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Jüdische Weltrundschau · 1939-06-16 · 14 (16.6.1939) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
14 (16.6.1939)
Date
1939-06-16
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nf. 14, 26. VI. 1939 r JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Seite S u r Jüdische Tagungen in Frankreich . Von khicoo Pariser Beii'htrrstattrr Am 4. Juni hat die „Organisation Sionistc de France" ihm dritte Juhratkonf^rrn: in Paris abgehalten. Dieser Name „Organisation Sioniste de France" ist etwa« irreführend, da es sich in Wirklichkeit nicht um einen Gesamtverband handelt, der alle in Frankreich arbeitenden ^zionistischen Gruppen umfasst, sondern um den Zusamrnenschluss der bürgerlichen Zionisten meist.'ostjüdischer Abkunft. Die Konferenz hatte leider eine schwache Beteiligung, Eine grosse Anzahl führender Zionisten, wie der „Finanzminister" der zionistischen Exekutive Kaplan, Professor BrotJctiky, Dr Nahum G oldman n und Kurt Blumcnfeld nahmen an der Tagung teil, deren Vorwitz das Mitglied des Aktionskomitees. Naiditach, führte. Von den verschiedenen Ansprachen j zur Aufjfnbc KCst*IH hat, die öffentliche Meinung zu verfehle Kind die in hebräischer Sprache gehaltene Begrüßungsrede von Kurt Ulumenfeld und die französische Begrüssung durch Die öffentliche Meinung ENGLAND UNO DAS PALASTINA-WEISSBUCH / „NIEMAND REGT SICH AUF- .* r c in Io n 1 o r, er Körte* p o n d c G W. L o m d o n , Anfang Juni ISW> Nachdem jetzt einige Wochen seit der Publikation des Weissbuches verstrichen sind, können wir uns fragen: Wie stellt sieh die öffentliche Meinung In England zur neuen Palästinapolitik der Regierung? „öffentliche Meinung" ist ein vager Begriff. Es ist daher schwer, in dieser Beziehung dogmatische Feststellungen zu machen. Ein Institut, das es ftich den Sekretär des Komitees France-Pale.stine, Henri Hertz, hervorzuheben. Die Hauptreferato der Tagung hielten Professor Brodetzky, der eingehend die politische Lage des Zionismus schilderte und auf die Undurcbführbarkeit der Ideen des Weissbuch** hinwies. Dr. Goldmann sprach um Nachmittag über den Kampf, den die zionistische Exekutive vor der Genfer Mandatskommission gegen die neue Palästinapolitik der englischen Regierung führen wird. ' Am Abend vor der Konferenz sprach noch Professor flro- 'drf.rky In einer Massenversammlung über „das heutige Palästina,"!' Vor den In Paris lebenden deutsch sprechenden Zionisten »prach Kurt Blum enf cid über die „Neue Palästina- Politik". BlumenfeJd wandte sich aber weniger den aktuellen politischen Problemen zu, sondern schilderte in eindringlicher Weise die gefährliche Lage des jüdischen Volkes, das durch die politische und soziale Entwicklung in allen Ländern und nicht nur in den faschistischen Staaten bedroht wird. Er wandte, «ich gegen jene Meinungen, die über Hitler die eigentliche Judenfrage, die vor Hitier bestand und nach ihm bestehen wird, vergessen. Nur Palästina kann für diese Judenfrage die dauerhafte und fruchtbare Lösung bringen. ) Die Schekelkampagn* für das diesjährige- Kongressjahr hat in Frankreich begonnen. Die Schekelkommisslon richtet einen Aufruf an die In Frankreich lebenden Juden, durch den Erwerb des Schckels ihre Solidarität mit dem Jüdischen Volk erkennen zu geben. V// W,E FLUCHT!JNOSHILFE * Das Pariser Conslstoire hat unter dem Vorsitz Von Baron de Rothschild seine Generalversammlung Abgehalten. In einer langen Ansprache hat der Präsident die »Arbeit der Pariser Gemeinde im Einzelnen geschildert. Besonders eingehend ging Baron Robert de Rothschild auf die Flüchtlings arbeit ein. Infolge des anhaltenden grossen Flüchtlingsstromes nach Frankreich hat eine Reorganisation des gesamten Flüchtlingswcsens stattgefunden, die zu jfler Gründung des „Koordinationskomitees" geführt hat. Es Wurde ferner die Arbeit dcs',,Com^te■■de""Docun^e■nlatiön•, weitergeführt, das Material zur Verteidigung des Judentums gegen antisemitische Angriffe sammelt. Die Hilfswerke sind in dem „Inter-Comitß des Oeuvres" zusammengefaßt. Die (eigentliche Unterstützung der Flüchtlinge ist die Aufgabe des „Comit«§ d'Assistance aux Refugh's", an dessen Spitze Albert Levy und Gaston Kahn stehen. In besonders dringenden Fällen greift die „Entr'aide Sociale" ein. Die Transporte der Flüchtlinge werden von dem ..Comite d'Assistance aux Emigrants" geregelt, das der HICEM angeschlossen ist. Das Umschulungswerk liegt vor allem in den Händen des ORT, der Kurse in eigenen Werkstätten eingerichtet hat. und des ,Centre de R^classsment Professionel". das im Zusammenhang mit den französischen Berufsschulen arbeitet. Die französische Fiüchtlingsorganisntion hat ferner ein Unterkunft»- fcentrum in Martigny les Bains in den Vogesen geschaffen. Dort ist auch eine Umschulungsfarm eingerichtet worden. Ein weiteres landwirtschaftliches Ausbüdungszenlrum befindet sich in Salnte-RadeKOnde und steht unter Leitung der französischen „Seouls". Ferner wurde in Ärgcnteuil eine VVerkstätte eingerichtet, in. der Refugi&t für Metaliarb?iten ausgebildet werden. Die Pariser Flüchtlingshilfe arbeitet in engem Könnt;: mit den Provinzkomitees. Baron Robert rühmte die fruchtbare Zusammenarbeit der Pariser Flüchtlingsorganisation mit dem „American Joint", der die in Frankreich gesammelten Gelder verdoppelt hat. Der Bericht er wähnte weiter zwei wichtige Sonderorganisationen für die Flüchtlinge, das „Comite Israelit© pour les Enfants". daj bc reits jüdische Kinder aus Deutschland nach Frankreich gebracht hat. ferner das ,.Comite' d'E-tudes pour t tiosäibiütes d'Emigration des RefuglSs aus Colonies", das bereiux eine Untcrsuchungskommission nach Französisch Westafrika gesandt hat. Der Verkehr mit den Behörden ist durch das von der französischen Behörde geschaffene ..Comitt? Central aux Refugies" erleichtert worden. Baron Robert de Rothschild wies zum Schluss darauf hin. das» der Zustrom von •Flüchtlingen nach Frankreich trotz der strengen Grenzkontrolle erhält, dass aber Frankreich mit Ausnahme für einige Spezialberufe nur ein Transitland sein kann. Im Zusammenhang mit den Erklärungen zur Flüchtlingafrage in Frankreich ist noch darauf hinzuweisen, dass der französische Handelsminister Gentin jetzt die bereits angekündigte Kommission für die Installierung der Flüchtlinge in Frankreich, deren Arbeit der nationalen Wirtschaft nützlich sein kann, geschaffen hat. Der Verkehr der Flüchtlinge mit dieser Regierungskommission wird sich durch Vermittlung des „Comite Central des Refügies" vollziehen. Skandinaviens Juden an die Britische Regierung Unser Stockholmer H. R.-Berichterstatter schreibt uns : Anlässlich der jüngsten Ereignisse In Palästina richteten die jüdischen Gemeinden in Schweden, Dänemark und Norwegen folgendes Telegramm an die Britische Regierung, das von den Rabbinern und Vorstehern der skandinavischen Gemeinden unterzeichnet war: „Die Juden Skandinaviens, welche seit der Erklärung der britischen Regierung über die Errichtung eines national-jüdischen Heimes in Palästina an der erfolgreichen Wiederaufbauarbeit im Heiligen Lande mit warmem Interesse teilgenommen haben, wenden sich in dieser Schicksalsstunde für Israels Vo.k in grossen Teilen von Europa voll Vertrauen fn üross-Br^Äuniens V<Mk ,daaa es — allen Hindernissen zum ■ '-Trotz — eine Lösung finden möge, die vereinbar ist sowohl mi: Gerechtigkeit als auch mit dem feierlichen Gelöbnis und den Verpflichtungen des Mandates." denen aktuellen Fragen festzustellen (es wird ein besonderes System der Umfrage angewandt*, mu*ste jüngst dio Erfahrung machen, dass Innerhalb von wenigen Tagen in einer so wichtigen Frage wie der allgemeinen Wehrpflicht die OTet tliehe Meinung plötzlich radikal umschlug, ohne dass in der Zwischenzeit neue politische Ereignisse eingetreten wären Was heute In bezug auf die öffentliche Meinung richtig sein kann, ist möglicherweise morgen völlig fdlsch. Juden und Nicht juden protestieren Dennoch lassen sich einige allgemeine Feststellungen machen. Um die Reaktion in England auf das Palästina- Weissbuch zu verstehen, genügt es nicht, die Leitartikel in den grossen Zeitungen und die Parlamentsdebatten zu zitieren. Selbstverständlich hat jede Zeitung, die etwas auf sich hält, es für ihre Pflicht gehalten, ein bis zwei Leitartikel über Palästina zu schreiben. In den Parlamentsdehatten über das Weissbuch wurde natürlich über nichts anderes als über Palästina gesprochen. Wer nur die Leitartikel und Reden in Betracht zieht, kommt leicht zu dem Schluss, dass die neue Palästinnpolitik die Engländer, mindestens die politisch aktiven Engländer, lebhaft interessiert. Ein solcher Schluss wäre grün d f a 1 s c h. Für die Juden in ''der Welt und besonders natürlich in Palästina Ist das Weissbuch von ungeheurer Wichtigkeit, für sie ist die neue PaläMlnapolitik die grosse politische Frage der Gegenwart, Für den Durchschnittsengländer Ist. Palästina nur ein kleines Fleckchen In der weiten Welt, ein richtiges Land zwar 'aus polili ic1 cn, ideologischen und strategischen Gründen), aber doch nur ein Land unter vielen. Man darf nicht vergessen, dass Kngi.in.l im Augenblick eine fa.st revolutionäre Entwicklung durchmacht. Wer hätte vor wenigen Monaten daran gedacht, dass eine konservative Regierung unter Führung von so vorsichtigen, phantasiearmen Männern wie Chambcrlain und Halifax plötzlich politische Bündnisverträge mi. Pol-m, Rumänien, Griechenland und der Türkei abschließen würde, ja sogar mit Sowjet.Rußland Verhandelt Wer hätte daran gedacht, das das traditionsgebundene England im Frieden die Wehrpflicht einführen würde? Nun das int alles, über Nacht gewissermassen, geschehen. Wenn man das bedenkt, Kann man verstehen, dass der Durchschnittsenglander sich;£r Palästina nicht ~o sehr aufregt. Der Engländer reßt *leh nicht auf Die englischen Juden, von einer ganz dünnen extrem assimilatorischen Schicht abgesehen, nehmen natürlich lebhaften Anteil am Geschick Palästinas. Selbst die reichen jüdischen Kreise, die seinerzeit offen gegen die Balfoyr-peklarut;on Stellung nahmen, haben diesmal kein Sonderpolitik. Nur ein paar völlig unbekannte Juden haben diesmal den traurigen Mut besessen. In Briefen an die Presse dorn Judentum in den Rücken zu fallen. Die ofizielle Vertretung des englischen Judentums, der Hoard of DupuUes, hat scharf protestiert. Führend« Juden haben im»-Parlani£ni-'ö8fett' öpponufrt,Hö der Abgeordncio Rothschild und Lord Samuel. Führende englische P o 1 i t i k e r, die «ich Palästina besonders verbunden fühlen, haben ebenfalls leidenschaftlich protestiert, so Lloyd George, Churchill, Amcry, Cazalefc, Morrison, Wedgwood u.a„ Aber nachdem sie protestiert hatten und ihrem Protest in der Abstimmung Nachdruck' Verliehen'''halten, fielen' auch sie In Schweigen. Der politische Instinkt sagte ihnen, dass ca im Augenblick sinnlos sei, eine grosse- Campagn«? zu beginnen. 'd. in einer wü ltt;on Form, d. h. Olm» zum Die Rot schuft hört man ... Es wäre nun ebenfalls ganz falsch anzunehmen, dass. die öffentliche Meinung die Politik der Regierung billigt. Im Gegenteil. Fast niemand ist elnverstari'de n. Das zeigte sich z. B. in der ParlamenUausUmmung. Obwohl die Regierung die sog. Einpeitscher eingesetzt hat, sank Ihre Mehrheit, die normalerweise über 200 ist, unter die iOö-Grenze. Die Reden der Reglcrungsvertreter waren gewunden und zeigten, dass auch die Regierung innerlich nicht recht an Ihre neue Politik glaubt. Ein englischer Politiker lä-sst sich nicht gerne sagen, dass er einen groben Wortbruch begangen hat. So versucht man sich und anderen einzureden, dass die neue Politik mit der Halfour-Deklaration im Einklang stehe. Aber fast niemnnd glaubt es. Man mag nicht gerne eingestehen, dass man um augenblicklicher politischer Vorteile willen, feierliche Verpflichtungen gebrochen hat. Aber jeder weiss es. Aus politischen Gründen möchte man die arabische Welt zufriedenstellen und opfert di« Juden, wie man im vorigen Herbst die Tschechen geopfert hat. Es ist die alte „appeaaernent policy" in neuer Auflage. In Europa bt sie zusammengebrochen, im Vorderen Orient!eb; sie noch. ...doch es fehlt der Glaube Di« Lloyd George -Churchill Gruppe opponiert, wofl.si« die Sinnlosigkeit dieser ..appeasemenf'-Poliuk nicht erst jetzt erkannt hat, sie opp.. .iert weil sie weiss, daa-s England seine Ehre opfert, ohne auch nur den erhofften materiellen Gewinn zu erhalten. Aber s;e opponiert nicht allzu leidenschaftlieh, weil sie überzeugt ist, diss diese Politik genau so und genau so rasch in sich zusammenbrecht-« wird, wie die ..appea*«- ment -Politik in Europa. Im Grunde glaubt niemand den Erfolg der neuen Politik, Mau ist über- S zeugt, dass der jüdische Widerstand die Politik zum Scheitern | bringen wird, Wenn dieser Widerstand energisch, und -plan» mtv* hig . 1 i r. 11 k*- f11 h rt sinnlose Gewalttaten, d mn i*t der Rogierungspian Scheitern verurteilt- Man i*t ferner überzeugt, dass die arabsfu Ken Kreise, die den Aufstand organisiert haben, gar nicht befriedigt Wfrdwn können. Die Opposition würde ganz ein vor» standen sein, die Undurcbführbarkeit der Politik in der Praxi« \ch erweisen zu huwn, wenn nicht die Tatsache, divu ein»» solche Politik verbucht vv.rd, einen Flock auf Engl'unls Ehr» hinterlassen würde und wvisn nicht dio Einwanderung«!»«« diniikutiK gerade in dieser Ziüi: so verhängnisvoll wäre. Verteidiger der neuen Politik fordern, da.is den Juden arider« .Siedlungsmoglichkeiten jj^rjeben werden, sie beruhigen Ihr "chl<vhtea Gewitwrn mit der oberfläehllchen Me merk im»:, dt*«« Palästina ja doch nie nllc Juden Mittel- und Osteuropas aufnehmen könne. Atter sie wiesen, dtias im Augenblick nirgendwo Aussichten auf" rnsche und gm-uzu:.;lge Hicdlunic bestehen. Das IJeispiel von Britinch-Guayana, auf tUm viel« so übertriebene Hoffnungen «elzton. i«u der beste Ho webt. nooo sio.ilcr können dort -jjv^üclcht! ...... im Lauf* vUler Jahre mit riesigen Kasten angesetzt, werden. Weil man überzeugt ist, daas die neue Politik «i*!ir ra»«h -scheitern wird, regt sieh niemand tM-sonrfrfii nuf. Aber weil die neue Politik einen Wortbruch bedeutet und well sie im Augenblick die aktuelle Not de« europäischen Judentums verschärft, fühlt man sich höchst ungemütlich und redet möglichst wenig von dem Kurswechsel Zeigt neue H>g«! Selbst die Freunde der Araber sind nicht hegpijiterl. Nicht etwa, weil die neue Politik den Arabern zu wonig gibt, sondern weil sie zum Scheitern verdammt i.st. Man sucht nach konstruktiveren Lösungen. Immer wieder taucht der Gedank» des Föderativst a atea auf. mit jüdischen Bezirken mit freier^ Einwanderung und Hidbutverwaltung, Hand in Hand mit djjr kompromisslouen Bekämpfung d augenblicklichen Pegierungspolitlk muss die Arbeit an neuen konstruktiven Lösungen gehen. Im Grunde erwartet kein Engländer, das* üe Juden den Jetzigen Plan akzeptieren. Wenn die Juden auf .hrem Recht bestehen und gleichzeitig positive Wege zu einer Losung zeigen, dann wird dio offenthVhc 'M^imnrg^irt^ England über kurz oder lang die Regierung zwingen, die" n'lnnlose „appcasemenf'-PoIitik aufzugeben genau so wie si« Cham.berlain zwang, in Europa neu« Wege zu gehen. Wer dia Dinge In England"5'Vgr/öigK,"v'Wcis»,' <Juas das jiifiiivrhc Volk nicht zu verz vv o t f o 1 n b r a u c h t, w c n n e u « ein« Chance sieht und ergreift. Protestieren, ja! Kampfe« Widerstand lebten, ja! Aber auch neue Weg« weinen. Dio Grundlagen für eine, solche neue Politik In England am»! vor* banden. Zionistischer Landtag in Holland Von taw.'rctn haünndt .t /c n Hvrit-iiic.-tilnltrr. RL. Den Haag. I». Juni. \ l>er &undr.rr>oriiitx;Hdn hrrirhU-t von Palmtinu. Ahm allen Gegenden J loliaridä vyfsrcn Monisten in dem PreillchttneatÖr Frankendaid bei Amsterdam zu dein ersten -Landtag dca NicderländhJchcn Zioni.'itcnbundeff Kii;uunincngckurruiuoi. Huri Ixicker, der »prechen sollte, erhielt nicht die polizeilich« Er* iaubnis, da Ausländer i Holland keimpolitiiich.m Reden halten dürfen. An seiner Stello «pi-ach nach «lern Einmaritch der Jugendgriippeu der Vorsitzende der holländischen Poalo Zioh, \t. van iJütz. Sportliche: "'Vörf (iiirun'gttn "ti'm ''Mäkküld und Chorgesänge der Jugendgruppen feaben Einblicke in dio Jugendarbeit, A\'ach der Pause, trug der bekannt* hpüändischü. Kchauspieler Joe Sternticim Teile aus Abid HcrzbergH „Vaderland". einer Dramntisicruilg der jüdischen Erlebnisso nach dem Jahre 103.1, und aus Isr. Querido's ,,Saui und David" vor. Zum Hchluss sprach der Bundßsvor.sitzendo Abel J. Herzberg iiber seine Eindrücke in Palästina! Die. Ihilveraitütmkiwn, Zur Weiterfiihnmg der Aktion für die Hebräische UniversitiU Jerusalem kam Dr, Grau nach Holland, Er arbeitete zunächst zusammen mit Dr, Kaphin» Kovuri in - Amsterdam und ■■da-nach!n d<;r Provinz......Jm H'taj? wurde di<t Aktion eingeleitet durch eine '/AimmmonUitiitt von Freunden der Universität bei dem Senator S. van den Borgh, dem Mitglied des Kuratoriums und eifrigen Förderer« der Universität. Prof, Norman P.erUv/lch, der gerade au« Jerusabm gekommen war, sprach über die Universität und dio rolitinche Lage. Die Aktion wird von Dl', Kaptun-Kogun fortgesetzt. Fluchtlint/Hfragen. Da die Kinderheime, in denen die jugendlichen Flüchtlinge zur Zeit untergebracht sind, innerhall» kurzer Zeit geräumt werden müssen, «ollen die Kinder künftig bis zu Ihrem 14. Lebensjahre in Familien untergebracht werden. — Der Plan des zentralen Flüchtlingslagers, der demnächst In der Ersten Kammer behandelt werden wird, findet immer wieder Kritik, Jetzt hat die Hüft 'g zur Verteidigung der kulturellen und gesellschaftlichen Recht« der Juden der Ersten Kammer die Redenken mitgeteilt, dl« g«-,gen die Errichtung einen zentralen I^igera bestehen und sowohl finanzieller wie moralischer Natur seien. Man schlägt demgegenüber vor: Unterbringung bei Verwandten und inj anderen Familien, die dazu bereit sind, in einem Jugend« kamp zur Ausbildung der Jugendlichen, die nicht in Familien untergebracht sind, und in einem freiwilligen Arbeit«- Jager für Erwachsene, dic> ein Fach für die Emigration lernen wollen. — Mit dem Dampfer „Athen" der Deutschen Levantc-Llnie waren elf Flüchtling« nach Rotterdam gukoramen. die In Cypern In Ermangelung eines Visums nicht zugelassen wurden, Zwei der Flüchtlinge »prangen ins Waaser und schwammen zum Ufer, wo tde von der Polizei In Haft genommen und nach Rotterdam befördt-rt wurden. Aus dem kulturelle i Leben. Die Vereinigung, die ..ich der Unterhaltung des Niederländisch-T»raeliti?chcu Seminars In Amsterdam widmet hielt Ihre Jahrtsveräamtnlung "ih. 'Iut,a* durch einen besonderen Charakter trug, dass dr.» heutige Seminargebäude jetzt auf ein hundertjährige Be*t*hen zurückblicken kann. Mor<ß J, d"Adcona sprach aus diesem Anlaa» über „Geiatlgö Strömungen bei den Amsterdamer Jud*n bi» IW>'\

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