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Jüdische Weltrundschau · 1939-03-10 · 1 (10.3.1939) · p. Seite 10

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
1 (10.3.1939)
Date
1939-03-10
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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ftße 10 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Nr. I, 10. HT. 1939 SPORT-RUNDSCHAU Sind wtt olympiareil? Rilchhlit l, <\uj drn f'<rhhtiini.y>ort IQ.Vt (i Im Zeichen (ier KonnolidterntUf stand im vergangenen »Tahre die Sporttätigkeit in Erez Israel. Sit' zeigte bei allen in Frage kommenden Faktoren den Willen, trotz aller organisatorischen und technischen Mangel, die sich m\\n der politischen Lage und den damit für du» »portliche Leben resultierenden Schwierigkeiten ergehen, eine lebhafte Aktivität zu entfalten. Mit einer den Sportvcrbändcn seltenen Elastizität hat man »Ich der Laße angepasst. In relativ kurzer Zeit wurde infolge der Unmöglichkeit, einen «Ich über das ganze Land erstreckenden WetlkampfhelHeb durchzuführen, eine regionale Regelung geschaffen. Die sportliche Verbindung mit dun Militär und der englischen Polizei Ist wesentlich enger geworden. Englische Mannschaften nehmen Im Fußball .sowohl an den Ligaspielen ftff» auch an der Pokalrunde d<v.i Fussbnllvet bände» teil, In noch grösserem Unifange «lud die entfliehen Formationen nn den Ligaspiefnm im IloeUtji beteiligt. Mehr als 20 Mannschaften kämpfen mit Makkabi Tel-Aviv, Makkabi Haifa, Bar Korliba-Atid Tel-Aviv und Uar Kochba Haifa um die Landesmeisterschaft. Die herzlichen Sportbeziebiingen, die «wischen den englischen und jüdischen Tennis hergestellt worden sind, bedeuten ein Aktlvuivi für die gesamte sportliche Entwicklung de» Landen Ein weiteres belebende» Moment hat die Eingliederung der Einwanderer aus den Makkabivereinen Mitteleuropa« gctelgt, die im Laufe der letzten Monate Ins Land gekommen •Ind. In erster Linie .sind liier ein* grössere Anzahl von Athleten und Funktionären der früheren Wiener ffakoah zu nennen, die .sich in das «portliche Leben de« Lande? gut eingeordnet haben. Lolch tut Ii tetik iiml Fti*»hull In steigendem Masse. Ist die Leichtathletik als ein« der hervorragendsten olympischen Sportarten populär geworden. Bei einer Kelhe von Wettkämpfen war eine Verbesserung der Leistungen sowohl bei der noch »ehr dünnen Schicht der Spitzensportler als auch bei der Jugend zu erkennen. Im Gegensatz zu dt-n Fortschritten in der LeUhta.hleui. mufi« von einer Sta(i»ation im Fustiball gesprochen werden. Sicherlich hat da« sportliche Niveau an der Eintönigkeit der *lch immer wiederholenden Sjiielc und dem Mangel an inter- | nationalen Kämpfen gelitten. Den benlen Beweis dafür lici ferte der Besuch einer rtnunni*ch*-n Mannschaft, de* Temea* j varer A.C. Dieser rumänische Klub, der kaum zweite mltteleuropäische Klasse repräsentiert, absolvierte In Tel-Aviv und Petach Tikwah insgesamt Spiele, von denen er vier gewann. Er unterlag lediglich einer Auswahlmannschaft Makkabi MnpoeJ mit 1 :;$ Und erzielte gegen Makkabi Tel-Aviv in seinem ersten Spiel auf palästinensischem Boden infolge der ungewohnten Platzverhaltnissc ein Ergebnis von 1 : 1. Der Rückgang de« Leistungsstandurds im Fussbai! ist umso bedauerlicher, als hier vorerst noch die einzigen Möglichkeiten einer grosseren sportlichen Propaganda infolge der besseren finanziellen Voraussetzungen gegenüber anderen Sportarten liegen. Die Rurnänentpiele, die durchschnittlich von 6O0O bis 7000 Zuschauern besucht waren, lieftsen die« deutlich erkenn'.:1 Vor der Olympind' Mit dem Beschluss de» olympischen Komitees von Palästina,' sich an der Olympiade. WfO in UcUinki r.xt beteiligen, stehen die Sportorganisationen vor entscheidenden Aufgaben. Weit über den sportlichen Rahn.'-ii hinaus, ist die Teilnahme au einer Olymplade zu einer Angel»•, nheit nationalen Prestiges geworden. Für das» jüdische Volk kann es ein Ereignis von ausserordentlicher Bedeutung »ein, wenn zum ersten Male dl* blauweisse Fahne gleichberechtigt neben den Fahnen anderer Nationen im olympischen Stadion flattern wird. Die Tatsache, das Finnland enorme Anstrengungen macht, um der Olympiade In Helsinki einen würdigen Rahmen r,u geben, und in den meisten Ländern seit m?hr als einem Jahre die Olympiavorbereitungen in vollem Gange sind, müsste allein genügen, um weiteste Kreise der jüdischen Oeffentlichkeit für diese Veranstaltung zu Interessieren, und eine repräsentative Vertretung von Erez Israel zu siehen Es kann ab« feststehend angesehen \»«-ni< ti. dass in..einigen -Sportartertr wie z. ß. im WrtxHce}kiir~linA'''FfchtcTniWctT, Im Rhtffcn und im Handball, Aussichten auf ein ehrenvolles Abschneiden bestehen. Es dürfte auch möglich sein, da* Können einiger talentierter Kräfte in der Leichtathletik so weit zu fördern, dass sie als ,,olympiareif" gelten können. Hoffentlich. wird es den zuständige« Instanzen gelingen, die finanziellen Voraussetzungen für die Teilnahme an der Olympiade zu schaffen. In organisatorischer und technischer Hinsicht dürften die vorhandenen Kräfte ausreichend «ein,, um die Linie und Planin ,, für die Aiiu.it des Vorjahres der Olympiade vx\ bestimmen PYi/; J.euinmhn n * i 5 y n n j 9 3 jvispn njBJj on n? "?:;.yi2?; '^isrn r,;iKr, b$ rrvpiP P?ft iV$rr;wf) n?;rs f?rntDS T*«?3r (a* n<Jöir%?m? b# e^n; d; rn;yn (3nyi*^ rv^pi? jßp^ (Oft?-) nijnjricft YM*b-y\r\)# *y*y$ nn1? jjn 7 ,]z\g ,35 nte^nn] JV"!;i?n nypn vü*?!,<5^3pc* ojwn -»ehn 1^ *w otp^n!4nrn29 <4^rr (n^ia» nytf$ "r*iapn n;e„n p(i nnspn U^ipnS) wn Tpc-ii .s^PC ^3? (n^p;-) cfn^n^n vsn^ ninrt (7-^B0©n-is3 n^ppn ruifipn n^y ifr. .jib^h") vpw m:rs;i nn^'o &p*ty (»me,c''] Ti"»?p mvsy) nenn n» ,rnQq n-jrjs tri) WTjti] njvnyri n^srr? nnppn (aV) n^2"ie btf pvh} ns^lT'i^v^-) fiyyfy (9o«nn3 ]9 n^5> »"i;;-n ni^i n^npn <10bp.n-iP!p^ .ir«"|ip 133 H*3; ,11 JH33 D2 ]1Bfbj c"3»pSlBf DJ'«C! oyitpn o*pu^ (0^"^-.) o'n^^n^an '^Bnoarn o^pn ms^nS Bipp t^c.s rnV n5ijrpn-rna »"M? »n*i91?? .nrnppi r.nsrn it^n"^:^? D^»Tpn TIP n^»» (*ift ]^?13 "n-n; L W<»'.}t.f.|i vj, rifi i,.iit-ii, i!!Hf».'.^n «. I.r »P<vc!«.m!. 1« ,t!«'I(!»|' K-^lO « h" h t r->'•'■;r« t.— v 1*^ .TuU'«'iu!. «. Noll«, «.?nl- IV. Auxtljuck, 13. fbfli»«. - WER IST WO? Stu hrubrlk der JüdiM hon H «lt-I{unds< liau Durch die Katastrophe unserer Zeit .sind .luden in die ganze Welt verstreut worden, oft plötzlich und ohne genügende Vorbereitung, häufig hat sie mich die Wanderung von Iiand zu Land geführt, Viele Menschen haben je!/.! die Verbindung mit Freunden und Ilekiuuueu ja häufig sogar mit nahen Vei wandten - verloren. Hollen diese Faden für Immer korrin.sen bleiben? In der beutinen Zeit braucht mehr als je der eine den andern. Die Verbindung untereinander ist eine der wenigen Stutzen, die uns geblieben sind. Diese Verbindung ♦rhalt menschliche Werte, ohne die eine Oenicinsehaft nicht begehen Kann, und sie gibt gleichzeitig die Möglichkeit, Inforjnailon und Hilfe von Freunden .zu erlangen, die In der Ferne muh Di. „.liWIlMlic Welt-lttimlM-hiur will iI.izh beitragen, di. Verbindung i\\U«lnn misgfwaiulerten Jialcn wieder lientu- »teil«>u. Wir können diese Anfgübr aber nur erfiillen. wenn alle unsere Leser uns dabei unterstützen. Wir haben ilamit begonnen, eine Keilt mir Adivsseusaimiiliinm Von uul>«*utM'hiaiid und Anderen T«'Hei» Mitteleuropas auNgcwauderten Juden mnzulegen. Wir bitten alle unsere Leser, uns ständig alle Ihnen bekannten Adressen dieser Art zu;.u enden. «leder Abonnent der „•liidiM'ltcn WeM-KutuUchiiu" iintl d«>>» •1Wittciliiiig*M«ttc* der HiU< bduth Olej (iermmii»" ist berechtigt. Mii«erc AilreMoeiiHMiiuiiliiiiK in Anspruch «u nehmen. An uns gerichtt'tr AlifiNgen, die wir nicht sofort tM>«nt\\orten können, werden Uufend tu dieser Kuhrik verotfentlieht wer- •len, u o»M'i «ir alle u n * e r e Leser t» i tl e u , um» sofort iiiitAiilellen. \st \\\\ s>it> die Adresse ciiu s <ie<tuehten oder irgendeinen AohrtlKpuiiKt für die Ausfor^eliung dieser Adresse kennen. Derartige Nu'bricbfeii w erden diiiiu sofort dem Sucher mitgeteilt »erden Jeder Anfrage sind zwei Interuaticnitle Antwiirtsi'heine beifnfng. u. Unsere Rubrik ist Wo?" gelangt regelnuissig in der „Jüdischf-nWelt-Rundsfhau" und Im ..Mitteilungsblatt der Hit- »chduih Olej Oermanla" zum Abdruck. Zusendung von Adressen sowie Anfragen bezüglich Adressen sind zu richten an die „.liidische Welt-Rundschau". Abteilung Adressen-Zeil- : trale, Jeru^tem. P.O.B, «Sil. " | TmlehfttUe: In Xi,.,i T*-Ue! in! h r! i 1. .» rtoi'ti ^!.<l Lih.1 v,.u«li,-. - W...-H M-in hli..s vi«. UiIMk r.iUiUati I.KP.. >i '. «• <..ÜMl»i!.n \imV.I. U<i**Um\ -,t t ...!..•» KU!., l-Alnd.!. h.l ü, l*r».;.. Li- Iw Kf4i.rU, » lu.hc A!ur!im.iuiu..i!i,'S:.r VM-.e , v<>rffr.*»'-u, M««i*r»l 'i'.-iui war i dusisr.- ju.n, d.i.: J-V"itiv»ii dt Si 'lh l.^.'»..!> S!arH;i. iMxrU» .".K'-'x i.-Ah-^ ) l'lv.i, . ' iülii'r',; a ju,ii>.,.i;ct; ^;,.!viu"t«-»i « 'lhiiisiH"i ti«a hU-iiTE.. in H ^W:*it).- m. V. Ifi lisvH» MuiV, .!<< JM,?;I,,- F. Hv. {. J ... . , ,., r l..,nk.i i****«» *»rt *mr.fBB?l.-Tifr i}«.«li«-«ttiai.ivi.t«ir; ,um rt--* B«.':in..r Zeltsinü>?ii «i»»t Xp}U<-hH«er» Wkauai uan>ii «U-» vt<.u«l b#*oi..l-.» in d<iM Ju-ült-n Iahten .int'« ik-i jüdui l., « H. »> i s«>«.^ i.uh.*, Klni> H >j).. r 1 l<til«a Ar)«' jt..i w*r dk> t'vbe^ot*«»^ vi<- ..K«iu" .«b Byron. di<- i«, IM Scfeovk*,-» üäviäsfrei wscM?«e» Uk Nachruf auf zwei Frankfurter JiilhiH Blau und Jacob llorouit/ Die m der Welt verstreuten frankfurter Juden und darüber hinaus viele Juden aus Deutschland werden mit Trauer die Nachricht vom Ableben zweier Männer empfangen, die enjf verbunden sind mit dem jüdi. ehen öffentlichen Leben die, er Stadt: Justizrat J»/i«,s Bkiu und Rabbiner Jacob Houtwil:, Beide waren nicht gebürtige Frankfurter aber durch ihre LebenaarbetL erwarben sie Uurgerreoht in der berühmten (lemelnde, und Ihr gleichzeitiger Tod wird zum tragischen Symbol des Untergungs. Juvob llnrmrii: hatte als Sülm deines Wut-iilcnd-u Vati>r. keinen leichten Stand, und es dauerte verhultiusmassig lange, bis er zu allgemeiner Anerkennung gelangte. Wissenschaftliche Arbeit zog ihn zeitlebens an. und er verfassto eine Reihe von Arbeiten, vor. denen hier nur seine Untersuchungen zur Jo.sephageschichte und die Herausgabe von Hesponsen seines Vaters erwähnt seien. Aber aus i-einor vielseitigen UetnUgung srn Rabbinat, im Lehramt und in Verbanden drängte immer stärker i\U die wertvollste Seite seiner Persönlichkeit sein •sozialer Sinn hervor. Kr mochte sich nicht auf Predigten. Sitzungen und Sprechstunden beschränken, er war für joden da, und diese persönliche Hingabe an die vielen, die hilfesuchend zu ihm kamen, Ist sein grosster Ruhmestitel geworden. Km bitteres Schickiftl hat es gefugt, das* dieser gütige Mann mit 65 Jahren fern von .semer Gemeinde und seinem umhegten Heim als Flüchtling sterben musste. nachdem er die Leiden de» K.on/.enir«tiouslMgers gerade erst mit geschwächter «-esundhelt überstanden hatte und sich xur 1 'ch t |..- <i i-'.i t»?! Israel vorbereitete, wo seine Kinde heimisch ge\. "M Dankbarkeit und Liebe folgt ihm in die Ewi;,, , Unter den „Xo'..un'..i ' n>!u.>uioii Jndi n... m-uhI seit Jahrzehnten Julian 11 lau in Oer vordersten heih.e. In der Provinz Posen 1661 geboren, kam er als Referendar nach Frankfurt, wo er S894 In die Gemeindeverwaltung eintrat und .seit HH>4 als Vorsitzender des Vorstands wirkte, In allen Verbunden des preussi.st'hen und deutschen Judentums war er führend tätig, dazu seit 1003 In der Jewish Colonization Association aCA». nach dem Krieg in der , Hiccm" und seit 11*29 im Verwaltungsmt der Jewish Ageucy. Im Gegeiii.au zu manchen anderen Nottibelu war die Arbeit für die indische Gemeinschaft bei Klau nicht ein ,.faule de mieux", sondern sie entsprang oiner sehr judwehen Gesamthaltung. Kr pflegte zu betonen, iiass man nicht wahrhaft liberal sein könne, wenn man nicht wia er selbst in seiner Kindheit ..... durch das konservative Judentum durchgegangen sei. Die nationa.jüdische Auffassung lehnte er ab, lieble aber di;> Ufcfmitiw» der Juden als tuut Nation „sui gencris'-. Dem Aui'hauweik ht Palü&tina. das er vor drei Jahren besuchte, brachte er tatiges intert.s.>e entgegen. Das Leben Biblis zu ^v-hlldern hifs*e( die Geschichte eines hair,^ jHhrhunderts der deutschen Juden und dir Frankfurt*.«! Geuudnde schreiben. Fus die.-»e Geschiehu wat ci. det eir,öt.fc<e Burschet.s. n iftor, der glühencU Patriot und drr besvtusie Jude. iyp;:-ch w»v «mige. \V:ts ihn -oi . eichnele war die Vornehmheit seine* Wi-f,;.', dk sich iiivlt tn m >kc au->^jte;\ Kr,.,«, irnuy laispriv'te, sein, imge woiiuhcln.s rflichigcfuhi. d-*.> von Khrfujvht ftu die tägliche Klc;irubeit getragen w.u i:n.i cuutic-o utui '.ifn-itue FrümniigkiM IvitiMin M er ,n bon, du- 'lebte K. un war ihm voianjst'g-.ngen ein pnuht.^ir Solu* w. r im Krieg gefallen fccin Letititum */ir*iyft, und s^hiimiuer v*ls at!«>: sein Lebemwoik und heln Glaube an deuUch-jikUsche Veibundenheit zusiunnungibrochen Sein Grüb«tt<7i wird r.u:r Denkmal tiiuunt»rseK,i.i,i»iien Welt '.<v/t» May*,>. I Unsere hebräische Ecke i Die hebräische Sprache hat in den letzten Jahren eint , eigentümliche Renaissance erlebt. Nicht nur In Palästina, j wo sie unter den Juden zw Umgangssprache geworden ist, j sondern auch unter den Juden der Diaspora wird hebräisch gelernt, tfs f/ibt A? ia Judentum ohne Kcnntnlx der hebräixehcn , Sprach*:. Alle geistigen Schütze de» Judentunis sind in der! hebräischen Sprache niedergelegt und nur dem hebräisch | Lesenden voll verständlich. Die Rückwendung zum Judentum, die in weiten Kreisen in Deutschlund in den letzten scehe I Jahren vor «i'-h ging, erfordert auch eine ständige Bcschäft tigung mit der hebräischen Sprache. Viele unserer Leser haben bereits hebräisch zu lernen i begonnen, viele haben in Deutschland an Kursen teilgenom-! inen oder sind durch die ständige Lektüre hebräischer Rubrl- I ken mit der Sprache in Kontakt geblieben. Unsere Zeitung! will allen Lesern die Möglichkeit geben, durch die Lcktür*! leichter Texte die Kenntnis der hebräischen Sprache zu ver- ' tiefen, Wir können hier freilich weder hebräische Unterrichts«! kurse noch die Lektüre hebräischer Zeitungen ersetzen. Wat ' wir wollen, ist lediglich, jedem Leser, wo immer er wohnt, das Einlesen in lu-bratsehe Texte erleir litern. Zu diesem Zweck , werden wir standig eine hebräische Ecke (pinah Iwrith» veri öffentlichen, in der wir kurze Lesentücke nebst Worterkliirun«! gen und Vokabeln bieten. Wir empfehlen unservn Lesern, i diese Rubrik aus unserer Zeitung auszuschneiden und aufzubewahren und durch Wiederholungen »ich einen bestimmten Vokabelschatz anzueignen. Unsere hebräische Ecke ist für eine Leserschaft bestimmt, die die Anfangsgründe der Sprache : bereits hinter »ich hat. Wir glauben aber, duss auch Anfänytr, i von der ständigen Lektüre allmählich Gewinn haben werden, i Durch diese hebräische Ecke glauben wir, einen wichtigen i Beitrag zur Befestigung der hebräischen Sprache im gesamten jüdischen Volk zu leisten, in der Ueberzeugung, das» unser« I Sprache da^ wichtig*- Ekment der Verbindung der Zer- | streuten hx. IfYTTA' TAMM I DiL'*1'1' Ta«e starb in Pahistinu 07 jähri* Ul 1U tOHn | uns<>r Freund otto Cohn. Als der polltische Zfontamui enstand — im Jahre lSyT - - schlos* er »ich der Bewegung un und wurde ein echter Pionier des Zionismus: In einer Zeit, in der die kleine Sr.iur der Zionisten in Deutschland noch weit entfernt war von der Wirklichkeit Paäbtinas, seute er sich für jedes reale Palästina-Projekt ein. das in den Frühzeiten der zionistischen Bewegnug entstand. Seine Lehrer und Freunde in jenen Jahren waren Hille! Schachtel und Da vi* Trietsoh. In den ersten Jahren unseres Jahrhunderts lebte er in KvHnjsberii. wo sein Haus ein Mittelpunkt der Zionisten war. iSin grosser Kreis junger Menschen war ständig mit ihm zusammen. Er half ihnen In rillen Nöten und wirkte auf sid durch seine vorbildlich* Opferbereit*.:h*tc. Zu allen Zeiten best häUtütt! er *ich mit Palilstina-Projekten. Alö gut *ituierter Metallhamller srtoUte er sich vor. dass es ihm vergönnt sein wurde, vtvtii- \\*.....» r-ur wiif^ '• •fiFntwlvklung des Lundes oei/.ntr.»'. In guten umt-sj.v.'.crhin in senr s^nviervii Zeiten war er immer erfüllt vom GHubrn un cfie Verwirklichung icionhti- 1, <u r Hoffnui'fjen, Tapfer und Icbensbejnlitfnd behauptete er sui» unter Lut unüberwindiiehen Schwierigkeiten. t»'t.. Cohn hat auf die -/.»u r\tische Entwicklung sehr vieler •iiu'.i •■■..'r Ziun^tvn Kinfl '-s gino;nm,'n. K;ru g.*o-»*e Schar von fiv-In«v-,!ngsgenossen, die htfute im Land.1 sind, fühlten hn Ii ihm vvibunden, und im Gedächtnis derer, die in der P.-.v wi. »;.u..c. der Zi^nisti.>eheii Ve-cini^u.';-1 .für DeutschlAiid mugearb. i;*'f haben, wird sein Name weiterleben. Kurt IfhfmenMd bchtHsx i t daktumeUeti Teils Publisher and Editor Dt. Hobott Weltüch. Jerusalem Le gerant Raymond laine Paris — Irnpriraerie Centrale '.lu C?-oissuit, soeiöte uuuvelle, 19 n:e du cruissant. Parl^

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