Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 3 (27.3.1939)
- Date
- 1939-03-27
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2424658-2424659-2424662--040-2424787- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
FAHISEI* U MAB* JUDISCHE R«<1 Aktion, Vtrl«f m*4 Aaaal««* ▼•rwaltan«. JtnHlm PO» 4M; 5, M^n 'fi,i,*s Fir. V#i'pt.oti 307» -. OaacaaftMtalla ft taraa» (aar Iip^lltUl i.n* AkMr.MNMlrAnhilim. für K -i r i> p l a*4 A Kl " r i V ■ ) ' l't r . .In i'rrt|««»M FarU TT» — «iM.-hdfttwtrll» fiir T»l-A»ir: Mil«v«i, T»r» I Hir T-I'ph.»n Hl'V — Sa<la*Uon»aeala*a: Ja4<Mi \f,.m»g- 5 I hr r « s ,i Fnr <iaT«rl«nSt« Man-iakript« wie! <J»ranti(> <0<*rTir>mm»n r.lna»inlnn< <><♦. r Anfraß* l»e »in int»r**tto- SM«* Antw-.rt rh.i« I,-lr; t n JU*rhrW( -n f <l K^ik u.,n wrrd»« nl<*< H r,)«Klpfr..lfltr, » .idaea M <tta K-.iakH«». iTiml-m IMH «>••» -rt»**»»«- ttr. #AHUOAM* t / Hr. I RhH«1»«Nim«r - MI. t. 4 K II I A J Ii M 5TT. 7Ü*3 '1 Ht'f itr du Mond*' jmf PARIS, LT V\h/ |c>;w RUNDSCHAU Bracbalnl alnaai wtekaatlka Amat««nannaliM« f«r a!fc f In t#r »n«fMlpnHrh J«r«i«al«« Nl nta r,ur»u.un» an««-r.»<-m TalAal«, V SU\.*h f^ra-l Htr . i.o.^4,.nt«,lp-r ». . f i r.«*»» *th»i<-n Hü« An*,.?- r, H ff<U> in sr»l"«. }•■ »!.r,i< S,,.lt-n».f,(*« .>* »'» <-it, ■• l;> t,i-h Or»t,tpr#U t ,.>■», -» , <M >.!. 4 j,< Hr»«Ud MiniMUlgr.^-.- I, \nrh < :t 7-m) »'ln«*!h,H« Ii tn-ni^!'»r'f «nt| SWl ■•rMrjf Nr fainillatiiitaaltan nai A lrM»«u MtO«tiitt\g#ti An»"t««>»- •efclaa* M.nu« rmrhi-M :> f'l.r dil»<-nJ.< raniliiaiiAufalgaii lH*n«laf II l'hr v..im>;;*a«a«n.«iaa taatV U«t.> am h,-(.Im.. ,i<< C-I«Um Notizen der Woche Die den Arabern und Juden bri Absen Iiis* der Londoner Palastina-Konferen* übergegebenen englischen Vorschläge für Palästina sind nicht offiziell veröffentlicht worden, Sie werden, nachdem »ie von Juden Und Arabern abgelehnt wurden, von der Regierung ir> der Form einer politischen Programm - Erklärung bekanntgaben werden. <D<*r Zeitpunkt steht noch nicht fest.) Nach eiiu,'- Reuter-Meldung besteht dri.s Reglerungsprogramm für die e, Periode aus folgenden Punkten: 1. Es wird ein E x e h u I i v - K a l (E«eeuti\e Council) eingesetzt, der au* den hohen englischen Beamten (Kessortleltern) so wie aus ernannten arabischen und jüdischen Mitgliedern besteht, die den Kanu von Ministern ohne Portefeuille hahen. 2 Ks wird ein Beirat (Advisory Council) gebildet, in dein die Araber und »luden muh der Verhältniszahl der gegenwärtigen Bevölkerung verlre.en nein Bearstcd und Mr. Lionel Cohen, sollen. IMes« r Kat wird »Sie .Angelegenheiten de» Landen unter der Kontrolle de* Hl«h Commi**ioners hehandeln. Parin sollen die pAlit»tlnen*or (Araber pluH Juden) die Mehrheit ^eKeniiiwr den i:ni;laiideni bilden.! Jerusalem,!$ mri HM9 Hat« En4m d9f TBchechwiovmkei Die ganxe Weit steht unter dem niederschmetternden Bindruck der jüngsten Ereignisse in Europa, von denen niemand weiss, zu welchen Konsequenzen sie führen ,W«rden. In dieson Augenblick der Erregung, wo dii tWelt mit Zündstoff geladen ist, versagen wir es uns. Jüngeren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Es ist auch nicht unsere — der Juden Sache, den Völkern oder Staatsmännern der Welt jetzt Ratschläge über richtige Öder falsche Politik zu erteilen, wo das Schicksal von Ifillionen Menschenleben auf dem Spiele stellt. Was heute vorsiehgeht, sir ' Umwälzungen grössten Umfang» in der ganzen europäischen Struktur. Dergleichen Ereignisse und Entwicklungen sind auch früher schon |H der Geschichte dagewesen. Aber für uns Juden waren Bie niemals von so weittragenden verhängnisvollen Folgen begleitet, wie in dieser Weltenwendc. Wenn früher Armeen über die Länder Europas hinzogen, wenn Kriege Jfflführt wurden und die politische Herrschaft wechselte, hat das — abgesehen von den Aufregungen und von der Wirkung auf die Betroffenen das persönliche jLeben der arbeitenden Bürger nicht in seinen Grundfesten berührt. Wir erinnern uns der Erzählungen alter {Juden in Prag, die noch die Besetzung der Stadt durch Mie Preuasen im Jahre 1866 miterlebt hatten; die preußischen Soldaten waren eine gutmütige Besatzung, die twar einen politischen Sinn hatte, aber die Bevölkerung nicht weiter zu irritieren brauchte. Ganz anders liegen flle Dingo heute, vor allem soweit die Jud^n in Frage iommen. Der Krieg unserer Zeit ist ja ein Religionsfu*ieg. Der siegreiche Nationalsozialismus verpflanzt bk jedes Gebiet, das er besetzt oder das seinem Einfiuss linterliegt, die radikalen Prinzipien seine!- Rassenlehre -liebst der dazu gehörigen Gesetzgebung. Noch vor wenigen Wochen hat die zweite tschechische Republik unter fler Präsidentschaft von Hacha erklärt, dass sie an der n'taatftburgerlichen Gleichberechtigung der Juden nicht tütteln werde; das tschechische Generalkonsulat in 'Amerika hat dort, ein Rundschreiben verbreitet, worin die Befürchtungen der Juden wegen der Entwicklung in 'der CSil als unberechtigt bezeichnet wurden. In dem lieuen deutsehen ,.Protektorat" Böhmen und Mähren je-; lioch. dessen nomineller Präsident derselbe Hacha sein iöii, wurden äis einer der ersten Schritte eine Reihe von ■ njntijüdischen Massnahmen eingeführt, die jüdischen Ad-; yokaten und Aerz' ihrer Aemter enthoben. Kommissare ■ In jüdische Gesehiilte gesetzt, Verhaftungen vorge- - Hommen usw., ahnlich wie dies in Wien ein Jahr zuvor J jjer Fall war. Bei seineu Eroberungsfeldzügen zur Verj jgrösaerung des Deutschen Reiches führt der National-! dass das Gebäude wieder abgerissen wird und die riteine Sozialismus gleichzeitig einen Kampf gegen das Juden-j wieder nach Zion zurückkehren, sobald der Messias tum in allen Gebieten, die er erreicht. Alfred Rosenberg j |t0nimt. Weil die Synagoge auf dieser Bedingung, „AI hat kürzlich erklärt, das nationalsozialistische Ziel »ei \ T'nai". errichtet wu: jflie Vertreibung der Juden aus Europa. Für die Juden ist; jm Volksmunde zu „Altneußchul" wurde — ein Wort ttaher der Vormarsch des Nationalsozialismus nach dem j nach dessen Analogie Theodor Herz! seinen utopischen Osten von einer noch viel weiterreichenden Wirkung als j Palästinaroman „Altneuland" nannte. In Wirklichkeit Englands Palästina-Politik Vor ctor V«rkündung d«s n«u«n Programms eine Annäherung der beiden Partelen im Ln..fe der Zelt herbolzuftthren. Da* Mandat soll anscheinend bi» zur Durchführung der Neuregelung bestehen bleiben. „Disziplin, Tapf«rk«it und moralisch« Würde" Wei/mann* S<-hliiHsrede in I-ondon Am Ifi. Munt fand die S c h I u a h i t * u n g der J fl t! | - c h e n Delegation in I«ondon statt N<ich einen; Befemt von Schertolt bellte Dr. W eixm a n n den Antrag, die Vorschlage der Regierung abzulehnen und die Delegation aufzulösen. Der Antrag wurde einstimmig an gen omni e n. mit allen zionistischen und nichtxlordMisrh«» Stimmen, l'nter den Nichizionlaten befanden sich f^ord Readl/tg, Lord Die jüdische I tu m i g r a t i o n soll für die nächsten Jahre auf duivh<M*hnittlieh 15 000 j»ro «fahr Im>- x hränlit werden. Nach Ablauf dieser Zeit hoII die Frage neuerlich geprüft werden .;• In be/ug auf B o d e n k a u f wird Palästina in drei . Zonen eingeteilt a) eine Zone, in der der Bodenkauf erlaubt M: b) eine Zone, In der der Boden Kauf < beschrankt i«it und e) eine Zone, wo der Bodenlcauf , verlioten ist. 5. I>»e endgültige Kegeliing der \' e r f a h s u n g Palä- , ' stifinn als »elb«ti4ndigen Staate*» s<dl nach ■ einer Übergangszeit erfolgen, deren Dauer von der j arabisch - j ii d i * ' h e n Zusammenarbeit abhiingt. j Der dic:;<-m Programm zugrunde liegende Gedanke i»t j folgender: Während nach einigen Jahren die Juden in diesem j wichtigsten Postulat, nämlich der Fortsetzung der jüdischen EjnwjiiiüerunK. von der Zustimmung ■■ der - Araber abhängig--1 sein sollen, werden die Araber hinsichtlich der Krfilllung < ihrer Hauptforderung, der Unabhängigkeit Paluatinus als selb- ' ütandigen Staates, von der Mitarbeit der Juden abhängig sein. Djrch diese gegenseitige Abhängigkeit erhofft die Regierung , Dr Welzniann dankte dem Komitee für «eine loyale und harmoni/iche Zusammenarbeit. Die gegenwärtigen PJrelgnisse. ko sagte Weizmann, sind nur tler Abweldim« einef Kapitel;«, das 2u Jahre gedauert hat. Die Juden haben In l'alikstina gezeigt, waa sie schaffen können, wenn ihnen «in« Chance gegeben* wird. MesHen viHr unser« liftgt» an manchen Vorgängen in dor Welt, m aagt1* Dr. Wcizmann, ho wollen wir uns zwar nicht mit billigem Trost abfinden, aber wir können doch feä'UUdlen, dft>-« tmser« Arbeit In Palästina noch immer weiter geht und wir hoffen, das« wir wie mit jrr-iiiiHeror Knergte weiter .^orüHetzen werde«. Auch in Zukunft müüaen eiserne D I « z i M % Tun ferkelt und mOraJ.Ueh« Würde in ui€$ft>n Huilntn erlfST^n^R^tC'''1 wttUit nicht ^ohflagsrit, «wdern - Q\v e 11 * r-b a u en, . Was wirbKrlQben, ust nör ahm täpltonle In tmmmttin Jahren unserer uliiidfjgci» .CJjt>«rhichte, und dnher Ist uns der Knd- »ieg »ich.^;'-""" Der i#rii'f, den Dr. Weizmanc. an den KolontalrnlnUter Malcolm Mücdonald geschrieben hat, lautet wie' folgt: „Ich habe die Ehre Ihnen mitzuteilen, daas eine Plenarsitzung der Jewish Ageney und ' der jüdischen Delegation, nach Anhören «Iimm vollen Bericht* über die zwunjdoao Unterhaltung zwlatiien -den Mttghcdc~n der briti«i?:h<?n und der jüdischen Delegation und nach Behandlung der von der Regierung, am 15. Milrz-u?t_:erbreiteten Vorschläge einsthnfniff die folgende Resolution angenommen hat: Nach j»org«>imer Prüfung der von der Regierung tibermP-telten Vorachbi«« bedauec dl« jüdische l'»«d*'gatlon. ' da»» sie nicht, in der Lage ist, diese al« ßu*m für eine Vereinbarung anzunehmen. Daher bev(-hliesst, "die JthJischu Deleg«»ion Aich auf/.utönet!,** Wilhelm Hausenatein hat in seiner Monographie Pr'gs} diese jüdische Kornoonente gewürdigt' Nicht weniger beitihm', ist Press bürg mit seiner JeHchiwa.' au» der heisst sie „Ai T"nai-Scbul". was ■ao vifle bekannte Rabhiner hervorgingen. Die Gedanken der /jfuden der ganzen Welt kreisen heute um diese Uidis^ne GemeinsicUaft in den' böhmisch-rnährirtchen und MVv^kitschcn Gebieten. Sind wir auch machtlos und k(k*\hen wir das Martyrium der jetzt der neuen Herrschaft: unterworfenen Mensehen nicht lindern, so 'und wir alle doch mit den G e f ü h 1 e n d e r B r ü d e rlichkeft und Solidarität mit ihnen verbunden. Alle Juden ausserhalb der natioiialsozialiKtischen Sphäre werden ihre Kräfte einsetzen müssen, um die Juden der besetzten Gebiete gleicherweise wie die deutschen Juden zu retten, Indern ihnen die Auswa nderung mit möglichster Uesenleunigung eröffnet wird. VieHeicht werden in untrer Zeit die Steine der AHneusehul wieder nach Zion gebracht, die „Bedingung" erfüllt werden? j dürfte die Synagoge, an die sich diese Sage knüpft, ein | herrliches und edles gotisches Bauwerk, im 12. Jahr-; hundert, entstanden und später mehrmals renoviert wori den sein. Neben der Altneunchul, in der auch die an-; läaslich der Verteidigung Prags gegen die Schweden im j 30jährigen Krieg den Juden vom Kaiser gestiftete Fahne für alle anderen Betroffenen. Für die Juden handelt es Sich nicht um wechselnde politische Herrschaft, wie sie im •Laufe der Jahrhuiuterie nach dieser oder jener Richtung Vorkommen kam*, sondern um die Vernichtung Ihrer gesamten Existenz. Das Problem der ■Jüdischen Auswanderung wird auf diese Weise_________ schier unlösbar, immer neue «rosse jüdische Massen | aufbewahrt ist, sind das benachbarte jüdische Rathaus werden in eine Lage versetzt, in der ihnen kein anderer! ((fie Turmuhr hat ein hebräisches Zifferblatt) '.und der Ausweg bleibt als auswandern, und jede Wanderung aite Judeufriedhof Wahr/eichen der Stadt Prag. Mit Schleppt das Judeiiprobiem in andere Länder weiter, dem Prager Ghetto verbindet sieh die Sage vom G o! e m, Vor 20 Jahren mag den Autoren der Baifour-Deklaration mehrfach in die Dichtung eingegangen (wir erinnern tme grosrfzugige Losung vorgeschwebt haben; heute will - ZtB. an das jiddische Golem-Drama von Leiwik, das in taan auch diesen kunnen Gedanken verwässern. Jeder | hebräischer Übersetzung von der „Habima" und in Tag kann neue Wendungen und Gefahren im Bereiche deutscher Übersetzung von Leo Hirsch in Berlin vom des judischen Lebens bringen. Obwohl die leitenden; Kulturbundtheater aufgeführt wurde). Eh ist eine svm- Btaatsmanner der VVVSi m ihren eigenen Angelegenheiten! boüsche Sage von Ewigkeitscharakter, die zeigt, dass vor schweren Entschluß stehen, kann ihnen die Ver-i roh« Kraft nur zerstörend wirkt, wenn nicht der göttliche pfWchtung, dienern Problem der vertriebenen Massen ins ' Geist hinzutritt. Viele böhmische Landgemeinden haben Au** ZU "#hW1' mcht ers-r,art w*rdengrosse jüdische Traditionen und in Mähren hat sich bis DflS hökmitch* Judenimm \ ln ^~ neues^e die organisatorische Form der jüdi- ' sehen Ortsgerneinden neben der Kultusgemeiiide erhalten, durch, dass da« Vordringen des Nationa'.sozialismu« neue Die jüdische Gemeinschaft in Böhmen und Mähren Em ist im Rahmen dieser kurzen Bemerkung nicht mög- Fluchtüngsmassen auf die Strasse wirft, für die abgehst etnt ruhmreiche Vergangenheit;, hinter lieh, etwa die Narrten bedeutender Persönlichkeiten auf-, sehen von den Kinzelwanderern, die für die auf Jahre Sich. Die ganze jüdische Welt kennt die jüdischen Er-' zuzählen, die in alter und neuer Zeit aus diesen höhmihinaus verstopfte» L'S.A.-Quoten in Frage kommen, im luneruiigen und Denkmäler, die mit der Stadt Prag sehen und mährischen Gemeinden hervorgegangen sind, wesentlichen Palästina als Aufnahmehafen betrachtet Verbunden sind, dieser „Muttergemeinde in Israel '. Die ' Ver mehr als 20 Jahren (1917) wurde in Prag im Ver- Freger .Alt ne usch ul" ist eine der ältesten Synalag der „S^lbstwehr" eine Sammelsehriff. veröffentlicht, froren Europas. Die Sage berichtet, dass sie kurz nach j dk den Namen führte „Das jüdische Prag", worin von ptr Zerstörung des Tempels durch Auswanderer erbaut \ einer grossen Zahl Prager Autoren zusammengetragen Worden ist. die die vom Tempel aus Jerusalem mitgei wurde, was an jüdischer Leistung aus Vergangenheit jrsehten Steine als Fundament verwendetenv Dabei §oil j und Gegenwart dort lebendig ist. Das jüdische Element Ol« Bedingung (der . T'nii ') aufgestellt worden sein. I ist kulturell und geistig aus Prag nicht wegzudvil-en. Zwei Er9tgm»»e an einem tag Das ergebnislose Kode der Pa I ä s t i n a ■ K o n ferenz die wochenlang die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen hat, ist durch die Verwirrung verdeckt worden, die durch die Vorgänge in Mitteleuropa entstanden ist. Wie alle Dinge in der heutigen Welt, so hangen aber auch diese Ereignisse zusammen. Für das jüdische Volk ist der Zusammenhang klar gegeben dawerden sollte. Gleichzeitig mit der Vermehrung der Heimatlosen wird aber die Zahl der nach Palästin;» zugelassenen Einwanderer verkleinert! Aus diesem Zusammentreffen von Ereignissen ergib? sich die ganze Tragik der jüdischen Position. Die Machtlosigkeit, mit der die Welt heute vor den meisten Problemen steht, zeijft sich hier beeonders krass. Denn trotz der Verdammung