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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 3 (1872) · p. Seite 184

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
3 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 184 (sequence 24)
Language
German
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184 Recensionen. älteren Schriftstellern zu zählen, welche über die den Arabern nachgebildeten neuhebräischen dichterischen Kunstformen geschrieben, wie S. X geschieht. Die ״Pforte der Dichtung" nämlich, welche sich am Ende der Moses Kimchi'schen grammatischen Schrift ״Mahalach" befindet, gehört nicht ihm an, ist vielmehr dem ״Schekel Ha-Kodesch" entlehnt, als dessen Vfr. David Jachia angegeben wird. Daß der Vfr. einer späteren Zeit angehört, beweist ein CiLat aus dem Trauerliede Joseph Jachia's auf den Tod des Salomo ben Adereth, also gegen 1310. 2. Mai. Die Monatstage des Kalenderjahres, ein Andenken an Hingeschiedene. Von Dr. Zunz. Berlin 1872. Popelauer. IV und 80 S. kl. 8. Ein neues Büchlein von Zunz! Schon die Thatsache durchrauscht uns erquickend, noch bevor wir von dem Inhalte Kenntniß nehmen; wir erhalten ein neues sicheres Zeugniß von der fügendlichen Geistesfrische, dem kräftigen Mannesstreben unseres Alt- Meisters. Zwar war die erste Hälfte bereits gedruckt, aber an entlegenen Orten, in einer Umgebung, die ihr eine dauernde Beachtung wenig gesichert hätte x), und sie, wie die andere Hälfte, die auch schon früher ausgearbeiiet sein mochte, ist mit Sorgsamkeit vermehrt und bis auf die neueste Zeit ergänzt 2). und dessen Nachfolger gefällt, zu erinnern. Seine Worte lauten: ״Hariri's Makamen mögen als die Grundlage dieser Literatnrgattung betrachtet werden, nicht blos im Arabischen, sondern auch im Persischen, Türkischen und Indischen sund, wie wir hinzufügen, im Neuhebräischenfl Sein Einfluß ist weniger in der Thatsache bemerklich, daß zahlreiche Schriftsteller versucht haben ihm nachzuahmen, als darin, daß er den Styl aller späteren Prosaiker durchaus umgestaltet, um nicht zu sagen mißgestaltet hat. Ihr Hauptstreben war nicht mehr einen Gedanken auszndrücken, sondern glänzend zu schreiben. Während in Hariri selbst noch ein verständiges Verhältniß zwischen Form und Sinn ist, erlangt nach ihm erstere das Uebergewicht, letzteren überwuchernd, zuweilen ibn ganz auszehrend. Hariri ist der Vater der schwülstigen Phrase, welche den Geist in der Literatur getödtet." 1ו Januar bis März in dem von Busch herausgegebenen Wiener Jahrbuch für Israeliten aus das Jahr 1847, April bis Juni in dem von demselben veröffentlichten Newyorker Israelis Herold 1848, dann abgedruckt in L i e b e r m a n n י § deutschem Volkskalender auf 1853. ׳) Die unterdessen erschienenen Grabesinschriften wie manche neuere

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