIV JBnc JehiuH Tcl-Aviv Kar Kochba Atid TeNAviv 1:1 «0:1). — Hapoel-Alijah-< Hapoel Haxafpn 2,0 (0:0). MAKKAIU-F1 SSBALI^MANN.HC'HAtT * IN AI STKALIEN EINfiETKOEEEN! Die Fussball*Auswahlmannschaft des Makkabi Em Israel ist nach mehrwöchiger Reis« im ersten Hafen Australiens, in Perth, gut angekommen. Sie wurde von Vertretern der dortigen jüdischen Gemeinde an Bord der „Strslthard" begrüset. Am Ii. Juni traf die Makkabi-Mannschaft in Melbourne ein. Sie wird dort zunächst an einem Empfang teilnehmen, den der FuaebaJI-Vertntnd von Australien gemeinsam mit dem jüdischen Komitee zu Khren des Teams aus Eiez Israel gibt. Im „Internationalen Club" wird Ing, 8. Arasi. der Leiter der Makkabi-Expedition, einen Vortrag über das Thema ..Sport und Körpererziehung in Eres Israel" halten! Dieser Vortrag wird durch Radio übertragen. Am 32. Juni findet ein Empfang statt, der. der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Melbourne, 8 Michaelis, veranstaltet. An dem Begrüssungsabend der Makkabi-Eapedüion durch den Lord Mayor von Melbourne wird der Mannschaftsführer des Makkabi dem Lord Muyor ein Handsehreiben des Bürgermeisters von Tel-Aviv I. Rokach, nebst" einem Album von Tel-Aviv überreichen, das in künstlerischer Form die Entwicklung der Stadt Tel-Aviv in den Jahren i909~I93v darstellt Am 24L Juni bestreitet die Makkabi-Mannschaft ihr erstes Spiel auf australischem Boden. Im Stadion von Melbourne wird sie einer Auswahlelf des Kreises Victorin gegenüberstehen. Frite Lewinsohn (Tel-Aviv> MAKKABI-SPORT IN HOLLAND n ♦ Y *i v n n i 9 n Von unter Berichterstatter Ab de Vries vom Makkabi Amsterdam wurde auch In iiesem Jahr wieder holländischer Meister, de Vries hält diesen Titel seit dem Jahre 1933. Auf der Mtkkabia 1935 in Tel-Aviv wurde er in dieser Klus*« Makkabi-Weltmcifiter. Beim Bundesaportfest des KN'.G.V. belegten die Damen des Makkabi im Haag den dritten Plati. Das Bundessportfest ist ein sportliches Treffen aller Turn, und Sportvereine von Holland und dieser Erfolg ist wohl einer der gröasten, die der Makkabi Holland bisher errungen hat. Bei dem ersten ,,Zionistischen Landtag von Holland" führte eine Auswahiriege' des Makkabi Holland schwierig« Turnvorführungen vor. Besonders sind die beiden ehemaligen deutschen Makkabim, Hermann Rudawer, Bar Kochba Frankfurt a/M.. und der ehemalige deutsche Makkabiroeister Jules Loschiaski vom Bar Kochba Berlin zu erwähnen. Der Fahnenmeister des Makkabi Hazair Amsterdam wurde mit einem nicht endenden Applaus empfangen. Die Tcnnwtbteilung des Makkabi Amsterdam hat bei den Verban<l*»pielen In der dritten Klasse den zweiten Platz Inne und die grünsten Au3sic-hten,---Melster -dieser Klasse zu werden. Spitzenspieler ist der frühere Berliner Bar Kochbancr Heinz Safier. Das Training leitet die frühere Kölnerin Betty Markus, die innerhalb eines halben Jahres eine recht spielstarke Mannschaft geschaffen hat, U111 X II E L W A L II (Schweiz) Ctr sesittt |ih|iM PUtz fcts BrMr ttu'nis ^Hpf HOTEL SII.BMUIOHN Modernst eingerichtete« Haus / FL Wasser in all. «■ Zimmern od. Bad / Grosser Garten m. Liegewiese Anerk. ersthl, Verpflegung bei massigen Preisen. Prop. Frau F. Kahn HAUS FR1EDEMANN - HIRSCH HAIFA / MOCNT CÄRMEL / P. O. B. 200. PENSION u. ERHOLUNGSHEIM. KOSCHER ZcitgemiUse Preise Dr. Resa Friede mann — Dr. Reiny Hirsch Hocblpioes Jüdisches Kinderheim o. Internat 1726 m ü. M. felerlna b. St. Moritz (Schwel/) Gegr. 1926 Für Ferien* und Daueraufeuthalt Individueller Schulnaterrfciit Mitglied d. Verbandes Schweizerischer Erzlehungsinstitute und Privatschulen REFERENZEN PROSPEKTE Postscheckkonten der „J.W.R." (Koöio-Bezeichnung : Jewiah Xewspaper Ltd.) SCHWEIZ: Nr. Vlll/ilSS» befcn Poatachevkamt Zürich. LETTLAÄOi Nr. «828 kein Po*taraecka«t Riga. MOLUHDi Kr. 3231«7 beim Zentralpoatticheeluunt In Haag. DÄNEMARK: Nr. 14945 Kop#aJsa*ea. BELGIEN: Nr. Ottee de« Cfcequeft Foateau, Briwelie». BULGABIENi Xr. 54M7 Sofia INTERLAKEN Berner Oberland Tin fr/ rtr fn,/ta i Oer für SN*** fviwJtMi». j Aller Komfeft - fattdsswge Kiküc I W 4 28 r,«-*Ch. Publisher; Jewish Newsnaper Ltd., Jerusalem. P.O.B. 689 L* g^raat: Raymond Lwne, Paria. — Impninerie Centrale du Croissant, »ociere «ouvelie, 19 rue du croisaaat, Pari». HEIRAT t Jg. Leute, n u. 22 J in sicheren Pos, suchen mit syrap. u. w irisch af 11. Mä> dein gl. Alter» zw. Heirat in Verb, zu treten. Etwa*» Kapital erwünscht. Uild- Off. u. R. 271 an Vvrlag J W H. Jerusalem P.O.B. 6is.v erbeten GRÖSSTE EUR0P. U. ÜBERSEEHEIRATEN vormittelt E0ITN GOETSCHEL- ENGELMANN Färbt 16*: Rue Weber 3 I^iasern : Postfach 531 und Uberall best, vertr. Jid. Welt-Baadadwii wird in 60 LANDKRN gekaen Achtung! Waisenhaus Dinslaken Wer will, da^s weiterhin Ka«Wi*ch für »eine Angehörigen gesagt wird. w«rtde sich an l>r. sto4Whild. Ik*th Jethomim, Uechov Rabbi Kuk ftr Tel-Aviv («. a. redakt. Teil) (n ^i*" k'3 nai02) fisfn T|i«a? (4q\*v <irn-$n ^} ,i27t)m\ty '"fi^ix'ci (;pph^a cyn ^^nj '»nn^ - f> Z\vt\ moderne Krklarungsversuehe tum Verständnis1 dieses alten Rruanenliedehenn: I. „Aller Wuhr^ehetnlit hkelt nnrh wurde das Lied dereinst von den Hirten beim Hinabli^en und VVlederheraufholen «les JUhöpfeimers gesungen mi nhmte die nieder- und aufwart gehend« Bewegung <lea 1. unnenhebeb iiadi" < August Wunschei; 2. ..Das Liedehen besteht aus »echshebl|.-en Zeilen. Es wird Im Ton elm-.; wirk« Ii« hen Brunnenlieds r!u spottendes Slcfreslleii auf die V!roberung «Irr moabitischen Stadt Be'er nau\. Ati.f» d<rr hterkwürdige Zup, das* Brunnen mit einem Stabe gej,T:..ben v.'crden, findet sich in ähnlichen arabischen Liedern" (A. l?criholet); *),. steig auf. o Brunnen, singt Ihm zu!"?) gr-»hen; relativer Ansehluss ohne Relativpronomen; *) Fürst; »» bolwen; wel« terer Reuttivsatx, parallel tum vor»>er»:elieiiden; ') Kdler* ') Herrseherstab, Zepter; •) Stütse, Stob. ^•19 n^tt?^ D^onn inn^n oi^ 11 n-ji• rn?j* «e^B-^smi; "ö^y? «n-f, <«rn f^-nit] «iflto) n rvnsj .««aw^jj <?n^i| n^iy nm»n .D^ri <"TUB2 "^Oinrjj o»ö iur$n (,,BB!vp;$ yh? ('*neHB8ri ]iBsn r?a H,n' W niin nn^ ns^n-j iß? wi1? BBnnp &i2n »Snin zmyi p?om^ b^3 (-»B'BBti B^nsn .f^n^n 1:0:1 '-^v.ie-r^ «»nwii '».to ,(J3«>b3> ovwp B»*ni) tnrm '»rj?p l»3in «.»Btvy «2/^0 (?»^«n njn utfrß bp n|n 'w^iypi!bs ,^53.1 ]bs *>v ^«reiirt .ijn nw wp\w vi: «1^3 ,)^n {3»ni2inin*KB«8c ,m-»^ <3*pinp «3^Bn*rr 77213 .p»^ mb?h «0x559:1 ("oto .rm /im «^bis] i»ib bmn 1:^1 "»n^n '"rmaj "PW («]1Vb!«n»^3 IBM «fBHIB? (1°bto ft* (<7pnr| t^'h iniin j^fjpit «'.joft <«bV: Hff3»^9 rk ntt?j[> Uf b*b|B <4*nty irirjp^ n>ip ir.w-j? tjm ■ pttp .(5«B^©4< Ki&rrfy fwje nufl»J3 vypo ü'in^ ^o0^ .«"B'BWn 13Ep «541c6^ |,a Tj,, 21B« ,p. irr*" *}fij .1^7 p-ft n*nya 5«»i^o m yn2» .(Ä!B^rri Vvtf,l <«0n^ *?9 <*»ni3rj^ pm (»typt BT.rJ ^1? 1^1} •) „Vor dem Heraufziehen der Friihregena" (der In' PalÄ-" stina von der zweiten Hitlfte «Jen Oktobor» bis in die erstö dca ncxemb»!rs fallt); Ascher Ba rasch, «in f<>in«inni»rcr moderner Erxühier und Lyriker; dessen 50. f;e!>urtüt«g vor kurzem in der liternrischcn Welt Palil/itina» «efftlert wurde, hat dies „Gedicht in Prosa" im Jahre lS»2g in (Jcr von ihm und Jakob Rabinowltsch gemeinaam redigierten litcrariachen Zweiwochenschrift „Hedim" Band VI veröffentlicht; e« steigt die charakteristischen Seiten »einer Stilkunat auf;' »; Firmament; *) sich entzünden, brennen (Nif al v. Stimm jazot); adjektivisch (nicht prädikativ) mit rakia' verbunden; «« handelt sich hier aluo um einen unvollständig Satz; •) Wolke; '•J Krau; *) violett; ') Unruhe, Munterkeit; '» Frohlocken; *> vor »ich hersUmen; w> »er»täuben; u> sprengend;; Schaum; '*'> »phäumen, wallen; ") Abhang; «> Staunen; '«) {mit dem Besen) gefegt; ") in zitternde Bewegung geraten; '*) hier: etwas zu tun gedenken drohen; «*) springen, platten; **> schwellen; sittern: ") Kälte; •> „geneigt m fallen" einzufallen drohend; ") Schrecken, KnUeUcu; »v> wild: ~) gesteijt werden (Hof'al vom Stamm jfi?,og);!? gfgenuber; Nacktheit; ») erscheinen <Hkrtl von jafoa); •") (vorn Sturm) gefegt werden; *') Strassenkehrer; *> schlingen fprftsentisch gebraucht»; **>Stiel; Besen; »•> serfeUt» zerschlissen; fest angcpresxt »<:»n; r> Augenbraue; w> dicht; bedecken, umhüllen; ") grob; run?.lii; xusammengew>ß«n; "> Rind«; *») Kiche; "> „alt an Tagen"uralt; Starke; •»> verdriesslich, mürrisch aussehend; wagen; Futur präsentisch gebraucht; "/ Blick; *-i aanft; "»Strauch, (lenträuch (gemeint sind die dichten Augenbrauen); ut 4unkoI; u) Kobold; **> IJppenbart; •» bruun; M> auffahren, hier aufleuchten; H) C«sichtsau«lruck, Physiognomie; *») rle« .«.ig; •*) das Adjektiv in der weiblichen Mehr/.ali{ wird häufig zum Ausdruck eines Adverbs gebraucht: hier also? „breit lachen"; •) Tmfel, Platte, Plateau; *') nackt. AnfaMftrfcfi der Redaktion Hchalttm B«n Chnrin, Jermalrvt. V/ir halten es nicht tüt inveckmasnif, an die Erwiderung von Dr. Walter Hopp« (Tel Aviv) in Kr. Vi der JWR" eine weitere Polemik anzuknüpfen. Nach un .erfcr Meinung sind durch Ihren Auta-its und durch dä« Antwort von Hopp« f ide Teilt: zu Wort gekommen, E» Ist einleuchtend, das* die religionsgeschichtüche Beurteilung de» Buenos von Sigmund Freud anders ausf Uit ab die de» Pf.yehoanrilytik«-rci; mit Recht weisen Sie darauf hin, dm* bedeutende l'.fcjigionjiwiasenschaftler v.-i« der Züricher A|ttestamentler Kochk-r und der Mythotoge Unger die religions- ^ejfchichtliche Deduktion Freuds gleichfall» ablehnen, fc.bert«' *i vesr«tändlich bt tu aber, dass vom psyirhounalytischc« Ge* fi-iehupunkt die Sache anders beurteilt wird. Ober diesen lYiitttrmztin steht gewUs die allen gem«sir.aamü Verehrung füg den grojisen Gelehrten und Mc-nschen Freud,

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