Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 7 (28.4.1939)
- Date
- 1939-04-28
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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frr. 7. 28. IV. 193* JÜDISCHE WELT niJNDSCHAU Seite I JUDEN-DEBATTE IN SÜDAFRIKA ANTI-JtDIsCHER ANTRAG DIRCII VKRTAGfNG ABGELEHNT __Eine überaus intcrrssniitc .1 u d e n d c b a 11 e; fich im südafrikanischen Parlament am 14. April abge-: 5j«c!t Die Deb&tt* war eins Ftwtectwtng dsr Aussprache. sj»o am IT. Marz im Parlament stattgefunden hatte t)rn Anlass gab der Gesetzesantrag des Nationalisten Ürlc Louw. Wir haben in Nr. 1 der „J.W.R." über diesen rAtitrag btrichtet, der darauf hinaufläuft, den Ausländern, a:c vom 1.1.1930 1.2,1 »37 in der Südafrikanischen Union eingewandert ,<dnd, mit rückwirkender Kruft dos Domizilrecht *u enUielien t Der Antra« enthält eine Klausel, worin ausgespr-TN i wird, dass Juden grundsätzlich „nirnf a»MiniUiei- Vttr- Die Sache wurde durch einen Antrag der „Vereinigen Partei", das« die zweite Lssung nach sechs Monaten ftt«ttftn<len «olle. praktisch t>c gut wie abgelehnt, denn diese Vertagung bedeutet *o viel wie eine Absetzung von der Tagesordnung. Dan Stimmenverhältnis war 81 : 17. K f>ir Debatte fand vor überfuÜtrm Haute statt. Eine Reihe von Rednern wandten sich sehr schr.rf ge?en den Antrag und wteren darauf hin, dass In Südafrika ein» unterirdische Propaganda vorslchgcht, die von Deutschland gctüit.rt wird. Di« Redner verlangten die Einführung von Ge- 0Hzen um dieser Agitation ein Ende m bereiten. Der Abire.'vdneto Madeley (Benon!) sagte, die nationalistische (T^rtei würde sich über die Assimilation der Juden keine Geitr-rKen machen, wenn dfe Juden bereit gewesen wären, diese fnrtei bei den letzten Wahlen zu unterstützen. Der gegen §lc. Juden erhobene Vorwurf sei schon dadurch widerlegt mr-m alle Personen in Deutschland, die nur einen Tropfen Sütlirchen Blutes in ihren Adern haben, ausgeflossen wurden ein Beweis dafür, dass die Naxilehre, von der die Antragsteller beeinflusst sind, gerade die Assimilation der Junen verhindern will. Der Nation^liatenführer Dr. Malan habe vor einigen Jahren, ais er Minister des Innern war. auf Ersuchen einer jüdischen Zeitung einen Artikel geschrieben, jvorin er die Verdiente der Juden für den Aufbau des Südafrikanischen Staates hervorhebt. Zum Schlüsse stellte der «.Redner die Juden als beispielgebend In beziig auf ihren Familiensinn und ihre Fürsorge für die Armen hin. Die schärfste antisemitische Rede hielt Dr Van ftlerop, d«r Vertreter der nationalistischen Partei. Kr sagte, Madeley hätte den Hunzen Gegenstand wie einen Witz t>e handelt, statt zu erkennen, da*« die Judenfrage ein ernstes Problem ist. Er führte dann eine Reihe antisemitischer Äusserungen südafrikanischer und anderer Persönlichkeiten an. ZumSohluas «teilte der Redner sogar die Behauptung auf, idass die judischen Bataillone de* Weltkrieges von Lord jAltenby, dem Oberbefehlshaber der palästinensischen Armee, tiach dem ersten Versuch nicht mehr bei Kampfhandlungen verwendet wurden. Die bedeutendste Rede der Debatte hielt Dr. Steenkamp, der da« Thema auf ein prinaipieües Niveau hob. Seine Rede war eine gross an gelegte Verteidigung der Prinzipien der Humanität, Der Redner schilderte »eine Erlebnisse bei einer Reise vor zwei Jahren, ab er auf •inem Dampfer von Tricst übar Ägypten nach Palästina fuhr; er hatte dort Gelegenheit die jüdischen Einwanderer, die nach Palästina fuhren, zu beobachten, Im Ansrhluss daran erwähnte Dr. Steenkamp, das» man den Juden jetzt : auch bei der Einwanderung nach Palästina Schwierigkeiten! mache. Wohin sollen d(e*e unglücklichen Menschen «ich j wenden? Der GeseUesvomchlag von Louw nei eine neue Dornenkrone auf »fem Haupt eines wehrlosen und hilflosen 1 Volkes. Käme Christus heute nach Südafrika, er würde von : der nationalistischen Partei, die «Ich christlich nennt, ewir« j verfolgt werden. Wenn diene I>fute ein Christentum reprä- | sentieren. so rief Dr. Steenkamp aus, dann würde er vor-! ziehen, ein Heide r,u sein, Wa* die Nationalisten vertreten.! ist eine I^hre der brutalen Gewalt und «ei die PMfn.*<opfti> I der blonden Rrntir, In weiteren Verlauf der Debatte sprach Mr. Alexander.! der bekannte jüdische und zionistische Führer Südafrika. Kr war der eins ige Jude der an der Debatte teilnahm. Alexander wies nach, da*» Van Nierap selno Zitate aus falschen Dokumenten geschöpft hat. Ein nationalistische* Kabinett habe Im Jahre 1926 eine Erklärung der Sympathie mit dem Zionismus beschlossen. Der Redner gibt Ziffern Über die Beteiligung von Juder. am Weltkrieg auf beiden Seiten der Front und berichtete über die Verdienste, dir, sich Dr. Weidmann um die englische chemische Industrie während de« Krieges erworben hat. Dr. Weidmann habe seine Arbeit völlig uneigennützig in den Dienst der Sache seines Vaterlandes gestellt und als er später gefragt wurde, welche Gegenforderung er für seine Leistung steile, habe er nichts für sich erbeten, sondern die Palästinafrage vor das englische Kabinett gebracht. Eric Lo u w, der An« r^ateUer, sagte in se.ncm Schlusswort, die grosse Aufmerksamkeit, die beim Publikum nnd h'"! der Preise gefunden wurde, sei ein Ctwei» dafür, wie stark die Existenz des jüdischen Problems empfunden werdu. Er habe selbst nach Einbringung seines Antrages unzählige Briefe und Telegramme der -Zustimmung aus der Bevölkerung erhalten. Der Redner sagte, er beabsichtige nicht, eine Verfolgung der oUeingesc-säenen Juden vorzuschlagen, wia, man dio Öffentlichkeit glauben machen wolle, er wolle vielmehr die noch nicht naturalisierten Juden ausschalten und jede weitere jüdische Einwanderung unmöglich , machen. Der Redner beschuldigte seine Gegner, daas sie dio Frage in ganz oberflächlicher Web»« behandelt hätten. Es sei richtig. da*w eine Anznbl Juden sich assimiliert haben, aber dio«e Ausnahmen beweisen nichts. Wenn man auf die Verdienst« der Juden bei dem Aufblühen der südafrikanischen Wirtschaft hinweise, so müsse gefragt werden ob die betreffenden Redner wirklich meinen, «las« ohne die Juden keine Bekleidung», und andere Industrien im tan de entstanden wären. Vor zwanzig Jahren habe es kein jüdisches Problem in Südafrika gegeben. Das Problem beginne erst jetzt, wenn die Zahl der Juden eine gewisse Grenze übersteigt. Darauf wurde der cingasurs erwärmte Vertagungsuntrag angenommen. Das hebräische Buch Vn(f » (Ii: Kurzbrrtcht' Wehn; V>t!, St. > ,1t, .JV/tr .>;■>( ..Mit dem Lid und mit dem Griffel" üiicr iiu..ur GvTbbuZ vtj (Mit dem i e l b u c h h c r * i us g e b r n c h t, vereinigt sind, dio von 'orden sind und deren. Das Jubiläum einer Zeitschrift Die palästinensische Wochenzei Schrift. „BotiscenaJ44 feiert« dieser Tage das zehnjährige Jubiläum ihres Bestehens. JBcustenai" ist formell das Organ des jüdischen Pflanzerverbande* Palästina („Hitachduth Ha-ikarim") und vertritt (dessen wirtschaftlichen Interessen. Die Wochenschrift ist •ber weit über den Rahmen einer Interessenvertretung hinausgewachsen durch die Persönlichkeit des leitenden Redakteurs M o h c h e Smilanski, eines Mannes, der seit Jahrsehncen in der aktiven kolonisatorischen Arbeit steht und zugleich al* hebräischer Schriftsteiler einen geachteten Namen hat. Smilanski gehört zu der Generation von Kolonisten, die Unter ungeheuren Schwierigkeiten in den ganz anders gearteten Verhältnissen des türkischen Palästina der Vorkriegaseit Schritt für Schritt um die Erschliessung des Bodens und um die Anfänge einer jüdischen Landwirtschaft gerungen haben. In der Nachkriegszeit hatte er Anteil an gewaltigen .Erweiterungen der jüdischen Pflansung.izone; zugleich beschäftigt er sich ständig mit den wirtschaftlichen Problemen des Pf!an2ertumK und der landwirtschaftlichen Siedlung überhaupt und behandelt diese Fragen in rückhaltloser und offener Weiss in der Zeitschrift. Unter anderm ist Umllanski auch ein Vertreter de* Gedankens, dass durch Intensivierung der Landwirtschaft Raum für Juden und Araber zugleich geschaffen wird, eine Anschauung, die er auch vor dtn verschiedenen englischen Unter.-uchungs-Kommissionen vertreten hat. Wm aber die Zeitschrift „Boustenni" besonders auszeichnet, ist die offene und unkonventionelle Betrachtungsweise polirischer, wirtschaftlicher und moralischer Probleme. Die Zeitschrift „Boustenai" ist stets interessant, weil sie bzw. ihr Herausgeber Smilanski «Ich Uber die schwebenden Fragen ein unabhängiges und ungetrübtes Urteil su bilden verbucht, fassend auf den erkannten Realitäten und unbekümmert um Propaganda-Interessen. So *.B. hat Smilanski in Bezug' auf die jüdwch-arabUchen Bezie« I hungen immer einen klaren Blick bewahrt und die Notwendigkeit eines Zusammenlebens mit den arabischen Nachbarn frühieitig publizistisch vertreten. (Umsomehr muss es wundernehmen, gerade in der Jubiläumsnummer den Beitrag eines Mitarbeiters zu finden, der über ein mit dieser Frage ■usammenhängendes Tnerna nur minderwertige Phrasen zu Aigen hat). Man kann Smilanski zu dem publizistischen Werke, das sich in diesen 10 Jahren „Boustenai" repräsentiert, beglückwünschen Die Jubiläumsnummer, die über 100 Seiten stark ist, bringt eine Menge inlereaAa*Uii' Beiträge. Über die verschiedensten Geblr'.e de? palästinensischen Löbens, darunter auch eine Reihe wertvoller literarischer Beitrage, worunter wir nur ein Poem von Saul T«ehernikowski und eine Erzählung von Smilanski »«Ibst erwähnen. Smilanski bezeichnet in seinem einleitenden Artikel die Entwicklung als einen Weg von Leiden**tatlonen. Er erinnert au die Leiden der Kriegszeit. Man kann den Tatsachen ins Auge sehen, wenn man die seelisch« Kraft hat, »einen Weg mit Entschlossenheit weiterzugehen, gestützt auf di* grundlegenden Prinzipien der Volkseinheit. der Festigung «irtscaaftUcher Positionen und der nationalen Kultur. Auf diesem Wtge wird auch in Zukunft d«r ,>B©ust*nai" »wtifeli*f slQ wichtiges gebtiges Instrument »ein. Holländische Miszellen RL. Den Hang, 19. April. :i()0 Jnhre scptiarduche Gium inde in Am-ütertUim. Es sind jetzt 300 Jahne her, das* in Amsterdam die heute noch hej'Gewehre die Ruhe stören möge, und stehende Portugieftisch-Tsr-aelitische Gemeinde gegründet! brennenden GtUvId.;- wurde. Ende des sechzehnten und Anfang des Hlebzehnt Jahrhunderts kamen die ersten Marrancnflüchtlinge aus Spanien und Portugal nach Amsterdam, die jedoch, wie man aus verschiedenen Urkunden sc hlicssen kann, damals noch nicht zum Judentum zurückkehrten. Es gab jedoch auch solche unter ihnen die positiv jüdisch fühlten und eine Gemeinde ,,Newe Schalom" zu d*r bereits bestehenden „Beth Jaakow" bildeten. Zu ihnen gehörten Francisco Mendt s und Don Samuel Palache der Gesandte des Kaisers von Marokko. Unter dem strengen Ohacham Uz-iel aus Fez kam es zu einer Trennung der weniger streng Gesinnten, die unter David Pardo eine dritte Gemeinde „üoth Israel" bildeten. Auf Initiative von David Pardo kam es dann — offenbar mit Rücksicht auf die zahlreichen durch den dn-issigjäh! igen Krieg aus Mitteleuropa vertriebenen aschkenasUc.hen Juden - - am Schabbath Haga* doi 539» (163fn zur Vereinigigung der drei Gerneinden zur neuen Gemeinde „Talmud Thora". Konffre.i* der Orwntatitchen Gc»ellHC,httft. Die Orientalische GeaeHschftirt in den Niederlanden hielt in Leiden ihren neunten Kongres» ab. Unter den zahlreichen Referaten war beachtlich der Vortrag von Prof Dr, M. David über den Codex Harnnsurabl und seine Beziehungen zu den Gesetzeabe- »timmiingen des bibleichen Buches Exoduü. in dem er das völlig £.elbständige Nebeneinanderbestehen des israelitischen Rechts und des Codex Ifammurabi festkeilt. -- Prof Dr. S. Mowinckel aus Oslo sprach über die Goiteserfahru»g bei d«n Propheten dejs Alten Testaments. Dr. J. Bim ans S, J, ausjf Rom behandelte die terminologische Verwirrung in der pa-' lästinenaischcn Protohistoric. Weiterhin wurden eine Reihe von Vorträgen iibt-r ufifr.taii.sche Themen gehalten. Jaltratverzammli+ny dti.t }ildi*chen Frauenrath. In Rotterdam fand die elfte Jahresversammlung des Judithen Frauenrxds in den Niederlanden ^tutt. In ihrer Eröffnungsrede gab die Präsidentin Frau A. Schwimmer-Vigeveno einen Oberblick über die Lage der Juden In der Welt, Di« Rednerin kam dann auch auf die in Holland in letzter Zeit oft behandelte Fnage der Stellung der Juden zum Vaterland und Umwelt. Die Tatsache, da,*« die Zionkten ein Vaterland für da.* jüdische Volk wünschen, da» jetst in der Weit umherwanden und einen Ausweg sucht, mache sie nicht weniger guten Bürgern und Patrioten der Lander, in de Juiiui noch ein Vatvrlaad haben. Die Rsdnerin sprach Arzi) hat ^otben unter dem Titel t* Lied und mit dein Griffeli ein Kumt in wcl'hem Gedichte und Holzschnitt. Mitgliedern des Ktbbuz geschaffen ' «'.egeti' i.üid die Arbeit, die Besitznahme und die Verteidigung" bilden Diu» Bummeibuch 2a Seiten in tinvssformat - gibt ifougnia von dem Ge»taUunn»willen der pnlästl* rieii-iHchen Arbeiter, aber auch von gro*s«.*n .Mügüc ikeiten kniturellcr l^eistung. welche eine in einem gro^ett ivlbbu* vereinigte Arbeiterschaft besitzt und die Weit über das hinaus- Kehen, was der Einzelne oder die einzelne Gruppe von Arbeitern leisten kann, , Die Schnitte entstammen Kürtstlorvi, die in verschiedenen Gruppen des KlbbuTs verstreut leben: A. Amarant, Mi.tra („Auf der Wacht ' und der schaucrvolle Schnitt „Im Hinterhalt"*; J, firnmenach'-m i'Mischmw Ifa-emek); sehr schöne und ruhige .Schnitte aus dem Leben den Arbeiters; GicnjH <Belh Sern»: „Bei Nacht" «Der Leuchtturm der Siedlung, der die Gegend absucht) ..Die Besitznahme des Lande*" (Aufbau einer neuen Siedlung); Jochanrtn (Gan Schmuel): Die Trauer> Orangenpflüeker, OranKenpackung, Die Heinikehr von der Arbeit, Auf dem Wachtposten *: ScHloma (Byrnlfne): ■ Da« f.amm, Die Steinbrecher, In der Arbeitspause. Auf dem Hofe) alle Schnitte also aus dein Leben des Arbeiters in der Siedlung - Die Gedichte umfassen einen breiterem Raliuici Neben Gedichten der Arb(#t und der Verteidigung sind Gedicht« da, die das'Schicksal des Juden in dieser Zeit besingen. So da« grosse Gedicht ..Dio lange Nacht'', von A. Sclusjnri, -das um die Stimmung der langen Na»;ht, im Arbelterlacer da* Geschick des' Jüdischen Volkes heut» aufrollt: Das Kind aus Wien, Schmu)je aus Polen, dessen Ivltepn verhungern,, der Junso aus Jerusalem,, dessen Griwavater dort -ersehos-aen wurde, der Gt-nosnö draussen auf dcr-Wneht, sie »Up können nicht schlafen. Das Kind aus Wien hat vom Vater am? Lissabon einen Brief erhalten: „Mein Kind, hier erfuhr ich, wo Du bist. Da» Schiff aus - Hamburg hat mich hier allein ans I^nd gesetzt. Ich weiss nicht, wo die Mutter ist. Hätte ich nur einen Brief von Dir.könnte ich mir?.u Dir kommen!" ..Von allen Baumen fällt das Laub in dieser Nacht, die Halme nuf d«n Feldern le^t der Sturm um In dieser längsten aller Nächte!" Wieanders sind diese Gedichte als die. welchevor xchn Jahren in den Kwuvioth gedichtet wurden! ,.Eim;t" — heüMrt es In dem Gedichte „Die Ernte,' ~ „lachte der Frühling ans den Augen meines Bruders in die Welt hinein, Jetzt kommt mein Bruder zu mir blas», in «einem Au«e ieuchtot ein Funk» und seine Augen versinken .mOdo in den Schoss der Stille". Ein Sabbat-Gedicht ist du (von B, Tcnnenlmum), ergreifend, doppelt ergreifend in einem Buche Unk« atehender Sozialisten. 'Es erzählt von „der treuen Schwester Sabbat"; zu Haus«-. Wenn dio Sorgen noch so sehr drückten „neigt©.. Sabbat sich hernieder und kiissto die Augen, steckte in den, Augen einen Funken an und tränkt'! sie von ihrem Licht«, mit lnuter?r Hoffnung und reinem Sogen". Wie fern Ist dwaet Tmurn <ter Jugend und ihrer Idylle. Erschütternd — uml künstlerisch »ehr gelungen In Sprach« und Rhythmtu —;«tt >»s Gedieht, mit dein der Bund schllcsst; „Gebet um Ruhe bei Nacht" von E. Iltichuimi. Der Dichter bittet um eine ruhige Nacht, da/w nicht da» Knattern der icht da.« lohend» Feuer auf den Fehls rn, Kr bittet darum, da.ia nicht jeder Svhatten ihn nuf.H'-hPi-ckc. Er möchte, da»« er -xrglo.s den Fr«m«dt'n der .Mch''auf di-m'"Wegß ver.*»p."i.t«'t hat und müd? um ein Nachtlager bittet, aufnehmen könne; das« Vertrauen und Glaub«- wiederkehren machte in das gequält« Menschen herz. Da.* Buch [fit ein erschüUernrfej» I>okument unsere« Leben* in rlieaer Stunde. DAS A Ii ü DER UESVSmiEit K-.r dem Tit«-I .Alef Bet «rhel Habrijut" f„Das ABO *undheit"> ist in der Kindcrbibliothek de i Nathan; Str-Aufts-Inatitute:* der Hudas«*, in J«»ru«alem ein gar/, .kleines j Büchlein in grünem Umschlag erschienen, da* für dla 22! Buchstaben de.* hebräischen Alphabet;; je einen Vhr^Utr " enthiUt, d"r ila.* Kind auf eine geflumllieiUiehe 'Regcd aufmerksam macht, wozu noch ein Voraprtjch und ein Nach-» spruch kommt, der die Wichtigkeit dieser Regeln eluMChärft Das Kind «oll wissen, da** die Gesundheit da« hoch. Gut hü Die Verse (von Äwlhiwali idml hith«ch und einfüllHrelch auf da.* tüjrliche Leben abgestellt. Was aber d;i* Büchlein besonder;! v.ui -zeichnet, »ind die Zeichnungen von Ghana JSpfitem. Wie hier auf einfache und einprÄgsame Weise, mit Humor und Charme zti jedem Vers da» geeignete ßifd gefunden wird, wie treffend diese Bilder an das Uindlith« Gemüt appellieren, das v«-rdient.ij wirklich auch ausserhalb der Kreiue, an die das Heft «ich wendet, gewürdigt zu werden. Ghana Epstein rum Alef (Awir ■ Luft) da» richtige Atnv:n, ob »le zum Bueb*taben G 'G:.w •-: Rücken) da'4 Aufrechlgt-h« ■, mir d-rn s'-hfttteuhaften Gespenst tl«;j Falschgebenden ■• ot sie Reinlichkeit, Zähneputzen < itr richtiges £*»en ver«leutiichtf immer freut man sieh der!u*tüj»j| Idee und der geschickten Ausfuhrung. I. mMMlXTHG PAIJLHTINKKHISCIIKIC /.KITUN^iKN Saiman P e w .»! n e r hat seit langem fcärntlich« hebraiach« Zeitungen Palästinas von ihren ernten Anfangen an gesammelt. Die Kollektion urnfasat neben anderen interessanten und v/ettvollen Stücken die «raten im I-ande erschienenen hebräischen Bliitter. Die Harnmiung wi zu i lieh uungeitelp. und fand gros»«» Iriteresae-, «n i alch *«it lang« m bemüht, »ein« wertvolle Barm rtitüpreehet den Rahmen unterzubringen und - ' Tcl-Aviv vc.i rschiedentw«ner hat i{ in einem . ihm J«Ut darin über dt* Tätigkeit de.n Fmuenrat3 auf dem Gebiete der J gelungen, da« „Libanonhaus** in Tcl-Aviv ym errichten. Die F1üehtling.?hilf« und der Paltetinaarbeit Sie teilte mit, dass| Stadtvtrwaltunj; von Tel-Aviv hat bei der Herstellunit des der »Bni«ter für Soziale Angelegenheiten auf Antrag des | Maus«« mitgehotftm unter 4«r B«di«^m.g, dass die Harnrnlung Jüdischen Frauenrai» Erlaubnis erteilt habe, eine beschrankte (der Mtadt erhftlteyj bieifct. Dm» Hau« htisat nmeh der ersten Anzahl geschulter jüdischer jHuman'jentelUer aus DeuUch-? hebriaisehen Zeitung, die unter dem Namen „Libanon" in Sand in juci^enen Familien in Holland unterzubringrn £• j Paliatina erschienen Ist folgten Ansprachen de« P.ottf rdAmer Oberrafabi/ier» A. B N, j ---->—-...... David», des Vertreters des Niederländischen Zionistenbund«-« PARIS. - „Die Malereien ihr Synagoge in Dura Europa* Mr. M. Levi« und einer Vertreterin de* Nationalen Frauenam KuphraU» aus der Zeit von 245••••256 nach Chr". Der B** t%tx. Prof Dr. D. Cohen sprach über das FlUchthntsHüfftwerk ■ auftragt* der arthÄologischen Missionen in Syrien, Prof, dfl Di« Versammlung wählte zur Vorsitzenden Frau E Cohen-', Me*nii du BuUson hielt tn der Ecole dt» Haute* Etudes i« Hartog und zur sttlivertretenden Vorsitzenden Frau vnnjder Sorbonne einen Vortragszyklus ab über die Fresken d«f E*alts-Simons. i jüngst ausgegrabenen Synagoge.