Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 2 (20.3.1939)
- Date
- 1939-03-20
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite f JÜDISCHE WELT-RUKDSCHAi; Nr. 2, AnlisemllUcher Antrag vertagt Von unserem südamerikanischen Korrcnpondr-nfcn J o h a n n e s b 11 r (; , Uti Die Gesctzesvorlngc des Abgeordneten Eric Lou die jüdische Einwanderung in Südafrika völlig drosseln will, und über deren Bestimmungen bereits berichtet wurde, kam Ende Februar im Südafrikanischen Landtag 7.1.1 r Debatte. .Nachdem der Abg. Ixiuw seinen Standpunkt dargelegt hatte, wobei er .seltAamciwcise betonte, er /*'•{ hrht Antisemit, sondern bringe du« Gesetz Auch im Intcresnv der Juden ein, um durch seine Maßnahme eine Wiederholung gewaltsamer Regelungen, wie .sie in anderen Ländern zu verzcic inv.n s;len, zu verhindern, sprachen der Inncnminlst; Abg. Hofnteyr geg» <lic Vorlage. Der Minfsler betonte $ ü d a f r i k a n i cm a In eine D i skri m i n i v r u n g t w i t, v h tn P, u r g 0 r n d e » 1. n n <1 e « z 11 i a äsen werde, und auch Ir-i tLir Regelung der Ein wand« ™«* einen Untorsehh d zwischen Jude» und Nichtjudeji ablehnen müsse. Es l.»t. << unit «.»zunehmen, das3 der Minlstcrialantrag auf Aiuatlzuug de» Entwurf-, nuf rech.* Monate. Tl Ii. bia nach SehJus« du.icr Purlamenürüizung ohne wciCr..';, angenommen wird. 'Die' Debatte und Mitte Mürz fortgesetzt. UNGEWISSHEIT KÜNFTIGEIN SCHICKSALS h „Win.ii« Im Flüchtlingslager HeijplaGt RL Den Haag im März. Lord MaHey's Besuch U>rd M 1 r I <> eh am 28. Februar 7.um ersten Male , »clt seiner Anwesenheit in' der Union vor einer Versammlung deuüieherr Flüchtlinge in Johanne* bürg, lieber 800 - Einwandert* au.) Deutschland hatte» der Einludung: dea Hüdafrikaui/icJicn Zeritniikcmilces deui.-cher Flüchtlinge Folge goleistct. In Keiner Ansprache sagte I>ord Marley, er habe Mitteilung vorn en.'jHKchen Foreign Office erhalten, das» die Wartezeit von zwei Jahren, die Flüchtlingen in England, welche Einreisegenehmigung' nach ' ' andere» Ländern erwartete», zugestanden werde, verlängert werden könne, wenn , der Flüchtling nach Ablauf dieser Zeit ein Visum für ein ambro;»' Land noch nicht erhalten habe. Ausserdem seien jeb.l auch englische Konsulate in den an Deutschland grenzenden Länder« befugt, Antrage auf Einreise nach England von Refugecs entgegenzunehmen, Eine .Summhing zugunsten de« Hilfswerke* des „Ort" und der FJuriitlingsliilfo ergab über l 1;W-/-. Dr. F. Petzall, der für die Refugecs sprach, teilte ml , dtiÄ.s nach den dem Zentralkomitee zur Verfügung stehendt; Ang.'-ben von deutschen Flüchtlinge» in Südafrika gegründete» 'Firma» einer erheblichen Anzahl weisser Südafrikaner, Dou'ie r'Iüchliingcn und Farbigen Arbeit gegeben haben. HBs i;c' he vollkommene Solidarität zwischen jüdischen und nichtjüdinchcn Fluchtlingen aus Deutschland. Walter Lenk (Violoncello) und Ilse Kadden (Klavier) spiel um das Kol Nidre und eine von Lenk komponierte Elegie. VERMISCHT*: NACHRICHTEN Die vlidafrikanischen jüdischen Prediger, die eine Konferenz in .Johannesburg abhielten, nahmen eine Ent- «chl'icssuug an, die das Umsichgreifen des Judenhasses in Südafrika beklagt und einen Appell an die Prediger »Her Religionen richtet, diesem Uebe! zu begegnen. Weitere EntschliesMingen sprnrhen die Trauer der jüdischen Prediger Uber das Hinscheiden des Papstes und die Bereitwilligkeit aus an der Losung des Flüchtlingsproblems mitzuwirken. Hedi Haas, bekannt durch ihr Auftreten ab) Sängerin In den jüdischen Kulturbund!heatern, sang Chansons anlässlich Ihres ersten Auftretens in Südafrika bei der Unabhängigen Kulturvereinigung, J o h a n n c s b u r g. Sie wurde begleitet von Hermann Herz, früher München und Berlin, Ciaire HilsenrnthLevy, vormals Krefeld. Sie gab Charaktertünze eigener Schöpfung zum Besten. Verschiedene Stücke jüdischer Autoren wurden in eng- ■h'n Knrmpnndrnfrn I früheren Desinfektionshaus eingerichtet Ist, knnn man zu | billigen Preisen Kaffee bekommen und alle möglichen nützlichen Ding« und Lebensmittel kaufen. Seit einiger Zeit gibt es auch regelmässigen Unterricht in verschiedenen Sprnrhen, vor allem Englisch, sowie Handwerksfächern wie Elektrotechnik und Auto:<chio*serci. Ein Rabbiner der sich unter den Lagerbewohnern befindet, sorgt für den Gottesdienst. Zu Purim gab es rinen richtigen Kabarcttabend. Sogar zu einer Lagerzeitung hat man es berf>iUs gebracht, in der zum Ausdruck kommt, was die Lagerbewohner bewegt. Rasenflachen dienen dem Spiel. Das Lager untersteht der Aufsicht des Lagerkommandant», der fiir die gute Ordnung sorgt und von Vertrauens- Iculen In den einzelnen Baracken unterstützt wird. Alle empfinden es h!s ein Glürk. dass sie aus Deutschland, zum Teil aus dem Konzentrationslager, heraus sind., Die Kinder fühlen sich bei dem Lage rieben ganz wohl, wenn e8 auch für manchen nicht immer ganz einfach ist, »ich einzuordnen. 1 Ein vergnügtes Gesicht macht jener Junge, der, da er keine Verwandten im Auslande hatte, an die ho!- oingeUissen und müssen sich namentlich in eine Lbte einj ,ändl8che KönfÄ,n schrJcb und um Aufnahme in HoI!tm<| tragen und eine Karte in Empfang nehmen. Viele bringen j ersuchle< dlc ihm dan„ auch durch Vermittlung des Kinderihren Angehörigen Esswaren oder ein nützliches Kleidungsj komitees gewährt wurde Rasch prüft die Kortrolle, Weit drnussen im Hafengebiet von Rotterdam, auf einer j Landzunge, die auf der c^nen Seite von der Neuen Maas, j nuf <3rr anderen vom VVn«lhXyen begrenzt ist liegt die frühere QU/iraritünestation Uroplant, die jetzt als Flüchtlingslager! ringerichlet ist. Ein jüdischer Autobusuntcrnchmer im Zen- Htuttnford und der J tn!ln yon Rotu,rdam ,mt an <Jen k^^I^tx — Ssnntag \11nd Dienstag - - einen Autobusdiemrt zu dem senil nur schwer erreichbaren Quarantänelager Heijplaat eingerichtet, üeber die groisc Willemsbrücke, von der .sich ein weiter Blick über die Maas eröffnet, führt der Weg an Lagerhäusern, Gelreid'M-ilos, grossen und kleineren Schiffen und am Flughafen Waalhaven vorbei zum Komplex des Lagers, dessen Stetnbnrackcn mit ihren roten Dächern schon von weitem sichtbar sind. Hinter dem grossen Gittertor warten bereits Kinder und Erwachsene auf die Besucher. Punkt zwei Uhr wird geöffnet. Dlc Besucher werden einzeln hermit. ch nicht unzulässige' Gegenstände darunter befinden und dann kann die freudige Begrüssung erfolgen. Das Lager umfosst ein ausgedehntes Terrain, auf dem sich eine Reihe von steinernen ■ Baracken befinde», die die Wohn- und Aufenthaltsräume für die. FiiVeh'dSu'^e enxhälteh' Es sind Baracken für Mädchen und für Jungens vorhanden, aber auch Männer und Frauen sind dort untergebracht. Für eine Reihe von Ehepaare» gibt es kleine Einzelzimmer. Wandschränke und Nebenräume dienen zur Aufnahme von Kleidung und Gepäck. Ueberau gibt es fließendes Wasser und Baderäume. Die Baraekenbcwohncr müssen selbst umschichtig für die Reinhaltung der Räume sorgen. Jedi Baracke hat einen besonderen Aufenthaltsraum, In dem man | dem zwiespältigen Gefühl der Genugtuung über lesen, schreiben und spielen kann. Lektüre ist natürlich immer j hier von holländischer Seite für die jüdischen Anders steht es naturgemäss vielfach mit den Erwachsenen. Sie sind alle den Holländern dankbar, das« sie sie hier aufgenommen haben, aber s!« leben unter dem ständigen Druck der Vngewimhcit ihre» laliifiist'm Schicksals. Das Fiüchtiingskomitee veranlasst' regelmässig einen _seiner, Mitarbeiter, mit den FlüchtMngea ihre Zukunftspiänc für weitere Emigration zu besprechen. Manche, die bereits ein Auswanderungsverfahrcn eingeleitet haben, bekommen auch wohl Urlaub, um mit dem Konsul des Landes Rücksprache nehmen zu können. Aber die grosser» Schwierigkeiten, die sich überall einer Auswanderung in Ueberseeländer oder nach Palästina entgegenstellen, machen. „ sich naturgemäss hier in besonderem Masse geltend. Und so verläsat der Besucher das Flüchtlingslager mit , was nichtbegehrt, vor allem neueste Zeitungen. Die Mahlzeiten werden als! jüdischen Flüchtlinge getan wird, und der Unruhe nahrhaft und ausreichend bezeichnet. In einer Kantine, die im Schicksal nach der Rückkehr ins freie Leben. ihr Die Bewohner des Lugers sind unter Bewachung in einem früheren Semiiand und Oesterreich strenger polizeilicher nar untergebracht. Die landwirtschaftliche Schulung der jüdiseficn Jugend. In Paris ist eine neue Organisation zur landwirtschaftlichen Ausbildung der jüdischen Jugend in Frankreich gebildet worden, die den Namen "Association pour le Developpement de l'Agriculture parmi la Jeunesse Israelit« en France" trägt, Präsident der neuen Vereinigung ist Ehe Sofer. Die Association wird in Zusammenarbeit mit den lischer Uebersetzung in Johannesburg aufgeführt. „Nie j jüdischen Scout-Vereinigungen in Frankreich eine Lehrfarm PARISER NOTIZEN Von unserem Berichterstatter K. Paris, Anfang März. Das erste französisch* Sammeilaticr. In Mittelfrankreich ((in der Nähe von Mende Dept. Lozidre) ist vor einigen Tagen das erste französische Sammellager (Centrc Special de Rossemblement) eröffnet worden. Dieses Lager ist für Ausländer bestimmt, die aus irgendwelchen Gründe», sei es infolge von Delikten, sei es infolge von Illegalität des Aufenthaltes unter besonderer Bewachung stehen. Zur Zeit befinden sich etwa 40-50 Personei diesem Lager, darunter am AUSWANDERER-ABGABE IN DEUTSCHLAND i'iir die „Rek'hsvereiniminK tlrr .luden" Die Rcichsvcrt inigung der Juden in Deutschland teilt mit! „Nach Genehmigung durch die zuständigen Behörden wird mit sofortiger Wirkung von allen in Deutschland (Altreich), wohnhaften Juden (j$ 5 der 1. Verordnung zum Reichsbürgergesetz), sofern ihr Vermögen den Betrag von 1000 RM. übersteigt, inx Falle der Auswanderung einheitlich ein Bettrag als Auswandererabgabe erhoben. Diese Auswandererabgabe soll dazu beitragen, die Mittel für die Erfüllung der Aufgaben der c'n eTnigc FlüchUinge aus Deutsch-| Reichsvercinigung der Juden in Deutschland aufzubringen. wieder Frieden" von Ernst Toller und „Die 12,000" von Bruno Frank wurden von Amateurhühnen gespielt, während der süd afrikanische Rundfunk Moluar's „Schwan" übertrug, Di< Jesviah Guild führte Schnitzers „Abschiedssouper" auf. Andrang zur Afija in CSR Aus B 1* a t i s 1 a v a (Pressburg>, der Hauptstadt der S1 o - vakei, wird uns von Anfang März (also unmittelbar VOr dem Ausbruch der Staatskrisei u.a. geschrieben: I Das zionistische Leben in der Tschecho-Slovakel hat seit; den kritischen Herbsttagen keine» Augenblick stagniert, trotz-j dem die Organisation als solche durch den staatlichen Umj bruch schwere Elnbusse erlitt. Ebenso wie die Präger „Selbst-; wehr" erscheint auch die Bratislavaer „Jüdische Allgemeine! Zeitung" seit den Herbstmonate» nicht mehr. In der Karpatoj Ukraine (Karpatorusslttnd) sind volksreiche Zentren jüdischen' Löben*, die jüdischem Kulturleben und Chaluziuth mäch- 1 tige Impulse gegeben haben, an Ungarn angeschlossen worden, | wie Munkaczewo, Uzhorod mit ihren hebräischen Mittelschulen. Wie verlautet, soll das hebräische Gymnasium in Munkacz mit den durch Staatswechsel bedingten Veränderungen aufrechterhalten bleiben, und zwar unter dem Direktorat des auch bisher als Professor dort tätig gewesenen Misrachisten Ing. Elias Rubi 11. In Prag und Bratislava hat sich je ein Oösehäftöaussehu»* (G. A.» der Zionistischen Organisation konstituiert, wo sich die Leitung einerseits des böhmisch-mährischen und andererseits des slowakischen Landesverbandes konzentriert. Das Prager Palästina-Amt errichtete in Bratislava ine Expositur für die Slovakei und die Karpato-Ukraine. der eine eigen« Palästina-Kommission beigegebe» wurde. Der Andrang lur A 1 i j a h Ist gross. Wenn den Anforde-1 runden entsprechend genügend Zertifikate und Tru:;«rniögj lichkeite» zu Gebote stünden, könnte ein Strom um Kapital, für die jüdische Jugend organisieren. Verschiedene jüdisch* Gemeinden in Frankreich haben der neuen Vereinigung ihre Unterstützung zugesagt. Diese hat vor allem auch die Installation jüdischer Landwirte in Frankreich zum Ziel, Ein neuer trnnsö*i»cher Gro»srabbincr? Wie verlautet, wird der Grand-Rabbin de France. Israel L£vi, infolge seines höhen Alters von seinem Amte zurücktreten. Als Kandidat kommt neben dem Pariser Grosarabbiner Weil und dem Leiter der Rabbinatsschule Liber auch der Strassburger Grossrabbiner Schwarz in Frage. Die Entscheidung über die Besetzung des Postens wird in Kürze gefällt werden, DtikuxxUm der Judenfrage. Im Rahmen der freien Sprechtribüne des Pariser "Club du Faubourg" wurde erneut das jüdische Problem besprochen. : Der bekannte Bürgermeister von Oran Abbe Lttmbert, der | früher der „Llgue edutre 1'AntisemiÜsme" angehörte, jetzt ' aber unter die antisemitischen Agitatoren gegangen ist, berichtete von seiner Deutschland-Reise, deren Ergebnisse er j in seinem Buch "Allemagne 1938" niedergelegt hat. Lnm- 1 bert wandte sich zwar gegen den „Rassismus", griff aber die I Juden scharf an. In der Diskussion kamen Judengegner und -Freunde zu Wort.. Einige Wochen später hat Robert de Beauplan im gleichen Kreise Beine von der grossen Zeitschrift "L'Illustration" veröffentlichte Broschüre "Le Drame Juif" verteidigt Diese Broschüre stellt eine bemerkenswert objektive Schilderung des Judenproblems und der antisemiti sehen Bewegung dar. KKI.KHMSBKRirillr: AUS DEUTSCHLAND Ein amerikanisches Archiv sammelt, wie wir erfahren, dokumentarisches Material über die Ereignisse in Deutsch- ■ land seit 1933. das ftir eine spätere Geschichtsschreibung mass- : gebend sein soll. Das Material wird mindestens 20 Jahre ver- Die Erhebung dieser Abgabe erfolgt, einheitlich nach Richtlinien, die den Jüdische» Gemeinden (Kultusvereinigungen) bereits zugegangen sind, Danach ist künftig vor der Auswanderung eine Bescheinigung darüber beizubringen, dass der Auswanderer seinen ordentlichen Beitragsverpfüchtungen gegegenüber der Kultusvereinigung, in der er seinen Wohnsit» hat, nachgekommen ist und die Auswanderungsabgabe errichtet hat. Dasselbe gilt für Informationsreisen", Die Auswandererabgabe, von der hier die Rede ist, Ist sonach eine Abgabe, die an die Stelle der früheren Gemeindesteuern tritt, Jeder Jude ist heute ein potentieller Auswanderer und wird beim Verlassen Deutschlands auf diese Weise zugunsten der Gemeinschaft besteuert. KLEINE NACHRICHTEN Nach einer Berliner Pakor-Meldung wurde Juden die Benutzung von Schlafwagen und Speisewagen auf den deutschen Reichsbahnen verboten. Wie Palcor r.us Berlin meldat.!st bei der zweiten Kaie der Juden-Vetmögemabgabe, die am 15. Februar fällig war und ein Viertel der den Juden auferlegten Summe von einer Milliarde Mark erbringe» sollte, nur etwa der dritte Teil aufgebracht worden. Trotz der Heranziehung aller noch Im j .tischen Besitz befindlichen Vermögenswerte konnte aus der völlig verarmten Judenheit Deutschlands nicht mehr als etwa 75 Millionen Mark »U zweite Rate herausgepreßt werden. Auch dies ist, objektiv gesehen, eine gewaltige Leistung. Ueber die Bedeutung der W a n d e r u n g für die Wirtschaftsgeschichte sprach, wie wir einem londoner Bericht entnehmen, kürzlich in London Professor Moritz Bonn, ehemals Professor an der Handelshochschule Berlin, Professor Bonn wies darauf hin. dass die europäische Geschieht* von der Entdeckung Amerikas U92 bis zum Weltkrieg das Zeitalter der modernen Wanderung genannt werden kann. Die meisten Wanderungen hatten ihre Ursache in politischen und religiösen Unterdrückungen Nun ist in der Nachkriegszeit die Einwanderung in die meisten Länder beschrankt worden. Heute aber zeigt sich ein neues Problem, da nämlich in vielen alten Landern die natürliche Vermehrung abnimmt, sodos» bald ein Zustand der Unterbevölkerung erreicht settt wird, der die betr. Lander zum Angriflsobjekt der übervöltüchtigett Unternehmern und produktiven Menschen, die! siegelt gehalten, damit es dem aktuellen Tageskampf entrückt I kerten Lander machen wird, falls nicht dafür gesorgt wird, bis nun noch unzermürbt und hoffnungsfreudig sind, sieh nach \ wird und nur einer späteren Generation die Würdigung der 1 dass die Lücken in der Bevölkerung systematisch aufge.ütlt Palästina ergiessen und es befruchten. Dieser Strom droht i gegenwärtigen Vorgänge erleichtere Dokumente dieser Art i werden durch ein Bevolkerungselement, das aufbaufahl t und aber zu verebben, falls es nicht gelingen sollte, bald ausgiebige! (Erinnerungen. Tatsachenberichte, Briefe, Photographien usw.) zugleich im politischen und militärische-» Sinne verlasslich Alijah-Möglichkeiten zu schaffen, denn der Stillstand des jüdi-■ können zu dem erwähnten Zweck an die ..Notgemeinschaft; ist. In diesem Sinne zeigen sich die UmrUs* einer möglichen schon Wirtschaftsleben droht den vorhandenen Besitzstand; deutscher Wissenschaftler im Ausland ', 113 West 57th Street,; Lösung der heutigen Wandernot. aufzuzehren und mit dem Dahinschwinden der materiellen New York City, gesandt werden. : antisemi'Uche Hetzblatt Balkan" in Beograd wurde Mittel schrumpft auch die Unternehmungslust zur Schaffung; Eine Reihe von amerikanischen Colleges haben in der! V0R d<m togo^^enen Behörden verboten. Vor einigen Tagen neuer wirtschaftlicher Position«« in Erez Israel zusammen letzten Zeit unter Schüler» und Lehrern Gelder gesammelt, | b di Redaktion dieM.r ^Rung eine serbische Uebersetzurig Ks sollte alles darangesetzt werde», die im tschechoslowakium jüdische Flüchtlinge aus Deutachland *nd Oesterreich als \ Protokolle der Weisen von Zion" herauii. gehen Judentum gesammelte» grosse» geistigen und wirt- Studenten aufnehmen zu können. Die amerikanische Presse: ' schaftlichen Kräfte für dt3 Zukunft unseres Volkes und Landes. berichtet ständig über die Ergebnisse dieser Sammlungen und j Die transjordanische Regierung erlieas ein« su retUn und nutzbar xu machen, solang« dies uc**fc möglich' erwähnt auch die Namen der aus Deutschland aufgenommenen \ Bekanntmachung, wonach sie all« Versuche einer Störung de» Ist. ■ Studenten. i öffentlichen Ordnung mit starker Hand unterdrücken werfe